Volker, hör' die Signale!

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eröffnet am: 14.10.07 01:41 von: LarsvomMars Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 14.10.07 02:19 von: alzheimer1 Leser gesamt: 555
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5671 Postings, 5234 Tage LarsvomMarsVolker, hör' die Signale!

Ex-Pauli-Keeper schwört auf Beate-Uhse-Puppen

Früher war Volker Ippig bei St. Pauli ein gefeierter Querdenker. Mit 29 musste der Torwart wegen einer Rückenverletzung seine Karriere beenden. Heute trimmt er die Torhüter des VfL Wolfsburg auf Vordermann – und schreckt dabei vor ungewöhnlichen Hilfsmitteln nicht zurück.       Foto: dpa Verdammt lang her: Volker Ippig vor sechs Jahren als Torhütertrainer des FC St. Pauli <!-- Start Ad-Tag --><!-- begin ad tag  (tile=4) -->  <a href="http://ad.de.doubleclick.net/jump/Welt/sport;tile=4;sz=468x60;ord=1191967193357?" target="_blank"><img src="http://ad.de.doubleclick.net/ad/Welt/sport;tile=4;sz=468x60;ord=1191967193357?" width="468" height="60" border="0" alt="" /> <!-- End ad tag --><!-- End Ad-Tag -->   Natürlich kommt er heute nicht mehr mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wär’ ja noch    schöner. 275 Kilometer von Lensahn, Ost-Schleswig-Holstein bis nach    Wolfsburg, Volkswagen-Stadt. Volker Ippig (44) fährt mittlerweile Auto, VW    Sharan, den neuen Arbeitgeber wird’s freuen. So hat er Platz für all den    Krempel, den ein freischaffender Torwarttrainer so braucht. Medizinbälle,    wie eh und je, oder die Netzrückprallwand, die ist neu, verschafft dem Ball    eine konstantere Flugbahn. Nicht seine Erfindung, aber seine Idee der    Umsetzung: Gummipuppen aus dem Hause Beate Uhse, die dienen ihm als    Abwehrspieler, aber gleich auch als Beispiel. Schon schrieb die „taz“, er    stelle Erotikpuppen auf den Fußballplatz.Jaja, dem Ippig ist halt alles zuzutrauen, sagt der Ippig. Dabei habe er    beim Flensburger Versand, dem ein gewisses Knowhow in Sachen Gummi und    Puppen nicht abzusprechen ist, doch nur die wohl aufblasbare, aber    jugendfreie Variante bestellt. Schließlich übt er auch mit Kindern, außerdem    sind die gängigen Beate-Uhse-Modelle nicht eben auf Abwehrverhalten    ausgelegt.

Ein Platz in der Schublade

Aber er kennt das ja. Einmal Sonderling, immer Sonderling. Aus der Schublade    ist schwer rauskommen. „Ein Konglomerat aus Dichtung und Wahrheit“ ranke    sich um ihn, er hat „mit den Mythen“ zu leben gelernt. „Und es ist nicht    meine Aufgabe, richtig und falsch auseinander zu dröseln.“ Aber jetzt ist er    ein seriöser Geschäftsmann, als Dienstleister auf dem freien Markt, da muss    er ein bisschen aufpassen. Zumal sein neuer, sein allerbester Kunde für    Sperenzchen nicht zu haben ist: Dreimal die Woche trainiert Ippig seit    August die Torhüter des VfL Wolfsburg. Ohne Vertrag. Auf Honorarbasis.    „Damit hat der Verein keine Risiken, aber alle Chancen. Wenn man mit mir    nicht zufrieden ist, bin ich sofort weg.“Volker Ippig, die Älteren und politisch Interessierten werden sich erinnern,    war selbst einmal Torwart. Bestritt mit dem FC St. Pauli zwischen 1986 und    1992 insgesamt 65 Spiele in der Bundesliga und 35 in der Zweiten Liga. Im    Kultklub vom Millerntor war Ippig die Ikone, der Kult in Person. Von den    einen verehrt, von den anderen belächelt, von den wenigsten verstanden. Die    Kollegen nannten ihn hinter vorgehaltener Hand „den Gestörten“, was    reichlich intolerant aber kein Wunder war. Die Fans feierten den politischen    Linksaußen mit einem eigenen Trikot, Aufschrift: „Volker hör’ die Signale.“

Die Skepsis von Simon Jentzsch ist gewichen

Die Liga lächelte milde über den Außenseiter, er tat ja keinem weh. Und    trotzdem hat Ippig noch heute, zum Amtsantritt, beim Wolfsburger Torwart    Simon Jentzsch eine deutliche Portion Skepsis gespürt. Zumal dieser bis dato    gut und gerne vom festangestellten Torwarttrainer Jörg Hoßbach betreut    wurde, der nun in der Jugendabteilung weitermacht. Ippig: „Aber jetzt ist    Woche fünf, und die Skepsis ist gewichen.“Ippig hat sogar Verständnis für jeden schrägen Blick. Seine Biografie, das    gibt er zu, habe durchaus Brüche. Dass er konsequent mit dem Fahrrad zum    Training kam, wurde von der Kollegen Porschefahrern in der Liga noch    belächelt. Doch seine Nähe zur linksautonomen Szene ging vielen in der    erzkonservativen Bundesliga schon zu weit. St. Pauli-Chef Otto Paulick holte    ihn mit 17 Jahren aus Lensahn, ließ ihn in seiner feinen Villa an der    Elbchaussee wohnen, ehe Ippig mit den Hausbesetzern an der Hafentrasse    sympathisierte, dort einzog, „pennerhaft“ lebte, jedenfalls nicht wie ein    Profi. Ippig unterbrach seine Karriere, zog für ein halbes Jahr nach    Nicaragua, wohnte kärglich in einer Holzhütte, kümmerte sich um den Aufbau    eines Gesundheitszentrums. Wieder in Hamburg setzte er seine Ausbildung als    Heilpraktiker fort, außerdem die Mythenbildung und schließlich seine    Karriere, bezeichnete sich aber gleichzeitig als „nicht mehr integrierbar.“

Damals nicht genug in ein Comeback investiert

Nach einer Rückenverletzung beendete Ippig mit 29 seine Karriere. Im    Nachklapp die falsche Entscheidung, sagt er heute. „Ich habe damals nicht    genug in meine Gesundheit und ein Comeback investiert.“ Aber wer macht schon    keine Fehler, und die Erfahrung predigt er auch seinen Torhütern: „Wenn du    nur daran arbeitest, was du schon kannst, kommst du niemals weiter.“ Später    wurde er noch Jugendtrainer in St. Pauli und dann selbstständig, als der    Kultklub dem Kultkeeper betriebsbedingt kündigte.

Ippig gründete die erste, die eigene mobile Torwartschule. Macht    Fortbildungen, Lehrgänge im Verband, gibt jugendlichen Torhütern    Privatunterricht, trainiert nebenbei auch noch den Heimatklub TSV Lensahn.    „Ich bin bis unter die Hutkrempe mit Fußball voll“, sagt er. Das    Bundesliga-Comeback soll daran nichts ändern. Für 90 Euro ist er auch heute    noch für anderthalb Stunden zu haben. Es ist anzunehmen, dass Wolfsburg    einen deutlichen Aufschlag zahlt, dort wirkt im übrigen neben Felix Magath    Bernd Hollerbach, mit dem Ippig in St.Pauli spielte, zuletzt in Lübeck    arbeitete, der ihn in die Bundesliga zurückholte.
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14.10.07 01:58

800 Postings, 5117 Tage alzheimer1volker schaut grad tv

pro7 glaub ich  

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