Werte der Alliierten verraten (JF)

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neuester Beitrag: 05.06.04 23:00
eröffnet am: 05.06.04 21:05 von: proxicomi Anzahl Beiträge: 13
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05.06.04 21:05

4690 Postings, 7754 Tage proxicomiWerte der Alliierten verraten (JF)

?Werte der Alliierten verraten?
Der Autor James Bacque über die Frage, ob auch für die Deutschen mit der Landung in der Normandie die Befreiung begann
Moritz Schwarz

Herr Bacque, 1989 sorgte Ihr - wie etwa der ?Spiegel? es nannte - ?aufsehenerregendes? Buch ?Der geplante Tod? nicht nur in Kanada, sondern auch in Deutschland für große Aufmerksamkeit. Sie beschäftigen sich darin mit der Behandlung der Deutschen durch die Westalliierten nach der Kapitulation 1945. Am 6. Juni jährt sich nun zum 60. Mal die Landung der Alliierten in der Normandie, der ?Beginn der Befreiung Europas?, wie es offiziell heißt.

Bacque: Dieser Tag erfüllt mich mit Trauer und Bedauern, aber auch mit Stolz, denn tatsächlich begann mit dem 6. Juni 1944 die Befreiung Westeuropas.

Auch die Befreiung Deutschlands, wie die meisten Medien dieser Tage konstatieren?

Bacque: Viele Deutsche mögen sich von Hitler und vom Krieg befreit gefühlt haben, aber militärisch wurde Deutschland nicht befreit, sondern besetzt.

Also ist die Interpretation als ?Befreiung? unhistorisch?

Bacque: Soweit ich das beurteilen kann, ja. Weder betrachtete sich die Mehrheit der Deutschen damals als ?befreit?, noch betrachteten sich die Alliierten als ?Befreier?. Nach dem 8. Mai 1945 war nahezu jeder wehrfähige junge deutsche Mann entweder tot oder wurde von den Alliierten interniert. Kann man Gefangenschaft Befreiung nennen? Noch deutlicher wird die Fragwürdigkeit von der These der ?Befreiung? Deutschlands, wenn man bedenkt, daß Amerikaner, Franzosen, Sowjets und in geringerem Maße auch die Briten eine Hungerkatastrophe ausgelöst haben, der Millionen Deutsche zum Opfer fielen.

Millionen?

Bacque: Millionen.

Die offizielle Geschichtswissenschaft ist sich im unklaren über die Zahl der Toten, hält aber Ihre Angaben für bei weitem zu hochgegriffen.

Bacque: Kein Historiker hat jemals angezweifelt, daß über 1,5 Millionen Deutsche nach 1945 in alliierter Kriegsgefangenschaft umgekommen sind. Die Diskussion drehte sich lediglich darum, wer ihren Tod verursacht hatte. Die ?Hofhistoriker? beider Seiten schoben sich während der Jahrzehnte des Kalten Krieges gegenseitig die Schuld zu. Nach dem Studium der Akten in Ost und West komme ich zum Schluß, daß es im Westen etwa eine Million toter deutscher Kriegsgefangener und - es mag Sie überraschen - im Osten eine halbe Million gegeben hat. Dieselben Quellen, auch westalliierte sowie deutsche, zeigen, daß zwischen 1945 und 1950 weit mehr Deutsche umgekommen sind als im damaligen europäischen Mittel von zwölf pro tausend Personen. Tatsächlich geht diese erhöhte Sterbezahl in die Millionen. Diese Tatsache ist niemals offiziell festgestellt worden. Deshalb habe ich heute die Hofhistoriker am Hals. Dabei sollten sie sich lieber einmal den Akten widmen.

?Eher ein Vernichtungs- als ein Kriegsgefangenenlager?

Für gewöhnlich wird das Massensterben in Deutschland mit dem Unvermögen der Alliierten erklärt, zum Beispiel die vielen deutschen Soldaten in den sogenannten Rheinwiesenlagern adäquat zu versorgen. Welche Beweise haben Sie für die These, es handle sich um gezielte Maßnahmen?

