Washington: Countdown für Atomschlag läuft

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eröffnet am: 08.04.06 11:39 von: cassius.c Anzahl Beiträge: 15
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08.04.06 11:39
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1492 Postings, 5768 Tage cassius.cWashington: Countdown für Atomschlag läuft

Aus Hiroshima und Nagasaki nichts gelernt

 

SPIEGEL ONLINE - 08. April 2006, 11:00
URL: 
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,410389,00.html

Spekulationen
 
Weißes Haus soll über Atomschlag gegen Iran beraten

Der US-Enthüllungsjournalist Hersh wartet mit neuen Recherchen auf: Im Weißen Haus habe die Planung massiver Bombenangriffe gegen Iran begonnen. Auch denke man über den Einsatz von Atomwaffen nach. Die Bush-Regierung halte Präsident Achmadinedschad für einen potenziellen zweiten Adolf Hitler.

Washington - Anfang des Jahres drohte Frankreichs Präsident Chirac Iran indirekt mit einem Atomschlag. Nun sollen US-Präsident George W. Bush und seine Regierung dabei zu sein, konkrete Schritte in diese Richtung zu unternehmen. Nach Informationen des US-Magazins "The New Yorker" haben die USA bereits mit der Planung von massiven Bombenangriffen gegen Iran begonnen. In der Planung eingeschlossen sei auch der Einsatz atomarer Bomben, wie sie zur gezielten Zerstörung von Bunkern entwickelt wurden, gegen die unterirdische Uran-Anreicherungsanlage in Natans, schreibt der angesehene Enthüllungsjournalist Seymour Hersh in der jüngsten Ausgabe des Magazins (Erscheinungsdatum 17. April).

DDPWeißes Haus in Washington: "Das bedeutet Krieg"
Bush und seine Berater hielten den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad für einen potenziellen zweiten Adolf Hitler, sagte ein ehemaliger ranghoher US-Geheimdienstvertreter dem Reporter. "Das ist der Name, den sie für ihn benutzen". Ein Pentagon-Berater berichtete, das Weiße Haus betrachteten einen Regimewechsel in Iran als "einzigen Weg zur Lösung des Problems - und das bedeutet Krieg".

Andere frühere Geheimdienstmitarbeiter bezeichneten die Planungen als "umfangreich" und "hektisch". Sie basierten auf der Annahme, die Bombenangriffe könnten die islamische Führung in Iran "diskreditieren und zum Sturz der Regierung durch das Volk führen".

In den vergangenen Wochen habe Bush bereits eine Reihe vertraulicher Gespräche mit Vertretern des US-Kongresses geführt, berichtet Hersh in seinem Artikel weiter.

Nach seinen Informationen regt sich in Teilen des Militärs jedoch Widerstand gegen die Pläne. Erhebliche Bedenken gebe es vor allem gegen einen Einsatz der atomaren "Bunker Buster"-Bomben. Einige Offiziere hätten mit ihrem Rücktritt gedroht, nachdem sie vergeblich gegen die atomare Option Sturm gelaufen seien. Der Pentagon-Berater warnte darüber hinaus vor einer gewaltsamen "Kettenreaktion" gegen amerikanische Bürger und Interessen weltweit, sollte Washington Krieg gegen Teheran führen. "Wenn wir losschlagen, dann steht der gesamte irakische Süden in Flammen", sagte er dem Journalisten.

asc/AFP
 

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08.04.06 12:30
7

15130 Postings, 7367 Tage Pate100...

"Sie basierten auf der Annahme, die Bombenangriffe könnten die islamische Führung in Iran "diskreditieren und zum Sturz der Regierung durch das Volk führen"."

HAHA das ist ja so lächerlich! Denken die das etwa ernsthaft??? Was für Drogen
nehmen die?
Die einzige Folge wäre, das die sowieso schon kaum vorhandene Opposition noch
weiter geschwächt wird und das aktuelle Regime wird gestärkt aus diesen
Angriff hervorgehen. Der Hass in der iranischen Bevölkerung auf die USA wird wachsen.

