Zé Roberto

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neuester Beitrag: 17.05.02 19:43
eröffnet am: 17.05.02 13:36 von: Star Ikones Anzahl Beiträge: 19
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17.05.02 13:36

8 Postings, 7118 Tage Star IkonesZé Roberto

Die wochenlangen Spekulationen haben ein Ende: Nach Michael Ballack wechselt nun auch sein Leverkusener Vereinskollege Zé Roberto in der kommenden Saison zum FC Bayern. Der Brasilianer und der Rekordmeister einigten sich am Freitag über eine Wechsel vom Rhein an die Isar. Der 27-Jährige wird in den nächsten Tagen einen Drei-Jahres-Vertrag beim Weltpokalsieger unterschreiben. Die abschließenden Gespräche über die Transferentschädigung zwischen dem FCB und Bayer werden am Samstag stattfinden.  

17.05.02 14:16

Clubmitglied, 46974 Postings, 7680 Tage vega2000& Bayer Vizekusen spielt demnächst gegen den

Abstieg.
So sehr ich mich als Bayernfan über den Deal freue, schade ists schon um die tolle Leverkusener Manschaft, -die Deutschland gezeigt, dass man in der Bundesliga auch guten Fussball spielen kann.  

17.05.02 14:56

Clubmitglied, 46974 Postings, 7680 Tage vega2000Mama hilft




(SZ)Wir wissen nicht, ob der Mittelfeldspieler Ballack in den letzten Stunden schon mit seinen Eltern gesprochen hat, der Stürmer Neuville mit Mama Neuville, der Torwart Butt mit Mutter Butt. Wir können es aber mal annehmen; in Tagen wie diesen reden Fußballspieler bestimmt weniger mit Managern oder Reportern, sondern mit denen, die sie am längsten kennen. Mütter sagen, in Tagen wie diesen, zu ihren Söhnen immer Sachen, die nach Trost klingen sollen. Es kommen bessere Zeiten, sagen sie. Das kann jedem passieren, sagen sie. Manchmal weinen die Jungs dann ? auch richtig große Fußballjungs ? und kriegen vielleicht gar nicht mehr mit, wenn ihre Mütter flüstern: Kopf hoch, Niederlagen machen dich stärker. Das ist natürlich geflunkert. Die Wahrheit ist: ?Niederlagen machen nicht stärker?, wie Jan Philipp Reemtsma in seinem Buch über den Boxer Ali schreibt: ?Albern auch derjenige, der eine Niederlage zu tragen versteht. Niederlagen sind unerträglich.?

Und wenn man dreimal hintereinander verliert, die Meisterschaft, den DFB-Pokal, die Champions League? Wenn das Verhängnis mal in Gestalt eines mageren Freistoßschützen namens Böhme daherkommt und mal in Form eines mönchhaft frisierten Fußballheiligen namens Zidane? Wenn sich immer kurz vor der Halbzeit hinter einem das Tornetz bauscht, pünktlich zu einem psychologisch wichtigen Moment, wie die Experten sagen? Wenn der Ball also mitten hineintrifft, dahin, wo natürlich auch bei Ballack, Neuville, Butt und den anderen Leverkusener Fußballern gar kein Geldsack bummert, sondern ein Herz schlägt, das jetzt bestimmt leer ist und umflort von Schleiern, so grau wie das Haar ihres Trainers Toppmöller? Dann soll man das alles auch nicht zu wichtig nehmen. Ist doch Fußball, nur Fußball. Aber ist natürlich auch ein Drama, ein harmloses, brutales kleines Drama: im staunenden Raunen der Fans baden. Den Ball beherrschen, als wäre er ein dressierter Hund. Schließlich: den Torwart nach vorn holen, der Zentimeter über die Latte köpfelt; die leichtesten Bälle nicht über die Linie zaubern, am Ende kein Tor schießen, keinen Pokal kriegen, keine Gnade gewährt bekommen, keine Erlösung, nichts!

Wenn doch Niederlagen stark machten ? wofür in diesem Fall? Die Leverkusener Fußballer, rot-schwarz gestreift, genannt Vizekusen, sind verletzt, werden operiert, werden verkauft, werden nie mehr miteinander spielen. Abpfiff, aus, verloren. Reemtsma schreibt über Verlierer: ?Wer mit einem Geschäft bankrott macht, wessen Fuß an der Latte hängen bleibt, wer auf der Bühne ausgepfiffen wird, wer aus dem Ring geprügelt wird, wem die Frau ausgespannt wird ? die alle möchten brüllen vor Schmerz.? Oder mit der Mutter reden. Auch wenn die nichts zu bieten hat als ein bisschen Trost, der klingt wie eine verzweifelte Lüge.
 

