ich hab ne börsenrechtliche Frage (betr. MyCasino) ???

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neuester Beitrag: 10.08.00 12:21
eröffnet am: 10.08.00 08:56 von: aztec Anzahl Beiträge: 4
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10.08.00 08:56

617 Postings, 7914 Tage aztecich hab ne börsenrechtliche Frage (betr. MyCasino) ???

Anfang der Woche hab ich mich, Ihr werdets nicht glauben, entschieden mir auch ein paar MyCasino ins Depot zu legen. Ich hab also einen Kaufauftrag zu 0.37 E in Berlin aufgegeben. Am Dienstagabend rutschte der Kurs auf 0.04 E (wohl ein Systemfehler). Trotzdem wurden mir MyCasino zu 0.04 E ins Depot gebucht (das hab ich schriftlich). Die Freude wärte allerdings nur kurz. Gestern wurde der Auftrag storniert und die Aktien wieder zurückgebucht.

Jetzt meine Frage: Geht das so einfach? Wenn ich bzw. mein Rechner in meinem Job einen folgenschweren Fehler mache, den ich erst erkenne, wenn das Kind schon im Brunnen liegt, dann hafte ich dafür, bzw. bin gegen sowas versichert.

Gruß AZTEC  

10.08.00 11:43

363 Postings, 7794 Tage deUhwastehnerwenn dir ein schaden in dm entstanden ist, kannst du es versuchen. wenn du

darüber hinaus noch sicher bist, dass du nachweisen kannst, dass dir die differenz nicht hätte spanisch vorkommen müssen, solltest du es versuchen.

ohne nachvollziehbaren tatsächlich entstandenen schaden hast keinen nachteil.

du hättest nach der buchung der aktien zu 0,04 diesen vorgang als kaufangebot deiner bank betrachten müssen und ausdrücklich annehmen müssen. dann wäre ein kauf, und kein maklergeschäft, zustande gekommen. jetzt hätte die bank den handel wegen irrtum anfechten müssen. das hätte besser für dich ausgesehen. dann hättest du nur noch auf einen richter treffen müssen, der bestehende gesetze auch gegenüber banken anwendet.  

10.08.00 11:59

1664 Postings, 7811 Tage Tyler DurdanIch denke so wie deUhwastehner es darstellt ist es nicht ganz....

Ich habe jetzt kein Detailwissen, da ich die einschlägigen Gesetze nicht vorliegen habe, jedoch sehe ich keine Chancen die MYC für 0,04 ? zu bekommen.
Die Bank hat sicherlich Möglichkeiten nachzuweisen, daß korrekterweise niemals ein solcher Kurs gestellt wurde. Weiterhin hast Du gewisse Sorgfaltspflichten gegenüber der Bank.
Wenn Du z.B. fälschlicherweise einen Betrag doppelt gutgeschrieben bekommst, darfst Du das Geld auch nicht einfach ausgeben, sondern hast der Bank den Fehler anzuzeigen (zumindest aber das Geld zurückzugeben, wenn der Bank der Fehler auffällt).
Ähnlich verhält es sich wohl hier. Mir ist ein Fall bekannt, bei dem ein Makler fälschlicherweise einen bezahlt anstatt einen taxierten Kurs gestellt hat. Dazu ist es zu einigen Ausführungen gekommen, die noch einige Tage später komplett wieder rückgängig gemacht werden konnten.

Ich denke irgendwo in den AGBs der Bank oder dem WpHG werden Fristen und Bedingungen stehen, nach denen falsch ausgeführte Orders rückgängig gemacht werden können.
Im Umkehrschluß willst Du die Aktien ja auch nicht behalten müssen, wenn die Bank fälschlicherweise für 4 ? gekuaft hätte.

Weiterhin bin ich mir fast sicher, daß die Bank in ihren AGBs stehen hat, daß sie niemals als Verkäufer, sondern immer nur als Makler auftritt. Damit ist der letzte Absatz von deUhwastener hinfällig.

Sorry, das ich hier mit juristischem Halbwissen komme, es ist sicherlich jemand da, der das korrekt wiedergeben kann. Ich wollte nur meine Zweifel an deUhwasteners Ausführungen zum Ausdruck bringen. Ich vemute mal, Du hast keine Chance, die MYC tatsächlich für 0,04 ?zu bekommen.


Grüsse,
Tyler  

10.08.00 12:21

617 Postings, 7914 Tage aztecVielen Dank ....

Tyler Durdan: "Ich denke irgendwo in den AGBs der Bank oder dem WpHG werden Fristen und Bedingungen stehen, nach denen falsch ausgeführte Orders rückgängig gemacht werden können."

Genau so ists. Diese Bedingungen wurden in meinem Fall erfüllt (Systemfehler) und die Frist eingehalten. Kosten sind mir keine entstanden.

Wäre ja auch zu schön gewesen. Inzwischen hab ich mir welche für 0.42 gekauft.

Schöne Grüße
AZTEC

 

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