Platzeck fordert neuen Sozialstaat

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eröffnet am: 08.04.06 13:26 von: kiiwii Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 09.04.06 13:30 von: Juto Leser gesamt: 438
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08.04.06 13:26
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129861 Postings, 6585 Tage kiiwiiPlatzeck fordert neuen Sozialstaat

SPIEGEL ONLINE - 08. April 2006, 11:49
URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,410392,00.html

Reformen

Platzeck fordert neuen Sozialstaat


Matthias Platzeck hat in einem SPIEGEL-Beitrag erstmals Leitsätze für das neue SPD-Programm dargelegt. Der Vorsitzende der Sozialdemokraten fordert dabei eine umfassende Neuausrichtung des deutschen Sozialstaats. Auf die Eigenverantwortung der Bürger müsse größerer Wert gelegt werden.


Hamburg - "Die neuen sozialen Fragen, vor allem die Bekämpfung von Armut und Ausschluss, lassen sich mit dem Sozialstaat alter Prägung nicht bewältigen", schreibt Platzeck. "Wir wollen keinen abgemagerten Sozialstaat, sondern einen besseren."


Platzeck: "Partner, nicht Verwalter des Menschen"


Das zentrale Element einer neuen Übereinkunft für Deutschland müsse deshalb "ein erneuertes und positives Leitbild der sozialen Gerechtigkeit für das 21. Jahrhundert sein", schreibt der SPD-Chef. "Unser Leitmotiv ist der vorsorgende Sozialstaat, der weitaus stärker als das bisherige Sozialstaatsmodell in die Menschen und ihre Potentiale investiert." Laut Platzeck soll der neue Sozialstaat Beschäftigung fördern und Armut verhindern.


"Er ist Partner, nicht Verwalter der Menschen. Er aktiviert die Menschen, damit sie ihr Leben in eigener Verantwortung gestalten können." Ausdrücklich bekennt sich Platzeck dazu, dass auch über eine Änderung der Finanzierung des Sozialstaats nachgedacht werden muss. "Der vorsorgende Sozialstaat ist nicht Wachstumshindernis, sondern wirtschaftliche Produktivkraft; er muss dafür anders, weniger als bislang durch Sozialversicherungsbeiträge finanziert werden."


Für den SPD-Chef ist darüber hinaus klar, dass "den Menschen im 21. Jahrhundert mehr Flexibilität abverlangt wird". Eine "dynamische und wettbewerbsfähige Wirtschaft" sei anders nicht möglich, schreibt Platzeck. Zugleich müsse es aber "mehr öffentliche Investitionen in soziale Dienstleistungen, in Bildung und Wissen, in Innovation und Infrastruktur" geben. Auch wolle die SPD die Bedingungen dafür schaffen, "dass in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden".

© SPIEGEL ONLINE 2006


MfG
kiiwii  

08.04.06 13:36

12570 Postings, 6562 Tage EichiSozialstaat

ist wichtig für solche, welche den Sozialstaat wirklich benötigen.

Junge Menschen, die zum Arbeiten keine Lust haben, benötigen keinen solchen, wie jetzt. Vielmehr ein Arbeitslager, nach historischem Modell.

 

08.04.06 17:20
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7555 Postings, 5805 Tage 2teSpitzeEichi for President! o. T.

08.04.06 17:22

33505 Postings, 6072 Tage Pantanija,ab in Gulag mit dem faulen Pack. "gg"

 

Gruss Pantani.

 

09.04.06 10:41
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12570 Postings, 6562 Tage EichiEin Sozialstaat ist dazu da

um jungen Menschen einen sozialen Sinn und eine "objektive Perspektive" mit auf den Weg zu geben! - Junge Menschen brauchen eine Aufgabe und Beschäftigung, notfalls zwangsweise. Ansonsten kommen sie nur auf dumme Gedanken durch Herumgammeln, alte Leute anpöbeln, Aggressionen loswerden, sich in Rauschzustände versetzen oder um Ladendiebstahl zu begehen. -

Na dann mal los, ihr Sozis. Wird endlich Zeit, dass Platzeck & Co. aufwachen. Die SPD hat 30 Jahre lang geschlafen und blockiert.