17.05.02 15:15

Clubmitglied, 46974 Postings, 7680 Tage vega2000INDIREKTER FREISTOSS

"Von Deutschlands bestem Team ohne Titel bleibt nicht viel übrig"
Der Sport im Pressespiegel "Indirekter Freistoß". Heute: Das Champions-League-Endspiel zwischen Bayer Leverkusen und Real Madrid und seine Folgen.



Die überregionalen Zeitungen berichten vom Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und Bayer Leverkusen im Glasgower Hampden Park, in dem die favorisierten Spanier durch ein "ästhetisches Tor" (Real-Trainer del Bosque) von Zinedine Zidane mit 2:1 gewannen. Doch von der Spielweise der unterlegenen Leverkusener ist nach wie vor ganz Europa angetan: Sie zelebrierten offensive Kurzpasskombinationen, drängten bis zur letzten Minute der Nachspielzeit auf den Ausgleich und machten dort weiter, wo sie gegen Manchester, Liverpool und La Coruna aufgehört hatten. In diesem Stil ist wohl seit Borussia Mönchengladbach in den siebziger Jahren keine deutsche Mannschaft mehr aufgetreten. "Am Tag, als sie die weltbeste Mannschaft absolut dominierten" lesen wir von Ronald Reng (FR). Dennoch: Die Bayer-Elf steht - an Titeln gemessen - mit leeren Händen da, obwohl noch vor 14 Tagen das Triple möglich war.
 
Bildet die 1:2-Niederlage den "Abschluss einer Saison, in der Bayer nur Auf Grund der Vielzahl von Erfolgen ein Titel versagt geblieben ist" (SZ)? Lag es an der Überbelastung für den kleinen Kader oder sollte für den Club tatsächlich ein "Naturgesetz des Verlierens" (FAZ) wirksam sein, das den "offenbar unvermeidlichen Abschluss einer "Hätte-Saison für Leverkusen" (taz) unumgänglich machte? "Was bleibt?" fragt Ronald Reng (FR) nach der dritten Enttäuschung am Ende einer großen Saison: "Ihre Größe oder der Fakt, dass sie wieder verloren haben?"

"Niemand hat behauptet, dass Fußball gerecht sein muss"

Die Spanische Presse reagierte weit gehend begeistert. Während "El País" seine Helden auf der Titelseite feiert, hat Marca beobachtet, wie Bayer Real "das Leben schenkte". "Das Ergebnis ist nicht gerecht, aber niemand hat behauptet, dass Fußball gerecht sein muss." Außerdem sind dort die Ansichten eines prominenten Real-Fans zu entdecken: Javier Marías äußert sich zur Haltung eines Madridista.

Außerdem: Welche Folgen mag der dreifach deprimierte Titeltraum für den deutschen WM-Auftritt haben? "Nun stoßen zu den Verlierern und Verletzten von Wales allein die bitter Enttäuschten vom Werk hinzu", gibt uns Michael Horeni (FAZ) wenig Anlass zu Hoffnung. Andererseits haben die "Vier Musketiere" (FR) - Ballack, Ramelow, Schneider und Neuville - nunmehr reichlich Erfahrung auf höchstem internationalen Niveau gesammelt.

Mit der Analyse des Spielgeschehens in Glasgow befasst sich Roland Zorn (FAZ, 17.5.): "Wer in der ersten Halbzeit eines zu dieser Zeit erstklassigen Fußballspiels den Koryphäen von Real derart kunstvoll und druckvoll zusetzen kann und im atemraubenden Schlussspurt wieder und wieder am Torwartheros des Abends, dem für den verletzten César eingewechselten Iker Casillas, nicht vorbeikommt, muss seinen Stolz nicht schamhaft verbergen. Dennoch grämte sich Toppmöller verständlicherweise über die "unforced errors" seines Teams, das noch einmal die ganze Palette seiner Möglichkeiten ausgespielt und dennoch deutlich zu erkennen gegeben hatte, warum Bayer 04 Leverkusen letztlich keines seiner drei Saisonziele erreichte. "Es ist ärgerlich, dass sich die Mannschaft immer wieder selbst bestraft", kritisierte der Trainer die taktischen Leichtsinnsfehler und Konzentrationsschwächen seiner Profis (...) Dabei war von der Dominanz des Favoriten im Duell mit den unermüdlichen Deutschen (Calmund: "Ich weiß gar nicht, wo die noch den Sprit hergeholt haben") nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die Mannschaft, konditionell unterlegen, rettete sich über die Runden wie ein Boxer, der kurz vor dem eigenen K.o. verzweifelt einen Punktvorsprung über die Zeit zu bringen versucht."

