Wie baue ich mir meinen eigenen Atomreaktor?

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neuester Beitrag: 12.09.02 20:31
eröffnet am: 11.09.02 00:43 von: Van Nelle-H. Anzahl Beiträge: 24
neuester Beitrag: 12.09.02 20:31 von: weme Leser gesamt: 1387
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11.09.02 00:43

301 Postings, 6941 Tage Van Nelle-Halfzwar.Wie baue ich mir meinen eigenen Atomreaktor?

Wie baue ich mir meinen eigenen Atomreaktor?
(sponsored by Gerhard Schröder and his Aufsichtsrat)

Energieversorgung ist wichtig, schließlich möchte ja niemand abends im Dunkeln und Kalten sitzen. Gut, wenn man sich selbst mit Energie versorgen kann; deshalb zeigen wir ihnen heute, wie sie sich selber mit einem selbstgebauten, kleinen und sicheren Atomreaktor mit Energie versorgen können:

1: Zutaten für einen Atomreaktor in Haushaltsgröße (4-5 Personen-Haushalt):

n ca.1-1,65427645 kg haushaltsübliches, waffenfähiges Plutonium oder Uran, das sie heutzutage bei jeder seriösen Mafia oder islamischen Terrororganisation bekommen können.
n 1 rostfreie Stahlwanne mit etwa 500-600 l Fassungsvermögen, die als Kühlbecken dienen wird; zur Not tut's aber auch ein altes Aquarium.
(im Wohnzimmer plaziert, verbreiten die Brennstäbe abends ein angenehm warmes Licht)!
n Ein oder zwei handelsübliche Dynamos
n ein Windrädchen, das die Dynamos mit Hilfe der Reaktorwärme antreibt
n eine Anschlußmöglichkeit an ihr Heizungssystem

2: der Aufbau
1: Füllen sie die Wanne mit einer Kühlflüssigkeit ihrer Wahl (Eistee, "Cool Water" von Davidoff oder Erdbeerjoghurt) und plazieren sie ein Gitter in mittlerer Höhe - auf dieses setzen sie dann die Brennstäbe; dazu ziehen sie sich am besten isolierte Handschuhe an, falls einmal eine verfrühte Kernschmelze stattfinden sollte!
2: Verlegen sie noch ein Rohr am Grund der Wanne, also unter den Brennelementen entlang, und schließen dieses an ihre Heizung an.
3: Als letztes hängen sie noch das Windrad über das Becken und verbinden es mit dem Dynamo: mit der so an einem Tag erzeugten Energie können sie z.B. ihren Fernseher 10 Jahre lang jede Woche 2 Minuten lang betreiben. Und da soll noch einer sagen, daß die Energieprobleme auf der Welt nicht zu lösen seien!

Übrigens: Wenn sie ihren Uran-Brennelemente verschönern wollen, können sie mit einem einfachen Schnitzmesser prima Formen herausschneiden und so im Dunkeln tolle Lichteffekte erzielen!

Und wenn ihnen das alles zu aufwendig ist, dann können sie immer noch Kunde bei der RWE (ihR Wißt schon wEr) werden, die dieses Prinzip der nuklearen Stromversorgung schon seit Jahrzehnten betreibt und immer fleißig dafür sorgt, daß andere Energieformen wie Sonne oder Wind sie nicht verdrängen, denn Atomkraft sicher! Eine von der RWE in Auftrag gegebene Studie besagt, daß heute weit mehr Menschen durch Krebs sterben als durch Radioaktivität; auch der Prozentsatz an tödlichen Verletzungen bei z.B. umstürzenden Windrädern und Verbrennungen an unzureichend gesicherten Solarzellen (100%) liegt deutlich über dem Prozentsatz tödlicher Unfälle, die direkt durch Atomkraftwerke verursacht werden (80%).

Viel Spaß beim Nachbauen und in diesem Sinne; Fällt der Bauer tot v.Traktor lag es wieder am Reaktor.


