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Ronald Reagan,für mich der beste US-Präsident...

Seite 1 von 2
neuester Beitrag: 17.06.04 01:24
eröffnet am: 12.06.04 14:46 von: lehna Anzahl Beiträge: 36
neuester Beitrag: 17.06.04 01:24 von: lehna Leser gesamt: 1907
davon Heute: 1
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12.06.04 14:46

21432 Postings, 7326 Tage lehnaRonald Reagan,für mich der beste US-Präsident...

"Der Staat ist nicht die Lösung aller Propleme,sondern das Proplem selbst"war sein Ausspruch.
Danach handelte er.
Er hielt nichts vom "Gieskannenprinzip",den Schaffenden möglichst viel abzunehmen um ordentlich verteilen zu können.
Er hat die Wirtschaft radikal dereguliert und damit den Boom der 90ger ausgelöst.
Microsoft und all die anderen Erfogsstorys sind letztlich Reagan zu verdanken.
Nur 5% Arbeitslose waren die Folge.
Und ich bleib dabei:
Der beste Sozialstaat ist der,welcher wenig Arbeitslose produziert...

 
Seite: 1 | 2  
10 Postings ausgeblendet.

13.06.04 00:11

186 Postings, 6586 Tage OldMcDonaldDie Frage ist,

wer hier der echte Drecksack ist!  

13.06.04 01:03

21432 Postings, 7326 Tage lehnaDarkKnight,kommst dir wohl toll vor,was??

Freiheit ist auch die Freiheit des Andersdenkenden.
Posting 8 entlarvt deinen Charakter.
Und der ist unter aller Sau.
Selbst "Schweineblätter" versuchen stets,nicht auf so ein Niveau abzustürzen.
Wirst auch noch superstolz drauf sein,gelle.
Bin heilfroh,daß ich politisch nicht solchen Chaoten angehöre...


 

13.06.04 01:15

21432 Postings, 7326 Tage lehnaMan kann natürlich wie DarkKnight..

hier unflätig werden.
Letztlich bringts aber nichts...
Was hilfts,wenn wir uns hier gegenseitig Dreck um die Ohren werfen???  

13.06.04 11:20

34209 Postings, 7767 Tage DarkKnightAusreichend Dreck in den Ohren hilft

meistens, das Gejammere dieser Welt nicht mehr zu hören. Wenn zusätzlich noch Dreck auf den Augen liegt, kann man glücklich in einer heilen Welt vor sich hinschlummern, so wie einstmals alle KZ-Kommandanten und sonstige Mitläufer.  

13.06.04 12:38

209 Postings, 6402 Tage SemmelRonald McDonald Reagan & Co.

bescheren dieser Welt entweder dicke oder tote Kinder. Die einen sind gewollt und die anderen Kollateralschäden. Alles im Namen von Gott, Freiheit und Demokratie und somit legitim. "Friss oder stirb" wird wohl in Scholl-Latours nächstem Buch "Der Tod im Mohnfeld" stehen, wenn es um die Rolle der Deutschen dabei geht. Den geschickten Anleger wird es freuen, lehna, das wusste schon der alte Kosto. Schulden und Kriege sind das Salz in der Suppe. Das erste wird ohne das zweite nicht funktionieren und das zweite braucht immer einen Feind.  

13.06.04 13:06

21432 Postings, 7326 Tage lehnaLass es,DarkKnight...

Hast bei Posting 8 die Maske fallengelassen.
Dahinter kam ne grässliche Fratze zum Vorschein.
PFUI DEIWEL...

Kann nur hoffen,das solche Dummschwätzer bei uns politisch nie was zu melden haben...    

13.06.04 13:18

9161 Postings, 8081 Tage hjw2der war gut


Kann nur hoffen,das solche Dummschwätzer bei uns politisch nie was zu melden haben

hehehehe  

15.06.04 09:42

21432 Postings, 7326 Tage lehnaVon Posting 1 wird nichts zurückgenommen...

Auch wenn diese Ideologen weiter unflätig werden.
Andersdenkende sind bei dieser Spezies natürlich Arschlöcher.
Wer Ami-Hetztiraden hier abkippt ist Lieb-Kind und kann sich einschleimen.
Das ist nicht mein Ding...
 

