Westerwelle tickt falsch

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 06.05.05 14:07
eröffnet am: 06.05.05 11:50 von: Happy End Anzahl Beiträge: 8
neuester Beitrag: 06.05.05 14:07 von: potti65 Leser gesamt: 271
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

06.05.05 11:50

95441 Postings, 7428 Tage Happy EndWesterwelle tickt falsch

Empörung über Westerwelles Attacken

Guido Westerwelles scharfe Angriffe auf die Gewerkschaften sorgen quer durch die Parteien für Empörung. Doch mittlerweile sprechen nicht mehr nur der DGB und rot-grüne Abgeordnete von Verleumdung. Schelte für den FDP-Chef gibt es nun auch aus der eigenen Partei und der Union.


Berlin - Nachdem Westerwelle gestern beim FDP-Parteitag in Köln die Entmachtung der Gewerkschaftsfunktionäre gefordert hatte, protestierte der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Gerald Weiß. "Das ist keine akzeptable Position", sagte der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) der "Berliner Zeitung". Er betonte: "Westerwelle tickt falsch." Die Arbeitnehmer brauchten Gewerkschaften, um ihre Interessen wirksam vertreten zu können. In einer globalisierten Welt gelte das sogar noch mehr als früher.

CSU-Landesgruppenchef Michael Glos sagte dem "Handelsblatt", man dürfe die Gewerkschaften nicht in die Ecke treiben, sondern müsse um Verständnis für dringende Veränderungen werben. Der CSU-Politiker forderte die FDP auf, sich um die "eigentlichen politischen Gegner, die Grünen", zu kümmern. Schließlich wollten sich beide als Bürgerrechtspartei verstanden wissen.

Auch der FDP-Politiker Burkhard Hirsch rief Westerwelle zu einer Kursänderung im Umgang mit den Gewerkschaften auf. "Ich denke, dass wir das Gespräch insbesondere mit den Gewerkschaften wieder aufnehmen und suchen müssen", sagte Hirsch in der ARD. Man müsse eine gute Wirtschaftspolitik machen, diese sei aber kein Ersatz für eine Sozialpolitik. Ohne die Gewerkschaften sei ein sozialer Frieden im Land, "bei den Veränderungen, die wir vor uns haben", nicht machbar. Der sächsische FDP-Landeschef Holger Zastrow sagte der Chemnitzer "Freien Presse", die Äußerungen des Parteichefs seien "zu derb". Die undifferenzierte Attacke habe gerade in Ostdeutschland für Stirnrunzeln gesorgt.

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer warf Westerwelle eine "üble Politik der Verleumdung" vor. Seine Gewerkschaftskritik gehe "über jedes Maß hinaus", sagte Sommer im Bayerischen Rundfunk. Die Kapitalismus-Kritik des SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering dagegen sei in weiten Teilen berechtigt. "Sie entspricht dem, was die Menschen empfinden, dass dieses System zunehmend ungerechter wird, insbesondere dort, wo es um die Auswirkungen der Globalisierung geht", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Allerdings müsse die SPD-geführte Bundesregierung daraus auch praktische Konsequenzen ziehen.

Vertreter der rot-grünen Koalition haben sich ebenfalls empört über die Angriffe von Westerwelle auf die Gewerkschaften geäußert. "Die FDP wird zum Sicherheitsrisiko für den sozialen Frieden", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck. Die Liberalen zielten darauf ab, die Arbeitnehmer und kleinen Leute schutzlos zu lassen. "Das schafft keinen einzigen Arbeitsplatz, und es fördert die Rücksichtslosigkeit."

Der SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner sprach von einem wilden Feindbild, das die FDP aufbaue. "Wenn man überlegt, was die Gewerkschaften in diesem Land für den sozialen Frieden geleistet haben, ist es beschämend, wenn man sie so beschimpft", sagte er.

Die FDP setzt heute ihren Bundesparteitag in Köln fort. Fraktionschef Wolfgang Gerhardt will vor den rund 600 Delegierten eine Grundsatzrede halten. Debatten werden vor allem zum Steuer- und Finanzrecht erwartet. Dem Parteitag liegt dazu ein Leitantrag vor, in dem sich die FDP-Spitze unter anderem für die Abschaffung der Gewerbesteuer ausspricht.

