Trendwende bei DaimlerChrysler (M.M.Warburg)

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neuester Beitrag: 08.03.01 21:15
eröffnet am: 07.03.01 16:52 von: maxchart Anzahl Beiträge: 21
neuester Beitrag: 08.03.01 21:15 von: Karlchen_I Leser gesamt: 530
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07.03.01 16:52

302 Postings, 7783 Tage maxchartTrendwende bei DaimlerChrysler (M.M.Warburg)

Allen DCX-Interessierten, allen DCX-Investierten, aber auch dem hierorts überaus präsenten "Club der DCX-Schlechtredner" möchte ich folgende Einschätzung von M.M.Warburg widmen.

DCX ist kurz-, mittel- und langfristig: sehr empfehlenswert!
:-)

mfg maxchart

DaimlerChrysler: Trendwende? (M.M.Warburg & CO)
Haben noch im vergangenen Jahr sämtliche Versuche, gegen den vorherrschenden Abwärtstrend bei der Aktie von Daimler-Chrysler zu agieren, Nerven und im Zweifel auch Performance gekostet, so sei der Fortschritt in der Bodenbildung / Trendwendeformation nunmehr unverkennbar. Dieser Meinung sind zumindest die Analysten von M.M. Warburg.

Das antizipierte Auslaufen der Abwärtstendenz ab dem vierten Quartal 2000 sei demnach gemäß der technisch gestützten These: "Mehr Kurschance als Restrisiko" richtig. Anderenfalls hätte die Stop-Loss-Strategie gegriffen. Die Tiefstände von 42,7 und 43,3 Euro kurz vor und nach der Jahreswende seien mittlerweile um 30 % nach oben verlassen worden. Erfreulicher noch als diese in wenig mehr als 2 Monaten zustande gekommene Performance seien die charttechnischen Perspektiven. In kaum zu überbietender, im Sinne der visuellen Analyse wünschenswerter Symmetrie, sei der erwähnte doppelte Boden zunächst in eine W-Formation übergegangen. Über 51,7/53,2 sei auch der Ausbruch aus dieser Formation gelungen, und es seien die bisherigen Jahreshöchststände über 57 Euro gefolgt.

Mit der um 55 Euro herum erfolgenden Konsolidierung/Verzögerung gehe die Trendwendeformation nun in eine umgekerte Schulter-Kopf-Schulter über. Spätestens über 58 würde auch diese mit einem weiteren Kaufsignal nach oben verlassen werden. In diesem Bereich sei auch der Abwärtstrendverlauf vom April 1999 anzutreffen. Nach seiner Überwindung gelte das rechnerische Kursziel der SKS-Formation, und das wären etwa 73 Euro. Recht exakt dort sei dann auch der letzte Abwärtstrend vom historischen Höchststand anzutreffen, der momentan bei 74,9 verlaufe. Aus marktanalytischer Sicht werde der Kursanstieg von Daimler-Chrysler in diesem Jahr weitergehen.

teledata.de  

08.03.01 10:27

302 Postings, 7783 Tage maxchartDaimlerChrysler kaufen (Telebörse)

08.03.2001
DaimlerChrysler kaufen
Telebörse  

Die Experten vom Anlegermagazin ?Die Telebörse? empfehlen DaimlerChrysler (WKN 710000) zum Kauf.

Die Strategie beim Ringen um Marktanteile sei die, dass immer mehr auf kleine Zielgruppen zugeschnittene Autos entwickelt würden, die den Marktwert jedoch nicht verwässern sollten und zudem auch trotz kleiner Stückzahlen profitabel sein sollten. Die Lösung für dieses Problem sei immer dieselbe: über Baureihen und Marken hinweg gleiche Teile integrieren, so lange der Käufer sie nicht sieht, so Vorstandsmitglied Hubbert.

Allein in Umfang und Mindeststandard der Gleichmacherei würden die Philosophien der einzelner Autokonzerne voneinander abweichen. Nach Ansicht von Hubbert dürfe diese Strategie jedoch nicht so weit gehen, wie es beispielsweise Jaguar bei den Modellen Jaguar X-Type und Ford Mondeo vormache. So würde es ihn wundern, wenn man erfolgreich eine Oberklassen-Marke vermarkten könne, indem man einen schicken Hut auf eine billige Plattform setze.

