Zukunftsvision Freiheit...

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neuester Beitrag: 27.06.12 14:18
eröffnet am: 27.06.12 12:08 von: Tony Ford Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 27.06.12 14:18 von: rightwing Leser gesamt: 577
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bewertet mit 5 Sternen

27.06.12 12:08
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24654 Postings, 7355 Tage Tony FordZukunftsvision Freiheit...

Geht es euch vielleicht manchmal nicht auch so, dass ihr euch von mehreren Seiten ausgenutzt und fremdgesteuert fühlt und ihr euch trotz jeder Anstrengung kaum der Abhängigkeiten erwehren könnt?

Ist es nicht so, dass es an allen Ecken und Enden Zwänge gibt und die propagierte Freiheit im Grunde nur die Eliten in Anspruch nehmen können?

Im Grunde sind wir doch abhängig von:

1. Stromkonzernen, Stromlieferanten
2. zum großen Teil der Wasserwirtschaft
3. der Geldwirtschaft und den Banken bzw. dem Kreditgeldsystem
4. der Pharmaindustrie und Ärztelobby
5. der Weltwirtschaft im globalen Zusammenhang, d.h. geht es der Welt oder Europa schlecht, wird es uns auch schlecht gehen
6. der Politik, welche wir alle 4 Jahre mit unserer Stimme legitimieren, welche jedoch nur bedingt unsere Wünsche erfüllen und Politik für ihr Klientel bzw. sich selbst machen
7. der Lebensmittelindustrie, welche uns billige ungesunde Chemie zu hohen Preisen verkauft
8. Abhängigkeit zu den Mineralöl- und Autokonzernen, fehlende Freiheit der Mobilität
9. Anhängigkeit von Vermietern
10. der aus den genannten Punkten resultierende Zwang zum Geldverdienst bzw. Arbeitszwang.

Meine Vorstellung von Freiheit sieht jedoch anders aus und so bin ich seit geraumer Zeit dabei, mich Schritt für Schritt von den oben genannten Punkten unabhängiger zu machen.
Selbstverständlich bin ich als Einzelner relativ machtlos, doch es eröffnen sich immer mehr Wege und Türen in die eigene Unabhängigkeit und Freiheit.

Meine Visionen hierzu sind:

1. mich mit Strom nahezu selbst versorgen zu können.

2. meinen Bedarf an Wasser selbst klären und wieder aufbereiten zu können.

3. mich vom Kreditgeld zu verabschieden und das Geldprivileg der Banken zu unterwandern, sozusagen selbst meine Bank sein kann

4. mich der Pharmalobby zu entziehen, indem ich zunehmend und bevorzugt die Heilpraktik nutze, bevor ich mich spiegeln oder mit Medis vollpumpen lasse. Des Weiteren hilft es schon viel, wenn man sich vorab informiert.

5. der Abhängigkeit zu China und der Welt entgegne ich mit Kauf von regionalen Waren sowie einem angestrebten privaten Produzentennetzwerk, in dem viele Waren deutlich günstiger hergestellt werden können.

6. Mehr politische Freiheit durch direkt-demokratisch gestalterisch-kreative moderne Systeme ohne Parteiensystem. eDemocracy

7. Lebensmittel kaufe ich mittlerweile bevorzugt regional und wenn möglich auch Bio oder direkt im Bioladen. Je mehr Menschen auf Bio umsteigen, desto günstiger werden Bio-Lebensmittel werden. Laut Untesuchungen würden sich die Preise zu den heutigen Lebensmitteln kaum unterscheiden, denn man muss ja bedenken, dass man sehr oft mehr Lebensmittel und Weniger Wasser und Zusatzstoffe kauft. z.B. ist in einem herkömmlichen Steak gut 30% Wasser enthalten und im Bio-Steak im Regelfall eben nur 10%.
Bei Tomaten, Gurken, usw. ist es ähnlich, viel Wasser aber wenig Geschmack.

8.
Mit einem E-Auto und selbst produzierten Strom wäre ich von den Mineralölkonzernen nahezu unabhängig. Zudem ist ein E-Auto deutlich langlebiger,.