Bacque: Es gab damals nicht nur die berüchtigten Rheinwiesenlager - ganz Deutschland glich einem Gefangenenlager. Meine Recherchen haben ergeben, daß Lebensmitteldepots damals - auf Anweisung - nicht für die Gefangenen geöffnet wurden. Überlebende berichteten zudem, daß vor allem der Durst wütete - dabei war zum Beispiel bei den Rheinwiesenlagern der Rhein nur 200 Meter entfernt! Überdies wurden vorhandene Zeltdepots der Wehrmacht wie der US-Armee nicht freigegeben. Selbst Verwundete und Kranke lagen unter freiem Himmel im Schlamm - Regen, Kälte und Wind schutzlos ausgesetzt. Teilweise wurde den Gefangenen sogar verboten, sich selbst ?Unterkünfte?, etwa Erdlöcher, zu graben. Weiterhin gab es keine medizinische Versorgung, und die Regeln der Genfer Konvention wurden mit Füßen getreten. Das waren eher Vernichtungs- als Kriegsgefangenenlager.

Nach Ihren Erkenntnissen geschah all dies auf Initiative des Oberkommandierenden der US-Streitkräfte General Dwight D. Eisenhower. Warum?

Bacque: Aus primitivem Haß auf die Deutschen, so wie ihn bekanntlich auch Präsident Roosevelt gehegt hat. Erschreckend ist aber nicht nur das planvolle Vorgehen der Alliierten und das Ausmaß des Sterbens, sondern daß es darüber hinaus zu regelrechten Bestialitäten gegenüber Gefangenen kam.

Berichte sprechen von Folterungen, die alles in den Schatten stellen, was wir derzeit aus dem US-Gefängnis Abu Gharib in Bagdad kennen. Etwa Zusammenschlagen mit Eisenstangen, Knochenbrechen, Quetschen der Hoden, Scheinhinrichtungen, Strangulation bis zur Ohnmacht, Unterkühlung in Isolationszellen, Einschließen in Hitzekammern bei 80 Grad Celsius.

Bacque: Ich kann nur Vorfälle bestätigen wie willkürliches Hineinschießen in das Lager durch die Wachmannschaften, willkürliches Verprügeln von Gefangenen mit Knüppeln mit schwersten Verletzungen als Folge oder das Überrollen schlafender Gefangener des Nachts mit Planierraupen, wobei diese entweder zerquetscht oder in ihren Erdlöchern lebendig begraben wurden. Und all das, ohne daß die Schuldigen belangt wurden.

?Leserbriefe: ?So war es!? - Ablehnung durch Fachwelt?

Als 1989 Ihr Buch in Deutschland erschien, wurde es schlagartig zum Bestseller. Die Fachwelt blieb aber reserviert.

Bacque: Ganz erstaunlich war die Leserbriefflut, Tausende Deutsche schrieben: ?Ja, so war es!? Zuvor gab es mal ein Buch von Paul Carell und Günter Bödecker dazu, ?Die Gefangenen?, es erlangte aber nie die Relevanz meines Buches. Allerdings, in der Tat, so groß der Erfolg beim Publikum war, so groß waren die Vorbehalte, ja die Ablehnung, auf die das Buch bei vielen Journalisten, der Bundesregierung und beinahe der gesamten deutschen Fachwelt stieß.

Warum?

Bacque: Ich vermute zwei Gründe. Der erste ist ein psychologischer: Menschen mögen es nicht, schlechte Nachrichten über sich zu hören. Die Niederlage und die unmittelbare Nachkriegszeit war eine Zeit der Demütigung für Deutschland - kein Augenblick der Geschichte des Vaterlandes, mit dem man sich identifizieren möchte. Da geht man auf Distanz. Der zweite Grund ist, daß man ab den 1950er Jahren begann, die Westalliierten als die Schutzmacht vor dem Kommunismus zu sehen, und demzufolge alles ?Häßliche? ausblendete - ja, sie sogar als ?Befreier? und ?Bringer der Demokratie? zu idealisieren begann. In der Vorstellungswelt vieler Deutscher waren Briten bald nur noch nobel und Amerikaner gutmütig, alle mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn.

