Top-Foren

Forum Stunde Tag
Gesamt 248 524
Talk 241 459
Börse 7 53
Hot-Stocks 0 12
Blockchain 0 1
Rohstoffe 0 8

Terrorangst jagt Ölpreis nach oben

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 23.06.04 19:59
eröffnet am: 01.06.04 20:24 von: moya Anzahl Beiträge: 10
neuester Beitrag: 23.06.04 19:59 von: moya Leser gesamt: 393
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

01.06.04 20:24

1081524 Postings, 6520 Tage moyaTerrorangst jagt Ölpreis nach oben

Terrorangst jagt Ölpreis nach oben

Konjunktursorgen verstärkt - Treibstoffe dürften bis auf weiteres teuer bleiben

Nach dem Anschlag mutmaßlicher Al-Kaida-Extremisten in Saudi-Arabien haben Befürchtungen vor Lieferengpässen des weltgrößten Erdölexporteurs die Ölpreise um fast zwei Dollar steigen lassen. Von Reuters befragte Analysten sagten, es sei zu erwarten, dass der Anschlag der Beginn einer konzertierten Al-Kaida-Offensive zur Störung der Öllieferungen aus Saudi-Arabien sei. Die Ölpreise könnten damit weiter steigen und die Erholung der Weltwirtschaft gefährden.

Wachsende Sorge

Die Auswirkungen der hohen Ölpreise auf die Konjunkturerholung werden in den Erdöl-Verbraucherstaaten mit wachsender Sorge gesehen: Der anhaltend hohe Ölpreis könnte sich nach Ansicht der EU-Kommission negativ auf das Wirtschaftswachstum in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union auswirken. Die im April abgegebene Prognose von 1,7 Prozent Wachstum in der Eurozone in diesem Jahr beruhte auf einem Ölpreis von etwa 31 Dollar pro Fass (159 Liter) ? in den vergangenen Wochen schwankte dieser Preis jedoch um die 40- Dollar-Marke.

EU-Kommissionssprecher Gerassimos Thomas sagte am Dienstag, der relativ starke Euro habe die Auswirkungen des hohen Ölpreises zwar abgemildert ? dennoch sei es möglich, dass die Prognose um 0,2 Prozentpunkte gesenkt werden müsse. Um den hohen Ölpreis ging es auch bei einem Treffen der EU-Finanzminister Dienstagabend in Brüssel.

Raffinerie-Engpass

Auch wenn die Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Donnerstag in Beirut eine Erhöhung der Fördermenge um täglich 2,5 Mio. Fass auf 26 Mio. Fass beschließen sollten, dürften zumindest die Treibstoffe auf absehbare Zeit teuer bleiben. "Die Raffineriekapazitäten sind beschränkt, das hält auf absehbare Zeit die Preise für Benzin und Diesel hoch", sagte Ehsam Ul Haq, Ölhändler bei PVM Oil Associates in Wien, dem Standard.

Die letzte Raffinerie in den USA sei 1976 in Betrieb genommen worden. Da aber die Nachfrage nach Mineralölprodukten seither deutlich gestiegen sei, deckten sich die Amerikaner immer wieder in Rotterdam ein, mit den bekannten Auswirkungen auf die Spritpreise in Europa. Wegen der langwierigen Genehmigungsverfahren stünden zusätzliche Raffineriekapazitäten nicht so schnell zur Verfügung.

Rekordwert

Der Preis für die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg am Dienstag, dem ersten Handelstag nach dem Anschlag vom Wochenende, um bis zu 1,90 Dollar auf 38,50 Dollar je Fass. Leichtes US-Öl kletterte um 1,67 Dollar auf 41,55 Dollar. Am 17. Mai erreichte der Ölpreis in New York mit 41,85 Dollar je Fass einen seit Beginn des Future-Handels 1983 noch nie gesehenen Rekordwert. Erst in den Tagen vor dem jüngsten Anschlag in Saudi-Arabien sank der Ölpreis um gut fünf Prozent. Bei PVM rechnet man nicht damit, dass die Ölpreise noch heuer in das von der Opec selbst gesteckte Preisband von 22 bis 28 Dollar je Fass zurückkommen werden.

