Tafelsilber wird verscherbelt!

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neuester Beitrag: 13.11.04 07:49
eröffnet am: 23.06.04 07:10 von: bilanz Anzahl Beiträge: 35
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23.06.04 07:10

5698 Postings, 7015 Tage bilanzTafelsilber wird verscherbelt!

Der deutsche Finanzminister Hans Eichel plant den Verkauf der Anteile an der deutschen Post, der deutschen Telecom und die Beteiligungen an den Flughäfen Frankfurt und München.

Für was?
Um Löcher zu stopfen!

Das Geld ist schon weg, bevor es überhaupt hereinkommt.

Und die Beteiligungen auch, der deutsche Staat wird ärmer.

Wer bezahlt:
Einmal mehr wird der Kleinanleger die Zeche bezahlen. Der Kurs der Telecom, der Volksaktie dümpelt und kommt nicht vom Fleck, die - die einmal als Altersvorsorge angepriesen wurde.
Aber was hat der Sparer der Kleinanleger schon zu sagen?
Er wird einmal mehr über den Tisch gezogen.
 
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9 Postings ausgeblendet.

23.06.04 10:43

129861 Postings, 6521 Tage kiiwiiGuten Morgen Bilanz,

wie gehts den Zwillingen, und der Mama ? Ich hoffe, gut !?

Also mit dem Tafelsilber ist das so eine Sache.
In jedem Fall ist es besser als Schuldenmachen, dennoch ist es wie die Wahl zwischen Pest und Cholera, weil man natürlich über den Tisch gezogen wird (zumindest damals, als die Telekom im grössten Hype ihre erste Plazierung durchführte).

Ich würde jedenfalls Aktien vorziehen (sind "reale" Werte), denn "Schuldenmachen" ist auch sowas wie Diebstahl; die Schuld wird ja, wie wir wissen, nie mehr getilgt (ausser durch neue Schulden), und die Verteilungswirkungen sind bekanntlich negativ. Langfristig frisst die Inflation den Schuldtitel auf; der kleine Zinscoupon soll nur den Diebstahl durch den Staat kaschieren bzw. erträglich machen.

Allerdings würde ich nicht Erstemissionen kaufen, sondern abwarten; Telekom konnte man später viel günstiger kaufen.

Soviel von einem Investment-Laien.

Viel Grüass vo Frankfurt noch Zürich.
K.
 

23.06.04 11:13

7336 Postings, 6836 Tage 54reabdas virtuelle verkaufen des

tafelsilbers ist nicht anderes als versteckte schulden. verkauft wird an die bundeseigene bank kfw. eichel legt den preis unabhängig von den marktgegebenheiten fest. die kfw muss schauen wie sie den schrott los wird. sie sitzt immer noch auf erklecklichen mengen von dte-aktien aus früheren "privatisierungen". notfall wird die kfw insolvent und der bund muß einspringen. formal hat man jedoch einen verfassungsgemäßen haushalt hingebracht.

für die aktionäre von z.b. der dte bedeutet dies, dass die aktie prinzipiell schlechter als der markt laufen wird. bei jeder kleiner kurserholung wird die kwf nachschieben. dte ist immer noch das größte deutsche schwergewicht. fast doppel so schwer wie z.b. siemens. diese marktkapitalisierung ist mit nichts begründbar. deshalb muß der kurs noch weit runter.  mit den "kleinaktionären" braucht man kein mitleid zu haben. weshalb haben sie diesen überteuerten schrott überhaupt gekauft? es war die unendliche gier, die ihr hirn vernebelt hatte. jetzt warten sie 200 jahre auf die kurserholung.


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23.06.04 11:20

5698 Postings, 7015 Tage bilanzHallo kiiwii

Es geht allen drei ausgezeichnet, natürlich ist die Mutter noch ein wenig gezeichnet von den Strapatzen, aber glücklich über die zwei herzigen Mädchen.

Wurde noch ein wenig mit Champagner begossen.

