Yahoo mit Ergebniseinbruch

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eröffnet am: 08.03.01 08:57 von: Peet Anzahl Beiträge: 1
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Yahoo mit Ergebniseinbruch  

Der populäre Internet-Service-Provider (ISP) Yahoo meldete am Mittwoch, dass der Umsatz für das erste Quartal deutlich unter den Erwartungen der Analysten liege.

Aus Unternehmensnahen Quellen verlautete, dass der Chef des Internet-Portals Yahoo, Tim Koogle zurücktreten will. Das Unternehmen sei bereits auf der Suche nach einem Nachfolger. Über den Zeitpunkt eines Führungswechsels war zunächst nichts bekannt.

Yahoo rechnet mit einem Umsatz im ersten Quartal von 170 bis 180 Mio. $. Dies ist bedeutet einen deutlichen Einbruch im Vergleich mit den Erwartungen der Analysten. Diese hatten den Umsatz auf 232,6 Mio. $, oder fünf Cent pro Aktie, geschätzt. Das schlechte Ergebnis sei auf geringere Werbeeinnahmen und die unsicheren Konjunkturaussichten zurückzuführen. Das Nettoergebnis liege damit "nahe" der Gewinnschwelle. Zudem wolle das Unternehmen in den nächsten zwei Jahren Aktien im Wert von 500 Mio. $ zurückkaufen.

Rede abgesagt

Das Internet-Portal hatte kurzfristig einen für Donnerstag geplanten Auftritt während einer dreitägigen Internet-Konferenz der US-Investmentbank Merrill Lynch, abgesagt. Bei einem Dinner hätte einer der Führungskräfte des Internet-Portals sprechen sollen, sagte ein Sprecher von Merrill Lynch am Mittwoch. Daraufhin reichten die Vermutungen auf dem Parkett in New York von einer Gewinnwarnung bis zu Fusionen oder Übernahmen durch andere Unternehmen.

Vermutungen über Fusion

Henry Blodget von Merrill Lynch hatte sogar gemutmaßt Yahoo werde bekannt geben, dass das Unternehmen übernommen werde. Als Übernahmekandidaten nannte der Analyst eine ganze Reihe von Konzernen. So seien VivendiUniversal, Viacom, Bertelsmann, News Corp und Walt Disney bereits als Käufer genannt worden.

Kooperation mit Tiscali

Bereits am Morgen hatte die italienische Finanzzeitung "MF" die Spekulationen um die Zukunft von Yahoo angeheizt. Die Zeitung berichtete, dass Vivendi auf der Suche nach einer Kooperation mit einem Internet-Portal sei, nachdem Vivendi sich mit AOL Time Warner darauf geeinigt habe, den Anteil von AOL Frankreich an den Mutterkonzern zu verkaufen. Weiter nannte die Zeitung Yahoo Europa als Kandidaten für eine Allianz mit dem zweitgrößten europäischen ISP Tiscali.

Der Kurs der Aktie war nach Handelsbeginn an der Nasdaq um 6,3 Prozent auf 20,40 $ gefallen. Dies war der tiefste Stand seit September 1998. Danach wurde das Papier für über eine Stunde vom Handel ausgesetzt.

(Mit Agenturen)  
 

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