Sparen mit Kundenkarten -- Lohnt sich das ?

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neuester Beitrag: 10.05.05 09:44
eröffnet am: 10.05.05 08:42 von: EinsamerSam. Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 10.05.05 09:44 von: HausmeisterK. Leser gesamt: 216
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10.05.05 08:42

24466 Postings, 6063 Tage EinsamerSamariterSparen mit Kundenkarten -- Lohnt sich das ?

Lohnt sich das?

Sparen mit Kundenkarten

Rabatte haben eine magische Anziehungskraft, denn beim Einkaufen möchte jeder gerne Geld sparen. Viele Unternehmen bieten deshalb Bonuskarten an, die mit Preisnachlässen, Prämien und anderen Vorteilen Kunden binden sollen.

Für die Vergünstigungen müssen Konsumenten zwar viele Informationen über sich preisgeben, kritisieren Verbraucherschützer. Dennoch ist die Verbreitung von Kundenkarten offenbar nicht zu bremsen.
Bei 87 Prozent aller Deutschen steckt mindestens eine Bonuskarte im Portemonnaie, hat eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts Dialego in Aachen ergeben. Bei rund einem Viertel sind es sogar drei Karten. Marktbeobachtern zufolge sind etwa 80 bis 100 Millionen der Kunststoffrechtecke im Umlauf. Wahlloses Abgreifen lohnt sich aber nicht. "Die Teilnahme an einem Bonusprogramm macht besonders dort Sinn, wo ich regelmäßig Kunde bin", sagt Stefan Schneider vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) in Berlin.

"Kundenbindungssysteme sind in fast allen Branchen vertreten", erklärt Schneider. Manche Karten bieten Rabatte beim Bezahlen an der Kasse. Verbreiteter ist jedoch das Sammeln von Punkten, sei es beim Einkaufen, Tanken oder Telefonieren. So können Kunden beim Marktführer Payback, der bereits 28 Millionen Karten ausgegeben hat, "die Punkte zum Beispiel gegen Prämien eintauschen, beim Einkauf verrechnen, sich bar auszahlen lassen oder an Unicef spenden", sagt Nina Purtscher, Sprecherin von Payback-Betreiber Loyalty Partner in München.

Eine einmalige Stippvisite reicht bei den Payback-Partnern, zu denen hauptsächlich große Ketten gehören, aber nicht. Erst ab 1000 gesammelten Punkten kann der Punktestand überhaupt eingelöst werden.
Mit Direktrabatten und Prämien wie Rucksäcken oder Uhrenradios allein lassen sich Konsumenten aber offenbar nicht mehr locken. Deswegen werben viele Bonussysteme mit weiteren Mitgliedervorteilen wie Kundenmagazinen, Gewinnspielen, Gutscheinaktionen sowie Einladungen zu Sonderverkäufen, Modenschauen oder Ähnlichem.

Wie viel Ersparnis möglich ist, sei schwer in Geldbeträgen darzustellen, sagt Stefan Schneider. Denn viele Anbieter mit Punktesystemen geben die Vorteile in "Ersatzwährungen" an: Meilen, Digits, Points oder Swops.

Roland Stuhr vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin glaubt, dass bewusst versucht wird, hohe Erwartungen zu wecken: "Viele Verbraucher assoziieren Rabatte von sieben, acht Prozent. Das ist in der Regel nicht drin. Mehr als ein Prozent sind selten", erklärt Stuhr. Laut Payback-Sprecherin Purtscher werden - abhängig vom jeweiligen Partner - Preisvorteile zwischen 0,5 und 4 Prozent geboten. Bei einer Nutzung der Karte mehrmals im Monat seien in einem Singlehaushalt 50 bis 100 Euro Ersparnis im Jahr möglich.

Der Preis für ein paar Cents mehr in der Tasche ist ein tiefer Einblick in das eigene Konsumverhalten. Die Unternehmen sind wissbegierig und wollen etwas über Einkaufsvorlieben erfahren. Daher würden häufig mehr Daten abgefragt, als für die bloße Abwicklung eines Bonusprogramms nötig ist, befand ein Gutachten des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein im Auftrag des vzbv im Herbst 2003. Angaben etwa zu Einkommen, Beruf und Interessen seien ausschließlich für die Erstellung von Kundenprofilen wertvoll.

Auch Daten über die Art der gekauften Waren und Dienstleistungen werden vielfach erhoben - oft ohne Wissen des Konsumenten, kritisieren die Verbraucherschützer. Für Werbezwecke genutzt werden dürfen diese Daten allerdings nur, wenn der Kunde einwilligt. Dabei bemängeln die Experten allerdings die auf Antragsformularen verbreitete "Auskreuzlösung", bei der Kunden nicht vergessen dürfen, ausdrücklich zu erklären, dass sie der Datennutzung nicht zustimmen.

Dass Verbraucher die Vorzüge der Bonussysteme nicht ohne Gegenleistung erhalten, hält Stefan Schneider vom HDE für einen fairen Deal. Das Ziel sei aber nicht der gläserne Konsument, sondern größere Kundengruppen zielgerichteter ansprechen zu können.
Welche Informationen erhoben und wofür verwendet werden, ist im für Laien oft kompliziert formulierten Kleingedruckten nachzulesen. "Mittlerweile sind die Erläuterungen der Anbieter aber verständlicher geworden", sagt Stuhr. Er sieht bei Kundenkarten-Betreibern eine "Tendenz dazu, sich verbraucherfreundlicher zu verhalten." Denn: "Verbraucherunfreundliche Bonusprogramme fliegen aus dem Portemonnaie", sagt Payback-Sprecherin Nina Purtscher.

Die Verbraucherzentralen haben festgestellt, dass bei lokalen Kundenbindungsprogrammen das Datenrisiko geringer ist. Wer dies ganz scheut, sollte im Zweifelsfall auf Kundenkarten verzichten, rät Roland Stuhr. In kleinen, vom Inhaber geführten Geschäften, in denen mit größeren Margen kalkuliert werde, sei mit simplen Handeln oft eine höhere Ersparnis rauszuholen - ganz ohne Preisgabe von Daten.

Quelle: n-tv.de

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Der Einsame Samariter

 

10.05.05 09:14

5261 Postings, 6686 Tage Dr.MabuseGanz einfache Antwort:

Spar Dir die Kundenkarte!  

10.05.05 09:17
1

24466 Postings, 6063 Tage EinsamerSamariterWarum denn...?

Erstens ist die "kostenlos" - gut... Kostet Dich Deinen Namen, Deine Adresse und alles andere auch... aber eins bügelt das doch alles wieder aus: Für nur 600mal Tankenfahren, bekommst Du doch bei Esso im Moment ein echts Disney-Handtuch (Wert ca. 12 Euro) ... ;-) Da passt jegliche Relation *ggg*

Zweitens füllt es hervorragend die Geldbörse, wo immer tausende Plastikkarten Versteck finden...

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Der Einsame Samariter

 

10.05.05 09:44

1320 Postings, 6045 Tage HausmeisterKrauseBin der Meinung

bei zeitlich unbegrenzter Nutzungsabrechnung sicher, man sollte dann aber nicht wegen der Kundenkarte kaufen oder Umsatz machen, sondern an seinen Gewohnheiten festhalten und Preise vergleichen, Angebote dort wo günstig was nicht im Angebot ist dort wo man Rabatte in jedweder Form erhält. Also wenn z.B. bei Jet der Sprit genauso viel kostet wie bei Esso und dort jemand Punkte bekommt würde ich an dessen Stelle bei Esso tanken, ist Jet günstiger Sch.... auf die Punkte;-)  

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