Uiihh - jetzt wird aber heftig nachgeharkt....

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neuester Beitrag: 25.06.04 18:48
eröffnet am: 25.06.04 18:24 von: Karlchen_I Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 25.06.04 18:48 von: ecki Leser gesamt: 309
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25.06.04 18:24

21799 Postings, 7966 Tage Karlchen_IUiihh - jetzt wird aber heftig nachgeharkt....

Insbesondere von Bierhoff - wobei der wohl allerdings nich so falsch liegt.

 

Bundesliga-Vertreter kritisieren DFB

Von Oliver Hartmann und Jens Mende, dpa


 

Almancil (dpa) - Nach dem EM-Scheitern in Portugal und dem Rücktritt von Teamchef Rudi Völler werden aus der Bundesliga immer mehr Stimmen laut, die radikale Veränderungen im Deutschen Fußball-Bund (DFB) fordern.

«Nicht Völler, sondern die DFB-Führungsspitze muss sich fragen, ob sie nicht besser ausgetauscht worden wäre», wetterte der Trainer des VfL Bochum, Peter Neururer. Er könne sich «nur an den Kopf fassen, wenn man wie Mayer-Vorfelder keine zehn Minuten nach der Verkündung des Rücktritts schon drauflos plaudert, wer als Nachfolger in Frage käme», kritisierte Neururer in der Zeitung «Die Welt» in erster Linie den DFB-Präsidenten.

«Beim DFB muss sich was ändern», plädierte auch der Manager des VfL Wolfsburg, Peter Pander, für Konsequenzen. Klaus Toppmöller, Trainer des Hamburger SV, wirft dem Verband vor, er habe die vorigen zwei Jahre seit dem Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft verschlafen. Toppmöller: «Da habe ich gefordert, dass es einen Umbruch geben muss. Damals hat man mich öffentlich durch den Kakao gezogen.»

Einen Tag nach Völlers Rücktritt mischten sich in das weiterhin große Bedauern über den Schritt auch erste Zweifel am fußballerischen Sachverstand des 44-Jährigen, unter anderem von Oliver Bierhoff. Der ehemalige Kapitän der Nationalmannschaft attestierte Völler zwar einen hohen Sympathiewert und die richtige personelle Auswahl für die EM. «Dennoch muss nach den vier Jahren seiner Tätigkeit festgestellt werden, dass bei dieser Mannschaft kein richtiges System, kein klares Konzept zu erkennen ist», kritisierte er in einer «Welt»-Kolumne. Auch bei der EM habe der Teamchef permanent Formation und System verändert: «Hieran ist zu erkennen, dass Völler kein gelernter Trainier ist, keine wirkliche Erfahrung in diesem Job hat. Dies muss man ihm vorhalten.»

Unterstützt wird der Schütze zum Golden Goal bei der EM 1996 von Arminia Bielefelds Trainer Uwe Rapolder. «Rudi Völler hätte an seiner Seite einfach einen Fachmann mit mehr Kompetenz und Erfahrung haben müssen. Er war sicher nicht gut beraten, in drei Spielen der EM mit drei verschiedenen Systemen zu spielen. So wächst keine Elf der Welt zusammen», erklärte er in der «Heilbronner Stimme» und übte damit harsche Kritik an Bundestrainer und Völler-Assistent Michael Skibbe.

Eine ganz andere These vertritt der neue Trainer des FC Bayern München, Felix Magath. «Was sich seit vielen Jahren im deutschen Fußball abspielt, ist für mich ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wir fühlen uns immer noch als die Größten, wir sind es aber längst nicht mehr», meinte er in einer Kolumne für das «Hamburger Abendblatt». Und fügte hinzu: «Wir sind in vielen Punkten Lehrlinge, wollen aber nicht mehr lernen.»

Die internationale Presse traut der deutschen Mannschaft ungeachtet des Trainerwechsels im Hinblick auf die WM 2006 wenig zu. «Deutschland seufzt und seufzt. Der Vize-Weltmeister ist in der EM- Vorrunde ausgeschieden, und die Fußball-Nation seufzt bloß resigniert. Wer noch das Bild des selbstgerechten stolzen Deutschen im Kopf hat, war schon länger nicht mehr im Land unterwegs», meinte der in der Schweiz erscheinende «Tages-Anzeiger». Das spanische Blatt «Sport» urteilte: «Das Problem der Deutschen liegt jenseits der Fähigkeit ihrer technischen Führung in der Seele der Spieler. Die neue Generation hat ein geringes Profil mit Ausnahme Ballacks, der sich aber allein inmitten der Mittelmäßigkeit befindet.»


 


erschienen am 25.06.2004 um 15:52 Uhr
© WELT.de


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25.06.04 18:39

103337 Postings, 7862 Tage KatjuschaKomisch

Ich finde das an allen Äußerungen ein hohes Maß an Wahrheit enthalten ist! Kann sowohl Bierhoff und Rapolda als auch Magath und die internationalen Stimmen nachvollziehen!

Vor allem muss aber wirklich im DFB endlich mal etwas geändert werden! Nur ein Beschluss über ein paar Fußball-Internate bringt überhaupt nichts! Letztens hab ich von irgendwem gehört, das man einfach festlegen könnte, das man einen gewissen Anteil von deutschen Spielern (oder sogar jungen Spielern) in der Elf aller Bundesligisten festschreiben müsste!

Das hört sich im ersten Moment für die ChampionsLeague-Teilnehmer übel an, weil sie ständigem Wettbewerbsdruck ausgesetzt sind, aber in der Bundesliga ist die Chance ja für alle gleich! Also braucht sich niemand beschweren! Vielleicht könnte man ja eine Sonderregelung für die internationalen Wettbewerbe aushandeln, aber grundsätzlich finde ich die Idee (zwar auch schon alt) sinnvoll! Einfach per Gesetz für jeden festschreiben, und schon kann sich niemand über Wettbewerbsverzerrung beschweren!  

25.06.04 18:48

51341 Postings, 7763 Tage eckiGenau, ein paar Quotendeutsche in die Mannschaft.

Aber nicht das dann so blöde Wechselfehler passieren....

Ein großer Unterschied zur internationalen Konkurrenz ist aber doch die Einbürgerungspolitik der Vergangenheit. Schaut euch die Mannschaften von Holland, England oder Frankreich an.

Manche der aktuellen tschechischen, kroatischen oder Türkischen Nationalspieler wären bei vergleichbarer Praxis eben auch Kandidaten für die deutwsche Mannschaft gewesen.

Neulich beim Spiel Frankreich gegen Brasilien waren mehr schwarze Franzosen als Brasis auf dem Feld. Hahaha.

Und Fußball ist offensichtlich ein Sport, der besser von erfolgshungrigen kids gespielt wird, die darin ihre Chance auf Anerkennung und persönlichen Aufstieg sehen.

Unsere Gameboyjunkies und SMS-freaks werden keine Fußballgenies.

Grüße
ecki  

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