"Steuerhinterziehung stärkt die Wirtschaft"

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neuester Beitrag: 06.12.12 15:52
eröffnet am: 05.12.12 16:47 von: Happy End Anzahl Beiträge: 17
neuester Beitrag: 06.12.12 15:52 von: Europleite Leser gesamt: 604
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bewertet mit 4 Sternen

05.12.12 16:47
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95441 Postings, 7564 Tage Happy End"Steuerhinterziehung stärkt die Wirtschaft"

Warum Steuerfahnder die Wirtschaft schwächen
Eine Kolumne von Wolfgang Münchau

Europas Staaten haben der Steuerhinterziehung den Kampf angesagt. Was moralisch richtig ist, könnte sich ökonomisch als großes Problem entpuppen. Denn der Trend zu mehr Ehrlichkeit wirkt wie eine Steuererhöhung - und die ist Gift für eine ohnehin schwache Wirtschaft.

weiter: http://www.spiegel.de/wirtschaft/...steuerhinterziehung-a-871136.html  

05.12.12 16:56
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2929 Postings, 3423 Tage Dilettantenstadlmehr Ehrlichkeit wirkt wie eine Steuererhöhung :D

lol...armutszeugnis 2012  

05.12.12 16:57
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5896 Postings, 4004 Tage Italymastereine

gesunde schwarzarbeit ist existenziell einfach wichtig !  

05.12.12 16:58
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16587 Postings, 7011 Tage MadChart#1: Dann müsste Griechenland logischerweise

eins der reichsten Länder der Welt sein  :-)

Kann also nicht stimmen. Aber eine nette Provokation ist der Artikel aus #1 allemal.
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No hay amor más puro y sincero que el de un minibusero

05.12.12 17:00
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3151 Postings, 3994 Tage DAX Indikationist der Autor von der FDP?

Wahnsinn, wie die Leute einen für dumm verkaufen wollen.  

05.12.12 17:03
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51341 Postings, 7764 Tage eckiIst Schutzgelderpressung auch hoch moralisch?

Stärkt meinen Geldbeutel und ich kann dann auch mehr Schwarzarbeitsaufträge vergeben, z.B. mal einen lästigen Steuerfahnder erschiessen oder so......

So bleibt das Geld in Schwung.  

05.12.12 17:44

7753 Postings, 7560 Tage Mr_BlueWer hat den denn bezahlt?

05.12.12 18:10
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3151 Postings, 3994 Tage DAX IndikationIch habe mir diese, (Ich bitte gleich vorab zu

entuschuldigen) hirnlose Scheiße durchgelesen. Vor allem diese Aussage: "Die Schweiz ist zu riskant geworden. Damit erhöht sich für sie der effektive Grenzsteuersatz von Null auf 45 Prozent, je nach Einkommen und Umständen, plus Zinssteuern. Damit reduziert sich für sie das verfügbare Einkommen. Sie werden weniger konsumieren oder investieren"

Genau weil die Leute, welche dort Gelder verstecken, über diese Konten Konsumgüterrechnungen begleichen. So wird es sein.  

05.12.12 19:27
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36845 Postings, 6580 Tage TaliskerIch hab ja mal gehört,

dass ab und an das Wichtigste am Schluss kommt. Könnte hier auch der Fall sein.
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Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

05.12.12 19:37
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24273 Postings, 7925 Tage 007BondOder gar ein Banküberfall!!

Einen Porsche, eine goldene Uhr, ein Haus, teure Klamotten, Fernreisen ... all das könnte man sich nach einem Banküberfall leisten - ok - wenn einer für all das nicht ausreichen sollte, müssen es dann mehrere werden! Da werdet ihr alle staunen, wie das die Wirtschaft antreiben würde - vor allem, wenn das mindestens jeder zweite hier in Deutschland so machen würde! Und man müsste auch überhaupt kein schlechtes Gewissen haben - bei der Geschäftspolitik heutiger Banken! ;-)  

05.12.12 20:21
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24654 Postings, 7445 Tage Tony FordKann also nicht stimmen? Stimmt aber doch...

Irgendwie schon amüsant, wie einige Leute hier versuchen mittels Vergleiche versuchen die Richtigkeit der Aussage zu bewerten.

Wozu liebe Leute habt ihr in der Schule Mathematikunterricht gehabt?
Wie wäre es, ab und an auch mal die Mathematik im Leben anzuwenden und solche Aussagen mal mit mathematischer Logik zu analysieren?