 

01.06.04 20:30

1081524 Postings, 6520 Tage moyaInfografik: OPEC-Rohölpreise seit 2003

01.06.04 20:35

3171 Postings, 6425 Tage P650Mensch moya.Danke du machst dir ja richtig Arbeit

Wenn du dir nur nicht den Namen  "Moya" ausgesucht hättest.

Der assoziert immer "Montoya" oder JPM den arroganten Affen der selbst einen schweren Fehler wie den am Nürburgring wo er mit stehenden Rädern aber nach rechts eingschlagenem Lenkrad in Ralf Schumacher rauscht als Fehler von Panis darstellt.

Ich fürchte da hast du die ein schlechtes Omen ausgesucht.
 

02.06.04 19:06

1081524 Postings, 6520 Tage moyaEU ruft nach mehr Öl

EU ruft nach mehr Öl


 








Ölplattform in Nigeria  



| 02.06.04 |

Aus Sorge um den explodierenden Ölpreis haben die EU-Finanzminister gefordert, die Fördermengen zu erhöhen.  
   

 
· Öl ? Die Angst vor Knappheit

· Nahost ? El Kaidas Öl-Strategie

· Aufstand ? Tanktourismus boomt

· Benzinpreisvergleich ? Wo gibt es den billigsten Sprit?

· Tank-Schock ? Hinter der Grenze ist's billiger

· Dreist ? Tanken mit geklauten Kennzeichen

· Benzin-Spartipps ? Wie Sie mehrere Hundert Euro sparen



Es sollte ein ?angemessenes Angebot? bereitgestellt werden, sagte der amtierende Vorsitzende der EU-Finanzministerrunde, der irische Ressortchef Charlie McCreevy, am Mittwoch in Luxemburg. Damit könnte das Niveau der Ölpreise mit einem stabilen Wachstum der Weltwirtschaft vereinbar bleiben. McCreevy bezog sich dabei auf eine entsprechende Initiative der reichsten Industriestaaten (G8).

Eichel warnt vor Panikmache

Der Höhenflug der Ölpreise führte in der EU zu Unruhe und Besorgnis. Gleichzeitig wurde bei dem Treffen vor übertriebenen Reaktionen gewarnt. ?Zur Panikmache besteht kein Anlass", sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD).

Die Länder wollen nicht mit nationalen Alleingängen auf die Krise reagieren. ?Die Erfahrung des Jahres 2000 hat schlechte Erinnerungen hinterlassen", sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Nicolas Sarkozy. Vor vier Jahren hatten mehrere Länder, darunter Frankreich, der heimischen Lkw-Transportbranche ohne vorherige EU-Absprache mit Steuererleichterungen unter die Arme gegriffen.

Wachstumsprognose fraglich

Die EU-Kommission hält zwar bisher an ihrer Prognose fest, wonach die Wirtschaft in den zwölf Ländern mit Euro-Währung im laufenden Jahr um 1,7 Prozent wachsen wird. Ein Abschlag von 0,2 Prozentpunkten sei aber möglich, sagte Währungskommissar Joaquín Almunia am Dienstagabend nach Beratungen der Ressortchefs des Euro-Landes. ?Der Euro beschützt einmal mehr unsere Wirtschaften.?

Sarkozy sagte, es müsse mit den Produzentenländer gesprochen werden, damit diese ihre Förderung erhöhen. Er werde dazu an diesem Freitag und Samstag nach Algerien reisen.

Opec kündigt sinkende Ölpreise an

Angesichts der Ölpreise auf Rekordniveau und wachsender Sorgen um die Weltkonjunktur wollen die Opec-Länder ein starkes Signal für sinkende Preise geben. Auf ihrer Sitzung in Beirut am Donnerstag wolle die Opec ?durch die Erhöhung der Obergrenze für die Ölförderung ein Signal für die Märkte setzen, die Preise für Rohöl zu senken", kündigte der iranische Opec-Gouverneur Hossein Kasempur Ardebili einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Treffen in der libanesischen Hauptstadt an.