DaimlerChrysler bevorzuge daher ein vorsichtiges Topdown-Prinzip, bei dem Chrysler von den hohen Mercedes-Standards profitiert. Der Marke Mercedes würde es keineswegs schaden, wenn ein Chrysler einen Mercedes-Motor habe. Die Autos mit Stern würden einzigartig bleiben.

Nach Ansicht der Experten der Telebörse würde jedoch auch dieses Prinzip durch den operativen Druck aufgeweicht werden. So plane der Konzern eine für alle Marken einheitliche Elektronik-Architektur.

DaimlerChrysler besitze die beste Marke. Bei dem Rest könne es nur besser werden.
 

08.03.01 13:41

302 Postings, 7783 Tage maxchartDCX-Kurziel ?? .....................150 ? !!

Dieses nette, längerfristige Kursziel würde ein Plus von 250-300 Prozent bedeuten und sollte den einen oder anderen veranlassen, sich einmal näher mit DaimlerChryser, deren globaler Strategie und ihren Zukunftsperspektiven auseinanderzusetzen.

Und so begründet der Frankfurter Börsenbrief dieses Kursziel:

"Das Zahlenwerk des Unternehmens sorge für Klarheit und stütze so den Kurs. Dies gelte auch, wenn der erforderliche Restrukturierungsaufwand zweifellos einen großen Brocken darstellt. Die 4 Mrd. Euro für Chrysler und Mitsubishi würden das Ergebnis des nächsten Jahres rot färben, mit etwa 1,2 bis 1,7 Mrd. Euro operativem Verlust.

Im vergangenen Geschäftsjahr sei das Ergebnis, selbst unter Berücksichtigung steuerlicher Gestaltungsmöglichkeiten, bereits um 49 % auf 5,2 Mrd. Euro weggebrochen. In 2002 solle dann wieder der Break-even und in 2003 schließlich ein positives Ergebnis von 8,5 bis 9,5 Mrd. Euro geschafft werden.

Wenn der Turn-around gelinge, so ständen die Stuttgarter am Ende als weltweit am besten aufgestellter Automobilkonzern da, der dann mit großer Wahrscheinlichkeit eine Bewertung von 15 bis 20 erreichen werde.

Bezogen auf das avisierte Ergebnis in 2003 bedeute dies rein rechnerisch einen Kurs von etwa 150 Euro, natürlich als langfristiges Ziel. Daran bestehe die hohe Chance, die dem kurzfristigen Risiko gegenüberstehe. Charttechnisch sei nach der jüngsten Hausse-Etappe eine gesunde Konsolidierung absolviert worden, was den Trend aber nicht wirklich beeinträchtige. Die nächste Hürde liege bei etwa 57 Euro. Die Frankfurter Börsenbriefe empfehlen weitere Käufe."


Dazu noch (ungeschnitten) sämtliche Analystenstimmen der letzten Tage, die man natürlich nicht überbewerten sollte. Aber die DCX-Stimmung wird immer bullischer, meiner Meinung nach mit Fug und Recht.

08.03.2001  DaimlerChrysler kaufen  Die Telebörse  
07.03.2001  DaimlerChrysler kaufen  Platow Brief  
07.03.2001  DaimlerChrysler kaufen  Kreissparkasse Pinneberg  
07.03.2001  DaimlerChrysler kaufen  TradingResearch  
07.03.2001  DaimlerChrysler endgült. Trendw.  M.M.Warburg & CO  
05.03.2001  DaimlerChrysler Sanierungsplan  Financial Times Deutschland  
05.03.2001  DaimlerChrysler Kursziel 150 Euro  Frankfurter Börsenbriefe  


mfg maxchart
 

08.03.01 13:51

21799 Postings, 7802 Tage Karlchen_INur 150 Euro? Nicht dausend?.....

Der Laden ist jetzt schon sehr hoch bewertet, wenn ich bedenke, daß die Verluste machen. Und ob die nächstes jahr Gewinne machen, steht noch in den Sternen.

Und dann haben die einen CEO, der alles andere als fähig ist.

Kauf lieber einen soliden NM-Wert, da weiß man was man hat.  

08.03.01 14:01

627 Postings, 7367 Tage PRÜFERVerluste??

Nach meinen Informationen macht der gesamte Konzern nächstes Jahr "nur" noch ca. 2 Mdr. EUR (2.000.000.000 EUR) Gewinn?!