Und was das für die Region und den Irak bedeutet muss ich glaub ich auch nicht
mehr schreiben. Die Ami Soldaten im Irak werden sich bedanken...

Wenn diese beschissenen Drecks Amis(primär die Regierung) so weitermachen,
wird nicht nur im nahen Osten Chaos und Tod herrschen sondern auch bei uns
in Europa. Und wir unterstützen die auch noch dabei in dem wir die Ami Soldaten
auf deutschen Gebiet dulden.
Wie lange sollen die eigentlich noch auf deutschen Hoheitsgebiet ihre
Stützpunkte betreiben dürfen.
Wie lange muss ich die amerikanischen Militär Konvoi's noch auf deutschen
Autobahnen ertragen? Sollen die bis in alle Ewigkeiten bei uns bleiben?
Ich denke die wollten zu Polen, Rumänen und Bulgaren abziehen? Was ist denn daraus geworden?

Schmeisst diese Kriegsverbrecher endlich aus Deutschland raus!
 

08.04.06 12:48

10041 Postings, 7101 Tage BeMiNoch

ist es nur
psychologische Kriegsführung.
Schon mal davon etwas gehört, Pate 100?

Z.B. ein gut geführtes Unternehmen denkt in
der Führung auch alle Eventualitäten durch.
Stichwort: Strategische Planung.

Cool down!

Grüße
B.  

08.04.06 12:51
7

10873 Postings, 7851 Tage DeathBullBush sollte in einem Fass voller Scheisse ersaufen

08.04.06 12:59
4

15130 Postings, 7367 Tage Pate100ist das die selbe psychologische Kriegsführung

wie vor dem Irak Krieg? Die Parallelen zum Irak Krieg sind unverkennbar.

Man könnte es ja gelassenen sehen wenn es eine einigermaßen "normale"
Regierung wäre, aber diesen gestörten Verbrechern in der US Regierung ist leider
alles zuzutrauen.

Auch zu bedenken ist, das Bush momentan innenpolitisch mit dem Rücken zur Wand
steht und ihm ein "kleiner" Krieg nicht ungelegen käme, um von seinen kompletten
innenpolitischen Versagen abzulenken. Seine Umfragewerte sind so schlecht
wie noch nie. Und aus allen Richtungen gibts Feuer...


 

08.04.06 13:24
1

15130 Postings, 7367 Tage Pate100Popularität der Bush-Regierung sinkt weiter

Popularität der Bush-Regierung sinkt weiter in den Keller

Max Böhnel 07.04.2006

Angeklagter "Neoncon" Libby belastet Bush in Geheimdienstaffäre, zunehmende Widersprüche bei den Hardlinern

Der Ex-Stabschef von Vizepräsident Dick Cheney und bis letztes Jahr höchstrangige Neokonservative in der Regierung Lewis Libby hat Einzelheiten einer geheimen CIA-Studie über den Irak auf ausdrückliche Genehmigung von US-Präsident George Bush an die Presse weitergegeben. Diese Enthüllung aus dem laufenden Verfahren gegen Libby, die am Donnerstag bekannt wurde, ist ein weiterer Negativposten auf dem politischen Konto der Bush-Regierung und dürfte, falls die Medien die Story über das Wochenende weiter ausbreiten, die Umfragewerte für Bush und die Republikaner noch weiter in den Keller treiben.

   

US-Präsident Bush am 22. März. Bush versucht weiter den geschichtlichen Auftrag zu verkünden. So sagte er am 6. April: "I believe that one day an American President will be talking about the world in which he is making decisions, or she is making decisions, and they'll look back and say, thank goodness a generation of Americans understood the universality of liberty and the fact that freedom can change troubled parts of the world into peaceful parts of the world. Is it worth it in Iraq? You bet it is."