Gruß :                          Jan v. Nelle
 

11.09.02 01:46

6537 Postings, 7046 Tage SchnorrerUnd wie bastelt man einen Papierflieger? o.T.

11.09.02 07:02

2107 Postings, 7646 Tage eurestwww. MAC GYVER . com

11.09.02 08:41

76 Postings, 6871 Tage OiiieRWE: Rot-Weiß-Essen

also Pommes mit Ketchup und Mayo  

11.09.02 08:59

4357 Postings, 6800 Tage DingWieviele Windräder bräuchte man,

um allen in Deutschland verbrauchten Strom herzustellen?

(Die Franzosen sind schön blöd mit ihrer Atomenergie. Wo haben
die nur das viele Geld für die Subventionen her?)

 

11.09.02 16:22

9123 Postings, 7509 Tage Reila@Ding

Die Frage ist, wieviele Windräder braucht man bei Flaute und wieviele Solarzellen bei Nacht? Diese Fragen sind aber nicht gesellschaftsfähig. Aber da mit jedem neuen Windrad unsere Stromrechnung steigt, gibt es wenigstens etwas in diesem Land, was aufwärts geht.

R.  

11.09.02 16:27

6537 Postings, 7046 Tage SchnorrerAlles Polemik, Reila.

Subventionierter Atomstrom hat die Selbstversorgung der Industrie in den 70er und 80er Jahren obsolet gemacht. Womit die Begründung aus 83, herausgegeben von Helmut Kohl oder Dieter Hildebrandt (kann mich nicht mehr erinnern, welcher Komiker das war) durchaus stimmt: "Wir brauchen AKW's, weil zwar der Verbrauch sinkt, aber der Bedarf steigt."

Mahlzeit.  

11.09.02 16:32

9161 Postings, 7854 Tage hjw2regenerative energie

www.erneuerbar.ch  

11.09.02 16:32

9123 Postings, 7509 Tage ReilaProst! Meinte natürlich: Prost Mahlzeit! o.T.

11.09.02 16:36

9161 Postings, 7854 Tage hjw2reila

www.iset.de

zufällig war ich da gestern ;-))

gruss
hjw  

11.09.02 16:51

240 Postings, 6835 Tage wemeFakten, Fakten, Fakten

An diesem Tag, schickt uns die Sonne 10000-15000mal soviel Energie zur Erde, wie wir heute weltweit verbrauchen; enthalten die Windströme 35mal soviel Energie wie verbraucht wird; wächst 10mal mehr Biomasse wie wir zur Gewinnung der gesamten Weltenergie nötig wäre, und allein die Wasserkraft enthält die Hälfte der Energie die wir an diesem Tag auf der ganzen Welt produzieren.

Theoretisch reichen also die direkte Sonnenenergie sowie die indirekte über Wind, Wasser, Biomasse, bei weitem aus, um den Energiehunger von 7 Mrd. Menschen zu stillen. Es gilt als gesichert, dass das Gesamtpotential erneuerbarer Energien in der Größenordnung des Zehntausendfache des gegenwärtigen gesamten Weltenergieverbrauchs liegt.

Es wurde errechnet, dass Solaranlagen mit einem Wirkungsgrad von nur 10% in der Sahara-Wüste auf einer Fläche von 500000 qkm ausreichen würde, um die gesamte Menschheit mit Sonnenenergie zu versorgen.

Um jetzt mal zum praktischen überzugehen: eine reelle Möglichkeit für die Energiewende bis in das Jahr 2050 wäre:

50% direkte Solarenergie
25% Biomasse aus Schilfgras und Biogas aus landwirtschaftlichen Abfällen
15% Windenergie
10% Wasserkraft

Diese vier Faktoren könnten vollständig die Energiegewinnung aus fossilen und atomaren Energieträgern ersetzen.


Prost, Mahlzeit! a Draum

Gruss Werner  

11.09.02 16:55

9123 Postings, 7509 Tage Reilahjw, na und?

Auch wenn Du da dreimal hingehst, wird der Solarstrom nicht billiger. Bin weder Öko-Aktivist noch Grünen-Politiker oder Hersteller von Solarzellen. Deshalb verstehe ich nicht, wo der Vorteil von Anlagen liegt, die in ihrem ganzen Leben weniger Energie produzieren, als zu ihrer Herstellung und Wartung aufgewendet wurde. Von mir aus hätte kein AKW abgeschaltet werden müssen.

