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Teldafax - Charttechnik

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 30.04.01 18:03
eröffnet am: 30.04.01 16:12 von: patznjeschnik. Anzahl Beiträge: 14
neuester Beitrag: 30.04.01 18:03 von: Fips17 Leser gesamt: 1500
davon Heute: 1
bewertet mit 1 Stern

30.04.01 16:12
1

3006 Postings, 7683 Tage patznjeschnikiTeldafax - Charttechnik

Habt ihr in den letzten Tagen mal den Chart von Teldafax angesehen? NEIN??? Solltet ihr tuen, könnte sich für euch lohnen. Um nicht unbegründetes Pushen, oder ähnlich Negatives zu kassieren, vielleicht mal eine kleine kurze Analyse:

teledata.de

Die Aktie scheint bei um die 0,50 ? einen Boden gefunden zu haben, was auch noch mal im Candlestickbild ersichtlich wird (Chart2). Der MACD-Indikator hat schon seit Anfang bis Mitte März eine steigende Tendenz und durchbricht, wenn er mit dem gleichen Tempo weiter läuft bald die Nulllinie (BOH - Mit 3l :-D). Der RSI befindet sich nicht mehr auf normalem Niveau und ist weder überver- noch überkauft.

teledata.de

Wie bereits erwähnt ist auch hier der Boden um die 0,5?-Marke deutlich sichtbar.
Die Fast und Slow Stochastik laufen immer mehr auf Null zu und deuten geben bei einem Schnitt von der grünen durch die gelbe Linie ein Kaufsignal. Da sie sich beide nahe Null befinden werden sie bald wieder nach oben steigen (im Extremfall krepeln sie bei der Nulllinie rum).

Damit wollte ich zeigen, dass momentan das Abwärtspotential (rein charttechnisch!) begrenzt ist und die Chancen momentan die Risiken überwiegen. Und jeder weiß, das Pennystocks immer für die schnelle Mark gut sind und wenn ihr euch den letzten Ausbruch der Aktie anschaut, dann kann man hoffen.

Für den risikofreudigen Anleger empfielt sich der Kauf mit einem engen Stopp Loss bei 0,48.

Patzi  

30.04.01 16:17

1497 Postings, 7626 Tage Fips17gut analysiert - könnt für morgen ein kauf werden o.T.

30.04.01 16:20

51341 Postings, 7838 Tage eckiMagst ja recht haben,

aber bei Pleitekandidaten bin ich immer vorsichtig. Da passieren zu viel unberechnebare Dinge.  

30.04.01 16:21

2717 Postings, 7662 Tage Bengalijoo stimmt, aber stop ist extremwichtig!!

Da bei so einer Aktie auch mal schnell die Lichter ausgehen können.
Und das ganze auch sehr spekulativ.


Gruss Medigene  

30.04.01 16:21

3006 Postings, 7683 Tage patznjeschnikiKorrektur:

Im letzten Satz vor dem zweiten Chart muss es heißen, "Der RSI befindet sich auf normalem Niveau..."

Patzi  

30.04.01 16:26

3006 Postings, 7683 Tage patznjeschniki@ecki und Medigene

Richtig, deswegen hab ich geschrieben, für den risikofreudigen Anleger und ein Stopp Loss Kurs (Mensch ist ja voll der Reim :-)) hab ich auch angegeben. Die Analyse beruht auch auf keinem Fall auf irgendwelchen Fundamentaldaten, nur die Charttechnik zeigt, dass die Aktie wieder reif WÄRE für einen Ausbruch. Der unsichere Anleger und der weniger spekulative sollte die Finger von diesen und ähnlichen Werten lassen!

Patzi  

30.04.01 16:29

51341 Postings, 7838 Tage ecki@ patzi

Schon klar, kannst einen Treffer landen mit Teldafax.

Ich bin halt zumeist ein Schisser bei solchen Werten. :-))  

30.04.01 16:35

2717 Postings, 7662 Tage BengaliIch auch eigentlich

Bin zwar noch in Fanta drin, aber Teldafax tue ich mir nicht an.
Naja habe mal ein Orders für mein Börsenspieldepot gelegt auf Deinen Beitrag.
Da kann nix anbrennen:-)



Gruss Medigene  

30.04.01 16:39

235 Postings, 7549 Tage logeEin paar heretische Ueberlegungen

mahnen zur Vorsicht. Schauen wir uns die Charts oben an und zwar Mitte Maerz. Man sieht
Ein Boden scheint gefunden bei ca. 1,30
MACD steigt schon eine Weile
Die Umsaetze sind in letzter Zeit gestiegen
Die Stochastiken sind nahe bei Null und schneiden sich oefter.
Leider hat die Aktie seitdem mehr als halbiert ;-)
 

30.04.01 17:06

10586 Postings, 7762 Tage 1Mio.?Back again :-) Und gleich was interessantes zum

thema!

