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War jemand von Euch Surf 1-Kunde?

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 25.04.01 10:16
eröffnet am: 23.04.01 20:47 von: C_Drafi Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 25.04.01 10:16 von: 1Mio.? Leser gesamt: 257
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

23.04.01 20:47

145 Postings, 7598 Tage C_DrafiWar jemand von Euch Surf 1-Kunde?

Ich weiß das gehört hier eigentlich nicht hin, also bitte nicht gleich wieder aufregen.

Habe aber folgendes Problem, der bekannlich in Konkurs gegangene Provider "Silyn-tek" bzw. deren Insolvenzverwalter, ist der Meinung noch Geld von mir zu bekommen, d.h. mir wird unterstellt, es gäbe offene Forderungen aus der Zeit meiner Kundschaft. (Blödsinn)

Aufgrund des sehr unprofessionellen Briefes, der Tatsache, dass keine Telefonnummer auf dem Schreiben zu finden ist, aber die Bitte von tel. Anfragen abzusehen, die angegeben Faxnummer ist nicht die der Kanzlei sondern die der "Sylin-tek GmbH", dem allg. sehr unverständlichen Vorwurf der offenen Rechnung (das ganze lief per Lastschrift & die Forderung bezieht sich auf einen Monat mitten in der Zeit der Kundschaft) und der Tatsache, dass im Moment wohl auch falsche Rechnungen über Domainnamen im Umlauf sind (siehe PC-Welt) bin ich doch sehr skeptisch.

Es hätte mich nun interessiert, ob vielleicht auch andere Kunden ähnliche Briefe bekommen haben.

Gruß Drafi  

23.04.01 20:56

10586 Postings, 7761 Tage 1Mio.?War kein kunde aber dies hier könnte Dich

interessieren.
Gruss Mio.

Surf 1 fordert überfällige Beträge ein
Montag, den
23.04.01 19:11  

    aus dem Bereich Provider      


Viele ehemalige Surf1-Kunden erhalten nun knapp ein halbes Jahr nach dem Insolvenzantrag des Bitburger Providers eine Rechnung über fällige Beträge vom Insolvenzverwalter des Unternehmens, der Rechtsanwaltskanzlei Wunderlich. Eingefordert werden vor allem alte Grundgebühren und Gebühren aus Überzeiten, Leistungen die Surf1 erbracht hatte, die jedoch bislang nicht abgerechnet wurden.

Wir haben mit Herrn Wunderlich über die aktuelle Situation gesprochen.

onlinekosten.de: Herr Wunderlich, wie setzen sich die Beträge zusammen?
Wunderlich: Es handelt sich hierbei um Beträge, die bislang nicht über Bankeinzug oder auf anderem Weg eingezogen wurden. Sollte ein Kunde diese Beträge bereits gezahlt haben, so kann er selbstverständlich mit uns Kontakt aufnehmen und bei entsprechendem Nachweis wie Quittung oder Bankauszug ist die Sache erledigt.

onlinekosten.de: Wurden die Grundgebühren damals nicht per Bankeinzug erhoben?
Wunderlich: Nur teilweise. Einige Beträge wurden seinerzeit mangels Abrechnung durch Surf1 nicht abgebucht.

onlinekosten.de: Ist es möglich, die Beträge in Raten abzuzahlen?
Wunderlich: Grundsätzlich haben wir dies nicht vorgesehen.

onlinekosten.de: Der Brief mit den Forderungen ging an viele Leser erst Ende letzter Woche. Der Termin für die Überweisung ist der morgige Dienstag. Ist diese Frist nicht etwas kurz?
Wunderlich: In einigen Fällen scheinen sich Verzögerungen ergeben zu haben. Die Gründe hierfür konnten noch nicht abschließend geklärt werden. Für den Fall, daß die Zahlung bis Ende des Monats erfolgt, haben wir im vorliegenden Fall volles Verständnis.

onlinekosten.de: An wen sollten betroffene Lesen sich bei Rückfragen wenden?
Wunderlich: Bei Rückfragen bitten wir ausschließlich um Nachricht per Fax an die Abrechnungsabteilung der Surf1 unter der Fax-Nr.: 06561/948599. Auf diesem Weg können wir die weitere Bearbeitung sicherstellen.

onlinekosten.de: Zum Abschluß noch die Frage: Wann rechnen sie mit dem Abschluß des Insolvenzverfahrens?
Wunderlich: Darüber kann ich ihnen heute leider noch keine abschließende Auskunft geben. Ich hoffe aber, daß wir bis Mitte spätestens jedoch bis Ende des Jahres 2001 soweit sein werden.

onlinekosten.de: Herr Wunderlich, wir danken ihnen für dieses Gespräch.
(swa)


 

23.04.01 20:59

145 Postings, 7598 Tage C_DrafiNa sowas

Besten Dank!