Ist ja auch nicht ein alltägliches Ereignis.

grüsse aus zurigo
bilanz  

23.06.04 11:22

2273 Postings, 6611 Tage TomIndustryIIhallo bilanz!

schon die boardmail gelesen?

auch nocheinmal gratulation wegen den zwei herzigen mädels!  

23.06.04 11:25

7336 Postings, 6836 Tage 54reabglückwunsch bilanz, zu

den beiden neuen erdenbürger:



;o)  

23.06.04 11:26

5698 Postings, 7015 Tage bilanzTomindustryll

Hallo Hallöchen, wirst bald von mir hören im Boardmail.

Hol doch mal meinen Tread zum Treffen hoch, chrismitz muss ich dabei abschreiben.

gruss bilanz  

23.06.04 11:28

5698 Postings, 7015 Tage bilanz54reab

Ganz hübsch, gefallen mir ausgezeichnet, bringen die das Bier Dir?

Dann wäre das ja direkt beneidenswert.

gruss bilanz  

23.06.04 11:37

69031 Postings, 6534 Tage BarCodeBilanz

Ich höre, Du hast der Welt 2 kleine Schweizerinnen gegönnt? Dann von Herzen alles Gute und meine Glückwünsche.


ariva.de Gruß BarCode

 

23.06.04 11:39

7336 Postings, 6836 Tage 54reabbilanz, das war ein blick in die zukunft.

so in ca. 20 jahren, du in der hängematte und der nachschub läuft.


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23.06.04 11:49

21799 Postings, 7969 Tage Karlchen_I@bilanz...

Herzlichen Glückwunsch - und viel Freude mit den beiden.  

23.06.04 11:58

59073 Postings, 7606 Tage zombi17Herzlichen Glückwunsch



Meine Nachbarin hat auch Zwillinge, einer schreit immer.
Die ruhigen Tage gehören jetzt entgültig der Vergangenheit an:-)) Aber Ihr schafft das schon!  

23.06.04 11:58

12850 Postings, 7198 Tage Immobilienhaitztztz...täglich neue lügen?

ist noch keine 2 wochen her, da wollte sich bilanz in spätenstens 5 bis 10 jahren auf thailand nur mit seiner frau zur ruhe setzen, und jetzt auf einmal gibt es zwillinge, hab ich da in bio nicht aufgepaßt? oder bestehen mittlerweile arge koordinationsprobleme mit dem lügenkonstrukt?  

23.06.04 12:07

129861 Postings, 6521 Tage kiiwiiDer i.h. ist doch ein "blindes Huhn"

Wenn Dummheit schreien könnte, würde man es über den Atlantik hören.
Oder liegt es an der Zeitverschiebung, dass er immer nur das letzte Posting liest?
Soo kriegt man halt nix mit!  

23.06.04 12:16

12850 Postings, 7198 Tage Immobilienhaiach kiiwii

du mußt nicht immer von dir auf andere schließen...  

23.06.04 12:18

26159 Postings, 6411 Tage AbsoluterNeulingSchweizer Zinserhöhung war "krasser Fehler"

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/950/33917/

23.06.2004   10:43 Uhr  


Deutsche Bank

Schweizer Zinserhöhung war "krasser Fehler"

Der Chefökonom der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat Kritik an der Erhöhung des Leitzinses durch die Schweizerische Nationalbank am vergangenen Donnerstag geübt.

 
 
Er bezeichnete die leichte Erhöhung in einem Interview mit der Schweizer HandelsZeitung vom Mittwoch als "krassen Fehler". Die Zinswende in der Schweiz sei zu früh erfolgt.

"Es wäre besser gewesen, wenn die SNB mit der Zinswende bis ins nächste Jahr gewartet und die Leitsätze erst nach einem Zinsschritt der Europäischen Zentralbank angehoben hätte", sagte Walter.

Nun riskiere die Schweizerische Nationalbank eine Aufwertung des Frankens, was eine schlechte Voraussetzung für den Export und die Konjunkturerholung in der Schweiz sei.