Gleich zu Beginn gab es einen Dämpfer für den schleswig-holsteinischen FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki: Er wurde erst im zweiten Anlauf in den Bundesvorstand seiner Partei gewählt. Die Delegierten votierten mit knappen 54,42 Prozent für Kubickis Aufnahme als Landesvertreter in den Vorstand der Liberalen. Der schillernde FDP-Politiker war unter anderem für das schlechte Abschneiden der Liberalen bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein verantwortlich gemacht worden.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,354783,00.html  

06.05.05 11:56

20752 Postings, 6378 Tage permanentVergleicht man das das BIP pro Einwohner

von Ländern mit starken und Ländern mit schwachen Gewerkschaften, so wird man schnell den positiven wirtschaftlichen Nutzen schwacher Gerwerkaschaften erkennen. Der Wohlstand eines Landes steigt mit der Schwächung der Gewerkschaften und das auf allen Bevölkerungsebenen.
Somit sind die Aussagen -von Westerwelle- aus rein wissenschaftlicher Sicht vollkommen korrekt.
Wohingegen Müntefering Deutschland nicht nur ins Abseits sondern ins wirtschaftliche Aus schließt.

gruss

permanent  

06.05.05 12:28

95441 Postings, 7428 Tage Happy EndZahlen, Daten, Fakten?

"Der Wohlstand eines Landes steigt mit der Schwächung der Gewerkschaften und das auf allen Bevölkerungsebenen."  

06.05.05 12:29

26159 Postings, 6273 Tage AbsoluterNeulingHappy, Du passt auch nicht mehr so gut auf, oder?

http://www.ariva.de/board/218922/...p;21&jump=1928120#jump1928120

Absoluter Neuling  

Proud member of the

team

 

06.05.05 12:36

7336 Postings, 6698 Tage 54reab@permanent. ich glaube du hast in

deinen "wissenschaftlichen aussagen" einen kleinen irrtum reingebracht. muss es nich heissen: bip/kopf korreliert mit der niederschlagsmenge im april und mai? she. z.b. süd- und norddeutschland.

prosit


 
 

06.05.05 13:29

33909 Postings, 7557 Tage DarkKnightDer Wohlstand eines Landes steigt mit

der Beschäftigungszahl.

Früher, als wir Vollbeschäftigung hatten (anno 39 bis 45) waren alle versorgt.

Zugegeben, die Jobs von damals möchte heute keiner mehr machen (oder doch?), wie z. B. Blockwart, Gauleiter-Untervertreter, Rampenbeauftragter, forensischer Kopfvermesser, Goldzahnentferner oder vieles anderes mehr.

Dafür haben wir heute, für die vielen überflüssigen Menschen in diesem Land folgendes:

Gewerkschaften, IHK's, Berufsgenossenschaften, kassenärztliche Vereinigungen, Blindenwerkstätten, Tierheimüberprüfungsstellen, ARBEITSÄMTER usw. usw.

Wo sollten diese Leute alle hin, wenn man des Kaisers neue Kleider benennt und feststellt: das brauchen wir alle nicht?

Autobahnen haben wir schon, da muß nix mehr gebaut werden. Lebensraum erobern? Blödsinn, wozu die verhungerten Russen als Bsatzungsmacht durchfüttern?

Da bleiben nur noch gewerkschaftliche und kirchliche Organisationen als Auffangbecken.


PS:

"Das alles, und noch viel mehr, würd' ich machen, wenn ich König von Deutschland wär"


*gggggggggggggggggggggg*  

06.05.05 13:44

Clubmitglied, 46334 Postings, 7546 Tage vega2000Rio Reiser

"In diesem Frühling gewöhnte ich mir an, möglichst barfuß zu laufen. Es ist ein Geheimnis um die Barfüßlerei. Füße können sehen, auch wenn sie keine Hühneraugen haben."  

06.05.05 14:07

7460 Postings, 5880 Tage potti65untergang

der untergang deutschlands wird von der spd eingeläutet.die ausländischen investoren ziehen sich zurück.  

   Antwort einfügen - nach oben