Leider etwas lang hier der link :                                            www.zdnet.de/finance/spezial/0104/teldafax_00-wc.html
Gruss Mio.

Teldafax im Taumeln


Unternehmen im Sterben, Leitung tot - damit sahen sich zwei Wochen lang Kunden des insolventen Unternehmens Teldafax konfrontiert. ZDNet sprach mit dem Vorstand der Krisenfirma, erklärt, wie sich Kunden bei der Abschaltung ihres Providers verhalten können und zeigt auf, wie es zur Krise der Marburger AG kam.


von Martin Fiutak

"Wir werden die Aufbauleistung in der nächsten Wachstumsphase fortführen und unseren Kunden unter der etablierten Marke Teldafax zusätzliche Dienstleistungen im Bereich Daten und Internet unter der bewährten Strategie 'exzellenter Service bei niedrigen Kosten' anbieten" - mit diesen Worten übernahm im Februar vergangenen Jahres der bisherige Finanzchef Henning Klose den Vorstandsvorsitz vom Teldafax-Gründer Hans Lenz.

Zu diesem Zeitpunkt war die Aktie des Unternehmens noch über 20 Euro wert - inzwischen haben Anleger mehr als 90 Prozent Wertverlust hinnehmen müssen. Die Aktie durchbrach im Februar erstmals die Marke von einem Euro und kostet inzwischen unter 0,60 Euro.

Chronik: Der Niedergang von Teldafax

Vom profitablen Unternehmen zur Insolvenz: Innerhalb von 18 Monaten schlitterte Teldafax immer weiter in die Krise. ZDNet dokumentiert die wichtigsten Kapitel des letzten Firmenjahres.

Im März 2000 gab das Unternehmen die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt: Verbuchte Teldafax 1998 noch einen Überschuss von 8,8 Millionen Mark, stand im Geschäftsjahr 1999 bereits ein Jahresfehlbetrag von 6,9 Millionen Mark ins Haus.

Im August schockte Teldafax seine Anleger mit einem noch größeren Minus bei den Halbjahreszahlen: Das Ergebnis nach Steuern und Abschreibungen fiel mit minus 34,1 Millionen Mark tiefrot aus - im Jahr zuvor schrieb die Marburger Firma noch ein Plus von 23 Millionen Mark. Im November flog die Firma aus der Top-Liga des Neuen Marktes: Wegen zu geringer Marktkapitalisierung musste Teldafax den Nemax 50 verlassen.

Im März 2001 reihte sich Teldafax in die Reihe der Unternehmen ein, die ihren Geschäftsabschluss verspätet vorlegen - ein Verstoß gegen die Regeln des Neuen Märktes

Wenige Tage später stellte die Marburger Aktiengesellschaft Insolvenzantrag - kurz darauf kappte die Deutsche Telekom die Leitungen. Telefonieren und Surfen über Teldafax ist nicht mehr möglich

Mehrere Übernahme-Versuche scheiterten. Grund waren unter anderem die hohen Forderungen von Teldafax für die Übernahme des Kundenstamms. Mobilcom sollte beispielsweise angeblich 400 Millionen Mark für die 170.000 Userdaten bezahlen - damit wären pro Kunde 2353 Mark fällig geworden.

Kurz nach der Insovenz ging ein Strafantrag gegen Teldafax-Vorstand Stefan Koch ein: Er soll bereits seit drei Monaten von der Zahlungsunfähigkeit der Firma gewusst haben. Nach einer einstweiligen Verfügung schaltete die Telekom den Konkurrenten am 20. April wieder frei. Allerdings muss Teldafax pro Woche fünf Millionen Mark an den Ex-Monopolisten bezahlen - weitere fünf Millionen müssen zur Sicherheit auf ein Drittkonto hinterlegt werden.