Was betrachten Sie als Ursache für diesen Wandel?

Bacque: Eine erfolgreiche Umerziehung der jüngeren Generation.

Sie sprechen von der sogenannten ?Reeducation??

Bacque: Ja, ein System aus Propagandalügen: Der Besiegte übernimmt die Geschichtsschreibung des Siegers. Ich konnte bei meinen Besuchen in Deutschland immer wieder feststellen, daß beinahe durch jede Familie hier ein Riß ging. Ein Riß zwischen der Erlebnisgeneration und den Nachgeborenen.

Inwiefern?

Bacque: Die älteren Deutschen erinnerten sich noch daran, was sie tatsächlich erlebt hatten. Aber wenn sie es den Jüngeren erzählten, dann forderten diese sie auf, zu schweigen. Ich habe bei einer Lesung in Kanada 1989 erlebt, wie eine etwa dreißigjährige Deutsche nach der Veranstaltung auf mich zukam und mich weinend umarmte, weil ich - wie sie sagte - ?ihr Leben verändert? hätte. Warum? Weil meine Buch ihr gezeigt habe, daß ihr Vater doch die Wahrheit erzählt hatte. Das Traurige an der Geschichte ist nur, daß der Vater inzwischen gestorben war. Er hat also zu Lebzeiten nie erfahren, daß seine Tochter sich doch noch innerlich mit ihm versöhnt hat. Solche Dinge sind mir immer wieder passiert und ich glaube, hunderttausendfach in Deutschland. Schließlich setzte sich dieses Beschweigen der historischen Wahrheit der Erlebnisgeneration in Deutschland auch in der Öffentlichkeit durch. Zeitungen und Buchverlage, die noch ein historische statt einer moralischen Sicht der Dinge pflegten, wurden zunehmend als ?rechtsextrem? diffamiert.

Ein Problem der ?Political Correctness??

Bacque: Oh ja, auf jeden Fall.

Wenn es eine Frage der ?Political Correctness? ist, dann geht es auch um politische Interessen.

Bacque: Ja sicher, denken Sie nur an Willy Brandt, in dessen Zuständigkeitsbereich als Außenminister der Großen Koalition Ende der sechziger Jahre die Buchreihe über die deutschen Kriegsgefangenen fiel. Als man dabei auf die Alliierten desavouierende Details stieß, sorgte er für die Einstellung der Veröffentlichung, um nicht ?alte Wunden aufzureißen?, wie er einmal sagte.

Und heute?

Bacque: Bei Willy Brandt ebenso wie bei Konrad Adenauer hatte die PC noch einen rationalen Zweck, sie wurde als notwendig in der ideologischen Abwehr der Sowjetunion erachtet. Heute scheint die politische Korrektheit Bestandteil eines höchst seltsamen, irrationalen Phänomens zu sein. Eines nationalen Selbsthasses der Deutschen, wie er kaum anderswo in der Welt zu beobachten ist. Dabei habe ich die Vermutung, daß es sich nicht um einen wirklichen Haß auf das Land handelt, sondern daß dahinter der Haß auf die Elterngeneration steckt.

?Der Selbsthaß der Deutschen: Ein Fall von ?schwarzer Pädagogik??

Auch ein Produkt der ?Reeducation??