Außerdem, wissen viele überhaupt, wovon sie reden?

http://www.boxer99.de/subs/Tabellen/...ergieverbrauch_deutschland.htm

 

11.09.02 17:04

9123 Postings, 7509 Tage Reilaweme, bitte nicht über die reale Welt nachdenken?

"Es wurde errechnet, dass Solaranlagen mit einem Wirkungsgrad von nur 10% in der Sahara-Wüste auf einer Fläche von 500000 qkm ausreichen würde, um die gesamte Menschheit mit Sonnenenergie zu versorgen."

Du meinst sicher mit Elektroenergie zu versorgen. Daß man die so weit nicht konventionell transportieren kann, spielt keine Rolle. Daß Solarstrom auch bei einem Preis von 50 ct/kWh noch nicht kostendeckend ist, spielt auch keine Rolle. Wir reden ja vom Jahr 2050. Und wie heißt es so schön seit dem letzten Weltkrieg: Es wird einmal ein Wunder geschehen...  

11.09.02 17:22

173 Postings, 7042 Tage Molotov.@Reila

mach dir doch auch mal Gedanken über die Kosten die verursacht werden könnten, wenn uns mal so ein Reaktor richtig um die Ohren fliegt durch defekt, Opfer eines Terroranschlages, zerstört durch einen Flugzeugabsturz, Erdbeben, Flutwelle oder sonst was.

Und die Entsorgung von dem ganzen atomaren Müll, irgenwann ist das letzte stillgelegte Bergwerk voll mit dem ganzen Mist - ja das Meer ist auch groß, oder...

Meiner Meinung nach können die Kraftwerke natürlich nicht einfach zum jetzigen Zeitpunkt abgestellt werden, ganz klar, aber an anderen Energiequellen muß weiter gearbeitet werden, ob sie alle kostendeckend sind ist doch erstmal egal, betrachte es als Forschung und nimm das Brett von deinem Kopf mal runter.



 

11.09.02 17:26

9123 Postings, 7509 Tage ReilaMolotovski,

darum bin ich auch für eine Ausweitung der Fusionsforschung. Das Wort Restrisiko ist natürlich schrecklich. Aber es wird auch nach dem 11. September Hochhäuser geben auf der Welt und Kernwaffen und Krisenherde und Terroristen und große und kleine katastrophen. Wir werden damit leben.

R.  

11.09.02 17:29

173 Postings, 7042 Tage Molotov.da fällt mir gerade ein

zum Glück geht uns das Öl irgendwann aus, rettet die Erde vielleicht vor dem Erstickungstod.
 

11.09.02 17:33

240 Postings, 6835 Tage weme@reila, so lang es Egoisten gibt...

Das eine Fläche mit 500000 qkm nicht in der Sahara-Wüste bebaut werden kann, ist mir auch klar, schlaui. Jedoch sollte dies nur das riesige Potential was allein in der Sonnenenergie steckt aufzeigen.

Ein weiteres Beispiel: Solarfachleute in den USA haben berechnet, dass Solarzellen auf einem Dreihundertstel der Fläche der Vereinigten Staaten den gesamten Strombedarf der Nation liefern würde.

Kosten? Du denkst an Kosten? Als Tschernobyl explodierte hab ich mir auch gleich gedacht: Macht doch nix, hauptsache der Strom war billig.- Schmar´n

Massenproduktion macht alles möglich. Außerdem gibt es neben der direkten Solarenergie noch haufenweise anderer erneuerbare Energieformen: Windkraft, Wellenenergie, Wasserkraft, Gezeitenenergie, Geothermische Energie, Meereswärme, Energie vom Acker (Biomasse), Solarer Wasserstoff etc.


Klar, nach dem ersten Weltkrieg kam der zweite und warum: weil es wieder Egoisten gab, die nur an ihren eigenen Profit dachten. Und nach dem ersten Tschernobyl...

Und außerdem, was will uns deine super Link eigentlich sagen? Das mehr fossile und atomare Energie produziert wird als Erneuerbare? Wie wenn wir das nicht schon früher gewusst hätten...  