Die internationalen Ölmärkte zeigten sich von der Opec-Linie indes unbeeindruckt. Die Notierungen für Rohöl verharrten nahezu auf ihrem Spitzenniveau: An der New Yorker Warenterminbörse Nymex gab es am Mittwoch lediglich einen leichten Rückgang auf 41,86 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem der Preis am Vortag um sechs Prozent auf 42,33 Dollar geschossen war ? der höchste Stand seit Einführung des Nymex-Ölhandels 1983.  
 

02.06.04 19:08

1081524 Postings, 6520 Tage moyaSteigerung der Öl-Förderung zeichnet sich ab

Steigerung der Öl-Förderung zeichnet sich ab

Beirut. AP/BaZ. Angesichts des Rekord-Ölpreises von über 42 Dollar pro Barrel macht sich Saudi-Arabien für eine kräftige Erhöhung der Ölförderung stark. Der saudiarabische Ölminister Ali Naimi erklärte, er werde sich auf der am Donnerstag in Beirut beginnenden OPEC-Konferenz für eine Anhebung der Förderquoten um elf Prozent einsetzen. Damit folge man den Bedürfnissen des Marktes, betonte er am Dienstagabend. An der New Yorker Terminbörse gerieten daraufhin die Rohölpreise wieder etwas ins Rutschen.

Zwar haben sich Venezuela und andere OPEC-Mitglieder gegen eine Ausweitung der Ölförderung gewandt. Doch gilt es nach dem Terroranschlag im saudiarabischen Ölzentrum Chobar am vergangenen Wochenende als unwahrscheinlich, dass sie sich auf der Konferenz durchsetzen können.

Auch der indonesische Ölminister und OPEC-Präsident, Purnomo Yusgiantoro, sprach sich bei seiner Ankunft in Beirut für eine Steigerung bei den Fördermengen aus, die einen «wirklich deutlichen Eindruck» auf die Preise hinterlässt.

Neben Saudi-Arabien kündigten am Mittwoch auch die Vereinigten Arabischen Emirate die Erhöhung ihrer Fördermenge an. Zur Abkühlung der Preise würden die Emirate ihre Produktion um 400.000 Barrel pro Tag erhöhen, sagte Ölminister Obaid bin Saif el Nasseri. Damit solle ein weiterer Preisanstieg verhindert werden. Die OPEC-Quote der Emirate beläuft sich bislang auf 2,051 Millionen Barrel pro Tag.

Die OPEC-Staaten produzieren mehr als ein Drittel des Erdöls auf der Welt. Angesichts des hohen Ölpreises auf den Weltmärkten stossen die Beratungen in Beirut dieses Mal auf ein besonders Interesse. OPEC-Präsident Purnomo verwies aber darauf, dass die Fördermenge jetzt schon über der festgelegten Quote liege und dass viele Länder am Rande ihrer Möglichkeiten pumpten. Die OPEC nutze derzeit 88 Prozent ihrer Förderhöchstmenge. Die grössten ungenutzten Möglichkeiten habe Saudi-Arabien.

 

05.06.04 15:43

1081524 Postings, 6520 Tage moyaSteuerausfälle durch hohe Spritpreise

Steuerausfälle durch hohe Spritpreise







Die anhaltend hohen Spritpreise führen zu neuen Steuerausfällen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" meldete am Samstag unter Berufung auf eine Vorlage für Finanzminister Hans Eichel, dass der Bund im nächsten Jahr 2,4 Milliarden Euro weniger an Mineralölsteuer einnehme als geplant. Ein Ministeriumssprecher bestätigte die Summe nicht, räumte aber ein, dass es im ersten Quartal 2004 einen stärkeren Rückgang bei der Mineralölsteuer gegeben habe.

