US-Konjunkturdaten belasten Dax

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eröffnet am: 27.04.05 15:23 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 1
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24466 Postings, 6061 Tage EinsamerSamariterUS-Konjunkturdaten belasten Dax

Siemens und MAN schwach

US-Konjunkturdaten belasten Dax

Der überraschend deutliche Rückgang beim US-Auftragseingang langlebiger Güter schickt den Dax am Mittwoch weiter auf Talfahrt. Der Index verliert um 14.43 Uhr MESZ 1,5% bzw 64 auf 4.170 Punkte, nachdem er unmittelbar nach der Veröffentlichung bei 4.164 Zählern ein neues Tagestief markiert hatte.

vwd FRANKFURT. Vor der Bekanntgabe der Daten lag er bei 4.180 Zählern. Als ?fürchterlich? bezeichnet ein Händler die Daten für März. Es sei nicht nur der Ordereingang entgegen der Erwartung gefallen, auch sei der Vormonat noch von positiv auf negativ im Vorzeichen revidiert worden. ?Die einzige Hoffnung liegt da drin, dass die Daten extrem volatil sind?, sagt der Händler.

Die Auftragseingänge waren im März überraschend um 2,8% gefallen anstelle eines erwarteten Anstiegs von 0,3%. Damit wurde der stärkste Rückgang in mehr als drei Jahren registriert. Der Februar wurde revidiert auf -0,2% nach zuvor vermeldeten +0,5% revidiert.

?Die bislang schwache Quartalsentwicklung der Unternehmen trübt das Stimmungsbild der Anleger sehr stark ein. Für die Investoren besteht derzeit kein Anlass, sich am Aktienmarkt stärker zu engagieren?, sagte Heinz-Bernd Schmitz, Händler bei der NordLB. ?Siemens gibt die Richtung vor, und die zeigt nach unten?, ergänzte ein Händler. Seiner Ansicht nach steckt der Dax in einer Konsolidierungsphase von 4175 bis 4225 Punkten fest.

?Konjunkturell sehe ich keine Nachrichten, die eine Trendumkehr einläuten?, sagte Schmitz mit Blick auf die zuletzt schwachen Konjunkturdaten beiderseits des Atlantiks.

Mit Kursverlusten von zwei Prozent auf 57 Euro zählten die Siemens-Aktien zu den größten Dax-Verlierern. Für Verstimmung bei den Börsianern sorgte der Industriekonzern vor allem mit der enttäuschenden Entwicklung in der Problemsparte Kommunikation. ?Das Augenmerk richtet sich auf die Kommunikationssparte. Da haben sich die schlechten Erwartungen bestätigt?, sagte Oliver Drebing, Analyst bei SES Research. LRP-Analyst Thomas Hofmann sieht die angekündigte Ausgliederung der Handy-Sparte als ersten deutlichen Schritt in Richtung einer Trennung. ?Per saldo fiel der Quartalsbericht enttäuschend aus. Kaum zeichnet sich eine Lösung bei den Handys ab, liefert das Segment Siemens Business Services schwache Zahlen?, fällt Hofmanns Fazit aus.

Ihre Vortagesverluste bauten die Papiere von Infineon aus, die 2,3 Prozent auf 6,76 Euro abrutschten. ?Wir sehen noch die Nachwirkungen der enttäuschenden Geschäftszahlen vom Vortag?, sagte ein Händler. ?Zudem war die Geschäftsentwicklung bei STMicroelectronics ebenfalls alles andere als rosig. Das zeigt, dass es in der Halbleiterbranche derzeit einfach nicht läuft?, ergänzte er. Der harte Preiswettbewerb auf den Chipmärkten hat beiden Unternehmen Verluste im abgelaufenen Quartal beschert.

Enttäuschende Geschäftszahlen des schwedischen Konkurrenten Scania setzten die Aktien von MAN unter Druck. Die Titel des Münchener Maschinen- und Lkw-Herstellers gaben zeitweise um 4,7 Prozent auf 32,82 Euro nach. ?Das schwächer als erwartet ausgefallene erste Quartal von Scania und deren enttäuschender Ausblick ziehen MAN nach unten?, sagte ein Händler.

Auf der Verliererliste im Dax standen auch die Titel der Deutschen Telekom. Die T-Aktien notierten nach der Hauptversammlung 4,2 Prozent oder 65 Cent niedriger. Bei Herausrechnung des Dividendenabschlags von 62 Cent pendelte die Aktie um ihren Schlusskurs vom Vortag.

Zu den wenigen Gewinnern im Dax zählten mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 121,22 Euro die Aktien des Sportartikelherstellers Adidas-Salomon. Auch die Pharmawerte Schering und Altana legten leicht zu.

Bei den Nebenwerten im MDax gewannen die Aktien von Wincor Nixdorf 0,5 Prozent auf 63,80 Euro. ?Die Wincor-Zahlen waren ordentlich und lagen etwas über den Erwartungen?, kommentierte Alfred Kaiser, Marktanalyst beim Brokerhaus MWB, die Geschäftsentwicklung des Herstellers von Geldautomaten und Kassensystemen im ersten Halbjahr 2004/05.

Deutlich nach unten ging es auch für die MAN-Aktien, die um 4,70 % auf 32,82 ? verloren. ?Grund für die Verluste sind die schwachen Zahlen des skandinavische Konkurrenten Scania?, sagte ein Händler. Zudem sei bei 34 ? eine wichtige charttechnische Unterstützung gefallen, was die Abwärtsbewegung noch beschleunigt habe.

Quelle: HANDELSBLATT, Mittwoch, 27. April 2005, 14:56 Uhr

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