Ich mach jetzt mittag!!      PRÜFER
 

08.03.01 14:27

302 Postings, 7783 Tage maxchartoje, "dausend" ? wird DCX nie erreichen..! : - (

..vorher gibt's nämlich bestitmmt den einen oder anderen Aktiensplit!
("Dausend" Prozent halte ich übrigens in 15-20 Jahren für machbar, daber das führt jetzt wohl zu weit..!)

:-))

@Karlchen_I:

Wer ist hoch bewertet? DCX? Mitnichten!!
Du sprichst von Verlusten - ich aber sehe jedes Jahr fette Dividenden auf meinem Konto!
Du sprichst von einem unfähigen CEO - ich sehe einen J.Schrempp, der mit seiner Strategie am besten Weg ist, DCX zur klaren weltweiten Nr.1 zu machen!


Ich wende mich mit meiner "PR-Arbeit" aber ohnehin nur an jene Anleger, die bemerkt haben, dass das Spiel mit einzelnen wenigen NM-Werten ein furchtbar riskantes ist. Nicht nur, wenn der Gesamtmarkt sich so hartnäckig abwärts bewegt, sondern durchaus auch bei einem soliden Aufwärtstrend. EIN faules Ei im Depot kann genügen, dass die schönste Perfomance, die man glaubte zu haben, von einem Tag auf den anderen ruiniert ist!

Wobei ich klarstellen will: ich habe nichts gegen kalkuliertes Risiko! Es ist absolut lustig und spannend, mit einem KLEINEN Teil seines freien Kapitals zu "spielen".

Aber ein solider Wachstumswert wie DCX ist einfach ein anderes Kaliber - auch damit kann man (WENN man kann und VIEL Zeit hat!) schön traden, aber für die meisten "Normalsterblichen" wäre es besser, die Aktie im günstigen Moment ins Depot zu packen und die tägliche Analysen- und Newsflut gelassen an sich vorbeiziehen zu lassen.
Auch die euphorischen "Kauf"-Empfehlungen, die ich oben 'reingestellt habe.

Wer noch nicht in DCX investiert ist, sollte sich jedoch überlegen, ob nicht GERADE JETZT ein in jeder Hinsicht günstiger Zeitpunkt ist, um einzusteigen! Wer sehr nervös ist und nicht NOCH einen "roten" Wert im Depot haben will, kann sich derzeit mit einem sehr engen S/L absichern.

Aber die Chance, hier und jetzt mit DaimlerChrysler eine Aktie zu kaufen, die einen mehrjährigen, langfristigen Aufwärtstrend vor sich hat, schätze ich als außerordentlich hoch ein!


mfg maxchart
 

08.03.01 14:38
1

21799 Postings, 7802 Tage Karlchen_I@maxchart.............

Zu Schrempp:

Fokker gekauft           Griff ins Klo - 2 Mrd. versenkt.
Danach wurde er CEO
Chrysler gekauft         Griff ins Klo - Schaden????? aber enorm
Misubishi eingestiegen   Griff ins Klo - Schaden????????????
Fazit: Niete, völlig überbezahlt( kriegt das Dreifache des Siemens-CEO).

Zu deinen Dividenden:
Dieses Jahr fließen noch welche, aber nächstes Jahr? Die Autokonjunktur sieht mies aus, und dann kommt bei DCX noch der Sanierungsaufwand dazu.

Mittelfristige Zukunft:
Weiß ich nicht. Aber mich erinnert DCX an einen früheren deutschen Weltkonzern, der auch ohne Sinn und Verstand durch Akquisitionen wachsen wollte. Bis die Karre gegen die Wand gefahren war. Der Name: AEG.  

08.03.01 15:06

302 Postings, 7783 Tage maxchart@Karlchen: Alles Quatsch! Woher hast du das???


Schrempp hat Fokker gekauft???
Nach seinem Amtsantritt 1995 war ihm der schmerzliche aber richtige Schritt zu danken, dass man sich vom  Fokker getrennt hat, was Daimler-Benz damals auf die Gewinnerstraße geführt hat!

