UMTS-Autktion: frische Reuters-Meldung:

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Analysten - UMTS-Auktion könnte in dieser Woche enden  


Datum: 13.08.2000 12:36  
 
Mainz, 13. Aug (Reuters) - Die Auktion der deutschen UMTS-Mobilfunklizenzen geht am Montag in die entscheidende Phase. Analysten erwarten, dass nach dem Ausstieg von Debitel/Swisscom am vergangenen Freitag das Bieterkonsortium 3G als nächstes ausscheiden und die Versteigerung dann bereits Mitte der Woche beendet sein könnte. Fünf der ursprünglich sieben Bieter könnten dann einen Lizenz erhalten. Wie die Welt am Sonntag (WamS) berichtet, erwarten Experten zum Ende der Auktion Einnahmen für das Bundesfinanzministerium von bis zu 80 Milliarden DM. Die sechs verbliebenen Bieter hatten zuletzt für die zwölf Frequenzblöcke Gebote für insgesamt gut 63 Milliarden DM abgegeben.

Um die UMTS-Lizenzen (Universal Mobile Telecommunications System) bieten noch D-1 Telekom (Details,Chart) , D-2 Mannesmann (Details,Chart) , E-Plus (Details,Chart) (Details,Chart) (Details,Chart) (Details,Chart) , Viag Interkom (Details,Chart) sowie das Konsortium aus France Telecom (Details,Chart) und Mobilcom (Details,Chart) und das Konsortium 3G, dem Sonera (Details,Chart) und Telefonica (Details,Chart) angehören. Am Freitag war mit dem Konsortium von Debitel (Details,Chart) und Swisscom (Details,Chart) die erste Bietergruppe aus der Versteigerung ausgestiegen.

Wie schnell die Auktion beendet wird, hängt Analysten zufolge unter anderem davon ab, ob die Auktionsregeln abgeändert werden. Bisher müssen die Gebote in jeder Runde pro Lizenzblock um zehn Prozent erhöht werden. Dadurch hatte sich der Anstieg der gebotenen Summe beschleunigt, allein am Freitag war sie um fast 16 Milliarden DM gestiegen. Der Präsident der Regulierungsbehörde, Klaus-Dieter Scheurle, sagte der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag", man müsse den Debitel-Ausstieg zum Anlass nehmen, über eine Senkung dieses Mindestgebots nachzudenken. Der WamS zufolge könnte die Versteigerung dann doch noch etwas länger dauern.

Der als erstes ausgestiegene Bieter Debitel/SwissCom hätte für eine Lizenz mit geringer Frequenzausstattung zuletzt mindestens zehn Milliarden Mark bezahlen müssen. Debitel-Vorstandschef Peter Wagner sagte Reuters, der Lizenzerwerb habe sich nicht mehr gelohnt. Debitel kündigte an, nach der Auktion mit Lizenzinhabern über eine Kooperation zu sprechen. Im Rückblick auf die Auktion sagte Debitel-Chef Wagner: Ich kann leichteren Herzens aussteigen als meine Kollegen. Deren Wohl und Wehe hängt an einer Lizenz. Analysten sagten für die Aktien der noch im Rennen befindlichen Bieter mit Ausnahme des Konsortiums 3G Kurseinbußen für den Fall voraus, dass ein Bieter keine Lizenz erhält.

E-Plus-Geschäftsführer Horst Lennertz sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagausgabe), bei der Auktion sollte jedes wirtschaftlich denkende Unternehmen seine Grenzen kennen. Lennertz, dessen Unternehmen gemeinsam mit den Partnern KPN (Details,Chart) (Niederlande), Bell South (Details,Chart) (USA), Hutchison Whampoa (Details,Chart) (Hongkong) und NTT DoCoMo (Details,Chart) (Japan) um UMTS-Lizenzen mitbietet, sagte, die derzeit gebotenen Preise lägen im Rahmen der eigenen Erwartungen. Entscheidend sei aber: "Wer die UMTS-Technik am wirtschaftlichsten erwirbt und betreibt, hat in der Auktion die besten Siegchancen".

Theoretisch könnte die Auktion nach dem Ausscheiden von Debitel nun schnell zu Ende gehen. Dazu müssten sich die sechs verblieben Bieter jedoch mit Lizenzen mit jeweils zwei Frequenzblöcken zufrieden geben. Analysten gehen aber davon aus, dass zumindest die großen deutschen Mobilfunkanbieter D1-Telekom und D2-Mannesmann drei Frequenzblöcke ersteigern wollen. Auf die Frage, warum auch E-Plus und Partner für drei Lizenzpakete bieten, sagte Lennertz: Die Anzahl der Lizenzpakete pro Bieter bestimmt die Anzahl der zukünftigen Marktteilnehmer, sprich die Anzahl künftiger Konkurrenten. Im Prinzip wären für jeden zwei Lizenzpakete ausreichend, da im Jahr 2008 viele neue Frequenzen frei würden.

brs/iws

 

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