Kurz darauf verklagte die Konzernmutter Word Access die Deutsche Telekom: Durch die Abschaltung von Teldafax sei ein Schaden von 600 Millionen Dollar entstanden. Teldafax selbst erklärt nach der Wiederaufschaltung, dass nur fünf Prozent der Kunden dem Unternehmen den Rücken gekehrt hätten.

Interview mit IVT-Vorstand Klaus Marwede

Der Interessenverband Telekommunikation (IVT) hat vor kurzem Strafantrag gegen Teldafax-Vorstand Stefan Koch gestellt. Hintergrund seien Erkenntnisse, dass der Insolvenzantrag für Teldafax und ihre Vertriebsgesellschaft möglicherweise zu spät gestellt - also verschleppt wurden, so der Verband. ZDNet sprach mit dem Vorstand des Verbandes, Klaus Marwede, über die Klage.

ZDNet: Was ist die Kernaussage Ihres Strafantrags gegen den Teldafax-Vorstand Stefan Koch?
Klaus Marwede:Unser Hauptvorwurf ist, dass Herr Koch nach eigenen Angaben länger als die gesetzlich vorgeschriebenen drei Wochen wusste, dass er Zahlungsschwierigkeiten hat. Insbesondere als Geschäftsführer der Vertriebs GmbH hätte er von seinen Handelsvertretern keine provisionspflichtigen Leistungen mehr annehmen dürfen, nachdem ihm klar war, dass die Teldafax insolvent ist.

ZDNet: Womit können Sie belegen, dass der Vorstand "nach eigenen Angaben" von den finanziellen Schwierigkeiten wusste?
Klaus Marwede: Uns liegt ein Mail von Herrn Koch vor, in dem er selbst einräumt, seit drei Monaten keine Telekom-Rechnungen mehr bezahlt zu haben. Das mit dem "normalen Cash-Flow" zu begründen, scheint mir an den Haaren herbeigezogen. Außerdem fußt unser Strafantrag auf eigenen Erkenntnissen, zum Beispiel Provisionsforderungen unserer Vertriebspartnerin PCS GmbH sowie einiger Teldafax-Vertreter mit denen wir sehr gut bekannt sind.


Klaus Marwede / Foto: IVT

ZDNet: Wie hat Teldafax auf Ihren Antrag reagiert?
Klaus Marwede: Von Seiten der Teldafax erfolgte keine Reaktion, wohl aber von Herrn Koch selbst. Dieser sieht sich diskreditiert und hat uns aufgefordert, ihm Raum für eine Gegendarstellung zu geben sowie eine Unterlassungsverpflichtung zu unterschreiben, die uns untersagt, weiterhin zu behaupten, dass er den Insolvenzantrag verschleppt hat. Die Erklärung haben wir nicht abgegeben, Herrn Koch aber dennoch ohne Anerkennung einer Rechtspflicht angeboten, auf unserer Webseite eine Gegendarstellung abzugeben. Dies gehört zu unserer Informationspolitik.

ZDNet: Sind Ihnen weitere Klagen gegen Teldafax bekannt?
Klaus Marwede: Wir haben zahlreiche Gespräche mit Teldafax-Mitarbeitern geführt und wissen, dass diese zum Teil Klagen gegen das Unternehmen und Herrn Koch vorbereiten. Interessant ist dabei folgendes Detail: Teldafax hat nach unseren Erkenntnissen bei der Dresdner Bank eine Bürgschaft hinterlegt, damit sich Vertriebsmitarbeiter auf Pump Aktien der Marburger Firma zum Emissionspreis erwerben konnten.

ZDNet: Die Mitarbeiter haben also einen Kredit aufgenommen, um an verbilligte Teldafax-Aktien zu kommen?
Klaus Marwede: So ist es. Es soll Einzelfälle geben, bei denen Mitarbeiter sechsstellig Schulden gemacht haben, um in den Besitz dieser Aktien zu kommen. Wie sich die Situation für diese Personen heute darstellt, ist mir nicht bekannt.