Bacque: Nein, ich halte das für ein rein deutsches Phänomen. Dieser Selbsthaß entstand erst Jahre nach dem Krieg, und die Mehrheit der Briten, Franzosen und Amerikaner heute kann ihn nicht nachvollziehen. Dieser Haß wird in den deutschen Medien, den Schulen, den Universitäten und in manchen Politikerbüros ausgebrütet. Ich glaube, es handelt sich dabei um einen Fall von sogenannter ?schwarzer Pädagogik?, wie das in der Fachsprache heißt. Also um Erziehung mit Repression und Gewalt: Wer nicht spurt, bekommt Schläge, bis er Wohlverhalten ?gelernt? hat. Da man eine Gesellschaft nicht mit dem Rohrstock disziplinieren kann, überzieht man sich mit einer Political Correctness, um sie zu züchtigen. Wer dagegen verstößt, wird als abschreckendes Beispiel für alle empfindlich bestraft: Öffentlich wird ein Exempel statuiert. Bedenken Sie, daß es in Deutschland möglich ist, für schwere Verstöße gegen die PC - also für rein politische Vergehen, für eine Form der freien Meinungsäußerung - ins Gefängnis zu kommen! Das ist, gelinde gesagt, sehr erstaunlich für eine freiheitliche Demokratie.

Manche fürchten eine ?Relativierung der deutschen Schuld? am Holocaust, wenn man die Deutschen aus der PC entläßt.

Bacque: Das ist in der Tat wohl die Befürchtung, die aber kaum etwas Gutes bewirkt, sondern nur zum Verschweigen anderer Verbrechen führt. Die Political Correctness führt letztlich nicht zu mehr Solidarität mit den Nazi-Opfern, sondern zu einer Komplizenschaft mit den Tätern von Verbrechen, die nicht ins Nazi-Täter-Schema passen.

Wie waren die Reaktionen auf Ihr Buch in Amerika?

Bacque: Ich hatte sehr zu leiden, alte Freunden mieden mich plötzlich, in meinem Sportclub wechselten einige Leute plötzlich kein Wort mehr mit mir. Viele hielten mein Buch für unpatriotisch.

Trifft Sie dieser Vorwurf?

Bacque: Natürlich! Ich glaube aber nicht, daß ich ein schlechter Patriot bin. Vielmehr glaube ich, daß diejenigen, die diese Verbrechen an deutschen Kriegsgefangenen und Zivilisten damals begangen haben und diejenigen, die diese Dinge heute verschweigen wollen, unpatriotisch sind. Weil diese Leute die Werte, für die die Alliierten gekämpft haben, verraten haben.

Welche Werte meinen Sie?

Bacque: Freiheit, Gerechtigkeit, Menschlichkeit - der Kampf der Demokratie gegen die Tyrannei. Natürlich weiß ich, daß das die Dinge sind, die man unseren jungen Soldaten damals in ?Sonntagsreden? erzählt hat, und daß die tatsächlichen Kriegsgründe realpolitischer Natur waren - etwa die geopolitische Lage Großbritanniens zu sichern. Es ging natürlich nicht um Gerechtigkeit, sondern um Macht. Der britische Historiker A. J. P. Taylor hat einmal gesagt, die Geschichte des 20. Jahrhunderts lasse sich in einem Satz zusammenfassen. Und dieser Satz ist eine Frage. Diese Frage wurde 1914 gestellt: ?Wer wird Europa beherrschen?? Aber das war nicht das, was die jungen Amerikaner, Kanadier und Briten glaubten, als sie in der Normandie an Land gingen. So viele von ihnen fielen im Glauben an die Werte, die man ihnen zuvor eingeredet hatte. - So läuft das nun einmal im Krieg. Deshalb kann man mit Recht sagen, unsere Soldaten haben für diese Werte gekämpft.

War das aber bei den Soldaten der Wehrmacht nicht ähnlich?