"Madrid schmeckte die aufsässige Spielweise des Underdogs überhaupt nicht"

Die "Neue Züricher Zeitung" (17.5.) registriert einen nicht vorhersehbaren Spielablauf: "Eher überraschend waren es die Deutschen, die Pace und Ball mehrheitlich bestimmten, die Real-Stars zurückdrängten, zu viel Laufarbeit zwangen - und folgerichtig auch ein Übergewicht an Chancen erspielten (...) Madrid dagegen schmeckte die aufsässige Spielweise des Underdogs überhaupt nicht. Dies lässt sich an der Leistung Makeleles, der ungewohnt viele Fehler beging, oder Figos aufzeigen, der, von Verletzungsproblemen geplagt, irgendwie gehemmt wirkte."

Ronald Reng (FR 17.5.) sah tragische und große Verlierer: "Es blieb der Eindruck im Hampden Park zurück, dass Bayer hier gerade eine brutale Niederlage erlitten hatte; dass sie, und dies machte die Niederlage nur schlimmer, gar nicht begriffen, was sie im Glasgower Nieselregen verspielt haben. Eine einmalige Chance. Bayer spielte gegen die derzeit anerkannt weltbeste Mannschaft; und Bayer war besser. Bayer spielte gegen die teuersten Fußballer der Welt, Zinedine Zidane und Luís Figo; und die besten Kreativspieler auf dem Platz waren Yildiray Bastürk und Bernd Schneider (...) Die Leverkusener, die geschlagenen, die abgekämpft, mit hängenden Trikots und Köpfen in der Ecke standen und nur hinterher sehen konnten, wie ihnen der Pokal davonlief, applaudierten. Es war eine bewegende Geste, ein fantastisches Bild. Verlierer mit mehr Größe hat es in einem Champions-League-Finale nicht gegeben."

Bei Andreas Burkert (SZ 17.5.) lesen wir zum Spiel sowie zu einem vermutlich bevorstehenden "Neuaufbau": "Wahrhaftig spitzte sich im letzten Showdown noch einmal alles dramatisch zu, Zentimeter fehlten in der Nachspielzeit bei den Chancen von Bastürk, zweimal Berbatov und Torhüter Butt, dessen verzweifelter Vorwärtsdrang in der 90. Minute fast im 2:2-Ausgleich gegipfelt hätte. So wird Butt als trauriger Held in Erinnerung bleiben, der bei Raúls 1:0 den Einsatz seltsam verweigerte und sich sogar von einem streaker, einem schottischen Landburschen ohne Kleidung, ziemlich einfach ausdribbeln ließ. Butt hat später kaum jemand reden gehört (...) Bei Bayer machen sie sich da nichts vor, sie wissen, dass dieses Team am Ende seines Weges angelangt ist. Jetzt beginnt es wieder von vorn. Ohne Ballack und auch ohne Zé Roberto."

"Wunderbarer Sieger: das Spiel"

Allzu düsteren Zukunfstaussichten teilt Roland Zorn (FAZ 17.5.) jedoch eine Absage: "Alle, die nun glauben, Leverkusen, in England schon Neverkusen genannt, werde auf Jahre hinaus nicht mehr an Ziele kommen, die Bayer in diesem Jahr fast erreicht hätte, seien gewarnt. Die wirtschaftliche Kraft des Chemieriesen ist gewaltig und die innovative Power der Calmunds, Toppmöllers und Holzhäusers sowieso nicht zu unterschätzen. À la longue mag Bayer auf den Geschmack nach noch mehr gekommen sein."

Markus Hesselmann (Tagesspiegel 17.5.) ist pessimistischer: "Ballack weg, Zé Roberto und Lucio auf dem Sprung - von Deutschlands bestem Team ohne Titel bleibt nicht viel übrig. Ein Ausgleich für die Verluste ist fraglich. "Bayern und Dortmund halten ihre Stars und verstärken sich noch", sagte Toppmöller. Bayer aber werde sich nach dem jetzigen Stand keinen Ersatz von ähnlicher Güte leisten können."

