eine Subvention, die sich lohnt

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eröffnet am: 20.06.04 11:40 von: Bankerslast Anzahl Beiträge: 1
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Streit um Porno-Theater


Das Stück ist noch nicht einmal aufgeführt worden, da gibt es schon einen riesigen Wirbel um die Produktion.

Porno oder Kunst?

Ein Mann tanzt nackt auf einem Bett herum, ein Pärchen hat wilden Sex. Und dann lässt sich der Hauptdarsteller anpinkeln.
Was sich anhört wie Szenen aus einem Hardcore-Porno, ist in Wahrheit die Neu-Inszenierung von "Die Entführung aus dem Serail" ? einer der schönsten Opern von Wolfgang Amadeus Mozart.

Doch was die "Komische Oper Berlin" aus der Geschichte um die in den Orient entführte Edeldame Konstanze gemacht hat, ist einfach nur ekelhaft! Die Handlung auf der Bühne: ein Wechsel von Sex- und Gewaltorgien, Sadomaso und Vergewaltigungen. Pfui Teufel ? und das soll Kunst sein?

Regisseur Calixto Bieto rechtfertigt sich gegenüber "Bild": "Sex spielt immer eine Rolle. Mozart dachte nur an Sex."

Aber ist das ein Grund, aus der Oper direkt einen Porno zu machen? Der Regisseur lässt sogar (Kunst-)Urin fließen. In drei Szenen müssen sich die Darsteller anpinkeln lassen und die "Ergüsse" trinken. Kann man dieses Theaterstück wirklich noch unter dem Deckmantel "Kunst" rechtfertigen?

Kultursenator Thomas Flierl von der PDS: "Die Darstellung von Blut, Sex und Gewalt spiegelt gesellschaftliche Phänomene wider." Aha.

Übrigens: Jede verkaufte Eintrittskarte wird vom Berliner Senat mit 165 Euro subventioniert. Geld, das aus unseren Steuern stammt. Ob sich das lohnt? Das Premierenpublikum wird es an diesem Wochenende entscheiden.

dpa, 19.6.04 (freenet)  

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