@geldschneider

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eröffnet am: 19.06.04 13:34 von: ipollit Anzahl Beiträge: 2
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19.06.04 13:34

749 Postings, 6600 Tage ipollit@geldschneider

also dass eine KE eine Belastung darstellt, ist für mich einleuchtend... dass aber nach der KE GPC einsackt stellt diese Sache auf den Kopf. Ich denke mal nicht, dass du vorurteilsfrei zu solchen Aussagen bzw Vermutungen deinerseits kommst. Das GPC nichts auf der ASCO veröffentlicht hat, liegt einfach an der Tatsache, dass es im Moment keine neuen Daten gibt. Im letzten Jahr gab es dafür erste PhaseIII-Daten zu Satraplatin und im nächsten Jahr vielleicht erste Daten der SPARC-Studie. GPC gehört sicherlich zu den führenden Krebs-Unternehmen der Welt. Und die Amerikaner haben sicherlich ein großes Interesse an GPC (wie zuletzt bereits, oder warum stieg deiner Meinung nach der Kurs auf 16 Euro?)... das wirst du schon sehen.

durch die KE wird GPC über 200 Mio USD Cash in der Kasse haben...

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Krebsmedikament treibt GPC-Kurs
HANDELSBLATT, Donnerstag, 20. Februar 2004

Von Petra Hoffknecht, Handelsblatt

Die Kursentwicklung des im TecDax gelisteten Biotechnologieunternehmens GPC Biotech erinnert fast an die alten Zeiten im Börsenboom: Von gut zwei Euro vor einem Jahr schoss die Notierung bis auf derzeit mehr als 16 Euro hoch. Allein innerhalb des letzten Monats verdoppelte sich der Wert der Aktie.

FRANKFURT/M. Kurstreiber ist das potenzielle Krebsmedikament Satraplatin. Händlern zufolge lockt es zunehmend auch professionelle Investoren auf den Plan. Das Medikament befindet sich in der letzten Phase der klinischen Entwicklung und steht damit vor der möglichen Zulassung in Europa und den USA.

GPC will mit dem Medikament gegen Prostatakrebs in einigen Jahren mehr als 500 Mill. Dollar umsetzen und dann erstmals die Gewinnschwelle erreichen. Da die Entwicklung von Medikamenten sehr kostenintensiv ist, schreiben in der jungen Biotechnologiebranche viele Unternehmen noch rote Zahlen ? das dürfte sich mit zunehmendem Alter der Branche aber ändern. Mit der Zulassung rechnen die GPC-Krebsforscher in zwei Jahren, 2007 könnte Satraplatin dann auf den Markt kommen.

Da die Analysten von Lehman Brothers davon ausgehen, dass das Medikament auch gegen andere Tumore eingesetzt werden kann und damit ein weitaus größeres Absatzpotenzial hätte, erhöhten sie jüngst ihr Kursziel auf 19 Euro. ?GPC ist als deutsches Biotechnologieunternehmen sehr gut aufgestellt?, lobt auch Analyst Rüdiger Weseloh von Sal. Oppenheim. Das Unternehmen werde sehr professionell geführt, Management und Forscher seien spitze, ergänzt Thomas Höger von der DZ-Bank. Insgesamt raten nach Angaben der Finanzagentur Bloomberg von zwölf Analysten, die die Aktie beobachten, sieben zum Kauf, vier zum Halten und nur einer zum Verkauf.

Der Bedarf an Therapien gegen Prostatakrebs ist gewaltig: Neben Lungenkrebs ist die Tumorerkrankung die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr nach Schätzungen des Berliner Robert-Koch-Instituts über 30 000 Männer an Prostatakrebs.

Aber genauso, wie die Hoffnungen auf Satraplatin die Aktie beflügeln, so riskant ist die Abhängigkeit von diesem einen Produkt. Zwar arbeitet GPC Biotech derzeit an etwa fünf weiteren Projekten, diese befinden sich allerdings noch in sehr frühen Studienphasen.

Für Analyst Weseloh ist das Potenzial durch Satraplatin bereits im Kurs enthalten. Auch habe sich die Bewertungsdifferenz mit US-Biotechwerten verkleinert. Diese hatten in letzter Zeit mit positiven Forschungsergebnissen, Produktzulassungen und dadurch steigenden Kursen auf sich aufmerksam gemacht. Weseloh sieht für GPC Biotech ein ?gewisses Rückschlagspotenzial? und stuft den Wert aktuell auf ?Underperformer? ein. So bewertet der Analyst eine Aktie, die sich seiner Meinung nach schlechter als der Markt entwickeln wird.

Grundsätzlich lobt aber auch er die Vorzüge des Unternehmens: Dazu gehören neben Satraplatin die baren Mittel, die mehr als 90 Mill. Euro betragen. Das ist die stärkste Cash-Position eines Biotech-Unternehmens in Deutschland. ?Management, Produkte und Cash sind die Knackpunkte bei Produktentwicklern in der Biotechnologie?, erläutert Analyst Höger. Gerüchten um eine mögliche bevorstehende Kapitalerhöhung des Unternehmens schenkt der DZ-Bank Analyst daher kaum größere Aufmerksamkeit. ?Die Notwendigkeit, sich Kapital zu beschaffen, sehe ich derzeit nicht?, sagt er. Allerdings würde solch eine Maßnahme den Aktienkurs traditionell erstmal belasten.