Verändertes Konsumverhalten
Der Sprecher sagte, die rückläufigen Einnahmen aus der Mineralölsteuer seien auf verändertes Konsumverhalten zurückzuführen. Die Autofahrer nutzten ihr Fahrzeug weniger oder stiegen auf niedriger besteuerte Diesel-Wagen um. Aus den Einnahmeausfällen "ein neues Krisenszenario zu konstruieren ist übertrieben", sagte er.

Eine weitere Meldung des "Focus", wonach Steuervergünstigungen für Flugbenzin und Agrardiesel wegfallen sollen, dementierte Eichels Sprecher ebenfalls. Dies sei Teil der üblichen Spekulationen um die Aufstellung des Haushaltes 2005, der derzeit im Kabinett verhandelt wird. Allerdings habe der Minister mehrfach angekündigt, dass es einen verstärkten Subventionsabbau im Agrarbereich geben werde.

MWSt-Erhöhung wäre "kontraproduktiv"
Für die Fortsetzung des Subventionsabbaus anstelle von Mehrwertsteuererhöhungen sprach sich die Grünen-Finanzexpertin Christine Scheel im Deutschlandradio aus. "Wir haben Subventionen, die nicht mehr zeitgemäß sind", sagte die Vorsitzende des Bundestagsfinanzausschusses. "Bevor man über Steuererhöhung diskutiert, sollte man erst mal in der Struktur etwas verändern." Bei der schlechten Binnennachfrage sei eine Mehrwertsteuererhöhung kontraproduktiv. Eine Mehrwertsteuererhöhung hatte der baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU) ins Gespräch gebracht. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Jürgen Rüttgers lehnte dies im Inforadio Berlin ebenfalls ab. Debatten darüber führten allenfalls dazu, "dass das Vertrauen in die Politik, Probleme zu lösen, noch weiter abnimmt".

Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zum jetzigen Zeitpunkt wäre auch nach Ansicht des niedersächsischen SPD-Fraktionschefs Sigmar Gabriel eine "konjunkturelle Katastrophe". "Ich habe immer vorhergesagt, dass diejenigen, die die Vermögenssteuer ablehnen, am Ende auf eine Mehrwertsteuererhöhung schielen", sagte er dazu. Gabriel bezog sich dabei auf Überlegungen des sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt und des baden-württembergischen Finanzministers Gerhard Stratthaus (beide CDU).

Vorübergehende Senkung der Benzinsteuer
Die Koalitionspolitiker Winfried Hermann (Grüne) und Michael Müller (SPD) sprachen sich im Zusammenhang mit Subeventionsabbau erneut für eine Streichung der Pendlerpauschale aus. Dagegen sagte CDU-Generalsekretär Laurenz Mayer dem "Focus", vor dem Hintergrund steigender Benzinpreise müsse die Regierung ihre Pläne zur Abschaffung der Kilometerpauschale "sofort einstampfen". Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Christoph Böhr plädierte für eine vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer im Falle extrem hoher Rohölpreise.  

Eichel bekräftigte unterdessen sein Nein zu einer Erhöhung der Mehrwertsteuer. Eine solche Diskussion, wie sie in den vergangenen Tagen in der Union geführt wurde, sei schädlich für die Konjunktur, sagte Eichel der "Lausitzer Rundschau" (Cottbus/Samstag). "Wir sind im Aufschwung, aber der Aufschwung ist noch nicht nachhaltig genug." Jede Erhöhung der Mehrwertsteuer reduziere die Binnennachfrage.
 

11.06.04 20:44
1

1081524 Postings, 6520 Tage moyaWohin geht der Ölpreis?

Wohin geht der Ölpreis?

Wie Sie sicherlich wissen, bleiben heute die US-Börsen geschlossen.

Der deflationäre Notfall, der Alan Greenspan dazu bewegt hat, die Leitzinsen auf ein 46-Jahres-Tief zu senken, ist jetzt vorüber. Aber der neue INFLATIONÄRE Notwfall, der ihn dazu bewegen würde, die Zinsen zu erhöhen, hat noch nicht begonnen. Zumindest ist das die Ansicht von Greenspan selbst.

