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Wie reich sind die Regierungschefs?

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neuester Beitrag: 10.06.04 11:16
eröffnet am: 10.06.04 11:16 von: bammie Anzahl Beiträge: 1
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10.06.04 11:16

8970 Postings, 6645 Tage bammieWie reich sind die Regierungschefs?

Staaten wie die USA oder Italien sind hoch verschuldet. Immerhin, bei den privaten Finanzen müssen sich ihre Lenker keine Sorgen machen. Ein Ranking vergleicht die Privatvermögen von Premiers und Präsidenten.

New York - Die Herren sind bester Laune, fahren im lässigen Poloshirt mit drolligen Elektroautos durch die Gegend und flezen, von Blitzlichtern gut ausgeleuchtet, in schwülen Fauteuils: Derzeit treffen sich die Regierungschefs der acht wichtigsten Volkswirtschaften auf Sea Island vor der amerikanischen Ostküste zu ihrem G-8-Gipfel.

Bei soviel Golfclubatmosphäre liegt die Frage nahe: Womit prahlen eigentlich die Staatenlenker abends in der Lobby, wenn alle Verhandlungen verhandelt, alle Hände geschüttelt und alle Kameras abgeschaltet sind? Mein Haus, mein Auto, meine Yacht?

Das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" versucht eine Antwort. Da alle naheliegenden Prestigeobjekte - Limousine, Jet, Kanzleramt - ohnehin nur vom Steuerzahler geliehen sind, geht die Redaktion der Frage nach: Wie sieht es mit dem Privatvermögen der Staatsmänner aus? Sind die Finanzen derer kreditwürdig, die selbst über Schuldenerlasse und globale Geldströme debattieren?

Sie sind. Wenn es etwas gibt, was die Premierminister Silvio Berlusconi (Italien), Paul Martin (Kanada), Tony Blair (Großbritannien), Junichiro Koizumi (Japan) sowie der deutsche Kanzler Gerhard Schröder mit den Präsidenten George W. Bush (USA), Jaques Chirac (Frankreich) und Wladimir Putin (Russland) gemeinsam haben, dann sind es Schäfchen im Trockenen. Die Unterschiede zwischen den Privatschatullen sind allerdings bemerkenswert.

So rangiert der mächtigste Regierungschef der Erde, US-Präsident George W. Bush, erst auf Rang drei der Liste, trotz diverser texanischer Öl-Reichtümer von Vaters Gnaden. "Forbes" errechnete ein Vermögen von 15 Millionen Dollar.

Schon sein Amtsnachbar, der kanadische Ministerpräsident Paul Martin, lässt diese Summe niedlich aussehen. Als Sohn einer alten Reederdynastie bringt er es auf 225 Millionen Dollar, die er seinen drei Söhnen vererbte, bevor er das Amt antrat. Der Schritt bewahrte ihn nicht vor einer Untersuchung, ob zwischen seinen privaten und amtlichen Geschäften nicht möglicherweise Spannungen bestehen.

In erster Linie Unternehmer

Solche Bedenken kennt die Nummer 1 der Liste nicht: Silvio Berlusconi ist Unternehmer durch und durch, und dass er auch das Amt des italienischen Premierministers bekleidet, war dafür meist von Vorteil. Inzwischen bringt er es dank seines Medienimperiums auf ein geschätztes Vermögen von 10 Milliarden Dollar.

Und Gerhard Schröder? Der deutsche Kanzler, ob zahlreicher sozialer Einschnitte der sozialen Kälte gegenüber "denen da unten" geziehen, steht auf dem Treppchen der Staatenlenker selbst ganz unten. Über rund eine Million Dollar soll der Rechtsanwalt verfügen, doch die Amtsgeschäfte und die Verpflichtungen in der Partei lassen ihm keinen Spielraum für ein Zubrot.

Geheimdienstmann Putin bleibt im Dunkeln

Lediglich einer fehlt in der "Forbes"-Liste: Der frühere KGB-Mann Wladimir Putin. An die Zahlen russichen Präsidenten ist wohl schwer heranzukommen. Das Wirtschaftsmagazin jedenfalls kürzt die Liste mit einem Kunstgriff: Es handele sich eben um die Regierungschefs der G-7, der Nationen, die tatsächlich die wirtschaftlich stärksten sind. Russland nimmt nur aus politischen Gründen an den Treffen teil. Was nicht heißen soll, dass nicht auch Putin abends in der Lobby den reichen Mann markiert.


Quelle: mm.de  

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