WOCHENAUSBLICK: DAX weiter im Bann des Ölpreises

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eröffnet am: 30.05.04 18:59 von: moya Anzahl Beiträge: 1
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WOCHENAUSBLICK: DAX weiter im Bann des Ölpreises - Warten auf OPEC-Treffen

Im Bann des Rohölpreises wird der deutsche Aktienindex DAX Börsenexperten zufolge auch in der kommenden Woche keine großen Sprünge wagen. Kaum etwas wird die Aufmerksamkeit der Investoren so stark fesseln wie das Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) am Donnerstag.

"Die Handelswoche beginnt am Pfingstmontag mit einem Feiertag und es stehen kaum Unternehmensdaten an. Das wird wohl eine ruhige Woche", sagte Aktienhändler Oliver Opgen-Rhein von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Da am Montag die US-Börsen wegen eines Feiertages geschlossen bleiben, fehlen dem deutschen Markt kurstreibende Impulse aus den USA. Erst im Wochenverlauf dürfte eine "Flut von US-Konjunkturdaten" das Interesse der Investoren wecken.

Die OPEC-Länder treffen sich am 3. Juni in Beirut, um über einen Vorschlag Saudi-Arabien über eine Produktionserhöhung von mehr als zwei Millionen Barrel abzustimmen. Während Saudi-Arabien auf eine starke OPEC-Quotenerhöhung dringt und seine eigene Förderung im Alleingang kräftig erhöhen will, sind andere OPEC-Mitglieder wie Venezuela und Nigeria eher zurückhaltend. "Angesichts der weltweiten Rekordnachfrage nach Erdölprodukten und des Preishochs, stehen die elf Mitgliedstaaten unter massivem politischem Druck", sagte Christian Schmidt, Aktienmarktstratege bei der Helaba.

Die Industrieländer dringen auf eine kräftige Produktionsaufstockung der OPEC, damit überzogene Ölpreise sich nicht als Bremse für die Weltkonjunktur auswirken. Einige Ölmarktfachleute halten einen Rückgang der Rohölpreise auf 35 Dollar bis 38 Dollar je Barrel für denkbar, falls die OPEC tatsächlich die Förderquote stark anheben sollte. In der vergangenen Woche schwankte der Preis zwischen 35,95 bis 38,20 Dollar je Barrel.

An der Frankfurter Börse könnten zudem Neuigkeiten über den Börsengang der Postbank für Aufsehen sorgen. Die Bewertung der Deutschen Post-Tochter DPW.ETR kurz vor ihrem deren Börsengang war bereits Ende der vergangenen Woche sehen in die Schlagzeilen geraten. "Die Bewertung der Erstemission wird in jedem Fall spannend", sagte ein Händler. Einem Pressebericht zufolge schätzt die Deutsche Bank den Marktwert der Postbank in einem internen Bank-Papier auf lediglich 4,4 bis 5,3 Milliarden Euro. Analysten verschiedener Banken hatten die Postbank dagegen auf rund 6 Milliarden Euro geschätzt. Die Post will die Preisspanne am 6. Juni bekannt geben, der Börsengang ist für den 21. Juni geplant. Die Postbank-Aktie soll Berichten zufolge voraussichtlich mindestens 35 Euro kosten.

Nach Veröffentlichung von Eckdaten zur Quartalsbilanz der Münchener Rück MUV2.ETR wird der weltgrößte Rückversicherer am Donnerstag die endgültigen Zahlen des ersten Quartals vorlegen. Das Unternehmen stellte seinen Aktionären für 2004 bereits einen Rekordgewinn in Aussicht. "Die Ergebniswende ist eingeleitet. Wir sind bereits gut unterwegs, aber es bleibt auch noch viel zu tun", sagte der neue Vorstandschef Nikolaus von Bomhard. Bei der erwarteten Konsolidierung in der Bankenlandschaft zeigt sich das Unternehmen weiter abwartend, will aber bei möglichen Veränderungen mit am Tisch sitzen.
 

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