Richtig saufen

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eröffnet am: 09.05.05 08:23 von: Realer Anzahl Beiträge: 1
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Saufen - aber richtig!

1 Seite(n), von Alexx 


 

Missgeschicke passieren im Leben. Die Freundin hat erkannt, das der Bodybuilder im Fitness-Zentrum doch nicht schwul ist, und beschlossen lieber auf seinen Muskeln zu reiten, als auf Dir halben Hemd. Oder die Ehefrau nimmt, beim rückwärts einparken, ein paar Design-Änderungen an Deinem neuen Mercedes SL vor, die so nie beabsichtigt waren. Die Schwiegermutter ruft eben an, und kündigt sich für die nächsten vier Wochen an. Dein Chef hat mitbekommen das Du die kleine geile Sau aus der Buchhaltung gevögelt hast, auf die er selbst scharf ist, und macht Dir nun das Leben zur Hölle. Und weil es nicht reicht dass die kleine geile Sau nun schwanger ist, und Dich Zwecks Unterhalt verklagen wird, eröffnet Dir deine Tochter dass sie drogensüchtig ist. In so einer Situation gibt es nur eines was ein Mann tun kann: SAUFEN!
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Nun könnte man meinen das dies eine einfache Sache ist, aber wir wollen das ja richtig machen. Saufen ist eine Kunst. In der Jugend war es noch einfach, man besorgte sich einen Six-Pack oder eine Flasche Apfelkorn an der Tanke, setzte sich an einen gemütlichen Randstein und dezimierte den Inhalt auf ein erträgliches Maß von null. An die lustigen Spielchen danach, wie zum Beispiel Besoffene dekorieren, Zielpinkeln bei geschlossener Hose oder Brückenkotzen konnte

immer bereit
man sich sowieso nicht erinnern, und erst in den letzten Jahren, mit dem aufkommen der Digitalkameras, wurden der gute Ruf, und eventuell die Karriere, mit solchen Aktionen zunichte gemacht. Im späteren Leben versuchte man dann auf solche Spielchen zu verzichten, was die Situation aber nicht unbedingt verbesserte. Ein kurzer Blick am frühen Morgen auf die andere Seite des Bettes, sorgte beim Anblick des letzten Sexualpartners für einen traumatischen Schockzustand, denn schließlich wurde die Wirkung des Alkohols auf die Wahrnehmung, als nicht so gravierend erachtet. Frauen hatten die einmalige Gelegenheit zu beobachten, wie schnell sich Neuigkeiten herum sprachen, als sie von den verschiedensten Quellen erfuhren, mit wie vielen Männern sie im Suff geschlafen haben. Die Zuordnung des Ergebnisses dieser Spermaschlacht erleichterte das nicht.

Aber wie säuft man denn nun richtig? Wir sollten uns zuerst die Örtlichkeiten ansehen. Wo soll gesoffen werden? Dieser Frage kommt mehr Bedeutung zu, als man vielleicht annehmen möchte. Der Klassiker ist die Kneipe. Hat Vorteile, aber auch Nachteile. Der Vorteil ist natürlich, dass man sich keine Sorgen über leere Gläser machen muss. Ein geübter Barkeeper schenkt automatisch nach, und man wird nicht unterbrochen. Die Nachteile haben es allerdings auch in sich. So kann ein Kneipenbesuch sehr teuer werden, vor allem für Kampftrinker. Versuche mal Deiner Frau, am nächsten Morgen, zu erklären dass Du das Haushaltsgeld nicht versoffen und verhurt hast, wenn Du noch vollkommen blau und mit verschissenen Hosen in der Küche liegst. Des Weiteren weiß man nie, wo man aufwachen wird. Auf allen vieren krabbelnd, sieht die Gegend plötzlich ganz anders aus. Da in der Regel die Artikulationsfähigkeit erheblich eingeschränkt ist, wird Dich ein Taxifahrer überall hin bringen, nur nicht nach Hause. Profis benutzen daher ein Adresskärtchen, das sie sich, kotzfest eingeschweißt, um den Hals hängen. Natürlich könnte die Nacht auch in einem fremden Bett enden. Das endet dann meist mit dem oben beschriebenen Schockzustand.