9.
Wenn ich keine oder nur noch geringe Kosten mehr für Strom aufwenden muss
Wenn ich keine oder nur noch geringe Kosten mehr für Wasser aufwenden muss
Wenn ich keine Kosten mehr für die Mobilität aufwenden muss, weil ich den Strom selbst produziere
Wenn ich in einem Heim wohne, welchs ich selbst besitze
Wenn ich nahezu keine Gebühren und keine Zinsen mehr an Banken zahlen muss
Wenn ich auf Pharmamittelchen verzichte und stattdessen günstige Naturheilkundliche Verfahren nutze
Wenn ich Produkte günstiger in einem privaten Produzentennetzwerk kaufen bzw. tauschen kann

So sinken die Lebenshaltungskosten dramatisch und selbst ein komfortables Leben wäre vermutlich mit deutlich weniger Lohn möglich.

Sicherlich sind dies alles noch mehr oder weniger Visionen, doch ich arbeite intensiv daran, mir meine Freiheiten Schritt für Schritt zu erarbeiten und mich von "Machtstrukturen" durch vernetzte Dezentralisierung zu befreien.
Zudem versuche ich möglicht wenig oder gar keine Kredite mehr zu nehmen, sondern erst zu sparen und dann zu kaufen.

Wer hat Lust, dabei mit zu machen?

27.06.12 12:11
1

34627 Postings, 3894 Tage NokturnalWelcher Staat würde das denn wollen , das du

dich unabhängig machst ?  

27.06.12 13:02
3

11942 Postings, 5257 Tage rightwingtssss

witzig. witzig, dass der freiheits/unabhängigkeitsbegriff hier vor allem an der versorgung hängt. nicht dass ich das unwichtig finde, tatsächlich ist es jedoch ein "nebenkriegsschauplatz". im wesentlichen hängt die freiheit doch an 2-3 faktoren:

1. information und die persönliche fähigkeit mit dieser umzugehen.
gegenspieler: so ziemlich alle medien, die uns tagtäglich verblöden, bzw. vermitteln, dsds, euro-krise, soziale gerechtigkeit, iphone und heidi klum wären die wichtigsten themen unserer zeit.
gegenmittel: tv aus, 1x wöchentlich in die bücherei

2. geld - zumindest soviel, dass man den grundbedarf ohne fremde unterstützung decken kann und sich ein ticket in ein anderes land kaufen kann.
gegenspieler 1: der staat natürlich
gegenspieler 2: das eigene ego, das versucht, persönliche defizite mit sinnlosem, teuren besitz/konsum auszugleichen
gegenmittel: lernen für essen und gesundheit dankbar zu sein, mit freude arbeiten - idealerweise selbstständig, sport treiben, lebenszeit bewusst wahrnehmen  

27.06.12 13:10
1

14723 Postings, 4641 Tage Karlchen_VJa ja - und alles ist nnicht mit Arbeit verbunden?

Na denn.

Zum Beispiel: Sich mit Naturheilmitteln zu beschäftigten macht ne Menge Arbeit. Sie zu sammeln oder anzubauen auch. Und gegen einen Beinbruch helfen die auch nicht.

Ein Haus kann man sich selbst basteln. Kostet viel Kraft und Zeit - und Materialien. Vor allem aber: Fertigkeiten und Wissen.

Woher kommt die Kohle für das Elektroauto und die Windmühle auf dem Dach?

Produzentennetzwerke: Ob das dabei wirklich billiger ist?

Arbeitsteilung ist dagegen immer von Vorteil - und je mehr dabei einbezogen sind, desto besser. Können auch Bananenpflanzer sein, die es hierzulande ziemlich selten sind.

etc.  