ZDNet: Was raten Sie Kunden und Aktionären von Teldafax?
Klaus Marwede: Wer Schäden hatte, zum Beispiel durch die Abschaltung der 0800er-Nummern, sollte diese geltend machen. Ansonsten müssen Telefonrechnungen selbstverständlich seriös bezahlt werden, auch wenn ein Lieferant insolvent geworden ist. Von "erstmal nichts zahlen" wie es häufig in Mailinglisten und Foren vorgeschlagen wird, haben wir unseren Mitgliedern ausdrücklich abgeraten. Wenn Aktionäre sich im Einzelfall von Adhoc-Meldungen oder andere Verlautbarungen des Vorstandes zu einer Klage motivieren ließen, wäre zu klären, ob diese Verlautbarungen korrekt waren.

Interview mit Teldafax-Vorstand Stefan Koch

ZDNet: Wie ist die Entwicklung bei Umsatz und Telefonaufkommen in der ersten Woche nach der Wiederaufschaltung?
Stefan Koch: Im Bereich der Vertragskunden (Routerkunden) ist etwa 50 Prozent des Umsatzes vor der Abschaltung errreicht. Preselection Kunden werden derzeit aktiv von unserem Call Center angerufen und über die derzeitige Situation aufgeklärt, ein großer Teil dieser Kunden wird zurückgewonnen. Kleine für uns nicht interessante Kunden mit Umsätzen kleiner als 50 Mark im Bereich Preselection werden derzeit nicht aktiv "reanimiert".

ZDNet: Und wie sieht die Situation im Bereich Call-by-Call aus?
Stefan Koch: Hier gilt es, die 01030 wieder ins Bewußtsein der Bevölkerung zu bringen. Der Umsatz per Call by Call ist für die Existenz von Teldafax von hoher Bedeutung.

ZDNet: Gibt es Fortschritte beim Verkauf von Unternehmensanteilen?
Stefan Koch: Ja, es gibt zwei potenzielle Interessenten für Netztel Plus, wir rechnen mit einer Einigung in den nächsten Tagen. Desweiteren gibt es Bestrebungen, gemeinsam mit anderen TK-Unternehmen eine Netzbetriebsgesellschaft zu gründen, die die Ressourcen von Teldafax gemeinschaftlich nutzen.


Stefan Koch / Foto: Teldafax


ZDNet: Vor wenigen Wochen hat der IVT einen Strafantrag gegen Sie gestellt. Wurde die Insolvenz tatsächlich zu spät bekannt gegeben?
Stefan Koch: Unsere Rechtsabteilung hat sich der Sache angenommen, erst wenn der Insolvenzverwalter seinen Abschlußbericht vorlegt, kann definitiv gesagt werden, ob der Insolvenzantrag zu spät gestellt wurde. Der Vorwurf ist jedoch absolut lächerlich, keiner der Beteiligten hat etwas davon, eine Insolvenz zu verschleppen. Ich bin nicht lebensmüde und hafte mit meinem Privatvermögen für Dinge, deren Ursprung lange vor meiner Zeit liegen.
Ich habe das Amt des Vorstandes zum 01.11.2000 angetreten, der IVT sollte sich besser mit den Leuten beschäftigen, die diesem Unternehmen in den vergangenen Jahren "vorstanden".
Ich versuche Arbeitsplätze und diese Firma zu retten und bekomme dafür auch noch "Prügel", eine Verhaltensweise, die der eine oder andere Vertriebspartner und Interessensverband mal überdenken sollte. Der IVT ist übrigens Vertriebspartner von Teldafax, man könnte sich Fragen, ob er nicht "sauer" reagiert, weil er im April keine Provision bekommen hat.

ZDNet: Was haben Sie zu dem Vorwurf zu sagen, dass Sie seit drei Monaten keine Rechnungen der Telekom bezahlt haben?
Stefan Koch: Das stimmt so "nackt" betrachtet nicht. Wir haben in den letzten drei Monaten vor Insolvenzantrag jedes Zahlungsziel und die Mahnstufen ausgenutzt. Die Telekom hat diese Verhalten in der Vergangenheit immer toleriert. Aufgrund der Tatsache, dass die Telekom-Rechnungen nie ganz korrekt waren und sind, war diese Vorgehensweise üblich. Bei der Feststellung des Zeitpunktes der Insolvenz kommt es auch nicht darauf an, ob man über drei Monate redet, sondern auf die zu zahlenden Beträge.