Ungeachtet dessen, was die Zukunft bringen kann, wird Bayer Leverkusens Mannschaft Andreas Burkert (SZ 17.5.) ob ihrer spielerischen Standards in guter Erinnerung bleiben: "Sie könnte außerdem von nun als das schlechte Gewissen einer Szene dienen, in der oftmals ohne Esprit und Inspiration zweistellige Millionenbeträge verschoben werden. Und sie müsste, auch wenn das zurzeit ein wenig vermessen und ungerecht erscheinen mag, als Leitbild dienen für das, was die Nationalelf bei den Weltspielen in Asien anzubieten hat, unbedingt aber für luxuriös angereicherte Spielersammlungen wie etwa jene des FC Bayern. Auch so könnte man das sehen, und setzte sich diese Ansicht durch, würde das Leverkusener Gesamtkunstwerk mit seinem kleinen Makel sogar einen wunderbaren Sieger produzieren: das Spiel."

"Die Nacht heroischer Ritter"


Mit den siegreichen Spaniern beschäftigt sich Ronald Reng (SZ 17.5.): "Nachdem sie in der spanischen Meisterschaft nur Dritter geworden waren und das nationale Pokalfinale verloren hatten, ging es für Real Madrid gegen Leverkusen nicht darum, den Europapokal zum neunten Mal zu gewinnen. Es ging darum, nicht alles zu verlieren in dieser Saison, die durch den 100. Geburtstag des Klubs pathetisch überhöht wurde. Das ist ein gehöriger Unterschied: Nicht die Hoffnung zu siegen, sondern die Angst zu verlieren trieb den erfolgreichsten Fußballclub der Welt an. Und so spielten sie auch. Es war nicht der Abend eleganter Eroberer, sondern die Nacht heroischer Retter."

In Spaniens Sportmagazin "Marca" (16.5.) lesen wir zum Spiel: "Real Madrid spielte weit entfernt von seiner Bestform nur im dritten Gang und setzte den Sieg leichtfertig aufs Spiel. Bayer hatte alle Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden, aber sie machten den Sack nicht zu. Das Ergebnis ist nicht gerecht, aber niemand hat behauptet, dass Fußball gerecht sein muss. Fazit: Mit ein bisschen Glück, einer sicheren Verteidigung und zwei genialen Momenten gewinnt Real die Champions League."

"El País" (16.5.) feiert "die beste Mannschaft aller Zeiten" - womit Real Madrid gemeint ist: "Real bestätigte seine Dominanz im europäischen Fußball mit nunmehr neun Titeln in zwölf Finals. In nationalen Wettbewerben blieb es zwar mit leeren Händen, hatte es im Jahr des hundertjährigen Jubiläums schließlich alle Kraft und Konzentration auf die Eroberung des neunten Titels wirken lassen. Doch Real Madrid beschließt das Fußballjahr auf dem europäischen Thron (...) Bayer bestätigte, dass sie eine der interessantesten Mannschaften Europas sind - mit nur einem Mangel: Ihnen fehlt die Tradition. Das führte dazu, dass sie von den Medien nicht wahrgenommen wurden. Die Rolle von Lúcio und Bastürk wird hervorgehoben. Vom ersten heißt es, dass er sicherlich in einem Schaufenster zu betrachten sein wird. Vom letzten heißt es, dass er wie eine Metapher Bayers funktioniert: Bayer spielt sehr gut, aber hat nicht die Anerkennung, die ihm zusteht."

"Das wird immer wieder hochkommen"


Mit der Frage nach den Auswirkungen der Geschehnisse auf den "mentalen" Zustand der deutschen Nationalmannschaft befasst sich Michael Horeni (FAZ 17.5.): "Ob es so einfach sein wird, wie es sich die Nationalmannschaft wünscht, die Leverkusener von den Enttäuschungen zu befreien, ist fraglich. Selbst Trainer Klaus Toppmöller sorgt sich um mögliche Langzeitwirkungen bis zum WM-Start am 31. Mai gegen Saudi-Arabien: "Das kann in der Tat ein Problem werden. Aber ich traue Rudi mit seiner ruhigen und sachlichen Art zu, daß er die Jungs aus dem Loch zieht." Auch Ballack denkt besorgt an psychologische Folgewirkungen nach verlorener Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League: "Das wird immer wieder hochkommen." Allerdings, so hoffen die Leverkusener, könne nichts besser als eine Weltmeisterschaft die traurigen Erlebnisse der vergangenen Wochen schnell zur abgeschlossenen Vergangenheit werden lassen."