27.06.12 13:38
2

25551 Postings, 7344 Tage Depothalbiererdas ist zumindest mal ein interessant wert.

natürlich sind gewisse abhängigkeiten und arbeitsteilung sinnvoll,

aber die abhängigkeit von der strom und wasserwirtschaft hat in deutschland unakzeptable auswüchse getrieben.

warum müssen konzerne mit der grundversorgung mrd verdienen??

daß die ein paar gewinne machen, ok, aber nicht in dem ausmaß durch ausnutzung von monopolen.
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gott, vergib uns unsere schuld, unsere gläubiger weigern sich!

jetzt erst recht!! CO2 und spaß dabei !!

"politiker sind nicht an weisungen gebunden, wohl aber an überweisungen"

27.06.12 14:04
2

33997 Postings, 7603 Tage DarkKnightNaja, wir haben nunmal ne arbeitsteilige

Gesellschaft und die in #1 beschriebenen "Missstände" sind eben die Konsequenz aus jahrzehntelangen Bemühungen einzelner, die in ihren eigenen arbeitsteiligen Interessen eingebunden sind.

Zum Glück trägt jedes System in sich schon dem Keim des Untergangs, so wird sich auch unser Gesellschaftssystem früher oder später auflösen und durch irgendwas neues ersetzt, das dann auch wieder wächst und wuchert.

Man kann doch ansehen, was man will: große Imperien früherer Jahrhunderte (von Ägypten bis zum Britih empire), politische Konzepte (vom keltischen Stammesleben bis zur Adelsgesellschaft), religiöse Vorstellungen (von den Höhlenmalern bis zu den Päpsten) ... alle unterwerfen sich einem grundsätzlichen Bedarf:

der Wohlstand weniger ist immer die Folge der Ausbeutung von vielen, zur Absicherung der Privilegien muss immer ein best. Prozentsatz "mitprivilgiert" werden (Stichwort: republikanische Garden von Saddam z.B. oder Elite-Unis bei uns), in der Regel max. 30% der Bevölkerung: genug, um den Rest in Schach zu halten und ausreichend wenig, damit richtig fett was bleibt im Futtertrog.

Irgendwann kippt eben das Verhältnis: die Privilegierten können nicht mehr saturiert werden (z.B. Untergang Rom) oder die "ausgebeutete Masse" überschreitet signifikant die 70% - Marke (französische Revolution).


Prinzipiell werden große Systeme aber immer von Menschen (und in Folge) von Cliquen "geführt" und es ist m.E. egal, wie man das Kind nennt: ob nun ein Donald Trump in seinem Tower in N.Y. Champagner geschlürft und Escortdamen bestellt hat oder die Bonzen der UdSSR sich in (volkseigenen) Datschas exklusiv mit Kaviar und Nutten vergnügt haben: das Prinzip war dasselbe.

Insofern sind mir alle "Weltverbesserer" nicht geheuer, insbesondere diejenigen, die mehr "Freiheit" fordern.

Freiheit wovon ... diese Frage kann jeder ebantworten und jeder hat sein eigenes Feindbild .... aber die Frage "Freiheit wofür ..." die hat mir noch keiner schlüssig beantwortet, denn am Ende steht immer der Mensch versus all seine Mitmenschen und es bleibt PRINZIPIELL immer alles beim alten ... nur dass manchmal die Pappnasen vorne am Futtertrog wechseln.  

27.06.12 14:09
2

11942 Postings, 5257 Tage rightwinghmmm ...

... ich weiss nicht, ich weiss nicht. ich bin ja nun wirklich ein anachronist, so ohne navi und smartphone ... auch als passionierter koch brauche ich weder elektromesser, noch elek. dosenöffner. ich habe auch meine nostalgischen anfälle - rein kunstgeschichtlich war fin-du-siecle, die zwanziger und die fünfziger phantastische zeiten und nicht so eine vermasste, sinnleere pisse wie heute. jetzt aber das essen und den komfort und lifestyle um 1878 zu glorifizieren geht mir zu weit - da wird zuviel ausgeblendet.
ich denke, es ist wie immer - das leben bewusst leben, masshalten ... was mich an vielen der neueren alternativmodelle stört ist diese plumpe kapitalismuskritik. es ist einfach furchjbar öde jeeeden gedanken mit den worten "gier", "lobbyismus", etc zu spicken. faktisch ist der kapitalismus doch längst an die leine genommen, was uns eher probleme bereitet ist die schiere konsequenz der medial getriebenen zivilisation - obwohl dies nirgends steht, sind die lebenswege von schule, studium, beruf vorgezeichnet, alle reden von alternativem leben, alle meinen damit schlicht: "alternativ konsumieren" ... mich interessiert meist, ob die jungen "alternativen" leute, die ich treffe etwas anderes machen, also "andere" träume verwirklichen - sei es in theater oder literatur, im sport, in der wissenschaft oder in der begegnung mit fremden kulturen. ob die leute jedoch ein tattoo haben oder beim biobauern kaufen interessiert mich recht wenig.  

