Völler beschäftigt die Massen!

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neuester Beitrag: 24.06.04 19:51
eröffnet am: 24.06.04 13:17 von: Parocorp Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 24.06.04 19:51 von: kiiwii Leser gesamt: 421
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24.06.04 13:17

13786 Postings, 8023 Tage ParocorpVöller beschäftigt die Massen!

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24.06.04 13:53

25951 Postings, 7392 Tage Pichelbin ich endlich mal wieder mal oben dabei ;-)

Gruß Pichel ariva.de  

24.06.04 19:51

129861 Postings, 6520 Tage kiiwiiDie Hand Gottes: Rudi muss Kanzler werden

Die Hand Gottes: Rudi muss Kanzler werden

Von Axel Kintzinger

Wir haben uns von dem Schock des deutschen Ausscheidens und seiner spektakulären personellen Folge zwar noch nicht richtig erholt. Aber weil dieser Zeitung wichtig ist, was wichtig wird, kommen wir schon heute um eine Frage nicht herum.


Was soll Rudi Völler, er ist ja erst 44 Jahre jung, jetzt eigentlich mit seinem Leben anfangen?

Der übliche Weg wäre, nach einer gewissen Schon- oder Schamfrist, Trainer eines Bundesliga-Vereins zu werden. Nur: Bei Werder Bremen, wo er große Erfolge feierte, erfreut man sich derzeit an Thomas Schaaf. Und in Leverkusen, wo er seine Karriere ausklingen ließ, Sportdirektor wurde und zum DFB wegbefördert wurde, reüssiert momentan Klaus Augenthaler. Der FC Bayern hat justament Felix Magath verpflichtet, der dort am Montag mit dem Training beginnt. Und überhaupt: Völler darf gar nicht nur für einen Verein arbeiten, denn er ist schließlich Ruuuuudi Nationale, deutsches Allgemeingut also, der für keinen Klub Partei ergreifen darf.

Einem wie Rudi stehen ganz andere Türen öffnen.

Er könnte in die Wirtschaft wechseln - aber stopp: Deutschlands Konzerne sind von ihrem Führungspersonal her leider nur Landesliga, da passt so ein internationaler Champion gar nicht hin. Man stelle sich vor, Mehdorn oder Ackermann dürften Völler auf gleicher Augenhöhe begegnen. Nein, das stelle man sich lieber nicht vor.

Rudi muss Kanzler werden!

Bliebe die Politik. Da gibt es Bedarf! Ganz oben.

Zwar ist dort keine Stelle vakant, aber das ist schnell zu ändern. Gerhard Schröder, Teamchef einer ähnlich desolaten Mannschaft namens Bundesregierung, ist ausgebrannt. Weiß nicht mehr weiter, hat keinen Rückhalt mehr nirgendwo und eine Perspektive sowieso nicht. Der Mann klebt nur noch am Amt, weil es niemanden gibt, der den Job machen könnte.

Völler, der als DFB-Teamchef Jahre lang zweitwichtigster Deutscher nach dem Kanzler war, kennt sich aus mit heraus gehobenen Positionen. Er macht den Ball rein, wo Schröder vertändelt. Er hat nicht nur in Deutschland gespielt wie Schröder (TUS Talle), sondern auch beim AS Rom und Olympic Marseille. Er kann mega-sympathisch mit den Augen zwinkern, färbt sich garantiert nicht die Haare und überhaupt haben ihn alle lieb: Alte, Junge, Frauen, Männer.

Zuletzt hat Völler sogar bewiesen, wie man zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Worten und aus den richtigen Gründen zurücktritt. Es gibt keine Alternative: Rudi muss Kanzler werden!

© 2004 Financial Times Deutschland , © Illustrationen:  AFP, AP  

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