Erst gestern ? also vor den Berichten über Libbys Aussage ? war eine AP-Ipsos-Umfrage veröffentlicht worden, derzufolge die Bush-Regierung nur noch bei einem Drittel der Befragten (36 Prozent) auf Zustimmung stößt. In jeder Beziehung ergeben sich neue Niedrigwerte: 40 Prozent stehen hinter dem "Antiterrorkrieg", 35 Prozent hinter dem Irakkrieg, 30 Prozent geben dem von Republikanern dominierten Kongress eine positive Bewertung. Zum ersten Mal seit mehreren Jahrzehnten werden der Umfrage zufolge die Republikaner von der Öffentlichkeit in der Frage der "nationalen Sicherheit" nicht mehr eindeutig bevorzugt. Neuerdings halten jeweils 41 Prozent die Demokraten oder die Republikaner für die Partei, die die Sicherheit des Landes am besten gewährleisten könne.

George Bush hatte bislang vorgegeben, in der Geheimdienstaffäre und in der Frage nach den angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen ein unbeteiligter Dritter und an der Aufklärung höchst interessiert zu sein:


I don't know of anyone in my administration who has leaked. If somebody did leak classified information, I'd like to know it, and we'll take the appropriate action. And this investigation is a good thing. <!-- DL+CUT -->

Rechtsexperten [extern] gehen davon aus, dass sich Bush mit der Genehmigung der Weitergabe von Geheiminformationen nicht strafbar gemacht hat, aber eine juristische Grauzone betreten haben könnte. Libby, der vergangenes Jahr wegen Falschaussage angeklagt worden war ("Fitzmas in October") und Anfang kommenden Jahres vor Gericht stehen wird, hatte vor dem Sonderermittler Patrick Fitzgerald ausgesagt, Vizepräsident Dick Cheney habe ihn auf ausdrückliche Genehmigung von George Bush hin angewiesen, Material aus dem geheimen CIA-Jahresbericht National Intelligence Estimate (Die Bush-Regierung, die Geheimdienste und die Mär vom irakischen Atomwaffenprogramm) an die Presse weiterzugeben.

Hinter der bewussten "Lücke" steckte der Versuch der Bush-Regierung, ihre in Misskredit geratene Begründung für den Irakkrieg mit "Fakten" zu untermauern (Fabrikation der Beweise für den Irak-Krieg). Der Diplomat Joseph Wilson hatte der Regierung kurz zuvor öffentlich nachgewiesen, dass Saddam Husseins angeblicher Versuch, sich waffenfähiges Uran zu verschaffen, auf der Manipulation von Geheimdiensterkenntnissen beruhte. Als Rache enttarnte die Regierung Wilsons Ehefrau Valerie Plame, eine CIA-Agentin.

Die Aussage gegen Bush ist einerseits als Libbys Versuch zu werten, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Denn ihn erwartet eine Höchststrafe von 30 Jahren Gefängnis. Andererseits spiegelt sie den Zerfall der Kriegstreiberkoalition von Anfang des Jahrzehnts wieder. Das Hardliner-Bündnis ? von Ex-Außenminister Colin Powells Stabschef Lawrence Wilkerson als "cabal" bezeichnet (Selbstmörderische Regierungspolitik und Intrigen in Washington) - aus interventionistischen Nationalisten, Neokonservativen und der christlichen Rechten, das für den Irakkrieg getrommelt und die "Dominostein"-Theorie vom Fall der Regime im Nahen Osten in die Welt gesetzt hatte, distanziert sich zunehmend von der Bush-Regierung.

Das rechts-konservative Bündnis zerfällt

Darüberhinaus sind die Rechtsaußen-Strategen intern selbst zerstritten. Erst vor kurzem hatte der weltweit bekannte konservative Politologe Francis Fukuyama, einer der Stichwortgeber für den Irakkrieg, öffentlich seine Abkehr von der neokonservativen Ideologie erklärt und ihr "Scheitern" attestiert (Imperialismus als Farce). Das Falkenbündnis, das von Vizepräsident Cheney und Pentagonchef Donald Rumsfeld angeführt wird, hat nach Einschätzung des Washingtoner Journalisten Jim Lobe in den vergangenen Monaten so viel Einfluss verloren, dass die "Realisten" um Außenministerin Condoleezza Rice sowie führende Militärs ein neues Machtzentrum in und um den Washingtoner Führungsapparat bilden konnten. Ausdruck dafür ist laut Lobe die vor kurzem vorgestellte Nationale Sicherheitstrategie der USA, in der der Diplomatie sehr viel mehr Raum gegeben werden soll (Die größte Bedrohung geht vom Iran aus).