DCX folgt AEG nach???
Du vergleichst die Entwicklung von DaimlerChrysler mit AEG. Wie das? AEG war doch die ElektroTOCHTER von Daimler-Benz und auch hier war es Schremmp zu danken, dass man sich rechtzeitig aufs Kerngeschäft zurückgezogen hat!


Mit Verlaub: So falsch deine Aussagen bei den obigen Punkten sind, so falsch sind sie auch zur Fusion mit Chrysler und der Übernahme von Mitsubishi. Den Beweis für diese meine Behauptungen kann ich aber erst in 2-3 Jahren antreten...!

mfg maxchart  

08.03.01 15:19

21799 Postings, 7802 Tage Karlchen_IMaxchart: Du hast recht...

Schrempp hat Fokker verkauft. Er war es allerdings auch, der den Laden gekauft hat. Sage ich doch: Griff ins Klo ( die Erste).

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,105250,00.html
 

08.03.01 15:23

4757 Postings, 7457 Tage CourtageSchrempp macht man ganz klar

für den Fokker-Deal "verantortlich".
DCX nimmt zum 2mal dieses Jahr eine Anleihe auf.
Rating für DCX wurde letzte Woche heruntergesetzt.
DCX will vielleicht Volvo-Anteile von Misubishi kaufen. Kostet Geld!
Keine guten Aussichten für DCX.
Gruß  

08.03.01 16:02

20520 Postings, 7444 Tage Stox DudeHier ein kleiner Artikel in Bezug DCX

STOCKHOLM, March 8 (Reuters) - Swedish truck maker AB Volvo will sell its three percent stake in Japan's Mitsubishi Motors Corp to rival DaimlerChrysler AG , which already has 34 percent in the firm, a source close to the talks said on Thursday.

The source also said Volvo would pull out of its plans to buy up to 19.9 percent of Mitsubishi's truck division. However, Volvo and DaimlerChrysler have not yet agreed on the treatment of the Japanese company's large debts.

On Wednesday, the same source told Reuters Volvo and Mitsubishi were in talks to end their cooperation in the truck business. A Mitsubishi spokesman earlier on Thursday dismissed the report as speculation, saying the company had not received any offer from Volvo to change the accord between the two.

 