Gut fangen wir nun mal an diese Aussage mathematisch zu betrachten.

Fakt 1:
Steuern sind Unkosten, welche ZUSÄTZLICH erbracht werden müssen und wofür es keine direkte Gegenleistung gibt.

D.h. wenn Jemand für 100? einkaufen geht, landen 81? in den Wirtschaftskreislauf und 19? ins Staatssäckle.

Würde man nun keine Steuern zahlen, wie es z.B. Griechenland über Jahre gemacht hat und bis Heute teils immer noch kräftig macht, so würden statt 81? eben 100?, d.h. satte 23% mehr in den Wirtschaftskreislauf fließen und entsprechend auch ein höheres Wachstum erzeugen.

Und damit ist bewiesen, dass die Aussage richtig ist, Steuerfahndung Wachstum hemmt.


ABER...

Natürlich ist dies auf Dauer nicht durchzuhalten, wie man am Beispiel Griechenland sieht, denn das höhere Wachstum wird mittels Schulden teuer erkauft, denn ohne Steuereinnahmen muss sich der Staat mittels neuer Schulden finanzieren, es sei denn man beschließt, den Staat abzuschaffen, was unwahrscheinlich erscheint.

Des Weiteren ist es eine Frage auf welchen Ebenen man Steuerfahnung betreibt, denn wenn wie in Griechenland die Masse die Steuern nicht bezahlt, so fließt nahezu alle diese Steuerersparnisse zurück in den Wirtschaftskreislauf und sorgt für Wachstum.
Wenn jedoch Steuerfahnung bei den oberen Schichten vorgenommen wird, so wirkt dies kaum belebend, denn dieses Geld fließt ohnehin nicht in den Wirtschaftskreislauf zeitnah zurück, sondern wird gehortet. D.h. es ist für das Wachstum unerheblich ob jemand 10mio. hortet und 1mio. an Steuern nicht bezahlt, denn die 1mio. mehr auf seinem Konto ist für das Wachstum wenig relevant.



Fazit:
Steuerhinterziehung am unteren und mittleren Ende sorgt für Wachstum, jedoch ist dieses Wachstum nicht nachhaltig, da der Staat somit Schulden machen muss um sich finanzieren zu können.

Den gleichen Effekt würde man erreichen, indem Steuern gezahlt werden und der Staat Subventionen und Konjunkturprogramme fährt.

Steuerhinterziehung am oberen Ende sorgt für kein höheres Wachstum.

Nachhaltiges Wirtschaftswachstum ist von der Höhe der Steuern ziemlich unabhängig, denn entscheidend für nachhaltiges Wachstum ist ein schneller gut funktionierender Geldkreislauf.
Schädlich für nachhaltiges Wirtschaftswachstum ist Geldhortung, denn Geldhortung bedingt einer wachsenden Verschuldung, was die Verschuldeten "bremst".
Da 70% aller Bürger und Haushalte verschuldet sind und es bei den Betrieben ebenfalls so aussieht, so wird die Mehrheit der Haushalte und Betriebe ausgebremst.
Ein Ende dieser Entwicklung ist momentan nicht in Sicht und wenn dies so weiterläuft, so haben wir in 10 Jahren dann den Fall, dass 90% aller Menschen und Unternehmen verschuldet sind und die restlichen 10% fast das gesamte Geldvermögen horten.
In 20 Jahren haben dann vielleicht 2% fast das gesamte Vermögen.

In 50 Jahren wird dann die Monarchie wieder eingeführt, weil ein paar wenige Personen sich alles Geld aufteilen, der Rest nur noch durch neue Schulden an Geld kommt.

;-)  

05.12.12 20:43
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51341 Postings, 7764 Tage eckiTony, wenn du schon meinst rechnen zu müssen.

Wenn du für 100? einkaufst gehen nicht 19? an MWSt weg, sondern nur 15,97?.
Und wenn du es dann von unten hoch rechnest, sind es die 19% und nicht 23.

Und natürlich gibt es mehr als MWSt, eine Menge an Steuern sind es mehr, durch die die Staaten erhebliche Mengen des BIP umtreiben. Aber für nix ist das ja auch nicht. Du erwartest Straßen, Schulen, Armee, Polizei, Gerichte, Sozialleistungen, Rentenzuschuss usw usf...
Von nix kommt nix.
Und wenn theoretisch alle Schwarzarbeit regulär geleistet werden würde, könntest du genauso theoretisch im Gegenzug alle Steuersätze absenken.
Der Schwarzarbeiter hätte weniger, alle anderen mehr davon.  