Die Zinserhöhung sei zu einer Unzeit gekommen. In Europa dürften die Zinsen nach Einschätzung Walters "eher zu Mitte des nächsten Jahres als davor" steigen. Laut Walter müssten sie sogar nochmals ein halbes Prozent gesenkt werden. Die europäische Konjunktur brauche noch eine Stütze.

Die SNB hatte am Donnerstag ihren Leitzins um ein Viertel Prozentpunkt angehoben. Das Zielband für ihren wichtigsten Zins, den Dreimonatslibor, erweiterte sie von 0,0 bis 1,0 Prozent. Den Libor selbst will sie um 0,5 Prozent halten.

(sueddeutsche.de/dpa)


 

23.06.04 12:18

1043424 Postings, 6448 Tage moyaAlles raus um jeden Preis

Bei Privatisierung nicht auf direkten Börsengang angewiesen

BERLIN (dpa-AFX) - Bei der angestrebten massiven Privatisierung weiterer Telekom- und Postanteile DTE.ETR DPW.ETR ist der Bund nach Angaben von Finanzminister Hans Eichel (SPD) nicht auf unmittelbare Börsengänge angewiesen. "Dies wäre ein fundamentaler Fehler", sagte Eichel am Mittwoch bei der Vorstellung seines Etatentwurfs für 2005. Der Bund sei in der Lage, die Anteile über "Platzhaltergeschäfte" an die staatliche KfW-Gruppe abzugeben. Ein Börsengang könne dann zu einem Zeitpunkt erfolgen, der der Kurspflege diene.  

23.06.04 12:49

129861 Postings, 6521 Tage kiiwiiHandelsblatt: Überflüssiges Tafelsilber

Überflüssiges Tafelsilber

Von Donata Riedel


Von der Antike bis zum Ende des byzantinischen Kaiserreichs dienten silbernes Geschirr und Besteck den Herrschern zur Veranschaulichung ihrer Macht und ihres Reichtums. Als Mythos vom unveräußerlichen Schatz des Staates hat das Tafelsilber bis heute im kollektiven Gedächtnis überlebt. Das erklärt die reflexhafte Ablehnung der Privatisierungsbemühungen von Bundesfinanzminister Hans Eichel.

Die Idee vom Schatz des Bundes vernebelt dabei ausgerechnet jenen Politikern von Union und der FDP die Sinne, die sonst vollkommen zu Recht und vehement für den Rückzug des Staates aus der Wirtschaft streiten. Sicher ist es nicht völlig egal, ob der Finanzminister Bundesvermögen verkauft, um Geld in die Kasse zu bekommen, oder ob er es aus Überzeugung und mit einem ordnungspolitischen Zweck tut. Im aktuellen Fall aber zieht sich der Staat aus rein finanziellen Gründen viel früher aus der Post und der Telekom zurück, als bislang erwartet worden ist. Ein Glücksfall, denn damit erhöht sich die Handlungsfreiheit der Unternehmen, die nicht länger auf die Politik Rücksicht nehmen müssen.

Gleichzeitig steigt die Chance auf Wettbewerbsstrukturen in der Zukunftsbranche Kommunikation und dem jungen Markt für Postdienste. Das nutzt den Kunden und verschafft Wachstumsimpulse durch Konkurrenz.

Durch Eichels Trick, über eine Verlagerung und Auflösung des Marshallplan-Vermögens das Eigenkapital der Staatsbank KfW zu stärken, verlieren die geplanten Privatisierungserlöse im Etat 2005 weitgehend ihren Charakter der Luftbuchung: Zehn bis zwölf Milliarden Euro, je nach Kursentwicklung, wird Eichel einnehmen können. Denn erstmals wird die KfW finanziell in der Lage sein, ihm das gesamte T-Aktienpaket des Bundes abzukaufen. Ein Post-Börsengang zusätzlich irgendwann im Jahr 2005 ist ebenfalls keine Utopie.

Recht haben die Kritiker, wenn sie feststellen, dass der Schatz des Bundes nur einmal verkauft werden kann. Vermutlich ist es das, was die Union quält: Sollte sie ab 2006 regieren, kann sie nicht einmal mehr das Tafelsilber verkaufen. Sie wird brutal die Ausgaben da kürzen müssen, wo sich SPD und Grüne drücken ? bei den teuren Etats Arbeit und Soziales.

