Schnellen Bullen drohen derzeit gefährliche Fallen

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eröffnet am: 13.09.02 08:51 von: sir charles Anzahl Beiträge: 5
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13.09.02 08:51

5535 Postings, 7796 Tage sir charlesSchnellen Bullen drohen derzeit gefährliche Fallen

Schnellen Bullen drohen derzeit gefährliche Fallen

Fondsmanager: "Privatanleger versäumen in den nächsten Monaten nichts"





 Die Prognosen, wonach die US-Börsen - und damit auch die Europäer - am Beginn eines kräftigen Kursschubes stehen, mehren sich. Die schlechten Karten liegen auf dem Tisch, heißt es. Amerika hat mit schärferen Börsenregeln die Selbstheilung begonnen, die Zinsen sind niedrig, Unternehmensgewinne zeigen wieder nach oben, die Ängste vor einem neuerlichen Abrutschen in die Rezession verblassen. Dazu hat der mittelalterlich anmutende Ritus des Bilanzschwurs der Firmenbosse den größten Feind des Kurswachstums - die Vertrauenskrise - wesentlich zurückgedrängt.

Eine der vier größten Börsenkrisen der vergangenen 100 Jahre könnte damit nach fast zweieinhalb Jahren zu Ende sein. Historische Vergleiche zeigen allerdings, dass die Bullen derzeit in eine klassische Falle laufen könnten: Seit 1932 sind auf Kurstiefststände immer wieder Rallyes gefolgt, die rund 1,7 Monate angehalten haben, um dann in einem neuen großen Absturz zu enden.

Nächster Crash

Dafür spricht auch derzeit einiges, was bedeuten würde, dass Mitte September der nächste Crash bevorsteht: Einige Investmenthäuser empfehlen ihren Großkunden derzeit, in die Rallye hineinzuverkaufen, wenn sie in ihren Aktienpositionen halbwegs nahe an einen Breakeven gelangt sind. Kleinanleger könnten in Massen diesem Verkauf folgen, wenn sie merken, dass sie aus ihren Verlusten nicht herauskommen.

Enttäuschungen seien vorprogrammiert, meint etwa auch das große, unabhängige US-Analysehaus Ned Davis, das mit einer jahrelang sehr flachen Gewinnwachstumskurve rechnet. Mögliche Irak-Kriegsszenarien und Ölpreisspitzen mit 30 Dollar je Fass sind allerdings noch in keiner Markteinschätzung eingearbeitet. "Privatanleger versäumen in den nächsten Monaten nichts", ruft Horst Simbürger, Volksbanken-Fondsmanager, zur Zurückhaltung auf. Erfahrungsgemäß brauche es rund ein halbes Jahr, bis die kritische Masse des Vertrauens so weit wieder hergestellt sei, dass ein wirklicher Aufwärtstrend zu sehen ist: "Ein Monat im Plus macht noch keinen Bullenmarkt, was wir sehen, ist eine Erleichterungsrallye." Und statistisch betrachtet legt diese die gefährlichsten Fallen für schnelle Bullen aus.
 

13.09.02 08:58

5535 Postings, 7796 Tage sir charlesÖlpreis fällt nach Bush-Rede unter 28 Dollar

Ölpreis fällt nach Bush-Rede unter 28 Dollar

Zurückhaltung an den Aktienmärkten verstärkt




  London - Der Ölpreis ist am Donnerstag nach der Rede von US-Präsident George W. Bush vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen erstmals seit Tagen wieder unter die Marke von 28 Dollar (28,7 Euro) gefallen. Bushs Ankündigung, die USA würden mit dem UNO-Sicherheitsrat eine neue Irak-Resolution ausarbeiten, hat Händlern zufolge die Spekulationen der vergangenen Tage über einen unmittelbar bevorstehenden Krieg der USA gegen den Ölstaat nicht bestätigt. Die Investoren an den Aktienmärkten reagierten hingegen weiter besorgt auf einen möglichen US-Militärschlag.
Kurzfristiger Anstieg der Rohölpreise