27.06.12 14:15

24654 Postings, 7355 Tage Tony FordFreiheit ist...

für mich, wenn ich mich und meine Familie für eine gewisse Zeit ohne viel Geld und Arbeit durchs Leben bringen zu können.

Freiheit ist, sein eigener Chef sein zu können und nirgendwo angestellt sein zu müssen. Gleichzeitig aber auch nicht selbstständig zu sein und dabei gezwungen zu sein das Geschäft am Laufen halten zu müssen, da sonst die Pleite droht.

Freiheit ist, wenn man Leistung in erster Linie direkt für sich und nicht für Andere erbringt, d.h. man mit seiner Arbeitskraft nicht irgendwelche Manager oder Investoren fett füttert.

Freiheit ist, vom Geld weniger abhängig zu sein, Geld eine untergeordnete Rolle spielen lassen zu können und Arbeit direkt gegen Ware und Dienstleistungen zu tauschen, so dass eben der negativ wirkende Zinseffekt wegfällt.

Wiegesagt, die großen Kostentreiber sind in erster Linie Zinseszinseffekte sowie Gewinnzwänge.

http://www.ariva.de/forum/Die-wahren-Kostentreiber-465609

Achja und zuguterletzt ist Freiheit, wenn ich keine Steuern mehr zahlen muss und die Finanzierung der Sozialsysteme Beispielsweise auf anderen kreativeren Wegen stattfindet.
Auch hier könnte ein privates Produzentennetzwerk enorme Kostenvorteile bieten, weil es theoretisch steuerfrei sein könnte bzw. der Staat dagegen wohl nichts ausrichten könnte.

Man muss sich einfach mal vor Augen halten, dass wenn man die Produktion von Zinseffekten, Gewinnmargen und Steuern befreien würde, ein VW statt 25000? vermutlich nur noch 5000? kosten würde und dadurch auch die Sozialsysteme weitaus weniger groß ausgelegt sein müssen und heutiges Geld einen viel höheren Warenwert hätte.

also ich werde weiter an meinen Visionen aktiv arbeiten und arbeite u.a. auch schon an mehreren Projekten, welche in diese Richtung laufen.

Es wird Zeit, dass wir endlich eine freie dezentralisierte Leistungsgesellschaft mit Eigenverantwortung werden, denn nur so werden wir auf Dauer unseren Fortbestand sichern können. Andernfalls werden wir früher oder später an unseren System zerbrechen und wie die Hochkulturen vor uns ein schnelles Ende erleben.  

27.06.12 14:18
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11942 Postings, 5257 Tage rightwing@dark

ich sehe in der geschichte durchaus ähnliche muster, dass sie sich aber prinzipiell wiederholt stelle ich in frage. auch die filterung der gewesenen wirklichkeit a la karle marx (dem dippl) ...

Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen

... halte ich für eine zeitlich bedingte, epochenspezifisch logische, letztendlich jedoch grottenfalsche  verengung der sicht.

das hierarchische in der gesellschaft begründet sich allein schon aus der verschiedenheit der menschen. ich denke, dass unsere kultur mehr denn je kompetenz und moral zum kriterium der elite macht ... allein deshalb kann man diese zeit nicht in der blanken kontinuität der monarchischen, ständisch-degenerierten gesellschaften sehen.

es bleibt spannend  

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