Jan Christian Müller (FR 17.5.) macht uns diesbezüglich Mut: "Es könnte für die WM vielmehr ein psychologischer Vorteil sein, dass die Schneider, Ballack und Kollegen nun wissen, wie man gegen die Weltelite bestehen kann. Das Selbstbewusstsein der vier Musketiere, nicht schlechter zu sein als die beste Vereinsmannschaft der Welt, könnte in Japan und Korea hilfreich sein."

"Das Streiflicht" (SZ 17.5.) auch: "Wir wissen nicht, ob der Mittelfeldspieler Ballack in den letzten Stunden schon mit seinen Eltern gesprochen hat, der Stürmer Neuville mit Mama Neuville, der Torwart Butt mit Mutter Butt. Wir können es aber mal annehmen; in Tagen wie diesen reden Fußballspieler bestimmt weniger mit Managern oder Reportern, sondern mit denen, die sie am längsten kennen. Mütter sagen, in Tagen wie diesen, zu ihren Söhnen immer Sachen, die nach Trost klingen sollen. Es kommen bessere Zeiten, sagen sie. Das kann jedem passieren, sagen sie. Manchmal weinen die Jungs dann - auch richtig große Fußballjungs - und kriegen vielleicht gar nicht mehr mit, wenn ihre Mütter flüstern: Kopf hoch, Niederlagen machen dich stärker."

"Toppmöller ist ein extravaganter Charakter des deutschen Fußballs"


Der spanische Schriftsteller Javier Marías (FAZ 15.5.) beschreibt die Mentalität eines Real-Anhängers: "Diese unerbittliche "ewige Realität" zwischen Real Madrid und Atlético Madrid oder dem CF Barcelona schmeckt für uns nur nach Bier, verglichen mit dem kräftigen Wein, den wir trinken - und in diesem Jahr haben wir uns dann berauscht -, wenn wir es mit Bayern München zu tun bekommen, einem Verein, der uns etwas anhaben kann. Oder mit dem Wein, den wir trinken werden, wenn wir wieder auf den AC Milan treffen, den einzigen Verein, der uns in den letzten zehn Jahren wirklich auseinandergenommen hat."

Christoph Biermann (SZ 17.5.) porträtiert Klaus Toppmöller, Trainer von Bayer Leverkusen, im Vergleich mit Kollegen: "Die Hitzfelds oder Wengers, Lippis oder Erikssons präsentieren sich als kühle Manager, deren Auftritt nach dem Vorbild von Vorstandsmitgliedern multinationaler Konzerne modelliert zu sein scheint. Freundlich, aber kühl, höflich, aber distanziert erfüllen sie ihren Job als leitende Angestellte großer Fußballunternehmen. Sie verkörpern Fachwissen, Führungsqualitäten und vermitteln diesen Eindruck bei Bedarf auch mehrsprachig. Klaus Toppmöller erfüllt dieses Image nicht, und genau das hat ihm inzwischen europaweite Popularität verschafft. Besonders in Großbritannien sind die launigen Schwänke über die Skatrunden in der Salmtalschänke zu Rivenich und die Fußbälle in seiner Blutbahn besonders gut angekommen."

Dass "El País" (16.5.) ebenfalls am Tag von Reals Triumph seine Aufmerksamkeit auf Toppmöller richtet, ist ein Indiz dafür, dass dieser in der Beletage des europäischen Fußballs angekommen ist: "Klaus Toppmöller ist ein extravaganter Charakter des deutschen Fußballs mit, der eigentlich von Strenge und Disziplin beherrscht ist und normalerweise Flexibilität und Individualität meidet. In dieser Saison hat er der Mannschaft und dem deutschen Fußball auf europäischer Bühne seinen Stempel aufgedrückt. Er ist ein einfacher Mensch, der keinen Sinn für Luxus hat. Er konsumiert ausschließlich Fußball. Er konnte nicht die Champions League gewinnen, aber seine kreativen Ideen von Fußball durchsetzen."