HANDELSBLATT, Mittwoch, 23. Juni 2004, 07:04 Uhr
 

08.09.04 10:26

5698 Postings, 7015 Tage bilanzWeitere 15 Milliarden Tafelsilber gehen weg.

In 2005 plant der deutsche Finanzminister weitere 15 Milliarden Erlöse aus dem Verkauf von Staatsbeteiligungen, um die Maastricht-Kriterien erfüllen zu können.

Wo führt das hin? Das Staatsvermögen verschleudern kann man nur einmal.

Was geschieht danach? Dann wird der Bürger für die vernichtende Finanzpolitik dieser rot/grünen Koalition bluten müssen, wei o weia, die CDU wird eine schweres Erbe antreten müssen.
 

08.09.04 10:33
1

613 Postings, 7701 Tage ReneWCdie cdu hatte erstmal

ein schweres erbe hinterlassen.

und diesen schwarzen peter bekommen die postwendend zurück ... das wissen die damen und herren aber bereits und freuen sich mit sicherheit nicht auf die kommenden wahlen.

René Wiggle Christ

SHOCK-WEB.DE  

08.09.04 11:07

9279 Postings, 6465 Tage Happydepot@ReneWC

o.T voll korrekt ,nur die Wahrheit will keiner wissen.
Ich Wette hier ,am heutigen Tag ,wenn die CDU dran kommt geht es uns dreckige als heute.Die CDU wollte doch schärfere Gesetze in Hartz4 einbauen,diese werden die noch durchsetzen.Was meinst Du warum die die Zahnversicherung aufs eisgelegt haben ,6,50euro pro Monat war denen doch schon zuwenig.Bevor ich jemals CDU wähle hacke ich mir beide Händ ab.Die sind doch noch nie für den kleinen Mann gewesen ,diese Heuschler.  

08.09.04 11:23

9950 Postings, 7248 Tage Willi1Ui bilanz,

Glückwunsch, gerade erst mit bekommen.
Pass nur auf wegen der Überbevölkerung.

Willi  

08.09.04 14:59

2385 Postings, 7864 Tage BroncoGehen wir doch mal ökonomisch an die

Frage mit dem Tafelsilber ran:

Gibt es ein Gemeinwohlinteresse an der Telekom, Bahn und ähnlichen Staatsunternehmen das sich mit schnödem Interesse an Mammon und Gewinn nicht verträgt ? - Wenn ja, dann frage ich mich, warum dann diese Unternehmen so umstrukturiert wurden, dass sie wie Privatunternehmen wirtschaften sollen.
Gibt es ein solches Interesse nicht, dann gibt es doch wohl keinen Grund, sich anders zu verhalten als private Investoren:
Die Benchmark für die Performance dieser Unternehmen ist der Zinssatz, den der Staat heute für seine Verschuldung bezahlt. Liegt die Performance drüber, so sollte der Staat halten, liegt sie drunter, dann raus mit der Scheisse, notfalls auch mit Kursverlust !

Was interessiert da das Gejammere der "Kleinanleger" - es gibt zahlreiche Bürger in diesem Land, die noch nicht einmal über den Luxus einer "Kleinanlage" in Wertpapieren verfügen und auch in nächster Zukunft nicht verfügen werden. Die untere Hälfte der Bevölkerung hält nichtmal 4,5% des Volksvermögens. Die Sparquote der unteren 40% der Bevölkerung ist (mangels Einkommen) negativ, da steht auch kein Konsumrausch an, der die Kassen des Finanzministers füllen könnte (oder die Angebotspolitik, die hier seit 22 Jahren die unteren Schichten ausblutet, auf fruchtbaren Boden fallen lassen könnte).  