08.03.01 16:07

9046 Postings, 7440 Tage taosWarten wir doch mal den Maybach ab. o.T.

08.03.01 16:07

627 Postings, 7367 Tage PRÜFERmoment, ich habs in deutsch:


Stockholm, 08. Mär Der schwedische Nutzfahrzeug-
Hersteller Volvo gibt nach Angaben aus Branchenkreisen
seine Nutzfahrzeug-Allianz mit dem japanischen DaimlerChrysler-
Partner Mitsubishi auf. In Kreisen, die den Verhandlungen
nahestehen, hieß es am Donnerstag, Volvo werde seinen rund
3,3-prozentigen Mitsubishi-Anteil<7211.T> an DaimlerChrysler
verkaufen. Zudem werde Volvo seine Pläne aufgeben,
sich mit einem Fünftel an der Nutzfahrzeug-Sparte von Mitsubishi
zu beteiligen. Bei einem solchen Schritt würde der Stuttgarter
Konzern auch Zugriff auf die hoch angesehene Lkw-Sparte von
Mitsubishi erhalten. DaimlerChrysler lehnte eine Stellungnahme
ab. Zur Finanzierung seiner Geschäfte gab DaimlerChrysler
derweil eine neue Milliarden-Anleihe aus.
   Volvo wollte sich im Rahmen einer Vereinbarung aus dem Jahr
1999 an der Mitsubishi-Nutzfahrzeug-Sparte Mitsubishi Fuso
beteiligen, die im Laufe dieses Jahres ausgegliedert werden
sollte. Im vergangenen Jahr war DaimlerChrysler dann mit 34
Prozent bei Mitsubishi eingestiegen und größter Aktionär des
viertgrößten japanischen Autoherstellers geworden. Auf die
Nutzfahrzeug-Sparte von Mitsubishi hatte der Stuttgarter Konzern
aber wegen der bereits bestehenden Allianz mit Volvo keinen
direkten Zugriff. DaimlerChrysler steht als weltweit größter
Nutzfahrzeug-Hersteller in direkter Konkurrenz mit Volvo. Da die
Lkw-Sparte als der beste Teil von Mitsubishi gilt, waren
Finanzexperten davon ausgegangen, dass DaimlerChrysler auf ein
Auflösen der Allianz zwischen Volvo und Mitsubishi spekuliert.
   In den Kreisen hieß es am Donnerstag, Volvo gebe nun seinen
Plan auf, sich bei der geplanten Abspaltung der Mitsubishi-
Nutzfahrzeug-Sparte mit rund einem Fünftel an Mitsubishi Fuso zu
beteiligen. Volvo und Daimler hätten sich aber noch nicht darauf
geeinigt, wie mit den hohen Schulden von Mitsubishi umgegangen
werden solle. "Ansonsten gibt es eine Einigung", hieß es in den
Kreisen. Unklar blieb, ob die Konditionen bereits feststehen, zu
denen sich Volvo bei Mitsubishi zurückziehen sollte.
   Ein DaimlerChrysler-Sprecher lehnte ebenso wie Volvo eine
Stellungnahme zu den Informationen aus den Kreisen ab. Ende
Februar hatte Konzernchef Jürgen Schrempp gesagt, Daimler
respektiere bestehende Verträge. "Wenn man auf Seiten von Volvo
Veränderungen haben will, würden wir selbstverständlich darüber
sprechen. Das Telefon hat noch nicht geläutet", sagte er damals.
   Bevor die Angaben aus den Kreisen bekannt geworden waren,
hatte Mitsubishi in Tokio Medienberichte dementiert, selbst mit
Volvo über eine Auflösung der Lkw-Allianz zu verhandeln. Am
Donnerstag hieß es dazu in Industriekreisen, Volvo habe seit
Ende vergangenen Jahres direkt mit Daimler darüber verhandelt.
   Das "Wall Street Journal" berichtete am Donnerstag, ein Ende
der Lkw-Allianz von Mitsubishi und Volvo könnte sich auch auf
das von DaimlerChrysler mit dem koreanischen Hersteller Hyundai
geplante Nutzfahrzeug-Gemeinschaftsunternehmen haben. So könnte
sich dieses Vorhaben dann auf leichte Nutzfahrzeuge beschränken.
An Hyundai ist DaimlerChrysler mit rund zehn Prozent beteiligt.
   Volvo hatte im vergangenen Jahr die Nutzfahrzeug-Sparte des
französischen Renault-Konzerns übernommen, der sich im
Gegenzug an Volvo beteiligte. Theoretisch hätte Volvo die
Möglichkeit, statt einer Allianz mit Mitsubishi in Japan eine
Nutzfahrzeug-Kooperation mit dem zum Renault-Nissan-Verbund
zählenden Lkw-Hersteller Nissan Diesel<7210.T> einzugehen.
   Im deutschen Aktienhandel reagierte die DaimlerChrysler-
Aktie verhalten auf die Informationen aus den Kreisen. Am
Nachmittag wurde die Aktie mit knapp 55 Euro um gut ein Prozent
schwächer als am Vortag gehandelt. Das Börsenbarometer Dax lag
mit 0,5 Prozent im Minus. Volvo legte knapp zwei Prozent zu.
   Unterdessen begab DaimlerChrysler eine neue Anleihe im
Volumen von 6,5 Milliarden Euro. Ein Firmensprecher sagte, die
Mittel sollten zur allgemeinen Finanzierung des Unternehmens
verwendet werden. Die Anleihe habe nichts mit der vorsorglichen
Anmeldung von möglichen Anleihen im Volumen von bis zu 30
Milliarden Dollar bei der US-Börsenaufsicht im Februar zu tun.
Die konsortialführenden Banken Commerzbank, Deutsche Bank und JP
Morgan teilten mit, der Bond werde in mehreren Tranchen mit
verschiedenen Laufzeiten emittiert.
   Händler sagten, die Anleihenausstattung sei für Investoren
weniger attraktiv ausgefallen als erwartet. Dennoch werde der
Bond am Markt wohl problemlos aufgenommen. "Daimler demonstriert
damit ein gutes Stück Selbstbewusstsein", sagte ein Händler.  