M f G  

09.04.06 10:56

478 Postings, 5742 Tage bobbycarDas mit der Aufgabe und der Beschäftigung für

junge Menschen gefällt mir. Besonders der Zusatz "notfalls zwangsweise". Das entspricht der ausgewogenen Dualität, die jedem Menschen, der sich intensiver mit Religion beschäftigt oder diese sogar lebt anhaftet. Gerade in Sekten wird dieses Prinzip erfolgbringend und für jeden ersichtlich angewendet. Doch auch alle großen Religionen, zumindest deren Führer, leben davon nicht schlecht. Und was für Religionen gut ist, das kann doch für Staaten nicht schlecht sein. Also mehrere oder doch zumindest einen richtigen Führer braucht das Land.  

09.04.06 11:03
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2683 Postings, 6641 Tage Müder JoeDer parteiübergreifende Phrasendrescher

Wer kennt das Gerät noch, das die Bauern zum Dreschen benutzt haben? Genau, der Dreschflegel, das war aber noch Handarbeit, und hart. Später kam die Dreschmaschine.

Genauso ist es in der Politik zugegangen: früher waren Reden oder Aussagen noch harte Arbeit, evtl. sogar verbunden mit eigener Denkleistung, dann kam aber die Phrasendreschmaschine. Die besteht aus einem kleinen Trichter ober, einem kondensier- und presseresistenten Assimilierungsdurchlauferwärmer und einer RIESIGEN Ausgußtülle unten. Das Auffangbecken schwankt, je nach Wählergunst, zwischen den Farben kotzgrün, erbrechensblau, blutrot oder totenschwarz.

Jetzt zur Funktionsweise: man wirft oben in den Trichter 4 bis 5 Begriffe ein, und stellt den Assimilationsdurchlauferwärmer auf die vorgegebene Auffangschale ein. Wenn man z. B. die Begriffe "Sozialstaat", "Armut" und "Eigenverantwortung" eingibt, kommt im Falle der blutroten so eine gequirlte Scheiße raus wie Posting #1, das auf deutsch übersetzt nichts anderes heißt als: wir haben zwar Politiker gewählt, damit sie die Probleme lösen, die sie selbst geschaffen haben, müssen das aber in Zukunft selbst tun.


Im Falle der Schüssel "erbrechensblau" würde der Phrasendrescher folgendes ausspucken:

Hamburg - "Die neuen sozialen Fragen, vor allem die Bekämpfung von Armut und Ausschluss, lassen sich mit dem Sozialstaat alter Prägung nicht bewältigen", schreibt Platzeck. "Wir wollen keinen abgemagerten Sozialstaat, sondern einen besseren."


Westerwelle: "Partner, nicht Gestalter des Menschen"


Das zentrale Element der bislang erfolgreichen Übereinkunft für Deutschland müsse deshalb "ein runderneuertes und positives Leitbild der selbstverantwortlichen Gerechtigkeit für das 21. Jahrhundert sein", schreibt der FDP-Chef. "Unser Leitmotiv ist der vorsorgende Bürger, der weitaus stärker als das bisherige Sozialstaatsmodell in sich selbst und seine Potentiale investiert." Laut Westerwelle soll der neue Ich-AG-staat Beschäftigung fördern und Armut verhindern.

Die Interpretation der Aussage ist diesselbe wie oben.


Den Phrasendrescher gibts bei Mediamarkt für 99,-- Euro.


 

09.04.06 13:13

7555 Postings, 5805 Tage 2teSpitzeKannste billiger haben!

Jeden Tag im Fernsehen, wenn irgendein Politiker (egal welche Partei) seine gequierlte Scheiße von sich gibt. Kostet (außer FS-Gebühren) nix.

Spitze  

09.04.06 13:30
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35129 Postings, 6017 Tage Jutodas ideale prinzip

gibt es wohl nicht.
staatliche rahmenbedingungen sind wohl unverzichtbar zum wohle der gesellschaft,aber was für welche..
hört mir auf mit eigenverantwortung des bürgers, der ist viel zu egoistisch und dämlich,
die gesellschaft wirklich voran zu bringen.
dieses liberale geschwätz in die tat umzusätzen würde die meisten benachteiligen,
herr westerwelle hätte seine 6 prozent zufriedengestellt.
wer vesucht den sein individuelles dasein für die masse einzusetzen ? keiner.
also müssen von oben limits und zielsetzungen geschaffen werden.
das ist meine meinung und ich bin kein sozi(ok, vielleicht etwas).  

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