Nach Meinung von Thomas Höger ist die GPC-Aktie vor allem etwas für institutionelle Investoren. Sie seien näher am Markt und könnten schneller reagieren. Schließlich reiche bei Biotech-Werten oft schon eine einzige Meldung, um den Kurs stärker nach oben oder unten zu treiben. Nur risikobewusste Privatanleger sollten in Einzelwerte investieren, andere in Biotech-Aktienfonds.

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GPC Biotech will onkologische Produkte einlizensieren und zukaufen


12.02.2004 - Martiensried (dpa-AFX) - Das im TecDAX gelistete Biotechnologie-Unternehmen GPC Biotech will den eigenen Nachschub an neuen Produkten in der vorklinischen und klinischen Entwicklung durch gezielte Zukäufe weiter stärken. "Neben den eigenen zukünftigen Krebsmedikamenten, die in den kommenden 12 bis 18 Monaten in die klinische Erprobung gehen, wollen wir gezielt Onkologieprodukte und monoklonale Antikörper einkaufen", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Seizinger am Mittwochabend der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Seizinger, der im Jahr 2000 die amerikanische Mitotix übernommen hat, schloss dabei mittel- bis langfristig auch eine weitere Firmenübernahme nicht aus.

HOFFNUNGSTRÄGER SATRAPLATIN

GPC Biotech, das derzeit noch in den roten Zahlen steckt und bisher kein eigenes Produkt im Markt hat, setzt die größten Hoffnungen auf das im Herbst 2002 einlizensierte Satraplatin, das ursprünglich vom US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb entwickelt wurde. Satraplatin, zur Behandlung von Prostatakrebs befindet sich derzeit in Phase III, der letzten der klinischen Erprobung. GPC Biotech schätzt das mögliche weltweite jährliche Umsatzpotenzial auf mehr als 500 Millionen Dollar.

2006 sollen die Zulassungsunterlagen in Europa und den USA eingereicht werden. Das Marktdebüt könnte dann 2007 erfolgen. Bis zur Zulassungseinreichung hat GPC Biotech Kosten in Höhe von 30 Millionen Euro für die Phase III-Studie veranschlagt.

AKTIENKURS HAT SICH VERDOPPELT

"Nach den positiven Daten, die wir zu Satraplatin auf der ASCO-Konferenz (American society for clinical oncology) im Sommer 2003 vorgestellt haben und dem günstigen Studien-Protokoll seitens der FDA hat sich das Interesse auch institutioneller Investoren aus Großbritannien und den USA an GPC Biotech deutlich erhöht", sagte Seizinger.

Alleine seit Jahresanfang hat sich die Aktie bei zeitweise extrem hohen Handelsumsätzen von acht bis auf 16 Euro verdoppelt. Die Investmentbank Lehman Brothers hatte Anfang der Woche das Kursziel von 14 auf 19 Euro angehoben und Goldman Sachs hatte das Papier Ende Januar von "Underperform" auf "Outperform" hochgestuft.

Trotz des kräftigen Kursplus ist die Aktie für den Unternehmenschef noch günstig bewertet: "Mit Blick auf amerikanische Biotech-Unternehmen, die ein Medikament in Phase III haben, sind wir noch günstig bewertet", sagte Seizinger. "Da ist immer noch Luft nach oben", erklärte der Unternehmenschef mit Blick auf weitere mögliche Anwendungsgebiete für Satraplatin.

GPC Biotech plant ab 2004 weitere kleinere Studien zu anderen Indikationen und Kombinationen durchzuführen", sagte Seizinger. Zudem werde noch in diesem Jahr ein monoklonaler Antikörper gegen Blutkrebs in die klinische Phase I kommen.

BESCHLEUNIGTES ZULASSUNGSVERFAHREN IN DEN USA

Im September 2003 hatte das 1997 gegründete Unternehmen mit der Zulassungsstudie für Satraplatin in den USA begonnen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte GPC ein beschleunigtes Zulassungsverfahren (Fast-Track) für das Mittel zur Behandlung von Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs zugebilligt, bei der eine Chemotherapie erfolglos war. Auch die europäische Zulassungsbehörde EMEA genehmigte GPC Biotech, die globale Phase III-Studie von Satraplatin auch in Europa voranzutreiben.

Satraplatin gehört zur Medikamentenklasse der Platinum-Derivate und kann als Tablette verabreicht werden. "Mit einer Pille, die oral als Tablette verabreicht werden kann, haben wir einen klaren Konkurrenzvorteil gegenüber anderen Platin-Derivaten, wie z.B. Oxaliplatin (Spritze) von Sanofi-Synthelabo, das 2003 einen Umsatz von 836 Millionen Euro generiert hat", sagte Seizinger.

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Satraplatin wird gegen Prostatakrebs und Lungenkrebs entwickelt... die zwei häufigsten Krebsarten. Zudem in Kombination mit Strahlentherapie (ein riesiger Markt) und in Kombination mit Taxol/Taxotere (dem wichtigsten neuen Chemotherapeutikum). Also gute Aussichten für GPC und sicherlich Anlass für die Amerikaner, sich GPC mal genauer anzusehen.

(letzter Versuch ;-))

mfg ipollit  

19.06.04 13:36

749 Postings, 6600 Tage ipollitich kapier es nicht???

wohl ein board-fehler.... sorry - ich geb es auf...  

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