Die Deflation ist besiegt, sagt der Fed-Vorsitzende, und die Inflation sei kein Problem. Aber keine Angst, liebe(r) Leser(in), "sollte diese Einschätzung sich als unkorrekt erweisen", so Greenspan, "dann ist (die Fed) vorbereitet, das zu tun, was zur Erfüllung unserer Verpflichtungen notwendig ist, um Preisstabilität zu erreichen".

Keiner bezweifelt, dass die Fed darauf vorbereitet ist, über steigende Zinsen zu REDEN. Aber die Bereitschaft der Fed, die Zinsen tatsächlich zu erhöhen, ist erheblich weniger offensichtlich. In den letzten paar Jahren hat das Gespenst einer Deflation - oder zumindest das Phantom der Drohung einer Deflation - Mr. Greenspan so Angst eingejagt, dass er die Zinsen auf 1 % gesenkt hat. Obwohl die drohende Deflation niemals für irgendjemanden sichtbar war, sah Greenspan sie so genau, wie ein Kind in seinem dunklen Schlafzimmer ein Krokodil im Schrank sieht.

Glücklicherweise ist das Gespenst einer Deflation jetzt verschwunden.
Aber die Leitzinsen stehen immer noch bei 1 % - und damit satte 200 Basispunkte unter der offiziellen Inflationsrate. Wiederum frage ich
mich: Wo ist der Notfall?

Ironischerweise führt gerade das Nutzen unangebrachter Notfall-Maßnahmen zu neuen Notfällen. Und in früheren Finanzepochen waren es Fed-Vorsitzende, die die Zinsen zu lange zu niedrig hielten, die den Notfall schufen, der als Inflation bekannt ist.

Wo wir gerade von Deflation/Inflation sprechen ... jetzt zum Ölpreis.
Denn hier ist die Frage, ob die Ölpreisentwicklung der Grund für eine mögliche Zinserhöhung sein könnte.

Auch wenn der Ölpreis gerade nur Luft holt, bevor er weiter klettert, dann wäre eine Zinserhöhung vernünftig.

Der jüngste Wechsel in der Stimmung der Marktteilnehmer am Ölmarkt ist sogar noch dramatischer als der Rückgang des Ölpreises.

Plötzlich WEISS jeder, dass der Ölpreis auf 30 Dollar je Barrel oder niedriger fallen wird, dank der erneuerten Garantie der Fed, die Produktion zu erhöhen.

"In 4 Monaten könnten wir von Öl überschwemmt werden", schreibt der Ölanalyst von Bear Stearns, Frederick Leuffer. "Angesichts steigender Lagerbestände werden die Spekulanten ihren Fokus von Terror-Bedenken hin zu fundamentalem Überangebot wechseln."

Leuffer erwartet, dass der Ölpreis bis Anfang nächsten Jahres auf 20 Dollar je Barrel gefallen sein wird. "Verkauen Sie Ölaktien", rät er.
Leuffer mag Recht haben. Aber er könnte auch Unrecht haben ... und zwar sehr deutlich. Kurzfristig hat Leuffer viele, die seiner Meinung sind; selbst viele Ölbullen fürchten eine kurzfristige "Korrektur" auf 30 Dollar je Barrel.

Unabhängig von der kurzfristigen Preisbewegung spricht das große Bild beim Ölpreis nicht gerade für einen Rückgang auf 20 Dollar je Barrel.
Die Nachfrage boomt und das Angebot ist beschränkt, sowohl geologisch als auch geopolitisch.