08.03.01 16:26

302 Postings, 7783 Tage maxchart@Karlchen u. Courtage: Noch mehr Quatsch!

@Karlchen:
Zu deinem Fokkermärchen muss ich noch anmerken, dass die DASA 1993 (!!) die 51%-Mehrheit von Fokker übernommen hat. Schrempp wurde erst 1995 (!!) Daimler-Chef. War er also "verantwortlich"?
Er hat sich 1996 von der hochdefizitären Fokker und von AEG getrennt. Für DIESEN Schritt, der Daimler enorm genutzt hat, ist er tatsächlich "verantwortlich".

@Courtage: soll wohl ein Scherzchen sein, dass DCX von Mitsubishi Volvo-Anteile kaufen möchte. Es geht darum Mitsubishi-Anteile von Volvo zu kaufen, ein kleiner aber recht entscheidender Unterschied!
;-)

Aber du hast recht: 3 % von Mitsubishi kosten Geld - bringen aber viel viel Geld!
Überraschenderweise ist diese Überzeugung der Grund, das sich DCX bei Mitsubishi beteiligt hat.

Und wenn man Geld braucht (für sinnvolle Umstrukturierungen, für sinnvolle Personalreduktion, für sinnvolle Aquisitionen), ist es da nicht vernünftig "wirtschaftlich" zu denken?
Was findest du schlimm daran, eine Anleihe zu begeben??

Macht euch mal nicht zuviel Sorgen um DaimlerChrysler, ich würde keinen Put riskieren!
Ganz grundlos bekommen wohl weder Schrempp noch der DCX-Finanzchef ihr hohes Gehalt.
;-)

mfg maxchart  

08.03.01 16:30

21799 Postings, 7802 Tage Karlchen_I@Maxchart: Rate mal, wer 1993 DASA geleitet hat.

Na? Genau der.

AEG habe ich nur als Beispiel genannt, wo es hingehen kann. Erst war der Laden eigenständig, dann kam die Schieflage, dann die Übernahme und zum Schluß das Aus.  

08.03.01 17:15

627 Postings, 7367 Tage PRÜFERWer hat denn hier bewertet??

Nichts gegen Dich Karlchen_I, aber das ist irgendwie widersprüchlich, oder? Der Bewerter hat den Artikel mit "gut analysiert" bewertet, obwohl Teile falsch waren, was Karlchen_I auch eingesehen hat. Und selbst Du, Kalchen musst zugeben, daß der letzte Abschnitt zumindest ein bisschen übertrieben war!

MfG               PRÜFER  

08.03.01 17:18

21799 Postings, 7802 Tage Karlchen_IPrüfer: Da ist nichts Falsches drin. o.T.

08.03.01 17:20

627 Postings, 7367 Tage PRÜFER@Karlchen_I

Wie schon mal gesagt, ich habe nichts gegen Dich. Aber darf ich Dich zitieren: "maxchart: Du hast recht..."
Oder etwa nicht??  

08.03.01 19:03

21799 Postings, 7802 Tage Karlchen_I@Prüfer: Ich habe Maxchart Recht gegeben....

Aber das war doch nur ein rethorisches Mittel. Ich habe ihm bei einem Sachverhalt Recht gegeben, der gar nicht zur Diskussion stand. Maxchart hat darauf hingewiesen, daß Schrempp Fokker verkauft hat.

Dann habe meinen Satz gedreht und auf den entscheidenden Punkt verwiesen - das Schrempp Fokker in seiner Eigenschaft als Oberster von DASA Fokker gekauft hat. Und damit meine Argumentation gestützt.


Am Rande: Es ist schon ein tolles Ding, daß jemand dafür gelobt wird, Fokker abgestoßen zu haben ( ich will gar nicht an die Beschäftigten von Fokker und deren Familien denken), der in seiner Eigenschaft als DASA-Vorstand Daimler das Ei vor nicht allzu langer Zeit ins Netz gelegt hat.  

08.03.01 20:35

302 Postings, 7783 Tage maxchart@Karlchen: ich gebe dir Recht...

..bezüglich des Fokkerkaufs, und damit greife ich NICHT zu einem rethorischen Mittel.

Es war mir tatsächlich nicht bekannt, dass Schrempp vormals Vorstandsvorsitzender der DASA war.

Allerdings kenne ich auch nicht die Umstände, die 1993 zur Fokkerübernahme geführt haben und ich finde nichts Schlimmes dabei, einen Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Ich teile auch dein Unbehagen bei "Personalreduktionen", finde die Freude des Anlegers dabei etwas makaber, aber darum geht es schließlich an der Börse überhaupt nicht.