08.09.04 15:26

1798 Postings, 7432 Tage RonMillerfür dieses jahr mag der erlös

durch den verkauf von beteiligungen noch ausreichen,
vielleicht findet man auch im nächsten jahr noch ein
paar dinge zum verscheppern...aber dann?
wenn das übel nicht an der wurzel gepackt und abgewürgt
wird, hinterläßt uns diese regierung den größten je
gesehenen scherbenhaufen;
ginge es mir und meiner familie schlecht, würde ich
halt an weihnachtsgeschenken oder urlaub sparen, auch
mal billiger beim discounter kaufen, auf nen kinobesuch
verzichten, aber doch nicht den küchenschrank und das
ehebett verkaufen und flott weiterleben, denn irgendwann
wäre das mobiliar futsch und ich müßte unser leben trotzdem
einschränken;
dieser miese haufen, der sich regierung nennt, denkt ja nur
noch daran, bis zur nächsten wahl zu überleben.
 

08.09.04 15:36

2385 Postings, 7864 Tage BroncoFreu Dich über den Scherbenhaufen,

der ist in der heutigen Zeit neben der Arbeitlosigkeit das Einzige was noch wächst - und das schon seit Jahrzehnten von einem Alltimehigh zum anderen. Hach, könnte man darauf Calls erwerben - ich würde mein ganzes Tafelsilber dafür verscherbeln !  

13.11.04 07:49

5698 Postings, 7015 Tage bilanz23 Milliarden aus dem Tafelsilber


Der deutsche Bundeshaushalt 2005 ist fertig. Nach wochenlangen Beratungen stehen seit Freitag alle Details fest. Der Bund will nächstes Jahr mit 22 Milliarden Euro neuen Schulden auskommen - etwa halb so viele wie 2004. Die Zinslast beträgt 2005 40,4 Milliarden Euro. Sie fällt damit um knapp 800 Millionen Euro geringer aus als bisher geplant. Der Etat ist verfassungskonform.
  
Der Bund gibt kommendes Jahr 254,3 Milliarden Euro aus, vier Milliarden weniger als bisher angesetzt. Der niedrigere Wert ergibt sich dadurch, dass der Pensionskassen-Deal mit der Post und Telekom bei den Ausgaben heraus gerechnet wurde.

23 Milliarden aus dem Tafelsilber
Das Grundgesetz schreibt vor, dass die Investitionen über der Kreditaufnahme liegen müssen. Eichel kann die Vorgabe nur deshalb halten, weil er mit fast 23 Milliarden Euro aus dem Verkauf von Staatseigentum rechnet. Neben dem Verkauf der Pensionsforderungen an Post und Telekom, der 5,5 Milliarden Euro bringen soll, erhofft die Koalition Privatisierungserlöse von 17,1 Milliarden Euro.

Die Investitionen belaufen sich auf 22,7 Milliarden Euro. Das heisst, die Differenz zur Verfassungswidrigkeit beträgt 700 Millionen Euro. Der Ansatz für die Steuereinnahmen des Bundes wurde um 3,7 Milliarden auf nunmehr 190,8 Milliarden Euro reduziert. Die Bundesagentur für Arbeit soll 4,0 Milliarden Euro erhalten - 500 Millionen mehr als bislang geplant.

Euro-Kriterien sollen gehalten werden
Eichels Ziel ist es, kommendes Jahr die Defizitgrenze des Euro-Stabilitätspaktes wieder einzuhalten. Erlaubt sind maximal 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Deutschland konnte die Norm drei Jahre in Folge nicht erfüllen. Der Minister räumt ein, dass es sehr knapp wird. Er will für 2005 nach Angaben aus Regierungskreisen 2,9 Prozent an die EU-Kommission melden. Dieses Jahr dürfte das Defizit ungefähr 3,7 Prozent betragen.

Nach der gescheiterten Verlegung des Tages der deutschen Einheit auf einen Sonntag prüft Eichel, dass die Bundesländer von den Landesbanken Rücklagen zurückfordern und in ihre Etats einstellen können. Dies würde helfen, die Maastricht-Vorgaben zu schaffen. Die Verlegung des Nationalfeiertages sollte die Staatskasse um zwei Milliarden Euro entlasten.  

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