Bacque: Aber natürlich, auch viele junge deutsche Soldaten zogen aus ganz positiven Motiven in den Kampf: Sie waren erfüllt von Verantwortungsgefühl für ihr Land, von Opferbereitschaft und Tapferkeit. Ihre Führung hatte freilich ganz andere Ziele. Für alle Seiten dieses europäischen Bürgerkrieges gilt aber, daß diejenigen, die Greueltaten verübt haben, nicht nur die Werte ihrer Gemeinschaft verraten haben, sondern damit auch ihrem eigenen Land moralisch in den Rücken gefallen sind. Denken Sie daran, was sich die Hinterbliebenen fragen, deren Männer oder Söhne etwa in der Normandie gefallen sind. Sie fragen: Wofür? Etwa dafür, daß Eisenhower später deutsche Gefangene ermorden ließ? Mein Gott! Das nenne ich Verrat auch an unseren Gefallenen.

James Bacque
Der kanadische Journalist provozierte 1989 mit seinem Buch ?Der geplante Tod. Deutsche Gefangene in amerikanischen und französischen Lagern 1945 bis 1946? (Ullstein), das der These von der ?Befreiung? Deutschlands durch die Alliierten de facto widersprach, eine zeitgeschichtliche Kontroverse. Nach seinen Erkenntnissen haben die alliierten Besatzungsmächte gezielt eine Hungerkatastrophe in Deutschland ausgelöst.

Geboren 1929 in Toronto/Kanada, studierte Bacque Geschichte. Drei seiner Geschwister dienten während des Zweiten Weltkrieges in der kanadischen Luftwaffe und Marine. 1986 stieß er bei Nachforschungen für ein Buch über den führenden französischer Résistance-Kämpfer Raul Laporterie auf Berichte über das Massensterben deutscher Soldaten in alliierten Kriegsgefangenenlagern und begann zu recherchieren. In Nordamerika veröffentlichte er bei den angesehen Verlagen Random House und Time Warner Paperpacks. 2002 erschien in Deutschland sein zweites Buch ?Verschwiegene Schuld. Die alliierte Besatzungspolitik in Deutschland nach 1945? (Verlag Pour le Mérite)



Alliiertes Lager für deutsche Kriegsgefangene bei Sinzig (1945): ?Die These von der Befreiung ist fragwürdig?

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gruß
proxi  

05.06.04 21:11

34211 Postings, 7770 Tage DarkKnightWieder mal viel Text, ich machs kürzer

Letztens hat mich ein 16-jähriger, pickliger am Bahnhof angeknufft und angeblökt:

"Hey, haste ma ne Kippe, Opa?"

Das ist also der deutsche Herrenmensch?

Come on, proxi, mach die Augen auf: wir sind keine Herrenmenschen mehr, wir sind das, was wir immer waren: Hungrige nach einem Leben, das es in der Kälte Deutschlands nicht geben kann. Deshalb haben wir Kriege geführt und deshalb fahren wir nach Mallorca. Die Ursachen sind diesselben, auch wenn es in der Konsequenz unvereinbar erscheint.

Ich kenne dermaßen viele Rentner, die heute noch von ihren Kriegserlebnissen in Frankreich oder Italien träumen ... Dtld. ist ein tristes Land, ohne Hoffnung, ohne Freude, ohne ... irgendwas .... einfach zum Kotzen.  

05.06.04 21:14
1

26159 Postings, 6486 Tage AbsoluterNeuling@DK: proxicomi liest...

...nicht vorher, was er postet, daher kannst Du ihn auf Inhaltliches nicht ansprechen.

Der Text steht seiner sonst präsentierten Haltung - Devotheit - den Amerikanern gegenüber diametral entgegen. Also DK, es bringt nichts!  

05.06.04 21:16

4690 Postings, 7754 Tage proxicomiDk Thema verfehlt, sechs setzen!

du und deine alt68er gesinnungsgenossen, welche sich lehrer bezeichnen dürfen, tragen einen nicht unerhebliche teil dazu bei. gewollt!


wenn du dich ausgekotzt hast, c....d ist eine nette lösung.


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gruß
proxi  

05.06.04 21:19

34211 Postings, 7770 Tage DarkKnight@AN: lß mich bitte auch mal neutral,

betrinken und voreingenommen sein.

Ich weiß, daß könnte sich widersprechen, aber nicht bei 5,9 Promille.