Gruß Drafi  

25.04.01 10:16

10586 Postings, 7761 Tage 1Mio.?..

Falsche Surf1-Rechnungen - Die Schwierigkeiten des Rechtsanwalts Jörg A. Wunderlich
Dienstag, den
24.04.01 12:31  

    aus dem Bereich Provider      


Ein Kommentar von Roland Silberschmidt

Wer von uns erinnert sich nicht an den Bitburger Provider Silyn-Tek, auch Surf1 genannt? Nylis G. Renschler II, ein ehemaliger Feldwebel der amerikanischen Luftwaffe, hatte im Jahr 1999 die erste "richtige" Flatrate in Deutschland angeboten. Waren die Preise auch noch so hoch, der Zulauf an Kunden war trotzdem enorm. Denn immerhin sparten Vielsurfer, selbst bei 399 Mark, eine ganze Menge Geld. Doch Surf1 ist Geschichte. Das unrühmliche Ende der Firma hinlänglich bekannt. Viele Kunden jedoch, die sich für die Prepaid-Flatrate anmeldeten, warten noch heute auf eine Rückzahlung ihres im Voraus gezahlten Geldes.

Zwar haben die meisten Kunden bereits im letzten Jahr ihre Ansprüche dem Insolvenzverwalter gegenüber geltend gemacht, doch eine schnelle Abwicklung ist vorerst nicht in Sicht. Viele haben daher ihre Ansprüche wohl schon abgeschrieben und unter "Lehrgeld" abgebucht. Umso erstaunter reagierten viele dieser Kunden jetzt, als ihnen am vergangenen Freitag, 20.04.2001, eine Rechnung vom Insolvenzverwalter ins Haus flatterte. Regelrecht konsterniert und mit völligem Unverständnis reagierten sie darauf, hatten sie doch nach ihrer Meinung ihre Beiträge ordnungsgemäss an Surf1 gezahlt. Das dem offenbar doch nicht so war, stellten verschiedene Kunden jedoch bei nochmaliger Durchsicht der Kontounterlagen fest. Waren doch auf ihren Kontoauszügen keinerlei, oder nur fehlerhafte Abbuchungen von Surf1 verzeichnet.

Vor allem aber Prepaid-Kunden fühlen sich von dieser Rechnung vor den Kopf gestoßen. Denn sie sollten nun bis zum 24.04.2001 die gleiche Summe, die sie bereits im Voraus für 1 Jahr gezahlt hatten, noch einmal zahlen! Onlinekosten.de liegen hierzu die Aussagen mehrerer Betroffener vor, die glaubhaft machen konnten, dass sie teilweise mehrere hundert Mark von Surf1 zu erhalten haben und nicht umgekehrt. Blickt man auf die bewegte Geschichte von Surf1 zurück, so reiht sich nun dieser Fauxpas nahtlos an die Serie der früheren Pannen bei dem Bitburger Provider ein. Schon damals konnte man die Buchhaltung der Firma nur "mit viel gutem Willen" als marode bezeichnen. Schon damals waren die Hotline und auch der Service der Firma alles anderes als zufriedenstellend.

Das es nun den Anschein hat, dass der Insolvenzverwalter ins gleiche Horn blässt, mutet auf den ersten Blick doch etwas seltsam an. Bei genauerer Kenntnis des Sachverhalts kann man Herrn Wunderlich aber hier nicht wirklich einen Vorwurf machen. Er selbst ist nämlich - wie er onlinekosten.de auch in einem Gespräch mitteilte - auf die Daten aus der Buchhaltung von Surf1 angewiesen und muss auf Grundlage dieser Daten Rechnungen erstellen und verschicken. Wie bereits erwähnt, herrschten dort damals jedoch dermassen katastrophale Zustände, dass hier wohl von korrekten Daten in den meisten Fällen überhaupt nicht die Rede sein kann. Leser von Onlinekosten.de bezeichneten die Rechnungen sogar als versuchte Abzocke und unseriös. Die ersten Widersprüche gegen die Rechnungen sind bereits an den Rechtsanwalt gefaxt worden, andere wollen sogar ihren eigenen Anwalt konsultieren, um rechtliche Schritte zu prüfen.

Herr Wunderlich hat sich hier in der Tat keinen Gefallen getan, denn fast scheint es, als ob man pauschal allen ehemaligen Kunden von Surf1 eine Rechnung geschickt habe, in der Hoffnung dass man so wohl an noch ausstehende Beiträge von säumigen Zahlern kommt und damit einen Teil der Schulden der Firma abdecken kann. Auch wenn man dem Rechtsanwalt hier sicher keinen bösen Willen unterstellen kann, so war diese Aktion doch mehr als nur ungeschickt und dürfte ihm eine Menge schlechter Publicity einbringen. Betroffenen Kunden kann man nur raten, die gezahlten Beiträge an Surf1 genaustens zu prüfen und gegebenenfalls Widerspruch gegen die Rechnung einzulegen.
(rsi)


 

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