ZDNet: Unserer Redaktion liegen Berichte vor, wonach Teldafax eine Bürgschaft für ein Mitarbeiter-Optionsprogramm hinterlegt hat - können Sie dies bestätigen?
Stefan Koch: Beim Börsengang 1998 gab es ein Kaufprogramm, ein Teil der Mitarbeiter hat damals Aktien mittels der Inanspruchnahme eines Darlehens erworben, für welches Teldafax bürgt. Die Mitarbeiter sind unser höchstes Gut und wir werden dies bei der Vorgehensweise in diesem sensiblen Punkt berücksichtigen. Kein Mitarbeiter muß Angst haben, daß er hierdurch in finanzielle Probleme gerät.

ZDNet: Müssen Teldafax-Kunden mit einer weiteren Abschaltung in naher Zukunft rechnen ?
Stefan Koch: Wir zahlen wöchentlich gemäß dem vereinbarten Zahlungsplan Geld an die Telekom, solange dies geschieht, darf die Telekom nicht abschalten. Nach den Erfahrungen der letzten Runde haben wir uns jedoch ein "Netz und doppelten Boden" zugelegt, wie dies funktioniert bleibt unser "Betriebsgeheimnis".

Kommentar: Marburgs müde Manager

"Wir sind wieder da!" verkündet die insolvente Firma Teldafax auf Ihrer Homepage, seitdem Telefonate über das Netz des Marburger Unternehmens wieder möglich sind. Trotz zweiwöchiger Abschaltung hätten nur fünf Prozent der Kunden dem Unternehmen den Rücken gekehrt, man habe "sofort wieder 45 Prozent des alten Tagesumsatzes" generiert.

Doch der Schein trügt: Noch immer ist die Firma insolvent, noch immer werden Käufer für einzelne Unternehmensteile gesucht. Dass das zahlungsunfähige Unternehmen nun monatlich 20 Millionen Mark an die Telekom für die Miete der Leitungen vorstrecken muss, macht die Situation nicht einfacher.

Geradezu grotesk wirkt die Behauptung der ebenfalls insolventen Konzernmutter World Access, durch die zweiwöchige Abschaltung sei ein Schaden von umgerechnet 1,3 Milliarden Mark entstanden. Teldafax weist für das Geschäftsjahr 1999 - neuere Zahlen liegen bekanntlich nicht vor - einen Umsatz von 670 Millionen Mark und einen Verlust von 6,9 Millionen Mark aus. Teldafax tat gut daran, den angeblichen Schaden in Milliardenhöhe nicht zu kommentieren.


Martin Fiutak / Foto: ZDNet


Allerdings scheint man in Marburg ähnlichen Zahlenspielen anzuhängen wie in Übersee. Zu den wenigen nennenswerten Punkten auf der Haben-Seite der insolventen Firma zählt der Kundenstamm, der angeblich 170.000 Personen umfasst. Wer aber für den Verkauf dieser Daten 400 Millionen Mark verlangt und damit pro Kunde mehr als 2300 Mark einsacken möchte, scheint den Ernst der Lage zu verkennen.

Bei der Präsentation der Geschäftszahlen vor etwas mehr als einem Jahr zeigte sich Vorstand Henning Klose "natürlich nicht zufrieden". Allerdings seien der "Großteil der das Ergebnis belastenden Faktoren in die Zukunft gerichtet, deren Erfolgsbeiträge wir bereits im Jahr 2000 werden sehen können", so der damalige Teldafax-Chef. Statt der Erfolgsbeiträge im Jahr 2000 kam die Insolvenz im Jahr 2001.

Ein trauriges Kapitel für den Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt. Sollte sich keine starke Allianz finden, um das Unternehmen aus der Krise zu bringen, tun Kunden gut daran, sich nach Alternativen umzusehen. Anteilseigner können sich nur noch in Schadensbegrenzung üben: Das Papier hat innerhalb eines Jahres mehr als 50 Prozent an Wert verloren und ist zur Zockeraktie mit täglichen Ausschlägen von über zehn Prozent verkommen. Der verzweifelte Aufruf eines Aktionärs im Börsenforum von "Wallstreet Online", ab jetzt "nur noch über die 01030 zu telefonieren, um die Umsätze anzukurbeln", wird die Aktie auch nicht mehr zu alten Höchstständen treiben.

Leitung tot - was tun als Kunde?