Insofern beanspruche ich hier die Alleinrechthaberei in diesem Thread.

Und der proxi soll sich schleichen mit seinem Copy $ Paste.

Im übrigen bin ich dafür, daß sich die Amerikaner selbst gegenseitig umbringen sollten, wozu braucht es dafür ne UNO?

Achja: das ist meine Vision von 2005, nebenbei bemerkt.  

05.06.04 21:26

34211 Postings, 7770 Tage DarkKnight@proxi: ich mache es kurz, weil Du

es noch nicht begriffen hast:

Der Dollar regiert die Welt.

Der Deutsche darf nicht aufmucken wegen zweier verlorenen Weltkriegen

Die Finanzmärkte beherrschen die Realmärkte

Die Amis haben ALLES UNTER KONTROLLE, außer die Scheiß-Araber. Deshalb müssen die auch bombardiert werden.

Dann gibts noch die Chinesen: das wird noch lustig in den nächsten 10 Jahren. Weil: lange dürfen sie nicht mehr warten, die Amis.


Jetzt ist die große Frage: soll man ein kriegslüsternes Volk von 300 mio Menschen unterstützen, das sich gegen 3 Milliarden Menschen stemmt, um täglich eine Fernsehsendung namens "Friends" ansehen zu dürfen, oder soll man sich auf die Seite der 3 Milliarden stellen, die ansonsten verhungern oder zugebombt werden?

Schon mal ne Denkübung vollbracht? Jetzt ist die Gelegenheit dazu.  

05.06.04 21:32

26159 Postings, 6486 Tage AbsoluterNeuling@DK: 5,9 o/oo? nicht schlecht!

Da habe ich noch ein Stück vor mir: bis jetzt erst 1 Glas Salice Salentino...

Tja, es gibt Tage, an denen kann man praecoxicomi nicht anders ertragen.

Prost,
AN  

05.06.04 21:40

34211 Postings, 7770 Tage DarkKnight@an: der proxikomical-ali ist ja

an sich nicht schlecht, er erinnert uns immer an unsere guten Seiten, die wir vergessen haben, die wir noch gepflegt haben, anno dazumal, von 1933 bis 1945, das ist okay.

Aber wollen wir ihm doch helfen, dazuzulernen, das entspricht unserer christlichen und SS-Pflicht. Oder?

 

05.06.04 21:47

26159 Postings, 6486 Tage AbsoluterNeulingAch, Du meinst...

...Zäh wie Leder,
Hart wie Kruppstahl,
Schnell wie Windhunde?

Naja, das war ja auch so dahergeredet damals.

Gestern haben sie im ZDF so ein armes Schwein Jg. 1926 interviewt, das diesem Ideal entsprach. Er sagte, dass die Jungen und Starken zur Artillerie kamen, also eher nicht Frontnahkämpfer waren. Dieser Mann hat mittlerweile 60 Jahre schwerste Schuldgefühle auf dem Buckel und hat geweint wie ein Schlosshund, weil er damals überlebt hat.

Nix mit Heldentum im Krieg, dieser gefährlichen Romantik hängen nur Schreibtischgeneräle wie Proxicomi nach.  

05.06.04 21:53

287 Postings, 6421 Tage AlabamaLasst proxicomi mal so wie er ist.

Das ist ein Einzelkämpfer. Der passt in kein soziales Gefüge.  

05.06.04 22:02

287 Postings, 6421 Tage AlabamaJetzt sucht er und gerade wieder ein paar

Artikel raus. Heute hat er es besonders mit der Jungen Freiheit. Scholl-Latour hat ihm wohl Auftrieb gegeben.  

