stoiber will co2-belastung reduzieren

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eröffnet am: 03.06.04 11:19 von: 54reab Anzahl Beiträge: 5
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03.06.04 11:19

7336 Postings, 6904 Tage 54reabstoiber will co2-belastung reduzieren

03.06.2004   08:22 Uhr

 

Stoiber und die Energiepolitik

Atomkraft: Ja, bitte!

Während auf der Weltkonferenz in Bonn heute Minister über alternative Wege der Energiegewinnung beraten, kommt aus Bayern ein neuer Vorschlag für eine alte Variante.

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Angesichts steigender Energiepreise und möglicher Engpässe in der Energieversorgung haben sich CSU-Chef Edmund Stoiber und die bayerische Staatsregierung für den Bau neuer Atomkraftwerke ausgesprochen.

In einem energiepolitischen Strategiepapier der Staatsregierung wird der von der rot-grünen Koalition beschlossene Atomausstieg als falsch bezeichnet. Die Option Kernenergie müsse offen gehalten werden, heißt es.

Außerdem wird die Möglichkeit des Ersatzes bestehender und bei Bedarf auch Errichtung neuer Kernkraft-Anlagen ?nach energiewirtschaftlichen Kriterien unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards? verlangt.

Ein Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie bedeute ?Rückzug aus der Technologieführerschaft und damit Rückschritt auch für die internationale Weiterentwicklung der kerntechnischen Sicherheit?.

Ein anderer Wind weht dagegen auf der Weltkonferenz für Erneuerbare Energien in Bonn, bei der heute auch Minister über neue Lösungen und Programme diskutieren. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder wird auf der Weltkonferenz erwartet.

Weltbank will sich stärker für erneuerbare Energien engagieren

Schröder ist der Initiator der Konferenz, an der bis zum Freitag Regierungsvertreter aus mehr als 150 Ländern teilnehmen. Mit dem Beginn des Ministerteils gehen die Beratungen über einen Ausbau erneuerbarer Energien als Alternative zu fossilen Ressourcen wie Öl und Kohle in ihre entscheidende Phase.

Als Ergebnis der viertägigen Konferenz wird ein Aktionsprogramm mit konkreten Verpflichtungen zum Ausbau alternativer Energien angestrebt.

Die Weltbank will sich beim globalen Ausbau erneuerbarer Energien wie Sonne, Wind und Biomasse stärker engagieren. Nach einer noch internen Ankündigung will die Weltbank ihre finanzielle Unterstützung für erneuerbare Energien und Energieeffizienz mit Kreditvergaben um jährlich 20 Prozent in den nächsten fünf Jahren erhöhen.

Die Erhöhung wird die Zusagen der Weltbankgruppe auf mehr als 400 Millionen US-Dollar (327 Millionen Euro) im Jahr 2010 wachsen lassen.

(AP/dpa) die Grünen sollten begeistert sein!

 

03.06.04 11:46

Clubmitglied, 47345 Postings, 7752 Tage vega2000Prima, dann soll er die Klappe halten o. T.

03.06.04 11:53

59073 Postings, 7674 Tage zombi17Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück! o. T.

03.06.04 13:03

2311 Postings, 7982 Tage MJJKHat doch nur Angst vor der OPEC.

Das ist typisch Politik: Wenn ein Thema gerade hochkocht (Benzinpreise) wird ein Angriff auf die Regierung gestartet - das Thema findet sich schon: Ökosteuer, Atomaustieg, ....
 

04.06.04 11:27

7336 Postings, 6904 Tage 54reabcsu-fdp-koalition

HOHER ÖLPREIS

FDP will Atomkraftwerke länger betreiben

Der Streit über die Konsequenzen aus den hohen Ölpreisen verschärft sich. Trotz einer erhöhten Opec-Fördermenge sieht der BDI Gefahren für die Konjunktur. Die FDP und die IG Bau wollen die Atomkraftwerke länger betreiben lassen als geplant - und der Grüne Christian Ströbele denkt schon über ein Fahrverbot am Wochenende nach.
 
DDPAKW Ohu an der Isar bei Landshut: FDP will längere Laufzeiten
Hamburg - "Bleibt der Ölpreis über einen längeren Zeitraum auf dem derzeitigen Niveau, wäre unsere Wachstumsprognose nicht mehr zu halten", sagte der Volkswirt des Bundesverbandes der deutschen Industrie, Reinhard Kudiß, heute der "Berliner Zeitung". Aktuell rechnet der Verband noch mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent im laufenden Jahr. Die Sorgen der Märkte seien trotz der gestern angekündigten Fördermengenerhöhung der Opec nicht vom Tisch. Zwar dürfe der Ölpreisanstieg nicht dramatisiert werden, die hohen Benzinpreise könnten den privaten Konsum in Deutschland aber belasten.

Die FDP bekräftige unterdessen die bereits in Teilen der Union erhobene Forderung, den Atomausstieg rückgängig zu machen. "Wir sollten die Laufzeit von bestehenden sicheren deutschen Kernkraftwerken nicht vorzeitig beenden, sondern wieder verlängern", sagte Parteichef Guido Westerwelle der "Bild"-Zeitung. Dadurch könne der Verbrauch von Kohle und Erdöl gesenkt werden. Der FDP-Chef bezeichnete Atomkraft als Teil des deutschen Energie-Mixes, zu dem auch Sonnen- und Windenenergie gehörten.

IN SPIEGEL ONLINE
Energie: Ölpreis entfacht neue Debatte über Atomkraft (03.06.2004) Schröders neue Energie: Sonne, Wind und Wasser (03.06.2004) Ölmarkt: Opec-Beschluss kann Preiserhöhung nicht stoppen (03.06.2004) Wege aus der Öl-Falle? Diskutieren Sie mit! (01.06.2004)

Der Vorsitzende der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt, stellte den Atomausstieg sogar auf lange Sicht in Frage. Gegenwärtig gebe es zwar keinen Grund, den Ausstieg neu zu debattieren, "aber politische Beschlüsse sind auch keine Ewigkeitsentscheidungen", sagte Schmoldt der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Der Ausstieg sei "ein Beschluss auf der Grundlage der gegenwärtigen Technikgeneration".

Neue Technologien müssten künftig in die Überlegungen zum Energiemix einbezogen werden. Schmoldt verwies darauf, dass Siemens und Framatome eine neue Reaktorgeneration entwickelten, bei der Unfälle keine Auswirkungen auf die Außenwelt haben sollen. "Wer ein solches Produkt international glaubwürdig vermarkten will, muss dafür auch im eigenen Land Chancen haben", sagte der Chef der Gewerkschaft, die einen Teil der Beschäftigten der Atomindustrie vertritt. Die Politik müsse die Reaktorforschung unterstützen.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Christian Ströbele, brachte dagegen autofreie Wochenenden in die Diskussion. "Wir sollten über autofreie Wochenenden nachdenken", sagte er.


 

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