Auch hat die Arbeitgebersicht, "Einsparungen seien im Sinne des Unternehmens und sichern daher die verbleibenden Arbeitsplätze", durchaus ihre Berechtigung.

Wie sehr hättest du auf Schrempp geschimpft, wenn er die 1995-96 die Konsequenz nicht aufgebracht hätte?


Deiner vereinfachten und plakativen Darstellung "Griff ins Klo..", womit du quasi JEDEN strategischen Schritt von DCX kommentierst, kann ich, zumindest in dieser Form, nichts abgewinnen.

Niemand glaubt, dass es leicht ist, zwei Konzerne vom Format einer Daimler und einer Chrysler zusammenzuführen. Ich glaube aber, dass es notwendig und richtig ist, diesen Schritt zu wagen, auch wenn er vorübergehend schmerzlich ist.
Auch der strategische Schritt in den asiatischen Wachstumsbereich war in meinen Augen gut überlegt und bietet enorme Chancen.

Ob das alles ein "Griff ins Klo.." war, können wir nicht heute und nicht morgen entscheiden - sondern in einigen Jahren.

Es hat mich aber auf jeden Fall gefreut, mich mit dir auszutauschen. Belassen wir's dabei: ich habe DCX-Aktien gekauft, du kaufst sie nicht.
Kauf dir einfach einen schönen Mercedes mit deiner ersten NM-Million.
Da haben wir dann beide etwas davon...!
;-)

mfg maxchart  

08.03.01 21:15

21799 Postings, 7802 Tage Karlchen_I@Maxchart: Vielleicht steige ich sogar bei DCX ein

und kaufe eine(!) Aktie. Die haben nächsten Monat hier in Berlin HV, und eine Aktie könnte mir Rederecht einräumen. Aber so sehr ist mir daran auch wieder nicht gelegen - mal sehen....

Natürlich war die Formulierung "Griff ins Klo" salopp und letztlich populistisch. Mir scheint, daß sich hinter der Strategie von DCX einiges verbirgt, was ein grundsätzliches Problem einiger Unternehmen in der Bundesrepublik und wohl weltweit ist: Sie müssen mit starken Raten wachsen - bzw. meinen das tun zu müssen. Dabei hängt ihnen die Orientierung auf "shareholder value" im Nacken. Das ist m. E. kein guter Antrieb. Ein Unternehmen kann sich dabei - ohne es zu merken - selbst in die Rolle eines Gejagden versetzen, und sinnlose und schädliche Entscheidungen treffen. Ein typisches Beispiel dafür ist EM.TV, die durch Zukäufe wachsen wollten, bei fast allem zugegriffen haben, dabei viel zu hohe Preise gezahlt haben und nun selbst zum Übernahmekandidaten bzw. zum Kandidaten zum Ausschlachten geworden sind.

Bei DCX ist die Lage gewiß längst nicht so schlimm. Aber auch hier sehe ich strategische Fehlentscheidungen. Der Vorgänger von Schrempp, Edzard Reuter, wollte einen Technologiekonzern zimmern (Autos, Schienenfahrzeuge, Luftfahrt). Das gelang aber nicht so recht. Schrempp schwebte nun vor, einen weltweit einmaligen Automobilkonzern zu schaffen. Auf den ersten Blick war die Fusion mit Chrysler überzeugend, dann aber wurden immer mehr die Problem offenkundig. Dazu gehören nicht zuletzt unterschiedliche Kulturen industrieller Beziehungen bei uns und in den USA ( Kooperatismus versus Hiring/Firing). Und dann noch Mitsubishi.

Aber natürlich wurde Schrempp nicht nur von der Börse getrieben. Auch Manager denken und handeln letztlich nur menschlich. Sie wollen ihre - hochbezahlte - Existenz beweisen, bzw. sich selbst ein Denkmal setzen. Sie rennen also dem Erfolg hinterher: und oft viel zu hektisch. Dann werden Fehlentscheidungen fundamentaler Art getroffen.

Vielleicht sollte sich die Börse vielmehr an Unternehmen mit einem organischen Wachstum orientieren. Ich denke dabei in der Auobranche etwa an Porsche oder auch an BMW, die die Notbremse gezogen und sich von Rover getrennt haben.

 

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