05.06.04 22:19

26159 Postings, 6486 Tage AbsoluterNeulingNa, dann will ich mal...

...ersatzweise einen Artikel posten.
Und zwar von einem Österreicher, die sind ja des Nationalsozialismus unverdächtig
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Als Hitlers "Festung Europa" fiel

Am 6. Juni 1944 wurden über 150.000 Soldaten mit 4000 Landungsschiffen und 2000 Kampfschiffen, unterstützt von 14.000 Kampfflugzeugen, an der Küste abgesetzt.
Die wohl beste Aussicht auf das, was genau heute vor 60 Jahren über die Küste der Normandie hereinbrach und dem Weltgeschehen eine dramatische Wendung gab, hatte Heinz Heinze.  Als deutscher Offizier schiebt er in der Nacht zum 6. Juni 1944 Wachdienst in der Normandie: "Ich wurde nachts um zwölf alarmiert. Ich hatte mir einen Kilometer hinter der Feste einen Baum ausgesucht, den ich leicht erklettern konnte. Ich setzte mein Fernglas an, aber es war völliger Nebel. Es mag so gegen halb sechs gewesen sein, da kam etwas Wind auf. Dann hab ich geglaubt, ich seh? eine Vision! Das waren dann also die Tausenden von Schiffen, die vor der Küste in der Zwischenzeit aufgefahren waren.  Ich hab? in diesem Moment geglaubt, dass die ganze Welt sich gegen uns aufgestellt hat!"
Es ist die geballte Streitmacht der West-Alliierten USA, Großbritannien und Kanada, die mit der "Operation Overlord" die Landung an der Küste der Normandie und die Invasion auf dem europäischen Festland vom Westen her startet. Der militärische Anfang vom Ende Hitler-Deutschlands. Der 6. Juni 1944 geht als "D-Day" ? "D" steht für decision, Entscheidung ?, also als "Tag der Entscheidung" in die Geschichte ein. Als Tag des größten Invasions-Unternehmens, des größten Überraschungsangriffes.

PLANUNG
Schon Ende 1941 entscheiden sich US-Präsident Roosevelt und der britische Premier Churchill zur "Germany first"-Strategie: Vorrangiges Kriegsziel ist die Niederwerfung Hitler-Deutschlands. Stalin fordert zur Entlastung eine zweite Front in Westeuropa. Im August 1942 scheitert ein erster Landungs-Versuch kanadischer Truppen in Dieppe, Frankreich. Ab Ende 1942 beginnt US-General Eisenhower, der spätere US-Präsident, mit dem Aufbau einer Invasions-Streitmacht in England. Erstes Datum für eine Invasion: Frühjahr 1943. Doch der Termin muss mehrfach verschoben werden.

AUFMARSCH
Im Frühjahr 1944 hat Oberbefehlshaber Eisenhower eine Invasions-Streitmacht von 3,5 Millionen Soldaten in Großbritannien aufgestellt. Da dies der deutschen Seite nicht verborgen bleiben kann, wird die größte Täuschungsaktion der Geschichte gestartet: Ganze Papp-Armeen werden an der Südküste Englands aufgestellt, um die deutsche Luftaufklärung zu täuschen. Eine Geister-Flotte aus Boots-Attrappen geht bei Dover in Stellung. Hitler soll glauben, die Invasion findet an der engsten Stelle des Ärmelkanals bei Calais statt. Für die echte Invasion werden spezielle Transport- und Landungsfahrzeuge entwickelt, künstliche Nachschub-Häfen ("Mulberries") gebaut.

GEGENWEHR
Die Täuschung ist ein Erfolg: Hitler erwartet die Invasion der Alliierten ? nicht in der Normandie, sondern bei Calais. Zur Abwehr hat er den "Atlantikwall" errichten lassen. Als der aus Afrika abgezogene "Wüstenfuchs" Rommel an die Westfront abkommandiert wird und den "Atlantikwall" inspiziert, ist er entsetzt: Die Atlantikküste ist nur halb so gut befestigt, wie die NS-Propaganda behauptet. Rommels Gegenstrategie scheitert am Widerstand Hitlers und des Oberbefehlshabers West, Rundstedt. Außerdem haben 1944 die Alliierten die Überlegenheit in der Luft und zur See.