Außerdem seien die zahlreichen Auslandsreisen von Rice sowie ihrer Stellvertreter Robert Zoellick und Nicholas Burns ein Hinweis für ein stärkeres Selbstbewusstsein bei den "Realisten". Der Vorgänger von Rice, Colin Powell, habe dagegen befürchten müssen, während eines längeren Auslandsaufenthalts in Washington von den Falken ausgebootet zu werden.

Jüngst äußern sich auch Militärs höchst kritisch über die Kriegsführung von Cheney und Rumsfeld. Der ehemalige Kommandeur der US-Truppen im Nahen Osten, Anthony Zinni, forderte kürzlich sogar Rumsfelds Rücktritt - wegen "desaströser Fehler" im Irak. Dabei sind sich Neokons und Militärs gegen den Willen Rumsfelds einig, dass mehr USA-Soldaten in den Irak geschickt werden müssten.

Auch die fundamentalistisch-christliche Rechte, die fast die Hälfte der Republikanermitglieder ausmacht, schert langsam aus der Koalition aus. Als Ereignis, das Schockwellen in der Szene auslöste, galt die Behandlung eines christlichen Konvertiten in Afghanistan, der knapp der Todesstrafe entging. Solcherlei "Demokratisierung" im Mittleren Osten durch US-Außenpolitik habe man sich von der Bush-Regierung nicht erwartet, hieß es enttäuscht bei den Evangelikalen.

Der Zerfall der Washingtoner Irakkriegskoalition bedeutet Lobes Auffassung zufolge kurzfristig eine außenpolitische Mäßigung. Mittelfristig sei eine Intervention gegen den Iran aber nicht auszuschließen. Denn im Gegensatz zum Irakkrieg, der von einer relativ schmalen Personengruppe geplant und politisch abgesichert wurde, würde ein parteiübergreifendes Bündnis den Iran als "strategische Gefahr" für die USA ansehen.

 

08.04.06 21:02
1

8584 Postings, 7534 Tage Rheumax@Pate100 u. DeathBull

Werde Eure frommen Wünsche (#2 und #4) in mein Nachtgebet aufnehmen!

Gruß
Rheumax  

10.04.06 08:29

8584 Postings, 7534 Tage Rheumax@lassmichrein

Guten Morgen!


aus Karlsruhe
Rheumax  

10.04.06 08:30

61594 Postings, 6612 Tage lassmichreinMoin :) o. T.

10.04.06 09:10
1

8584 Postings, 7534 Tage RheumaxWer gibt hier den Adolf?

Atombomben gegen Iran?

Die US-Regierung sei zum Luftkrieg entschlossen, melden Medien der Vereinigten Staaten. Gespräche zum Irak verschoben

Von Knut Mellenthinid

Iran demonstriert Verteidigungsbereitschaft: Marine-Manöver im Persischen Golf

Foto: AP/IRNA

Die USA haben US-Medienberichten zufolge mit detaillierten Planungen von Angriffen auf Iran begonnen und erwägen dabei auch den Einsatz von atomaren Waffen. Gestützt auf private Mitteilungen nicht namentlich genannter amerikanischer Militärs und Geheimdienstfunktionäre schreibt der angesehene US-Journalist Seymour M. Hersh in der am heutigen Montag erscheinenden Ausgabe von The New Yorker, daß die Kriegsvorbereitungen schon liefen. Die Luftwaffe sei bereits dabei, lange Listen potentieller Kriegsziele aufzustellen. Amerikanische Spezialtruppen seien im Iran im Undercover-Einsatz, um Ziele auszukundschaften und um Kontakt zu ethnischen Minderheiten aufzunehmen, von denen die USA sich Hilfe erhoffen. Seit Sommer vorigen Jahres würden US-Kampfflugzeuge im Persischen Golf, in Reichweite des iranischen Radars, eine spezielle Flugtechnik trainieren, die beim Abwurf von Atombomben angewendet wird. Die Washington Post berichtete am Sonntag, Experten des Geheimdienstes CIA und des Verteidigungsministeriums prüften mögliche Ziele. Teheran bezeichnete die Berichte als »psychologische Kriegsführung«.