"Meine Beobachtungen in rund 70 Ländern in 50 Jahren Reisen und Arbeiten sagen mir, dass wir bereits die Grenze überschritten haben", warnt der Ölindustrie-Geologe Dr. Walter Youngquist. "Das Momentum von Bevölkerungswachstum und Ressourcenverbrauch ist so groß, dass ein Kollisionskurs mit einem Desaster unausweichlich ist. Große Probleme liegen nicht weit in der Zukunft." (Eric Fry an der Wall Street)  

11.06.04 20:57

260 Postings, 6387 Tage ausbilder schmidtdie terrorangst ist hiermit beendet,

das ist ein befehl

benzin wird ab morgen billiger  

17.06.04 20:32

1081524 Postings, 6520 Tage moyaAufstockung strategischer US-Ölreserven beendet?

Aufstockung der strategischen US-Ölreserven beendet?

von Jochen Steffens

Nach meinen neuesten Informationen soll der Aufbau der strategischen US-Ölreserven bereits im Juni/Juli eingestellt werden, nicht erst im September.

Ob das was mit dem Anschlag gestern im Irak auf die Ölpipelines zu tun haben könnte? Erste Analysten gehen nicht davon aus, dass die Opec wirklich in der Lage ist, diesen Ausfall zu kompensieren. Der Ölpreis stieg jedenfalls schon einmal, ein bisher rein psychologischer Effekt.

Übrigens, heute morgen wurde zum ersten Mal meine These in den Medien bestätigt, dass die US-Wirtschaft vor der Wahl deutlich anziehen soll.
Ein Analyst betonte, dass die US-Wirtschaft, respektive die Indizes in Wahljahren zunächst gerne am Anfang etwas schwächer notieren, während sie zur Wahl hin wieder anziehen. Er begründete das allerdings damit, dass ein Präsident schließlich sein Amt mit einer boomenden Wirtschaft hinterlassen will.

Ehrlich gesagt kann ich mir alles vorstellen, aber nicht, dass Busch die Wirtschaft deswegen anheizt, damit Kelly eine boomende Wirtschaft übernehmen kann, oder was meinen Sie?

- Im Juni/Juli werden also schon die strategischen Öl-Käufe eingestellt - Gut, die Nachfrage aus China ist groß. Amerika muss dafür sorgen, dass nach der Ölfördermengenanhebung der Opec eine "Ölschwemme" entsteht, vielleicht ist es dafür erforderlich, dass die Zukäufe bereits jetzt eingestellt werden. Noch einmal möchte ich betonen, dass die Theorie bisher rein spekulativen Charakter hat.

Mein Vater, der in der Lokalpolitik tätig war, wies bei jeder Bundestagswahl gerne darauf hin, dass der Wähler alles vergisst, was mehr als 4-5 Monate vor einer Wahl geschehen ist. Die Stimmung der letzten 3 Monate sei besonders entscheidend für den Ausgang einer Wahl. Dass würde sogar passen. Wenn die US-Regierung also jetzt schon die Ölkäufe einstellt und der Ölpreis tatsächlich sinken sollte, dann wird auch das Inflationsrisiko für die nächsten Monate geringer, es besteht kein weiterer Handlungsbedarf für die US-Nationalbank.
Deswegen konnte heute Nacht auch ein Fed Notenbanker betonen: Das Inflationsrisiko sei unter Kontrolle.

Die Benzinpreise in den USA würden sinken, die Energiepreise würden sinken, die Konsumenten hätten dadurch auch wieder etwas mehr Geld zur Verfügung (immerhin stiegen die Energiepreise um 4,5 % im letzten
Monat) die Unternehmen könnten billiger produzieren.

Es wird spannend ... Aber vorher müssen wir noch den Sommer durchzittern, der bekanntlich von geringen Umsätzen und uneinheitlichen Kursbewegung gekennzeichnet ist. Die Daytrader unter Ihnen, die sich mit Charttechnik beschäftigen und schon länger traden, werden den Sommer "zu hassen" gelernt haben. In kaum einer anderen Phase häufen sich die Intraday-Fehlsignale derart, wie im Sommer.
Aber, Charttechnik ist ein Abbild der Massenpsychologie, sinkt die Zahl der Beteiligten, wird auch die Charttechnik ungenauer.

Insgesamt sollte man sich nach der Zinserhöhung im Juni (wenn sie überhaupt kommt) so langsam long auf den Gesamtmarkt positionieren.