15.06.04 10:02

16760 Postings, 7413 Tage Thomastradamus@lehna

Wenn Du Dir überall nur die positiven Seiten anschaust wie oben müsstest Du eigentlich von allem und jedem ein großer Fan sein. Insbesondere wenn man das Geschehen als Unbeteiligter beobachtet und nicht unmittelbar betroffen ist, mag das eine schöne heile Welt sein, die einem solche Scheuklappen bescheren.

Gruß,
T.  

15.06.04 10:12

10665 Postings, 6400 Tage lumpensammler@lehna

Stimme deinen allgemeinen Punkten aus Posting 1 weitestgehend zu, also

- dass der Staat nicht die Lösung aller Probleme, sondern oft das Problem selbst ist
- dass das Gießkannenprinzip nicht gerade angetan ist, für Wachstum zu sorgen
- dass eine Deregulierung der Wirtschaft für Wachstum sorgen kann
- dass der beste Sozialstaat der ist, welcher wenig Arbeitslose produziert

Auf Reagan ist wohl auch vieles davon zurückzuführen. Nur sollte man schon die rosarote Brille abnehmen, um dem Mann wirklich gerecht zu werden. Denn unter anderem hat er auch

- die expansive Schulden- und Defizitpolitik der USA mitbegründet, und diese
 wird den USA und uns langfristig mehr schaden als nützen.
- gleichzeitig die private Überschuldung gefördert
- eine Außenpolitik in Mittel- und Südamerika betrieben, die nach demokratischen
 Maßstäben gemessen sehr grenzwertig war.
- die irrwitzigsten Rüstungspläne (SDI) verfolgt
- dafür gesorgt, dass die Amis jetzt mehr USA Flaggen vor der Haustür als
 nachhaltige Politikmodelle im Kopf haben. Mit anderen Worten er hat sie noch
 mehr verblendet.

Insofern sehe ich die realistische Beurteilung von Reaggan irgendwo zwischen deiner und der von Dark Knight.  

15.06.04 10:35

1339 Postings, 8071 Tage Eddielehna, hat du "Propleme"?

Meine Meinung: Reagan war beim Amtsantritt ein bereits
70 jähriger alter Spinner, der nach Carter die Gemütlage
der Amis bestens bediente. Am Ende seine Amtszeit, das
war bereits 1989, hat er keineswegs den Boom der 90ziger
Jahre initiiert, sondern lediglich einen Haufen Staatschulden
hinterlassen. Und die immer wieder(zugegebenermaßen nicht
von dir) aufgestellte Behauptung: Reagan habe die UDSSR zu
Tode gerüstet, halte ich auch für eine Mär. Es würde doch
wohl auch niemand behaupten, daß die BRD die DDR durch
Rüstung in den Ruin getrieben hat. Das hat die SED schon
alleine hinbekommen.

Hier noch zur Erweiterung deines Bildungshorizontes:

Der letzte Kalte Krieger

Von Lisa Erdmann/Siegel

Ronald Reagan war Schauspieler, Gewerkschafter, Rettungsschwimmer und acht Jahre lang Präsident der USA. Als er das Weiße Haus 1989 verließ, hinterließ er eine gigantische Staatsverschuldung und unzählige Obdachlose. Aber dieses Ziel hatte er erreicht: Die Sowjetunion stand vor dem Zusammenbruch. Reagan ist am Samstag im Alter von 93 Jahren gestorben.

Er konnte schon lange nicht mehr gehen, sprechen, denken. Ronald Reagan hatte alles vergessen. Auch, dass er einmal der mächtigste Mann der Vereinigten Staaten war. Die Alzheimer Krankheit löschte seit Anfang der neunziger Jahre Stück für Stück sein Bewusstsein aus. Seine Frau Nancy kümmerte sich in ihrem Haus in Los Angeles um ihn. Außer den Kindern hatte seit Jahren kein Besucher mehr Zutritt zu dem schwerst Pflegebedürftigen.