Der Spiegel  

17.05.02 15:45

25951 Postings, 7389 Tage PichelMachen die das auch???



Gruß Pichel  

17.05.02 17:16

4503 Postings, 7578 Tage verdiAls Fussballkenner;-)sage ich mal,dass mit Ballack

ein Leistungsträger geht,nicht aber mit Ze Roberto.

Ich denke,für den Erlös von Ze Roberto kann man gut und gerne zwei gleichwertige
(bras.)Spieler kaufen!
Und ansonsten:Bayer ist ja nicht ärmer geworden,weder von der finanziellen Seite
noch vom Renommee her.

Machen wir uns also um Bayer Leverkusen keine Sorgen!!

Gruss verdi

PS:Bayern wünsche ich natürlich viel Spass mit ihren Einkäufen!!Vielleicht reichts ja nächstes Jahr wieder für den dritten Platz!!;-))  

17.05.02 17:42
1

19279 Postings, 7945 Tage ruhrpottzockerNee - Bayern München wird Zweiter ! Grund:


Die kaufen jetzt alle Leverkusener Spieler !  

17.05.02 17:46

19279 Postings, 7945 Tage ruhrpottzockerSchalke will datt nämlich gar nich !


Die sind nur noch geil auffen Pott mit Berlin fahren und mit Fans feiern und so. Die haben schon Mitte der Saison gesungen: Berlin - Berlin, wir fahren nach Berlin.

Ausserdem macht es denen Spaß, die Bayern gleich zwei mal in der Arena zu verdreschen.

Meister wird natürlich der BVB.

Die Schale und der Pott
datt allet gehört innen Pott !

So isset und so bleibtet !
Basta
RZ  

17.05.02 17:51

2538 Postings, 7279 Tage ulrich14Vorsicht: RZ

..meine Tochter hat mich gefragt:...und wann wird der VfB Stuttgart mal wieder Meister??..und als ich nicht gleich geantwortet habe..sagte sie: im nächsten Jahr kommt er unter die ersten drei....

..und Vorsicht: meine Tochter hat noch viel öfter recht als ich...eeeecht stressig...

......................schöne Pfingsten.....................  

17.05.02 17:56

19279 Postings, 7945 Tage ruhrpottzockerMacht nix, Ulrich14


Dann wird der amtierende und künftige Pokalsieger eben Vierter. Und so sicher haben die Bayern den 2. Platz auch noch nicht.

Ich denke da so an Sergio. Der war auch ne Bombe vorher und vorher auch bei Leverkusen. Und neue Spieler einbauen ist nicht so einfach.

Abwarten !!

Schöne Pfingsten !  

17.05.02 18:23

3315 Postings, 7175 Tage bujuDie Bayern bringen noch das

Kunststück fertig, Koller und Amoroso
abzuwerben *gg*
 

17.05.02 18:25

3315 Postings, 7175 Tage bujuSo j etzt aber supa-Vorfreude auf

die WM  *freu,freu*!!!  + Euch zwei ebenso schöne Pfingsten...  

17.05.02 18:27

19279 Postings, 7945 Tage ruhrpottzockerDatt glaubsse ja wohl selba nich !!


Schöne Pfingsten !  

17.05.02 18:35

3315 Postings, 7175 Tage buju*ggg* nö, natürlich nicht!

Wollt Dich nur mal ärgern...
nicht bös sein.  

17.05.02 18:38

19279 Postings, 7945 Tage ruhrpottzockerBöse ? Nee ! Der RZ ist immer lieb !! o.T.

17.05.02 18:42

19279 Postings, 7945 Tage ruhrpottzockerDIESER HOENESS WOLLTE DAMALS AUCH


DEN SAMMER, DEN FREUND UND DEN REUTER KAUFEN !! UND VOR KURZEM DEN KEHL !!

H A B E N   S I E    A U C H   N I C H T   G E S C H A F F T  !!!!!!!!!  

17.05.02 19:11

10637 Postings, 7775 Tage Ramses II@rpz, das geniale an hoeness ist u.a., daß

er die spieler nicht zu jedem preis kauft, was er jederzeit könnte. den rosicky hätte er auch haben können ...

grüße  

17.05.02 19:39

25951 Postings, 7389 Tage PichelFrauen und Fußball



Gruß Pichel  

17.05.02 19:43

7947 Postings, 7291 Tage gvz1Gibst Du bitte mal die WKN

von Ze Roberto. Danke. (Haben die nicht vor kuzem mit BLANCO Roberto fusioniert?)  

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