ENTSCHEIDUNG
Unter dem Oberfehl von General Eisenhower und dem Bodenkommando des britischen Feldmarschalls Montgomery beginnt ? von Mai auf Juni 1944 verschoben ? in einem "Wetterloch" die Invasion: Allein am Tag des 6. Juni werden über 150.000 Soldaten mit 4000 Landungsschiffen und 2000 Kampfschiffen, unterstützt von 14.000 Kampfflugzeugen, an der Küste abgesetzt. Fast 12.000 Tonnen Bomben gehen auf deutsche Stellungen nieder. Briten und Kanadiern an den Stränden "Gold", "Juno" und "Sword" und US-Truppen am "Utah Beach" gelingt die Landung. Am "Omaha Beach" stoßen die Amerikaner auf enorme Probleme: Rauhe See, deutscher Geschoßhagel. Vier Stunden nach Beginn des Angriffs ist der sechs Kilometer lange Strand mit 3000 Toten bedeckt.
Bilanz des ersten Invasions-Tages: Die Alliierten sind nicht so weit wie geplant, haben aber wichtige Stützpunkte auf dem Festland erobert. Mehr als 83.000 britische und 73.000 US-Soldaten sind in Frankreich.

VORMARSCH
Der alliierte Vormarsch ist nun nicht mehr aufzuhalten: Die deutsche Gegenwehr kommt zu spät, oft ein Akt purer Hilflosigkeit. Hitler glaubt nach wie vor an Ablenkungsmanöver. Bis Mitte Juni haben die Alliierten einen Brückenkopf auf dem Festland in Länge von 100 Kilometern und Tiefe von 30 Kilometern. Ende Juni stehen 850.000 Alliierte mit 150.000 Fahrzeugen in Frankreich.

KRIEGSFOLGEN
Mit dem Erfolg der Invasion in der Normandie ist der Vorstoß der Allierten in das Kerngebiet des Deutschen Reiches nicht mehr aufzuhalten. Militär-Experten betonen zwar, dass die Niederlage zwangsläufig war: Zu groß war die Material-Überlegenheit der Alliierten (Luft, See). Die Rote Armee war im Osten in der Offensive. Vom Süden her wurde nur zwei Tage vor dem "D-Day" Rom erobert.
Die entscheidende Folge aber war: Hitlers "Festung Europa" war aufgesprengt ? die Niederlage des NS-Regimes besiegelt.

BUCH ZUM THEMA
Dan van der Vat: D-Day. Die alliierte Landung in der Normandie. Collection Rolf Heyne 2003. 34 ?.

Artikel vom 05.06.2004 |KURIER-Printausgabe |Otto Klambauer

 

05.06.04 23:00

69031 Postings, 6609 Tage BarCodeNoch ein interessanter Text aus der JF

proxi greift heute mal nicht voll in den Sumpf mit seinen postings. Natürlich gehört Bacque zu den Lieblingen aller Revanchisten und Geschichtsverdränger. Aber auch die Wahrheit ist halt nicht vor Missbrauch geschützt.
Bacque gehört zu denen, die der Verklärung der West-Allierten als immer nur Camel und Schoko verschenkende Wohltäter ein etwas realistischeres Bild (vielleicht in die andere Richtung übertrieben) entgegengesetzt hat. Der Kalte Krieg ließ später nur eine Geschichtsschreibung über marodierende Russen (die es auch - aber nicht nur - gab) und freundliche westliche Befreier (zu denen sie sich ja auch irgendwann gewandelt haben) zu.

Aber zunächst waren da 5 Mio. deutsche Kriegsgefangene - eine Herausforderung, der man sich nicht sonderlich eifrig gestellt hat.

Seine Perspektive auf die PC, den Selbsthass und "schwarze Pädagogik" ist natürlich eher schräg, weil mit überstarken begriffen besetzt. Trotzdem ist natürlich auch da was dran.

Kein schlechter Artikel zum D-Day.

Gruß BarCode  

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