Warum es nicht so wie Griechen machen?

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neuester Beitrag: 08.07.12 16:34
eröffnet am: 07.07.12 14:34 von: Rubensrembr. Anzahl Beiträge: 34
neuester Beitrag: 08.07.12 16:34 von: potzblitzzz Leser gesamt: 869
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07.07.12 14:34
7

45677 Postings, 4892 Tage RubensrembrandtWarum es nicht so wie Griechen machen?

Die haben ihre Euros im Ausland gegen Schweizer Franken umgetauscht.
Steuern bezahlen tun anscheinend nur die, die nicht hinterziehen können.
Die Großverdiener - Reedereien - müssen sowieso keine Steuern bezahlen,
steht alles in der Verfassung, kann nicht so leicht geändert werden.

Deutsche Steuern gehen wohl bald in Zukunft verstärkt an Banken und
Griechenland & Co. Welchen Sinn hat da noch Steuerehrlichkeit? Zumindest
die Frage kann man da doch einmal stellen. Auf jeden Fall erscheint mir
Steuerhinterziehung nicht mehr als ein so schweres Delikt.

Wozu auch? Merkel belohnt die Steuerhinterzieher in Griechenland und
Italien. Es werden einfach mehr deutsche Steuergelder an Griechenland
& Co überwiesen, so löst man das Problem. Der Steuerehrliche ist der
Dumme.  
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8 Postings ausgeblendet.

07.07.12 17:41
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4343 Postings, 3797 Tage Evermore#8 potzblitzzz

Das wäre eine Rückkehr in die Steinzeit und sehr ineffizient. Geld ist grundsätzlich eine gute Erfindung.

Man könnte stattdessen ein Zahlungswesen im Ausland einführen, bei dem jeder Bürger ein privates Bankkonto in einem Drittland hat, welches mit den deutschen Behörden nicht zusammenarbeitet. Das Konto würde in einer vertrauenswürdigen Fremdwährung geführt. Alle Transaktionen könnten dort übers Internet durchgeführt werden, ohne dass der deutsche Staat etwas davon mitbekommt.

Bei solchen Gedankenspielen offenbart sich, wie das Vertrauen in den Staat zerbröckelt ist.  

07.07.12 17:58
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27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzz@Evermore, dass es steinzeitlich wäre, ist Deine

Meinung. Ich halte diese Einstellung, dass unser Geldsystem das Nonplusultra ist, für eine gelungene Gehirnwäsche.

Heutzutage ist die gute kommunikative Vernetzung von Menschen ideal, um das Tauschen wieder populär zu machen (im Gegensatz zu früheren Zeiten, als man keine Möglichkeit hatte, über den eigenen Bekanntenkreis hinaus Informationen zu sammeln).

Tauschgeschäfte sind zinslos, effizient und ökologisch wertvoll, weil besonders nachhaltig. Die Gruppe der Beteiligten muss nur groß genug sein, damit möglichst viele Dinge des Lebens abgedeckt werden können.  

07.07.12 18:39
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4343 Postings, 3797 Tage EvermoreMan muss halt beim Tauschen immer

Tauschgegenstände von passendem Wert haben, die der andere gerade brauchen kann, wenn man etwas von ihm bekommen will. Es wäre mir zu kompliziert.

Man sollte die Vorteile des Internets mMn auch beim Zahlungsverkehr nutzen, aber mit Datenschutz. Zahlungsverkehr kann heute so einfach sein wie noch nie. Was wir bräuchten wäre eine vertrauenswürdige Notenbank, wie wir sie mal hatten und laut Verfassung (88 GG) immer noch haben müssten.  

07.07.12 18:42
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27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzz@Evermore, dafür gibt es Tauschringe

mit richtigen Plattformen, wo man zeitlich unbegrenzt seine Güter oder Dienstleistungen anbieten kann. Als Gegenleistung erhält man virtuelles "Geld", das man zum Eintauschen verwenden kann. Es muss also nicht direkt ein perfekter Tausch stattfinden.

Beispiel:
Rasenmähen und sonstige Gartenpflege (2 Stunden): 2 Credits
Diese 2 Credits könnten z.B. gegen einen Flughafentransfer inklusive Abholung von einem anderen Tauscher geleistet werden.

Der Fahrer kann die 2 Credits dann wieder verwenden, um z.B. jemanden zu finden, der für seine Oma Einkäufe erledigt, usw. usf.  

07.07.12 18:44
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27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzzOder halt auch Waren dafür bekommen

Irgendwas, das er benötigt, z.B. einen Satz Original-Druckerpatronen  

07.07.12 19:34
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4343 Postings, 3797 Tage EvermoreHört sich jetzt aber doch wie ganz normales

Kaufen und Verkaufen von Waren und Dienstleistungen an...  

07.07.12 19:35
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27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzzDas Geld kann sich aber nicht selbst vermehren

Es gibt kein Kreditsystem, womit nur der Fleiß zu einer Mehrung der virtuellen Währung führen kann.  

07.07.12 19:39
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4343 Postings, 3797 Tage EvermoreWer kann denn dieses Geld erschaffen?

07.07.12 19:44
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7176 Postings, 6266 Tage Crossboy@1: Danke Rubens...