Irgendwann ist es geschafft
Zuhause saufen dezimiert diese Nachteile natürlich. Dafür tun sich neue auf. Als erstes muss man die Frau loswerden. Saufen macht einfach keinen Spaß, wenn man immer dieses "Sauf nicht soviel"-Gekeife in den Ohren hat. Entweder Du sperrst die alte Schachtel, der Du mal im Suff das Ja-Wort gegeben hast, in den Keller (Merke: Saufe niemals wenn ein Pfarrer oder Standesbeamte in der Nähe ist!!!) oder sorgst dafür, das sie auf anderem Wege das Haus verlässt. Und sie soll die Kinder nicht vergessen. Mit ein paar Brettern vor der Tür sorgst Du dafür, dass sie in dieser Nacht auf keinen Fall zurückkommt. Da so was für ein wenig Stress sorgen kann, solltest Du jetzt erstmal onanieren. Denn, saufe niemals wenn Du angespannt bist. Wenn Du Dir gepflegt einen von der Palme gewedelt hast, kannst Du mit der Inventur beginnen. Auf dem Sofatisch werden alle Alkoholischen Getränke, nach Sorte geordnet, drapiert. Alkopops sind KEIN Alkohol in diesem Sinne, und fliegen aus dem Fenster. Mit ein bisschen Übung triffst Du damit Deine Frau. Die Vorteile in häuslicher Umgebung zu saufen sind wirklich verlockend. So braucht man sich keinerlei Sorgen um den Heimweg machen. Man kann an Ort und Stelle umfallen. Es gibt keinen Tresennachbarn der einem das Bier weg säuft, oder mit Banalitäten voll quasselt, und wenn man das singen anfängt, wird man nicht hinaus geworfen.

Egal ob man nun in der Kneipe oder Zuhause seine Leber quält, es gilt jetzt einen Saufplan auf zu stellen. Die elementare Frage hier ist: Will ich kotzen, oder nicht? Wenn einem "Negativessen" nichts ausmacht, braucht man sich über die Saufordnung nicht den, bald sehr hohlen, Kopf zerbrechen. Einfach rein mit dem Zeug. Man öffnet die erste Flasche die man in die Hände bekommt. Es wird natürlich aus einem Glas bzw. Stamperl getrunken. Nur Proleten saufen aus der Flasche. Wir saufen zivilisiert, auch wenn wir bald nicht mehr so aussehen werden. Wenn man die ganze Nacht Zeit hat, kann man mit "MacGyver"-Saufen viel Freude haben. Man gräbt ein paar alte MacGyver-Videos aus, und immer wenn eine Person "MacGyver" sagt, wird ein Stamperl getrunken. Ist die Flasche leer, die Alkoholvergiftung aber noch in unzumutbaren Maße entfernt, wird die nächste Flasche geöffnet. Wenn man sich die Augen zu hält, kann man hier für ein wenig Abwechslung sorgen. Sollte man sich aber für "nicht kotzen" entschieden haben, sollte man den ganzen Abend bei einer Sorte Alk, am besten klaren Vodka, bleiben. Hier macht sich eine vorausschauende Planung bezahlt. Für die Nicht-Kotzer ist somit auch der nächste Abschnitt uninteressant.

Das Klo zum zweiten Zuhause
Frisch gekotzt ist halb gewonnen. Für Kneipen-Säufer kann hier die Reise zu Ende sein. Außer man schafft es noch bis zum Klo. Aber über einen Tresen mit dem Essen vom Mittag, freut sich kein Barkeeper. Heim-Säufer haben es hier leichter. Zumeist ist das Klo näher, und sollte das nicht erreicht werden, ist es auch kein Problem. Wenn die Frau am nächsten Tag wieder kommt, soll sie ja was zu tun haben. Es sollte aber tunlichst vermieden werden in den Trockner zu kotzen. Die Reparatur könnte teuer werden.

Irgendwann hat man es ins Delirium geschafft. Die Äuglein fallen zu und das Bewusstsein sackt weg. Die nächsten Stunden verbringt man mit schnarchen, furzen und einem traumlosen Schlaf. Nicht mal einmal eine Bombe oder die Stimme von Hella von Sinnen, kann an diesem Zustand etwas ändern. Am nächsten Tag weckt einen das unerträgliche Gebrüll der Vögel. Jetzt ist erst einmal Nacharbeit fällig. Alka-Selzer, Aspirin plus C und ein paar Rollmöpse tun Wunder. Alkohol sollte, entgegen den üblichen Ratschlägen, nicht getrunken werden. Wenn Du wieder einigermaßen fit bist, kannst Du nun die Bretter wieder von der Tür lösen. Lass das Gekreische Deiner Frau über Dich ergehen, in dem Du dir die Finger in die Ohren steckst, und lege Dich im Garten in die Hängematte. Dann sieht die Welt gleich wieder viel besser aus

 

 

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