Mit einem bewegenden Brief hatten die Reagans 1994 den Amerikanern mitgeteilt, dass der frühere Präsident an der grausamen Krankheit litt. "Dadurch, dass wir unsere Herzen öffnen, hoffen wir, die öffentliche Aufmerksamkeit für diese Krankheit zu verstärken", begründeten sie ihren Schritt. Am Schluss des Schreibens verabschiedete er sich in diesem unvergleichlichem Reagan-Pathos, das die Amerikaner so an ihrem Präsidenten geliebt hatten: "Ich beginne jetzt die Reise, die mich in den Sonnenuntergang meines Lebens führen wird. Ich weiß, dass es für Amerika stets einen prachtvollen Sonnenaufgang geben wird."

Reagan: Einer der Mut machte - nach den düsteren Jahren des Vietnamkrieges, Watergate und dem Geiseldrama von Teheran


Im o-beinigen Cowboy-Schritt hat er Amerika acht Jahre lang angeführt, hat die Welt in Schwarz und Weiß eingeteilt. Die UdSSR nannte er "das Reich des Bösen", die USA waren das Land der Verheißung. Historisches Wissen bezog er aus Kino-Filmen und den Regierungsschalter im Oval Office machte er um Punkt 17 Uhr zu. Er dachte in einfachen Strukturen und handelte auch danach. Das gab vielen Amerikanern das Gefühl, einen verlässlichen Mann im Weißen Haus zu haben, der nicht lange herum dibbert, sondern zupackt. Seinen politischen Weggefährten trieb er dagegen manches Mal den Angstschweiß auf die Stirn. "Auf welchem Planeten lebt der überhaupt", fragte etwa Frankreichs damaliger Präsident Francois Mitterand irritiert als Reagan 1981 in Ottawa erstmals an einem G-7-Gipfel teilnahm.

Mit wenigen Handgriffen wollte er die lahmende Konjunktur in den USA ankurbeln. Sein Rezept: Steuern und Sozialetat runter, Militärausgaben rauf. Die berühmten Reaganomics, andere sprachen von Voodoo-Ökonomie. Der Effekt: ein riesiger Schuldenberg und unzählige Mittellose. Die Kluft zwischen Arm und Reich war immens gewachsen und in seinen Traum von einem Raketenabwehrsystem in der Erdumlaufbahn (SDI), das die USA unangreifbar machen sollte, hatte er Milliarden versenkt.

Wir sind wieder wer
 
Doch Reagan schaffte es eben auch, den Amerikanern wieder das Gefühl zu geben: Wir sind die Guten. Eine Botschaft, die nach den langen düsteren Jahren des Vietnam-Kriegs, des Watergate-Skandals und des Teheran-Geiseldramas dankbar angenommen wurde. Und er wusste sie geschickt in den Medien zu transportieren. Als gelernter Schauspieler hatte er keine Angst davor, seine Reden und Auftritte mit einer gehörigen Portion Hollywood-Kitsch zu spicken. Das kam an. Und die völlig überzogene Invasion amerikanischer Truppen 1983 auf der winzigen karibischen Gewürzinsel Grenada, die von Marxisten regiert wurde, gab vielen Amerikanern das Gefühl, wieder Kriege gewinnen zu können.

Vielleicht trug auch Reagans Werdegang zu seiner Beliebtheit bei: Vom Sohn eines häufig arbeitslosen Trinkers aus einem Kaff in Illinois auf den Präsidentensessel. Der gelebte amerikanische Traum.

