Trotz Total-Ausfall wichtige Dateien sichern

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neuester Beitrag: 15.06.04 11:59
eröffnet am: 15.06.04 08:57 von: chrismitz Anzahl Beiträge: 6
neuester Beitrag: 15.06.04 11:59 von: Willi1 Leser gesamt: 621
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15.06.04 08:57

16833 Postings, 7611 Tage chrismitzTrotz Total-Ausfall wichtige Dateien sichern

Viele Windows-Nutzer kennen sicherlich das Problem: Aus irgendeinem Grund startet die verflixte Kiste nicht mehr und die Arbeit der vergangenen Tage ist zerstört. Wer nicht über ein Notfall-Set verfügt, dem bleibt meist nur eines: Die Festplatte neu formatieren oder Windows über die Recovery-CD reparieren - wichtige Dateien sind dann unwiederbringlich verloren. Doch das muss nicht sein. Mit einem kleinen Freeware-Tool als Dietrich ist es möglich, vorher an die wichtigsten Dokumente, Bild- oder PDF-Dateien heranzukommen. Wie das geht, zeigen wir in diesem Artikel.

Windows ausgetrickst
Um jederzeit auf die Festplatte von Windows XP zugreifen zu können, sind zwei Disketten nötig: einmal eine MS-DOS-Startdiskette und dann die Rettungs-Diskette mit dem Tool NTFSDOS.

Per DOS-Befehl Dateien kopieren
Mit dem Helfer, der über das "Disk Operating System" (DOS) gesteuert wird, lassen sich ganz einfach Word-Dokumente oder einzelne Bild-Dateien auf eine Diskette kopieren. Wenn eine zweite, große Festplatten-Partition vorhanden ist, können sogar komplette Verzeichnisse mit hunderten von Dateien verschoben werden.

MS-DOS Startdiskette erzeugen
Als Schlüssel zum DOS-Modus (und den Dateien auf der Festplatte) dient eine Startdiskette. Dadurch ist es möglich, über das Tool NTFSDOS aufs Windows NT-Dateisystem zuzugreifen. Eine Startdiskette lässt sich jederzeit bei laufendem Betriebssystem erstellen. Und so geht's:

Bitterer Beigeschmack: Datenschutz
Einen Haken gibt es bei dieser Methode der Datenrettung dennoch: NTFSDOS hebelt nämlich die Sicherheitsfunktionen von Windows XP aus, alle Dateien liegen offen und können von x-beliebigen Personen kopiert und eingesehen werden. Verhindern lässt sich dies nur, indem man die Dateien verschlüsselt.


Mit Steganos auf der sicheren Seite
Ein praktischer Helfer zum Verpacken von sensiblen Daten ist beispielsweise die Steganos Security Suite. Das Verschlüsselungswerkzeug richtet einen geschützten Bereich auf der Festplatte ein. Mit einem kleinen Trick können dann zum Beispiel sämtliche Mails in den Tresorraum umgeleitet werden. Dort sind Daten nicht nur für neugierige Mitbenutzer weggesperrt sondern auch sicher verschlüsselt.

Festplatte aufteilen und Dateien auslagern
Überhaupt ist es sinnvoll, so viele Daten wie möglich aus der Windows-Umgebung auszulagern. Nur so ist die Chance gegeben, einen Crash ohne viel Schaden zu überstehen. Wie Anwender dabei am geschicktesten vorgehen, zeigt der folgende Beitrag.

Den PC krisenfest machen
Genauso wichtig wie funktionierende Schutzmechanismen sind organisatorische Maßnahmen. Dazu gehört das Anlegen von Benutzerkonten genauso wie die regelmäßige Sicherung von persönlichen Daten.

Reparatur per Systemwiederherstellung
Falls Windows XP noch startet, lässt sich auch die Systemwiederherstellung gewinnbringend für die Datenrettung einsetzen. Der interne Dienst protokolliert sämtliche Änderungen, die der Benutzer am System vornimmt. Geht später etwas schief, kann der Anwender zu dem Punkt wieder zurückkehren, wo Windows noch fehlerfrei lief. Doch Vorsicht: Alle Programm-Dateien, die jünger als der Zeitpunkt des Wiederherstellungspunktes sind, gehen verloren.