Ein kurzfristiger Anstieg der Rohölpreise wird die US-Wirtschaft nach Einschätzung des Chairman der US-Notenbank, Alan Greenspan, nicht wesentlich beeinträchtigen. Es würde ihn überraschen, wenn ein Angriff der USA auf den Irak zu einer Rezession führen würde, sagte Greenspan bei einer Anhörung vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses. Zugleich schränkte der Notenbanker seine Aussage aber mit den Worten ein, dass die Auswirkungen eines Militärschlags auf die Rohölmärkte natürlich von der Dauer des Konflikts abhingen. Grundsätzlich sollten Entscheidungen über die Auswärtigen Beziehungen und die Militärstrategie nicht von möglichen wirtschaftlichen Folgewirkungen abhängig gemacht werden, so Greenspan.

An der Londoner Warenterminbörse International Petroleum Exchange (IPE) fiel der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober im späten Handel um 65 Cent auf 27,74 Dollar.

Spekulationen über militärischer Angriff

"Die Rede war nicht übermäßig aggressiv und ich denke, einige nervöse Händler haben sich entschieden, aus dem Markt auszusteigen", sagte ein Händler an der IPE. Spekulationen, die USA stünden unmittelbar vor einem militärischen Angriff auf Irak, hatten den Ölpreis in den vergangenen Tagen mit mehr als 29 Dollar auf den höchsten Stand seit über einem Jahr getrieben.

Viele Marktteilnehmer rechnen damit, dass bei einem Militärschlag gegen den Irak die Öllieferungen aus der gesamten Golfregion beeinträchtigt werden und der Ölpreis entsprechend steigt. Viele spekulative Händler hatten sich deshalb in den vergangenen Tagen eingedeckt. Nach der Rede Bushs sähen Händler nun eine "Phase der Ruhe vor dem Sturm", sagte ein europäischer Ölhändler.

Resolutionen des Sicherheitsrates werden durchgesetzt

Bush hatte in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung ein Vorgehen gegen Irak als "unvermeidlich" bezeichnet, wenn die Vereinten Nationen ihre Abrüstungsresolutionen nicht durchsetzen. "Die Resolutionen des Sicherheitsrates werden durchgesetzt, die Forderungen nach Frieden und Sicherheit werden erfüllt - oder ein Vorgehen wird unvermeidlich", sagte Bush. Er forderte den Irak auf, seine Massenvernichtungswaffen zu zerstören und kündigte an, dass die USA mit dem UNO-Sicherheitsrat eine neue Irak-Resolution ausarbeiten werden. Der Irak habe sich seit dem Ende des Golfkriegs 1991 über die Forderungen der UNO hinweggesetzt, fügte Bush hinzu. "Wenn das Regime im Irak uns erneut täuscht, muss die Welt den Irak wohl überlegt und entschlossen zur Verantwortung ziehen", sagte Bush.

An den Aktienmärkten hatte die Rede des US-Präsidenten Analysten zufolge weitere Zurückhaltung der Investoren bewirkt. Es bestehe weiterhin die Besorgnis, dass ein möglicherweise bevorstehender Krieg gegen den Irak zu steigenden Ölpreisen führt und damit die Konjunkturerholung bremsen könnte. (APA)



 

13.09.02 09:00
"Schocks gut überstanden"

Fed-Chef Alan Greenspan warnt US-Regierung vor Haushaltsdefizit -Dämpfende Effekte für Wirtschaft weiter vorhanden  

Fed-Chef Greenspan: Dämpfende Effekte weiter vorhanden.