1911 in Tampico geboren, verdient Reagan in jungen Jahren sein Geld als Rettungsschwimmer und Radiomoderator. 1937 schließlich zieht es ihn nach Hollywood. Groß, breitschultrig und mit einer sanften, vollen Stimme ausgestattet gibt man ihm bei Warner Brothers eine Chance. Jahrelang spielt er den besten Freund des Helden, in B-Movies auch mal die Hauptrolle. Er ist ein Star in den Vierzigern, aber die ganz große Rolle bekommt er nie.

Er entdeckt ein anderes Parkett für sich: die Politik. Zunächst ist er noch für die Demokraten. Doch als die McCarthy-Ära beginnt und mit ihr die Kommunisten-Hatz, driftet er nach rechts. Mindestens sechs Hollywood-Kollegen soll er ans FBI verraten haben. Seiner damaligen Frau Jane Wyman geht er mit dem Polit-Gefasel zunehmend auf die Nerven. Scheidung.

Die zweite Ehe, mit Nancy, hält mehr als 50 Jahre. Sie bewundert ihn, blickt zu ihm auf, gibt die Schauspielerei für ihn auf und - wie Beobachter sagen - lenkt ihn geschickt. Auch Reagan zieht sich peu à peu aus Hollywood zurück, die Rollen werden immer schlechter, er macht nun Fernsehwerbung.

In den Sechzigern wechselt Reagan endgültig in die Politik. Die Republikaner haben sein Redetalent entdeckt. Im Wahlkampf wird er unter anderem von John Wayne und Walt Disney unterstützt und 1966 schließlich zum Gouverneur gewählt - ausgerechnet im Flower-Power-Staat Kalifornien. "Man hat schon in zwei Colleges Ronald-Reagan-Puppen aufgeknüpft", schreibt er damals einer Brieffreundin. "Das dürfte ein bewegtes Leben werden."

Acht Jahre bleibt er im Amt. Dann treibt es ihn nach Washington. 1976 scheidet er im Vorwahlkampf gegen Gerald Ford aus, der bei der Wahl dem Demokraten Jimmy Carter unterliegt. Doch vier Jahre später ist es soweit: Ronald Reagan wird Präsident der Vereinigten Staaten. Am Ende seiner Amtszeit steht die Sowjetunion vor dem Zusammenbruch, die DDR vor ihrem Ende. Viele Konservative glauben, dass er mit seinem Wettrüsten und seinem unbeirrbaren Hass auf den Kommunismus den Zusammenbruch des Ostblocks zumindest mit herbeigeführt hat. Und je länger seine Amtszeit zurückliegt, desto verklärter wird der Blick.

So etwa bei der Erinnerung an Reagens Besuch in Berlin 1987. In einer Rede am Brandenburger Tor appellierte er an den damaligen sowjetischen Staatschef: "Mister Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer ein!" Was damals als freundliche, vielleicht etwas naive Geste dem Gastgeber Deutschland gegenüber gewertet wurde, gilt heute als visionär.

Im November 2003 wollte der TV-Sender CBS eine kritische Dokumentation über den Ex-Präsidenten bringen - und scheiterte. Der Protest im Land war schon im voraus so immens, dass der Film schließlich aus dem Programm genommen wurde und lediglich im Pay-TV-Sender lief. So hoch wurde schon zu Lebzeiten sein Andenken gehalten.

Ende der neunziger Jahre gründete sich das "Ronald Reagan Legacy Project". Ein Verein von Reagan-Anhängern, der das Land mit Denkmälern für "Amerikas größten Präsidenten" überziehen will. Mit beachtlichem Erfolg: Der Flughafen in Washington trägt seinen Namen, ein Flugzeugträger, eine Schule und vieles mehr. Am liebsten möchten die Reagan-Jünger sein Konterfei neben George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt am Mount Rushmore in Stein gemeißelt sehen.


 

16.06.04 00:38

21432 Postings, 7326 Tage lehnaTja,Reagan hatte nun mal keine...

Funktionärslaufbahn hinter sich und war auch kein Beamter.
Ich schätze mal 90% im Bundestag gehört dieser Spezies an.
Muss nicht unbedingt ein Vorteil für gute Politik sein.
"Krieg der Sterne" und höhere Verschuldung waren die Schattenseiten seiner Politik.
Geb zu,bei Posting 1 hätte das noch dazugehört...