Neue Dateien fliegen raus
Leider unterscheidet der Schutzmechanismus nicht zwischen installierten und gespeicherten Programmen: Alles was jünger ist als der Zeitpunkt der Wiederherstellung und irgendwie nach ausführbaren Dateien aussieht, wird ausnahmslos gelöscht. Mit einem Trick lassen sich diese Dateien dennoch schützen.


Programme clever einlagern
Damit zum Beispiel keine Downloads aus dem Internet verloren gehen, sollten wichtige Programme auf einem anderen Laufwerk als der C-Partition - der Windows-Platte - gelagert werden. Sofern die Festplatte in zwei Partitionen geteilt ist, lässt sich dort die automatische Überwachung abschalten. Und so geht's:

Rettungsanker für akute Notfälle
Gründlicher als die oben beschriebene Funktion arbeitet die "Automatische Systemwiederherstellung" (ASW). Die ASW ist eine erweiterte Option des bordeigenen Backup-Programms "Ntbackup.exe". Nutzer der Home Edition von Windows XP finden dieses Programm auf der Windows-XP-CD. Nach der Installation erscheint es im Startmenü unter "Programme / Zubehör /Systemprogramme" als "Sicherung".

Dateien dauerhaft konservieren
Im "Erweiterten Modus" erzeugt ASW eine Kopie aller persönlichen Daten, sowie Treiber und Systemdateien. Einmal auf der Festplatte abgespeichert, kann im Bedarfsfall schnell wieder der Ur-Zustand hergestellt werden. Da das komplette System konserviert wird, braucht die Sicherung allerdings sehr viel Speicherplatz, weshalb sich dieses Verfahren nur bei einem frisch installierten und spartanisch eingerichteten Windows lohnen dürfte.


Mit ASW das System wiederherstellen
Zum Wiederherstellen bootet der Benutzer zunächst den PC mit der XP-Setup-CD. Über die F2-Taste wird die ASW-Funktion aufgerufen. Anschließend verlangt das Setup-Programm nach der Boot-Diskette mit den wichtigsten Treiber-Daten und Systemdateien. Am Ende der Notfall-Installation werden die auf der Festplatte gesicherten Dateien übernommen.

http://oncomputer.t-online.de/c/20/10/36/2010360.html
 

15.06.04 09:02

10873 Postings, 7787 Tage DeathBullAber unbedingt beim Retten aufpassen

daß das Regal nicht umfliegt *gg*

p.s. Die Zeit neulich mit der Satellitenbox war ok. Auch das Ausmaß der Zerstörung erreichte professionelle DeathBull-Werte  ;-))  

15.06.04 09:12

9950 Postings, 7247 Tage Willi1Jau, oder einfach die Daten

von vornherein auf eine 2. Festplatte spiegeln, dann kann das BS machen was es will. Festplatten kosten ja fast nix mehr.
Dann gibt´s noch tools wie PartitionMagic ...  

15.06.04 10:57

16833 Postings, 7611 Tage chrismitz*lol* DB!

Man tut, was man kann...;-)

Gruß  

15.06.04 11:04

16587 Postings, 7012 Tage MadChart@Willi1: jo

Außerdem: Heutzutage sind RAID-Controller so billig geworden, dass man im Grunde in jeden Heim-PC zumindest RAID 1 kostengerecht installieren könnte. Macht natürlich keíner von den "Geiz ist geil" - Großhändlern und Otto Normaluser hat vom Thema Datensicherheit eh keine Ahnung...

BTW: Vor einiger Zeit hat sich ín meinem beruflichen Umfeld eine nette Geschichte zugetragen. Nach einem Server - Ausfall wurde der betreffende Dienstleister gerufen (namhaftes süddeutsches Systemhaus, 150?/h + Anfahrt und Spesen), um die Sache wieder in Ordnung zu bringen. Leider hat der hochbezahlte Spezialist dann im Eifer des Gefechtes die matschige Festplatte auf die gute Platte gespiegelt statt umgekehrt...ariva.de  

15.06.04 11:59

9950 Postings, 7247 Tage Willi1Hi GuzziMad, solls geben! o. T.

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