  Washington - US-Notenbankchef Alan Greenspan hat die Regierung von George W. Bush vor den wirtschaftlichen Risiken zu hoher Staatsausgaben gewarnt. Nur die Rückkehr zu einer disziplinierten Fiskalpolitik mache ein gesundes Wirtschaftswachstum möglich, sagte er am Donnerstag bei seiner Anhörung vor dem Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses.
Die US-Wirtschaft habe Schocks wie die Aktienmarktschwäche oder die Anschläge vom 11. September gut verkraftet, fügte der einflussreichste Notenbanker der Welt hinzu. Doch die dämpfenden Auswirkungen dieser Rückschläge seien noch immer zu spüren. Analysten werteten Greenspans Äußerungen vor allem als Kritik an der Budget-Politik der US-Regierung und erkannten keine neuen Signale für die künftige Zinspolitik der Fed.

Warnung vor Defizit

"Die Geschichte zeigt uns, dass eine Abkehr von der Haushaltsdisziplin möglicherweise zu einem Anstieg der Zinsen, zu einem Rückgang der Investitionen und niedrigerem Produktivitätswachstum führt. Dies könnte uns in der Zukunft vor schwere Entscheidungen stellen", sagte Greenspan weiter. Die USA werden für das am 30. September endende Fiskaljahr voraussichtlich zum ersten Mal seit 1997 ein Haushaltsdefizit verbuchen. Dies führen viele Analysten unter anderem auf Bushs Steuersenkungspolitik und die drastische Erhöhung der Militärausgaben zurück.

Die wenigen Äußerungen Greenspans zur Entwicklung der US-Konjunktur ähnelten denen von Ende Juli, als der Fed-Chef das letzte Mal vor dem US-Kongress gesprochen hatte. Er bezeichnete die US-Wirtschaft mit Blick auf die jüngsten Schocks erneut als widerstandsfähig. "Bisher scheint die Wirtschaft die Rückschläge gut verkraftet zu haben, aber die dämpfenden Effekte sind weiter vorhanden. Zudem üben sie weiter Einfluss aus, vor allem auf den Ausblick des US-Haushalts", sagte Greenspan.

Keine Rezession bei Irak-Krieg

Ein Krieg mit Irak würde die US-Wirtschaft nach Worten von US-Notenbankchef Alan Greenspan wohl nicht in eine neue Rezession führen. Allerdings könnte die Wirtschaft bei einem länger anhaltenden Konflikt in Schwierigkeiten geraten, sagte Greenspan weiter.n Sollte der mögliche Krieg aber einen ähnlichen Zeitrahmen haben wie der Golfkrieg, seien bedeutende Auswirkungen auf die Konjunktur unwahrscheinlich. Der Einfluss eines drastischen Anstiegs beim Ölpreis werde voraussichtlich geringer sein als in der Vergangenheit. Greenspan fügte hinzu, diplomatische und militärische Entscheidungen sollten grundsätzlich ohne Berücksichtigung möglicher Auswirkungen auf die US-Wirtschaft getroffen werden.

Börsen von Konjunkturdaten belastet

Obwohl die Rede von Greenspan den Finanzmärkten keine neuen Erkenntnisse brachten, waren die US-Aktienbörsen am Donnerstag unter Druck gekommen. Hauptgrund war die Nachricht vom Anstieg der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe auf den höchsten Stand seit vier Monaten.

Analysten enttäuscht

Analysten äußerten sich enttäuscht, da sie sich von dem Notenbank-Präsidenten mehrheitlich Aussagen zum Konjunkturausblick erhofft hatten. "Kurzfristig ändere sich somit nichts am Zinsausblick. Die meisten Experten erwarten bis zum Jahresende mittlerweile keine Änderung des Schlüsselzinses von 1,75 Prozent mehr. Das nächste Fed-Treffen findet am 24. September statt. (APA)

 

13.09.02 09:10

1151 Postings, 7585 Tage f8169langsame Bären aber auch. :-)))) o.T.

13.09.02 09:14

5535 Postings, 7796 Tage sir charlesKlingt auf jeden Fall logisch irgendwie und werde

versuchen mich daran zu halten.  

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