 

16.06.04 00:51

10665 Postings, 6400 Tage lumpensammlerSchauspieler ist auch nicht grade 1a Qualifikation o. T.

16.06.04 01:12

21432 Postings, 7326 Tage lehnaRichtig...

Letztlich kann sich aber jeder Mensch Erfahrungen erwerben und dann Propleme besser angehen wie geschulte Theoretiker.  

16.06.04 01:19

69031 Postings, 6606 Tage BarCodeImmerhin hatte Reagan Ökonomie studiert!

(Außerdem noch Soziologie). Schlecht ausgebildet war er nicht. Weil er auch Schauspieler war, wurde er immer unterschätzt. Ich glaube, das war einer der ausgebufftesten Präsidenten der jüngeren Geschichte. Leider eben auch belastet mit jener streng-naiven konservativen Ader, wie sie sich in den alten Western auch austobt - da hatte er einen ähnlichen Blickwinkel wie heute Bush. Sowas kommt das amerikanische Volk in der Regel sehr teuer zu stehen, weil die Ideologie den ökonomischen Verstand überlagert. Wenn es um "das Gute" geht werden dann keine Kosten und Mühen gescheut. - Und das sind dann auch diejenigen, die von der jeweiligen Industrielobby geschickt nach vorne gebracht werden. Die Schulden, die die machen, fließen ja meistens als Staatsausgaben in die  Kassen der Rüstungsindustrie (und bei Bush noch in die Ölindustrie). Die lieben solche forschen Konservativen!

Gruß BarCode  

16.06.04 01:39

10665 Postings, 6400 Tage lumpensammlerBarcode

so ist es, und deshalb war es auch so wichtig, dass Reagan Schauspieler war. Denn indem er die Kohle en masse in die Kassen der Rüstungsindustrie geschleust hat, blieben natürlich soziale Belange und vor allem ärmere Schichten zunächst mal auf der Strecke. Man erinnere sich, Ende der Siebziger, Anfang der Achziger, war der Wohlstand in den USA bei weitem nicht so ausgeprägt wie heute.

Aber gerade die zu kurz gekommenen hat er mit dem Nationalbewußtsein geködert, und tatsächlich hat er sie auch bekommen (Buy American). Die hatten dann zwar anfangs schlechtere Bedingungen als zuvor, aber zumindest wieder eine Identität und ein gemeinsames Ziel. Und über die neue Identität wuchs das Selbstbewußtsein und darüber der Erfolg oder zumindest der Mut einen Kredit aufzunehmen. Schon genial, wenn man einen Schauspieler und geschickten Verführer zum Präsidenten hat.

Bei uns unvorstellbar, zumindest ohne Peinlichkeiten nicht denkbar!  

16.06.04 12:27

8039 Postings, 6842 Tage RigomaxReagans Leistungen und der Haß der Linken

Selten ist ein US-Präsident von der europäischen und besonders der deutschen Linken mit soviel unreflektiertem Haß verfolgt worden wie Ronald Reagan. Die Tatsache, daß er den Kommunismus besiegte (und zwar ohne den von der Linken immer beschworenen Krieg) ist sicherlich ein wichtiger Grund dafür. Dieser Thread, vor allem in den ersten Postings, ist keine Ausnahme.

In der Diskussion über Reagan zeigt sich immer wieder die geistige Beschränktheit seiner Gegener. Die Argumentation gegen ihn beschränkt sich weitgehend auf das Wiederkäuen alter Vorurteile (wie in dem geklauten Spiegelartikel, Posting #22) und im Ausscheiden von Fäkalausdrücken (DK, #9). "Arschloch" scheint übrigens in diesem Thread (siehe auch #4) DarkKnights Hauptargument zu sein. Arivas Bewertungssystem ist einäugig.

