Unternehmensnachfolge - Gute Planung wichtig

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eröffnet am: 28.04.05 12:54 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 1
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24466 Postings, 6063 Tage EinsamerSamariterUnternehmensnachfolge - Gute Planung wichtig

Gute Planung wichtig

Unternehmensnachfolge - Gute Planung wichtig

Der Weg in die Selbstständigkeit ist steinig. Da scheint es verlockend, ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen. Doch nicht jeder ist für die Unternehmensübernahme geeignet.

Experten empfehlen, die Übernahme gründlich zu planen. Neben der Regelung von rechtlichen, finanziellen und steuerlichen Aspekten ist vor allem eine geordnete Übergabe unerlässlich.

Rund 71 000 Unternehmer suchen nach Angaben des Institutes für Mittelstandsforschung in Bonn Jahr für Jahr einen Nachfolger. 5900 Firmen müssen den Angaben zufolge jedes Jahr schließen, weil kein Nachfolger gefunden wird. 680 000 Arbeitsplätze sind deswegen bedroht. Dabei wird den Angaben zufolge der Anteil der Unternehmen, die an externe Nachfolger übergeben werden, steigen.

"Man sollte nicht glauben, dass man sich als Nachfolger ins gemachte Nest setzt", sagt Jörn Schüßler, Mittelstandsexperte bei der Industrie-und Handelskammer Hamburg. Anders als bei einer Existenzgründung könne man nicht langsam starten: "Es ist, als wenn man in ein fahrendes Auto einsteigt." Auch für Birgit Felden, Vorstandssprecherin der Kölner TMS Unternehmensberatung AG, muss ein Unternehmensnachfolger ganz andere Voraussetzungen mitbringen als ein Existenzgründer: "Man braucht viel Toleranz, um sich in die gegebenen Strukturen eines Unternehmens einzufügen."

Wer sich für die Unternehmensnachfolge geeignet fühlt, kann sich auf die Suche nach einer geeigneten Firma begeben. Dazu gibt es im Internet inzwischen Informationsbörsen etwa unter www.nexxt.org und www.change-online.de. Spätestens wenn das geeignete Unternehmen gefunden ist, sollte sich der Unternehmer in spe Gedanken über die geeignete Finanzierung machen. Dazu bietet die staatliche KfW-Mittelstandsbank in Frankfurt spezielle Darlehen an. 57 Prozent der Unternehmen werden der KfW zufolge für weniger als eine Million Euro verkauft. Weitere 31 Prozent wechseln für ein bis fünf Millionen Euro den Besitzer. Allerdings ist dabei immer eine Eigenkapitalquote von mindestens 15 Prozent erforderlich, wie Beraterin Felden erklärt.

Der Betrieb muss vor der Übernahme auf Herz und Nieren geprüft werden. Bei den Verhandlungen sollten Experten eingeschaltet werden, die die komplexe Materie besser einschätzen können. Neben Steuerberatern können auch Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer oder Unternehmensberater Hilfestellung leisten. Auch die Industrie- und Handels- sowie die Handwerkskammern helfen.

Sind alle Fragen, auch die Übernahmemodalitäten, geklärt, ist eine geordnete Übergabe des Unternehmens wichtig für den künftigen Erfolg: "Es sollte vertraglich geregelt sein, dass der bisherige Inhaber für eine Übergangszeit zur Verfügung steht", erklärt Jörn Schüßler. Allerdings dürfe diese Übergangsphase nicht zu lange dauern. "Es muss genau festgelegt sein, wann der Nachfolger das Sagen hat."

Quelle: n-tv.de

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