Immer, wenn mir mein Mädel nicht genug auf
den Sack geht, (und das tut sie oft genug)
hab ich ja Deine Posts...;-)  

07.07.12 22:18

27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzz@Evermore... Jeder, der eine Leistung erbringt

und keine Banken, die es verleihen oder Staaten, die es einfach verteilen.

Die virtuelle "Währung" dient eben nur dazu, um die Gegenleistung für die geleistete Arbeit zu verzögern, bis man einen passenden Gegenwert dazu gefunden hat.

Das soll richtiges Geld ja auch.  

07.07.12 22:26
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4048 Postings, 6300 Tage HeimatloserAber irgendwer muss die Credits doch verteilen?

Und der erschafft sie dann eben doch.  

07.07.12 22:31
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27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzzSzenario

Angenommen, die "Währung" heißt einfach "Sternchen"

A und B haben keine Sternchen (= 0)

A bietet eine Leistung an (1 Stunde Rasenmähen für 1 Sternchen)

B interessiert sich für die Leistung, hat aber keine Sternchen zum bezahlen

A leistet an B

Kontostand A = 1
Kontostand B = -1

Wer nur Leistungen empfängt und einen zu bestimmenden negativen Grenzkontostand überschreitet, fliegt dauerhaft als Empfänger aus dem Tauschring.  

07.07.12 22:32

27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzzSomit gibt es keine zentrale Geldschöpfung

07.07.12 22:38

27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzzHier als Ergänzung

http://www.tauschwiki.de/wiki/Geldschöpfung  

08.07.12 11:51
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4343 Postings, 3797 Tage Evermore#21 Also doch ein Kreditwesen!

08.07.12 13:59
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27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzz@Evermore... Kreditwesen?

In der vorstellten Variante schon. Aber es existiert kein Zins, wenn man ein Minus-Saldo aufweist. Man muss es einfach ableisten, um wieder Gegenleistungen zu erhalten.

Deshalb heißt es ja Tauschring. In Summe sollen die Menschen ja gleichermaßen profitieren.  

08.07.12 14:11
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4343 Postings, 3797 Tage EvermoreHmmm

Könnten also ein gieriger Banker und ein korrupter Politiker sich zusammentun und den Tauschring ausnutzen, indem der eine immer neue Dienstleistungen bietet und an den anderen scheinverkauft? Am Ende hätte sich das Konto des einen mit Geldeinheiten gefüllt, während der andere wegen Negativbetrag aus dem Tauschring geworfen wird. Dann eröffnet der Hinausgeworfene ein neues Konto unter anderem Namen und sie machen das gleiche Spiel nochmals. So können sie sich endlos Geldeinheiten erzeugen und einverleiben. Wäre fast wie in der realen Welt.  

08.07.12 14:33
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27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzz@Evermore

Was für eine Dienstleistung soll es denn sein, die man sich da andrehen lässt, und von der man dann überhaupt nichts hat?

In Tauschringe gelangt man meines Wissens nicht einfach so. Man muss schon hingehen und sich da mal persönlich vorstellen, bevor man aufgenommen wird.  

08.07.12 14:45
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4343 Postings, 3797 Tage EvermoreDer eine sagt, dass er z.B. Rasenmähen anbietet,

und der andere ruft das sofort ab (ohne dass wirklich gemäht wird). Danach hat der eine +1 und der andere -1 auf dem Konto. Dann machen sie das immer wieder, bis der eine +100 hat und der andere -100. Danach teilen sie sich die 100 untereinander auf, während die Konten mit den Negativbeträgen gesperrt werden.  

08.07.12 14:48
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27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzzWieso? Verstehe ich nicht

Warum sollte jemand, der Interesse am Tauschen hat, nicht teilnehmen wollen? Warum sollte er sich dauerhaft tief ins Minus begeben?

Du bist ein ganz schöner Pessimist.  

08.07.12 14:49
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34747 Postings, 5858 Tage Jutohört doch auf,

es gibt hoffnung:
http://m.welt.de/article.do?id=wirtschaft/...ft&li=1&emvcc=-3  

08.07.12 14:49

27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzzVor Ort will man die Person ja nur kennenlernen,

Der Rest passiert in heutigen Zeiten dann online.  

08.07.12 14:50

27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzz@Juto...

Bald werden wir es von den Arbeitgeberverbänden hören: "Wir haben in Nordkorea einen ernstzunehmenden, globalisierten Konkurrenten. Deshalb müssen wir die Lohnnebenkosten senken und können erst gar nicht mit den Gewerkschaften in Verhandlungen eintreten."  

08.07.12 16:30
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4343 Postings, 3797 Tage Evermore#29 potzblitzzz

Ich wollte zeigen, dass man das Tauschring-System womöglich austricksen kann, um an möglichst viel Geld zu kommen, wie im normalen Finanzleben auch. Ist vielleicht nicht rübergekommen...  

08.07.12 16:34
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27350 Postings, 4238 Tage potzblitzzzIch glaube nicht, dass man es leicht austricksen

kann. Man kann die anderen Teilnehmer "verschulden", wenn man selbst Leistung bringt.

Banken verschulden heutzutage die Menschen, ohne eine Leistung zu liefern. Sie sind lizensierte Monopolygewinner.  

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