11.09.02 17:36

9123 Postings, 7509 Tage ReilaMolotogorski,

vergiß bei aller Weltuntergangsstimmung nicht, daß es praktisch keinen Smogalarm mehr in D. gibt und die Fische wieder in die Flüsse zurückkehren. Und wenn Du oben mal in die Tabellen mit den Primärenergieverbräuchen schaust, wirst Du sehen, daß das alles geschieht, obwohl der Anteil regenerativer Energien absolut vernachlässigbar ist. Es gibt begründete Hoffnung.

R.  

11.09.02 17:47

9123 Postings, 7509 Tage Reilaweme,

so einfach ist das nicht. Auch wenn Solarzellen billiger würden, könnte man den Strom nicht speichern. Und man könnte damit auch keine Autos mit Verbrennungsmotor antreiben. Die gibt es aber schon, und die wird auch niemand verschrotten. Und wenn man Rapsöl in den Tank kippt, entsteht das gleiche CO2 als würde man Diesel verbrennen. Naja, bis zur Umsetzung Deiner revolutionären Träume wird es noch ein paar Tage brauchen...

R.  

11.09.02 18:32

240 Postings, 6835 Tage wemereila,

Einfacher als du denkst:

"Auch wenn Solarzellen billiger würden, könnte man den Strom nicht speichern."

Zuerst mal, du hast richtig erkannt, dass das Hauptproblem bei der Nutzung der Sonnenenergie darin besteht, die wenig konzentrierte und unregelmäßig einfallende Energie zu sammeln, zu SPEICHERN und zu transportieren. Mit Ausnahme der Biomasse ist Sonnenenergie nur mit hohem Aufwand speicher- und transportierbar. Es muss also ein Energieträger gefunden werden, der diese Nachteile der Sonnenenergie auf umweltfreundliche Art ausgleichen kann. Dieser Energieträger/Brennstoff sollte aus einem Rohstoff gewonnen werden, der reichlich vorhanden ist. Seine Produktion muss umweltfreundlich sein, und er sollte beim Verbrennen keine giftigen Abfallprodukte hinterlassen. Diese Anforderungen sind mit dem leichtesten aller chemischen Elementen vereinbar - dem Wasserstoff.

In gebundener Form füllt Wasserstoff als Bestandteil des Wassers die Weltmeere. Man kann mit Hilfe der Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff in nahezu unbegrenzter Menge herstellen. Und wenn der Brennstoff verbrannt wird, entsteht aus der Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff als einziges Produkt wieder reines Wasser!!!


"Und man könnte damit auch keine Autos mit Verbrennungsmotor antreiben. Die gibt es aber schon, und die wird auch niemand verschrotten."

Was soll dieses Argument denn? Fortschritt lässt sich nicht aufhalten, oder hast du noch einen Kühlschrank mit FCKW!!! Natürlich erwartet niemand, dass dies von heut auf morgen passiert. Aber es wird, da bin ich mir ziemlich sicher!



"Und wenn man Rapsöl in den Tank kippt, entsteht das gleiche CO2 als würde man Diesel verbrennen."

Da hast du auf den ersten Blick mal völlig Recht, ABER wie du vielleicht weisst, brauchen Pflanzen CO2 zum leben, d. h. es gibt einen geschlossenen CO2-Kreislauf!!!!!. Das was beim Verbrennen des Rapsöles an CO2 entsteht, nimmt der heranwachsende Raps wieder auf, was bei Diesel sicherlich nicht der Fall ist!


"Naja, bis zur Umsetzung Deiner revolutionären Träume wird es noch ein paar Tage brauchen..."

Mag ja sein, aber waren nicht alle großen Revolutionen die die Welt bis heute erfahren durfte, zuvor auch nur Träume?



Gruss Werner


 

11.09.02 19:38

9123 Postings, 7509 Tage ReilaHi Werner,

danke für die ausführliche Antwort.

Grundsätzlich kann ich Dir nicht mal widersprechen. Die Wasserstofftechnologie könnte tatsächlich eine Lösung sein, wenn es technisch gelänge ausreichend preiswerte Elektroenergie zu erzeugen. (Abgesehen vom Widerstand der Mineralölindustrie). Leider ist der Weg über Kernkraft vorerst politisch verbaut.
Es gäbe mit der Wasserstofftechnologie vor allem überhaupt kein CO2-Problem mehr. Und letzteres wird ja wohl vorwiegend Ursache des Klimawandels sein.