Die größte Gefahr, die ich im Moment für die Bullen sehe, sind Anschläge. Insbesondere scheint sich die EL Kaida auf Ölpipelines einzuschießen, die Blutadern des westlichen Finanzsystems. Und wenn ein Anschlag auf eine der Hauptschlagadern gelingen würde, dann werden wir Zeuge einer Weltwirtschaft mit Herzkasper.

Und noch einmal zu Silber: Silber bildet einen nahezu idealtypischen Doppelboden auf dem Niveau von 5,50 Dollar. Wird dieser Boden durch den Bruch der 6,25-6,30 Dollar bestätigt, sind Kurse bis mindestens 7 Euro durchaus denkbar.
 

23.06.04 19:59

1081524 Postings, 6520 Tage moyaVergleicht man die Prognosen für Edelmetalle

Leben in der Parallelwelt

Vergleicht man die Prognosen für Edelmetalle und Rohstoffe, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass noch allzu oft versucht wird, gegen das Offensichtliche zu argumentieren. Öl steht bei 40 US-$. Schon bald soll sich Preis wieder auf 20 US-$ normalisiert haben. Doch warum eigentlich?

Wenn man sich da mal nicht täuscht. Denn das war schon die Prognose von vor einem Jahr, und sie war falsch. Man werfe nur mal einen Blick in die vor einem Jahr veröffentlichten Studien renommierter Researchhäuser. Viele sogenannte Experten hängen weiterhin alten, liebgewonnenen Denkschemata nach und schreiben einstmalige Entwicklungen in die Zukunft fort. Die zuletzt gesehenen Bewegungen bei Öl und Edelmetallen werden als unliebsame, temporär begrenzte Ausreißer abgetan. Vielleicht hat sich die Welt in den letzten zwei Jahren aber auch grundlegend geändert. Und zwar so sehr, dass eine Normalisierung eben nicht mehr das Normale, das zu Erwartende wäre.

So sollte man nicht zu sehr überrascht sein, wenn sich der Ölpreis nicht wieder normalisiert. Im Übrigen hat sich auf Euro-Basis in den letzten Jahren nicht mal viel getan, vielmehr ist es der Dollar, den aufgrund bekannter Umstände an Wert und Vertrauen (ist eigentlich dasselbe) verliert und deshalb nur in größeren Mengen gegen das Schwarze Gold eingetauscht werden kann. Eigentlich verständlich.
Wie anfällig die westliche Ölpipeline gegen die Unwägbarkeiten unserer Zeit ist, zeigte sich in den letzten Tagen, als die irakische Förderung nach Sabotageakten mal eben ausfiel. Das gleiche in Saudi Arabien und wir stünden in einem Chaos, zweifellos. Vor nicht allzu langer Zeit schloss die saudische Regierung eine solche Gefahr noch aus doch wie gesagt: Vielleicht leben wir inzwischen nicht mehr in derselben Welt bzw. unsere Wahrnehmung ist eine andere geworden. Wenn Saboteure oder Terroristen irakische Pipelines zerstören können, dann doch wohl auch saudische.

So ziemlich alle weltweiten Ölgesellschaften hatten ihre mittelfristigen Prognosen mit Ölpreisen von 20 bis 25 US-$ getätigt, teilweise sogar darunter. Also mehr oder minder innerhalb des einstmals geltenden offiziellen OPEC-Zielkorridors von 22 bis 28 US-$ pro Fass. Inzwischen haben die Kurse dieser Unternehmen zwar hier und da ein bisschen zugelegt, aber Investoren scheinen nach wie vor davon auszugehen, dass die derzeitige Preisspitze beim Öl in überschaubar kurzer Zeit wieder abgeklungen sein dürfte, und alles wird wieder wie in guten alten, sicheren Zeiten sein. Entsprechend sind diese Ölgesellschaften heute bewertet.

Quelle:dpa-afx  

   Antwort einfügen - nach oben