George W. Bush sei unbedingt entschlossen, den Iran noch vor Ablauf seiner Amtszeit (Ende 2008) anzugreifen, schreibt Hersh unter Berufung auf einen anonymen »Regierungsberater«. Der Präsident fürchte, daß im Fall eines Wahlsiegs der Demokraten sein Nachfolger nicht den »Mut« zu einem Luftkrieg gegen Iran haben würde. Bush und seine Berater hielten den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad für einen potentiellen zweiten Adolf Hitler, sagte ein ehemaliger ranghoher US-Geheimdienstvertreter dem Bericht des New Yorker zufolge.


Das Pentagon habe dem Weißen Haus im vergangenen Winter einen Eventualplan vorgelegt, der den Einsatz von sogenannten taktischen Atombomben insbesondere gegen die Urananreicherungsanlage von Natans vorsieht. Woher Hersh Kenntnis von diesem Eventualplan hat und wie gesichert diese Information ist, wird aus dem Artikel nicht deutlich. Tatsächlich läßt die neue Militärdoktrin der US-Streitkräfte den Ersteinsatz von Atomwaffen mit fast jeder nur vorstellbaren Ausrede zu. Viele Militärs haben laut Hersh der Verwendung von Nuklearwaffen gegen Iran widersprochen und für diesen Fall mit Rücktritt gedroht.


Ein iranischer Atomunterhändler sagte der Nachrichtenagentur IRNA am Samstag, der Chef der Internationalen Atomeenergieagentur IAEA, El Baradei, werde zur Erörterung offener Fragen nach Teheran kommen. Zugleich erklärte ein Vertreter der iranischen Botschaft in Bagdad gegenüber IRNA, die Gespräche zwischen dem Iran und den USA über die Lage im Irak fänden nicht in der kommenden Woche, sondern erst später statt. Nach Angaben des Sprechers des Obersten Nationalen Sicherheitsrats im Iran, Hussein Entesami, konnten sich beide Seiten auf kein gemeinsames Datum einigen.


Die Ärzteorganisation IPPNW verabschiedete auf ihrem internationalen Kongreß »Zeitbombe Atomenergie. 20 Jahre Tschernobyl« an diesem Wochenende in Bonn mit Bezug auf den Artikel von Hersh einen Appell an Bundesregierung und Bundestag, »unmißverständlich eine deutsche Unterstützung für einen Krieg gegen den Iran« auszuschließen.

(jw)

 

10.04.06 09:18

8584 Postings, 7534 Tage RheumaxDazu ein Kommentar:

Nervenkrieg

Vor US-Atomangriff auf Iran?
Von Werner Pirker

Seymour Hersh, der Mann, der den Folterskandal von Abu Ghraib aufgedeckt hatte, weiß nun zu berichten, daß die US-Regierung auf einen Krieg gegen den Iran eingeschworen sei und sich die diesbezüglichen Planungen bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befänden. Dabei sei auch an den Einsatz von radioaktiven Bunker-brechenden Bomben gegen die unterirdischen Atomanlagen des Iran gedacht.




Hersh zufolge sind Bush und seine Umgebung in der Hoffnung befangen, daß eine militärische Demütigung des Teheraner Regimes einen Volksaufstand provozieren würde. Zudem herrsche in der US-Administration die Überzeugung vor, daß es sich beim iranischen Präsidenten Ahmadinedschad um einen zweiten Hitler handle, der unter Einsatz aller erlaubten und unerlaubten Mittel zur Strecke gebracht werden müsse.