Wenn man sich sein Hirn nicht von solchen Haßtiraden vernebeln läßt, erkennt man zum Beispiel folgendes:

Als Reagan ins Amt kam, lag die Inflation bei weit über 10%, der Zinssatz lag über 20%. Reagan hat das korrigiert. Außerdem entstanden in seiner Amtszeit etwa zwei Millionen neue Arbeitsplätze. Das sollen die, die ständig von Reformen _reden_ , erst mal nachmachen.

Wenige Tage nach seinem Amtsantritt ließ der Iran die Botschaftsangehörigen wieder frei, die dort seit vielen Monaten festgehalten wurden. Das tat nicht nur der amerikanischen Seele gut. Es zeigte auch, daß man sich gegen das Böse (ja, ich benutze diesen Ausdruck, denn er trifft die Sache) auch durchsetzen kann.

Viele seiner Gegner werfen ihm vor, daß Reagan früher Schauspieler war. Na und? Er wirkte in gut 50 Spielfilmen mit, die allesamt keine großen Hits waren. Das hat er aber auch nie behauptet. Im Gegenteil: Reagan hatte selbst die Größe, zuzugeben, daß er alles andere als ein großer Star war.

In Amerika selbst kam dieser Vorwurf natürlich auch, zum Beispiel von Senator Edward Kennedy. Und die Art, wie Reagan damit umging ist typisch für seine zurückhaltende und dennoch den Kern der Dinge offenlegende Rhetorik. Er sagte dazu nämlich etwa folgendes: "Wenn ich es mir recht überlege, hat Kennedy Recht. Ich war früher tatsächlich Schauspieler, obwohl ich auch noch ander Berufe hatte. Das unterscheidet mich von Kennedy. Bevor der Senator wurde, hatte er nie in einem Beruf gearbeitet".

Reagan war schon acht Jahre lang Gouverneur von Kalifornien gewesen, bevor er für das Präsidentenamt kandidierte. Kalifornien war vor Reagans Amtsantritt durch die Mißwirtschaft seines Vorgängers Brown an den Rand des finanziellen Kollapses gebracht worden. Reagan brachte damals schon die Wirtschaft wieder in Ordnung. Kalifornien erlebte unter Reagan einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung, von dem der Staat später unter anderen Gouverneuren noch lange zehrte.

Dies bedeutet natürlich nicht, daß Reagan nicht auch Fehler gemacht hätte. Seine Schuldenausweitung zähle ich dazu. Dies vor allem auch, weil Schuldenausweitung genau das war, was er seinen Vorgängern vorgeworfen hatte. Man muß dabei aber auch berücksichtigen, daß er im Kongreß über lange Zeit nicht über eine eigene Mehrheit verfügte. Dort (vor allem im Senat) saßen Vertreter von Partikularinteressen, die ihn bei Etatverhandlungen leicht unter Druck setzen konnten ("Wir stimmen dem Etat nur zu, wenn in den Etat ein Posten für dieses und jenes aufwendige Projekt in unserem Bundesstaat aufgenommen wird").

Reagan hat seine Vorstellungen durchaus entschlossen verfolgt. Aber er war auch immer bereit, Kompromisse einzugehen, wenn es nötig war. Vor allem aber hat er eine umsichtige Politik gemacht und die Folgen seines Handelns bedacht, bevor er etwas tat.

Darin unterschied sich Reagans Politik deutlich von der des jetzigen Präsidenten Bush junior. Unter Reagan wären die USA sicherlich nicht in das Irak-Desaster hineingeschliddert. Bush junior beruft sich zwar gern auf Reagan, hat aber nicht dessen Weitsicht, dessen klare Prinzipien und dessen positives Menschenbild.

Nebenbei: Reagan war ein ehrlicher Politiker. Es gab keine Skandale in seinem Privatleben, keine persönliche Bereicherung.

Ich halte Reagan für den besten Präsidenten, den die USA in diesem Jahrhundert hatten.