15 Tage lang ging für die Kunden von Teldafax nichts mehr: Die Deutsche Telekom hatte die Leitungen des Marburger Unternehmens am 5. April um zwölf Uhr mittags abgeschaltet, nachdem dieses kurz zuvor Insolvenz beantragt hatte. Erst am 20. April konnte über die Leitungen der Krisenfirma wieder telefoniert werden - nachdem die Telekom durch eine einstweilige Verfügung zur Freischaltung der Leitung bewegt wurde und sich Teldafax zur wöchtentlichen Zahlung von fünf Millionen Mark verpflichtete.

Die Telekom hatte kurz darauf gedroht, neben Teldafax und Callino 30 weitere Wettbewerber abzuschalten, wenn diese ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen sollten. "Wir sind doch nicht die Hausbank unserer Mitbewerber" verteidigt der Marktführer sein Vorgehen. ZDNet zeigt auf, womit Hunderttausende von Telefon- und Internet-Nutzern rechnen müssen, wenn ihr Provider vom Netz abgeschaltet wird:

Call-by-Call-Kunden
Glimpflich davon kommen die Kunden, die sich per Call by Call bei der Konkurrenz einwählen: Wer vor einer Fernwahlnummer die eines abgeschalteten Telekom-Konkurrenten wählt (im Fall von Teldafax 01030), sieht sich mit einer toten Leitung konfrontiert. Allerdings haben diese Kunden jederzeit die Möglichkeit, auf einen anderen Anbieter auszuweichen - es muss lediglich die Vorwahl des Konkurrenten eingegeben werden. Der Tarifrechner von ZDNet gibt einen Überblick zu den aktuellen Gebühren.

Preselection-Kunden
Ernsthaft in die Röhre schauen Preselection-Kunden: Wer sämtliche Ferngespräche per Voreinstellung über einen Telekom-Konkurrenten führt, muss sich im Fall der Abschaltung mit Ortsgesprächen begnügen. Sämtliche Telefonate, die mit einer 0 beginnen, sind nicht mehr möglich. Allerdings können die betroffenen Kunden per Call by Call wieder einen anderen Anbieter wählen und so die tote Leitung umgehen. Außerdem steht ihnen im Fall der Abschaltung das Recht zur fristlosen Kündigung zu.

User von LC-Routern
Wer zwischen Telefon und Leitung einen Router geschaltet hat, dürfte von der Abschaltung des einen oder anderen Anbieters wenig merken. Die Geräte, die gegen eine monatliche Gebühr von rund fünf Mark automatisch den billigsten Anbieter wählen, stellen die Verbindung über einen Konkurrenten her, wenn die Leitung belegt oder tot sein sollte.

Festnetz-Kunden
Wer komplett zu einem Konkurrenten der Deutschen Telekom gewechselt ist (zum Beispiel zu einem City-Carrier), muss im Fall einer Abschaltung mit einem kompletten Leitungsausfall rechnen. Weder Orts- noch Ferngespräche sind möglich. Allerdings weisen die Konkurrenten die Gefahr von sich. So hat die Vodafone-Tochter Arcor, bei der in ausgewählten Städten komplette ISDN- und DSL-Leitungen gemietet werden können, Spekulationen über eine mögliche Abschaltung vehement zurück gewiesen.

 

30.04.01 17:22

769 Postings, 7949 Tage zockratCharttechnik bei TeldaFax

bei einem Unternehmen wie TelDaFax ist die Cahrttechnik uninteressant, da zählen nur die harten Fakten.  

30.04.01 17:30

1497 Postings, 7626 Tage Fips17@zockrat

also da widersprech ich dir fast vollkommen.

Pennystocks reagieren derzeit absolut vom marktunabhängig und enormst gut auf Charttechnik.
Ist klar, das die Aktien reagieren wenn News kommen und das stärker als andere die vielleicht 20 Euro scheinchen kosten.

mfg fips17  

30.04.01 18:01

769 Postings, 7949 Tage zockrat@ Fips17

als technische Reaktion innerhalb eines Tages oder als Tageszock - geb ich dir vollkommen Recht.
Aber eine Tendenz über mehr als 1 Tag, Aufgrund eines Charts bei einem solchen Wert auszumachen - da bin ich doch sehr skeptisch.
Da war ja die Rede von Bodenbildung usw. - wenns dumm läuft ist der Boden erst bei 0,00 erreicht, da TelDaFax u.U. Konkurs anmelden muss.  

30.04.01 18:03

1497 Postings, 7626 Tage Fips17@zockrat

na dann passts eh,
sind wir derselben meinung

mfg Fips17  

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