05.12.12 20:47
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59073 Postings, 7604 Tage zombi17Natürlich stärkt Steuerhinterziehung

die Wirtschaft. Aber nicht von den Leuten die nur wegschaffen, sondern von den Hanseln die ihren Mindestlohn aufbessern. Die brauchen es zum leben und geben es sofort wieder in den Wirtschaftskreislauf.  

06.12.12 01:01
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24273 Postings, 7925 Tage 007Bond@Tony

Unkosten?!

Beispiele:

Sicherheit -> Unsicherheit
glücklich -> unglücklich
glaubwürdig -> unglaubwürdig
reif -> unreif
fair -> unfair
logisch -> unlogisch!

Kosten (Ausgaben) -> Unkosten (Einnahmen)! ;-)  

06.12.12 08:41

24654 Postings, 7445 Tage Tony Ford@ecki...

da haste recht, danke für die Korrektur, war meinerseits ein Denkfehler.

Entscheidend ist wiegesagt der Geldkreislauf und nicht die Kostenhöhe für Schulden, Straßen, uvm.

Beispiel:

Ein Bäcker verkauft Backwaren und bezahlt 100? an den Straßenbau in seinem Ort, der Straßenbauer baut nun die Straße und kauft Backwaren für 20?.
Demzufolge kostet dem Bäcker dies nicht 100? sondern nur 80?.
Mit den 20?, die er gleich am nächsten Tag erhält, geht er in den Blumenladen und holt sich einen Strauß Blumen für 20?.
Die Floristin bezahlt ebenfalls 100? an den Straßenbau und der Straßenbauer kauft auch einen Strauß Blumen für 20?.
Der Floristin kostet der Straßenbau nun nur noch 60?, weil 20? der Straßenbauer und 20? der Bäcker zurückbezsahlt hat.

Was ich damit sagen will ist, dass die Denkweise von Einnahmen und Ausgaben nicht sinnvoll ist und jedwede Kosten die z.B. durch Straßenbau, Bildung, usw. entstehen nicht durch sich selbst sondern durch Ineffektivitäten des Geldsystems entstehen.

Ineffektivitäten sind einerseits der stetig anfallende Zinsbetrag, welcher mit zunehmender Geldmenge immer größer wird und zum Anderen der Geldhortung, welche dem System stetig Geld entzieht, so dass neues Geld in Form von Schulden nachgeschossen werden muss.

Einen Beweis dieser These findet man in Deutschland, in Bayern oder BW. Obwohl die Kosten dort am Höchsten sind, die Preise am Höchsten, so sehen die Haushalte komischerweise besonders gut aus.
Es zeigt, dass eine intakte möglichst große Mittelschicht und ein daraus resultierender florierender schneller Geldkreislauf die Kostenprobleme in den Wind schlägt.

Daher müssten wir keine Steuern zahlen und man könnte Bildung und Straßenbau dennoch finanzieren bzw. würden es die Leute selbst tun ohne die Hilfe des Staates.
Warum?
Weil sie davon eigens profitieren, denn wer will schon sein Kind in eine Schule geben, welche unterfinanziert ist?
Wer will schon auf einen Feldweg zur Arbeit fahren?

Bis dato ist es der Mensch gewohnt, dass sich für alle Probleme der Staat kümmert und er nix machen muss.
Diese Gewohnheit sorgt dafür, dass wir ein teures Verwaltungssystem finanzieren müssen und der Steuerzahler sehr viel weniger als Gegenleistung bekommt, was er sonst bekommen könnte, wenn er selbst aktiver werden würde.  

06.12.12 08:50
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21160 Postings, 8222 Tage cap blaubäreindeutig stärkt das die wirtschaft in der schweiz

will nicht wissen wie viele nummernkonten da verrotten von abgekratzten/dementen hinterziehern,kommt statistisch sicher gleich nach den weggeballerten drogen&gangsterbossen
blaubärgrüsse  

06.12.12 15:52
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796 Postings, 3347 Tage EuropleiteTrifft sich hier der rote Stammtisch?

Gell, ihr versteht den Wolfgang nicht?!

Ich schon.......

Aber man sollte schon den ganzen Bericht lesen und nicht gleich in die Luft gehen!

Also greif lieber mal zur.......paff....

Europleite  

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