Die Annahme, das islamische Regime in den Untergang bomben zu können, würde sich als klassische Fehlkalkulation herausstellen. Denn es kann mit großer Sicherheit davon ausgegangen werden, daß sich bei einem Angriff von außen selbst Kräfte hinter der politischen Führung versammeln würden, die heute noch auf ihren Sturz hinarbeiten. Und die Behauptung von Hitlers Wiedergeburt in Teheran ist ohnedies nur das ideologische Beiwerk, hinter dem sich die Absicht verbirgt, die amerikanische Vorherrschaft über den Nahen Osten zu vervollkommnen und unumkehrbar zu machen.




Gegenwärtig aber verlaufen die Prozesse in die entgegengesetzte Richtung. Der Sturz Saddam Husseins, dem ebenfalls hitlerähnliche Züge angedichtet worden waren, hat den Irak in einen chaotischen Zustand versetzt, in dem sich auch dessen Verursacher nicht mehr zurechtfinden. Die Verdrängung der traditionell sunnitischen Eliten hat bei den Schiiten Ambitionen wachgerufen, die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten umzudrehen. Damit ist eine Situation entstanden, in der neben der amerikanischen noch eine zweite ? inoffizielle ? Besatzungsmacht ihre Herrschaft über den Irak entfaltete: die iranische. Um eine schiitische Rebellion gegen die US-Besatzung zu verhindern, müßte sich Washington eigentlich mit Teheran arrangieren. Doch es scheint sich eher die Tendenz durchzusetzen, den Iran als Middle-East-Player mit Gewalt ausschalten zu wollen.




Die USA haben aber auch die Bereitschaft erkennen lassen, sich mit dem Iran »über die Lage im Irak« zu verständigen. Das atomare »Säbelgerassel« könnte also auch den Zweck verfolgen, die iranische Führung gefügig zu machen und sie auf das amerikanische Befriedungskonzept zu verpflichten. Doch der Iran weiß um die Schwächen der Amerikaner und wird diese bis zuletzt auszureizen versuchen. Dabei wird sich noch zeigen, wer die besseren Nerven hat.

(jw)  

10.04.06 09:35
1

7336 Postings, 6899 Tage 54reabUnabhängig davon, wer gerade in den USA

oder Frankreich zum gegebenen Zeitpunkt regieren wird: Keine von beiden Administrationen wird eine Atombewaffnung des Iraks zulassen. Israel sowieso nicht. Dabei wird es keine Besetzung des Iraks geben. Es wird versucht werden, die Rüstungsanlagen aus der Luft zu zerstören. Die Art der Waffen, die dabei eingesetzt werden wird, wird im wesentlichen durch  die Schutzmaßnahmen der Rüstungsanlagen bestimmt.

Dieses müsste jedem Beobachter der politischen Szene schon seit langem klar sein. Es bedarf dazu auch keinen "Enthüllungen" von Journalisten. Logisch ist auch, dass man sich auf etwaige Eventualitäten vorbereitet und entsprechende Pläne ausarbeitet. Nicht nur in Washington, nein auch in Paris und Jerusalem. Auch die anderen Sicherheitsratmitglieder (China, Russland) werden das nicht verhindern können. Verhindern kann das nur der Iran ganz alleine.


MfG 54reab

 

10.04.06 09:38

25551 Postings, 7499 Tage Depothalbiererna, das ist ja geil.

vor einigen jahren sagte ich mal, daß wir spätestens im nächsten jahrzehnt eine atombombendetonation sehen werden, die kein test ist.

nun siehts ja fast so aus, als obs nur noch ein paar jahre dauert.
 

10.04.06 09:41
1

8584 Postings, 7534 Tage RheumaxDas Bombardieren werden sie noch hinbekommen

Aber dann brennt die ganze Region.
Wer kann das nur wollen?  

10.04.06 10:19

25551 Postings, 7499 Tage Depothalbierervielleichtr sagen sie sich: wenn ich das öl schon

nicht haben kann, werde ich es wenigstens vernichten.

läßt den wert der eigenen reserven enorm steigen....  

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