Allen, die sich ihr Bild von Reagan vor allem aus der europäischen Presse und dem europäischen Fernsehen gemacht haben, kann ich nur empfehlen, ihren Blick etwas auszuweiten und Reagans Autobiographie zu lesen ("Ein amerikanisches Leben").


 

16.06.04 12:45

21799 Postings, 8041 Tage Karlchen_I@Rigomax:

Reagan war der Vater

1. eines riesigen Haushaltsdefizits, dass trotz massiver Kürzung bei sozialen Leistungen entstand

2. der negativen US-Handelsbilanz  

16.06.04 12:46

9123 Postings, 7736 Tage ReilaRigomax, sachlicher Beitrag. Danke.

Natürlich war Reagan ziemlich einfach strukturiert. Die Welt bestand aus Gut und Böse. Schluß. Und er sorgte für Superprofite der Rüstungsindustrie, die letztlich die Amerikaner und die übrigen Welt mitbezahlen mußten. Aber er hat den Amis ihr angenackstes Selbstbewußtsein geheilt und erheblich zum Ende des Kalten Krieges beigetragen - ob er das nun so wollte oder nicht.

Interessant fand ich die Aussage von Gorbatschow über sein erstes Treffen mit Reagan. Reagan spielte den Ankläger, worauf Gorbatschow entgegnete, beide wären Vertreter von Supermächten und Reagan nicht der Staatsanwalt und Gorbatschow nicht der Angeklagte. Und er könne auch gleich wieder abreisen. Reagan hatte diese Angriffe dann nie wiederholt. Es ist schon bemerkenswert, dass sich später so etwas wie Freundschaft zwischen den Beiden entwickelte.

Am Ende der Ära Reagan war die Welt jedenfalls sicherer als je zuvor.  

16.06.04 12:54

9123 Postings, 7736 Tage ReilaKarlchen, Dein letztes Posting:

Deutschland unterscheidet sich da augenblicklich nur hinsichtlich der Handelsbilanz. Die hilft uns aber auch nicht wirklich weiter. Sollen wir jetzt Schröder und Reagan gleichsetzen? War nur mal so ne Frage.  

16.06.04 12:54

8039 Postings, 6842 Tage RigomaxKarlchen: Richtig, aber man muß den Mann

in seiner ganzen Persönlichkeit sehen. Und da überwiegt das Positive bei weitem.

Reagan hat die Gefahr des übermächtigen Staates, der den Bürger mit immer mehr Vorschriften immer mehr einengt, klar erkannt und er hat etwas dagegen getan. Ich wünschte mir, daß das heute auch so wäre.  

16.06.04 13:08

4718 Postings, 7027 Tage DingDie Mitglieder der Gewerkschaft,

deren Chef er gewesen war, sind ihm heute noch dankbar.  

17.06.04 00:47

21432 Postings, 7326 Tage lehnaRigomax,der Hass der Linken ist verständlich...

Wer wie Reagan weniger Staat fordert und gegen daß "Giesskannenprinzip" antritt hat diese Ideologen sofort am Hals.
Sofort wird mit "Arschloch" argumentiert,Andersdenkende werden mit Schaum vorm Maul niedergebrüllt.
Das ist Arroganz der übelsten Art und ein Verhalten unter aller Sau.
Wer soll solche Spinner noch für voll nehmen??
Dank lumpensammler,Eddie,BarCode und dir wurde der Thread noch hochintressant und informativ.
 

17.06.04 00:53

21799 Postings, 8041 Tage Karlchen_ILehna - haste

Argumentationsprobleme oder vielleicht Minderwertigkeitsprobleme? Eher nicht - wenn doch hlft eib Fichtennadelvollbad weiter. Das lockert auf.  

17.06.04 01:24

21432 Postings, 7326 Tage lehnaHast Recht Karlchen...

Awei schickets wirklich...
Ab in den Börsendschungel.
Übrigens,was ist die beste Bremse gegen wilde Spekulationswut???
Natürlich der Verlust!!hehehe...
 

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