WOCHENAUSBLICK: Keine Sprünge beim DAX

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eröffnet am: 01.05.05 10:48 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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WOCHENAUSBLICK: Keine Sprünge beim DAX - US-Konjunkturdaten geben den Ton an
 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt wird es wohl auch in der neuen Börsenwoche keine klare Tendenz geben. "Am wahrscheinlichsten ist eine Fortsetzung der nervösen, eher seitwärts gerichteten Tendenz", heißt es etwa bei der Commerzbank. Viele Marktteilnehmer dürften die derzeitige Unsicherheit abwarten und sich mit Engagements weiter zurückhalten. Jedoch spreche die günstige Bewertung grundsätzlich für Aktien.


Optimistischer ist die Bankgesellschaft Berlin. Das Geldinstitut rechnet "schon bald mit einer durchgreifenden Stabilisierung der Märkte". Es sei nicht auszuschließen, dass die Kurse demnächst an die Jahreshöchststände vorrücken. Die Experten von HelabaTrust sehen dagegen beim DAX das bisherige Jahrestief von 4.157 Zählern als wichtige Marke. Sollte der Index diese unterschreiten, dürfte sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigen. Umgekehrt gebe es beim Überschreiten von 4.266 Zählern "Luft nach oben".


Das Börsengeschehen ist derzeit durch eine Art Pattsituation geprägt. Auf der einen Seite drückt die Furcht vor einer Abschwächung der Konjunktur in den USA und auch Deutschland auf die Stimmung. Andererseits gaben der wieder leicht gefallene Ölpreis sowie viele unerwartet gute Unternehmensbilanzen den Aktienmärkten einen gewissen Halt.


Deshalb werden Börsianer vor allem US-Konjunkturindikatoren unter die Lupe nehmen. So lassen die US-Arbeitsmarktdaten für April sowie die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor wichtige Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft zu. Viele Börsianer warten zudem gespannt auf die Sitzung der Notenbank Fed. Eine Leitzinsanhebung um 0,25 Punkte auf 3,00 Prozent gilt als sicher, wichtiger sind jedoch die Ausführungen zu der US-Konjunktur und der weiteren Zinspolitik.


Neben den Konjunkturdaten wird in Deutschland die anhaltende Flut von Bilanzen die Kurse bewegen. Ein Höhepunkt ist am Montag die Deutsche Börse AG
DB1.ETR. Dabei rückt das erwartete Rekordquartal in den Hintergrund - Marktteilnehmer interessieren vor allem Aussagen zu weiteren Kapitalausschüttungen und zur strukturellen Ausrichtung. Sollten die Anteilseigner finanzielle Zusagen für zu niedrig halten, schließen Analysten eine Abwahl von Aufsichtsratschef Rolf Breuer auf der Hauptversammlung (25. Mai) nicht aus. In diesem Fall müsste wohl auch Börsen-Chef Werner Seifert seinen Hut nehmen.


Auch bei der Bilanzvorlage von adidas-Salomon 
stehen nicht die Zahlen im Mittelpunkt. Wichtiger sind Informationen zur Entwicklung des Auftragsbestandes und mögliche Einzelheiten zum geplanten Aktienrückkauf. Generell dürfte Europas größter Sportartikelkonzern erfolgreich ins Jahr gestartet sein.
Aus dem DAX berichten unter anderem noch Deutschlands führender Einzelhändler METRO
, der Konsumgüterkonzern Henkel, der Autozulieferer Continental, die Commerzbank, die HypoVereinsbank  und BMW über das abgelaufene Quartal.
Zahlen legt auch die im MDAX gelistete Postbank 
vor. Die Bonner haben Analysten zufolge im ersten Quartal einen Überschuss von 109 Millionen Euro erzielt. Unter den mittelgroßen Werten berichten auch der Finanzdienstleister MPC Capital, der Autozulieferer Leoni und HeidelbergCement.


Neben Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten wird auch die Börsenpsychologie eine Rolle spielen. Einige Anleger könnten das Motto "Sell in May and go away" befolgen. Dieser Börsenweisheit zufolge sollen Aktien im Mai verkauft werden. Nach einem oft fulminanten Start ins Jahr legen die Märkte ab Mai zumeist eine Verschnaufpause ein. Der DAX liegt nach seinem Kursrutsch im April derzeit aber schon unter dem Niveau vom Januar.

Gruß Moya

 

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