Deine Rapsölargumentation ist nachvollziehbar. Aber wo ist der Vorteil? Wenn ich Rapsöl verbrenne, steigt doch dadurch nicht die landwirtschaftliche Nutzfläche. Die Fläche, auf der CO2 in Grünmasse gebunden wird, bleibt gleich - nur die CO2-Quelle ändert sich und es reduziert sich die Fläche für den Anbau von Nahrungsmitteln (In Deutschland bei vollständiger Substituion um rd. 50 %). Allerdings schont man fossile Brenn-(Roh-)stoffe, aus denen man ja auch z.B. ALDI-Tüten herstellen könnte, wenn man sie nicht verbrennt. Und man senkt die Abhängigkeit von Rohölproduzenten und muß deshalb gegebenenfalls nicht Krieg um Ölquellen führen. Auch ein netter Gedanke.

R.  

11.09.02 19:59
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240 Postings, 6835 Tage wemeIch glaube,

wir nähern uns an! :-)

Energie vom Acker: Die interessanteste Energiepflanze ist nicht mal Raps, sondern Schilfgras!!! Nach langjähriger Forschung steht fest: Chinaschilf bringt etwa 10mal soviel Biomasse wie der Wald und drei mal soviel Biomasse wie Raps. Schilfgras gehört zur Gruppe der C4-Gräser, die eine weit effektivere Photosynthese (Umwandlung von Lichtenergie in chemisch gebundene Energie) haben als unsere heimischen Pflanzen.

Es gibt über 1700 C4-Gräser, so dass diese Energiepflanze nicht als Monokultur angebaut werden müsste. Die Verwendungsmöglichkeiten von C4-Pflanzen sind vielfältig: Man kann Strom, Wärme und Benzin daraus gewinnen; man kann sie als chemische Ersatzstoffe benutzen, zum Beispiel für die Produktion von Lacken, Lösungsmittel und Kunststoffe; man kann biologisches Baumaterial daraus gewinnen, aber auch Papier und Verpackungsmaterial, das problemlos in den biologischen Kreislauf zurückgeführt werden kann. Also nicht nur als Alternative zur Atomkraft ist die C4-Pflanze das landwirtschaftliche Produkt der Zukunft.

Diese Pflanzen brauchen keine Pestizide und nur etwas Dünger im ersten Jahr. Sie werden einmal gepflanzt und wachsen dann immer wieder: jahrzehntelang nachwachsende Energie.

Im Europa liegen so etwa 25-30 Millionen Hektar Fläche brach, die nicht mehr zur Nahrungsproduktion gebraucht werden. Eine Fläche von 80.000 qkm würde den Energiebedarf der Europäischen Union decken, denn mit einem Ertrag von 25-30 Tonnen Trockenbiomasse pro Hektar kann genau soviel Energie erzeugt werden wie von 10.000-14.000 Litern Erdöl. Das bedeutet praktisch Jahr für Jahr über 10.000 Liter Öl pro Hektar - automatisch nachwachsend - eine niemals versiegende Energiequelle.

Eine Modellrechnung besagt: Wenn ein Dorf von 1000 Einwohnern 10 Bauern jeweils 15 Hektar Schilfgras anbauen, dann kann damit das gesamte Dorf mit Strom und Wärme versorgt werden.

Es wäre theoretisch denkbar, den gesamten Energiebedarf der Menschheit aus den Biomassen zu decken; aber dies ist wiederum wegen den anderen Sonnenenergieträger nicht notwendig.


Werner  

11.09.02 20:12

9123 Postings, 7509 Tage ReilaWerner,

das ist wirklich interessant, zumal es über Agrarsubventionen und Quoten vom Anbau her leicht steuerbar wäre. (Übrigens gibt es in Ostdeutschland kaum noch ein Dorf mit 18 Bauern. Hier werden oft 500 ha und mehr bewirtschaftet pro Betrieb.) Außerdem ist es realistischer in der großtechnischen Umsetzung als der ganze Zinnober mit Solarzellen und Landschaftsverunstaltungsquirlen. Es wäre vernünftig, wenn sich Politik dafür einsetzte.

Gute Nacht

R.

 

12.09.02 20:31

240 Postings, 6835 Tage wemeyep, hoffentlich macht sie das bald!!! o.T.

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