Pellets: Hat jemand damit Erfahrung oder

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neuester Beitrag: 23.06.05 22:36
eröffnet am: 03.05.05 21:08 von: zombi17 Anzahl Beiträge: 12
neuester Beitrag: 23.06.05 22:36 von: HeyJoe01 Leser gesamt: 1976
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03.05.05 21:08
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59073 Postings, 7467 Tage zombi17Pellets: Hat jemand damit Erfahrung oder

einschlägiges Fachwissen?

Ich möchte von dem immer teurer werdenden Öl wegkommen, ist das eine brauchbare Alternative?



Pellets-Heizungen und Solarwärmeanlagen
zur klimaneutralen solaren Vollversorgung


Vollautomatische Pelletsheizungen sind komfortabel und ideal zur Kombination mit Solarspeichern und -Kollektoren. Sie können die solare "Deckungslücke" im Winter schließen. Die thermische Solaranlage versorgt den Haushalt im Sommer und in den Übergangszeiten mit warmem Wasser und unterstützt die Heizung bis zu 25 % - den Rest übernimmt eine Pelletsheizung.





Sonne plus Holz!
Die Hersteller von Solaranlagen haben das Potenzial der heimischen Energiequelle Holz erkannt und, namhafte Unternehmen bieten Komplettlösungen für die Solarenergie-Nutzung plus Holzverbrennung an. Moderne Kleinfeuerungsanlagen versorgen den Haushalt mit CO2-neutral erwärmtem Trinkwasser und liefern behagliche Raumwärme. Der deutsche Markt für Pelletsheizungen ist in den letzten drei Jahren jeweils über 100% gewachsen: Allein im vergangenen Jahr wurden hier rund 4.800 Anlagen bis 35 Kilowatt in Betrieb genommen - das sind mehr als die Hälfte der insgesamt in Deutschland installierten Pelletsheizungen. Am beliebtesten sind Pelletsheizungen bei den Bauherren von Ein- und Zweifamilienhäusern. Die meisten verkauften Anlagen sind Wasser führende Heizsysteme mit automatischer Bestückung.




Gespeicherte Sonnenenergie
Pellets sind Röllchen aus gepressten Holzspänen und Sägemehl. Das Ausgangsmaterial, unbehandeltes und trockenes Restholz stammt aus Sägewerken und der holzverarbeitenden Industrie. Es wird ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck geformt. Die Pellets sind zwischen 10 bis 30 Millimeter lang und haben einen Durchmesser von 6-8 mm. Ihr Heizwert beträgt etwa 4,9 Kilowattstunden pro Kilogramm, was ungefähr einem halben Liter Heizöl entspricht. Ihre Qualität wird durch die DIN-Norm 51731 gesichert. Neben der CO2-neutralen Verbrennung stellt das im Vergleich zu fossilen Brennstoffen geringere Transportrisiko einen wichtigen ökologischen Vorteil dar: Tankerunglücke und Lecks in Pipelines sowie die Verunreinigung des Grundwassers entfallen.


Pellets-Brenner. Foto: ÖkoFEN Pelletsheizung, Lembach; Österreich




Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sind die Versorgungssicherheit des regional nachwachsenden Brennstoffs und sein Arbeitsplatzpotenzial zu nennen, besonders aber der Preisvorteil: Im Gegensatz zum Öl- und Gasmarkt erwarten Fachleute stabile Preise, die bereits heute mit den fossilen Energien konkurrieren können. Das Stuttgarter Biomasse-Informationszentrum (BIZ) geht davon aus, dass das Heizen mit Pellets nur etwa 60 % der Kosten verursacht, die für Erdgas anfallen, und nur 78% der Heizölkosten ausmacht. Die Hersteller sehen die Pelletspreise in etwa auf dem Niveau des Heizölpreises - und ihre Chance in steigenden Öl- und Gaspreisen. Allerdings sind die Anschaffungskosten für Pelletskessel und -brenner mit Fördersystem (zwischen etwa 7.000 Euro und 13.000 Euro) zur Zeit noch höher als die Preise konventioneller Heizsysteme (Ein konventioneller Gaskessel kostet etwa 6.000 bis 7.000 Euro). Der unterschiedliche Lieferumfang und die Peripheriegeräte erschweren hier einen direkten Vergleich. Das BIZ errechnete unter Berücksichtigung der einmaligen Aufwendungen für die Heizungsanlage jährliche Heizkosten von rund 2.650 Euro für ein Einfamilienhaus (Erdgas: zirka 2.430 Euro; Heizöl: etwa 2.350 Euro). Den Umstieg auf die umweltfreundlichen Pellets erleichtert die Förderung über das Marktanreizprogramm zu Gunsten erneuerbarer Energien: Pelletsheizungen, die an eine Zentralheizung angeschlossen sind werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit 55 Euro je Kilowatt errichteter installierter Nennwärmeleistung gefördert, mindestens jedoch 1.500 Euro bei Anlagen mit einem Kesselwirkungsgrad von 90 %. Zusätzlich gibt es zinsgünstige Kredite im Rahmen des CO2-Minderungsprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).



Einzelofen, Zentralheizung und Solaranlage


Das Herz der Pelletsheizung ist die Brennkammer. Eine automatische Zündung setzt die Verbrennung in Gang, die durch eine digitalelektronische Steuerung geregelt wird. Sie stellt das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Brennstoffmenge und Betriebstemperatur her. Das ermöglicht niedrige Abgaswerte und einen hohen Wirkungsgrad: Bis zu 95 % sind erreichbar. Die Staub- und CO2-Emissionen der Pelletsheizungen liegen deutlich unter jenen anderer biogener Festbrennstoffe. Im Vergleich mit den ökologisch nicht zu rechtfertigenden Elektroheizungen schneiden die Pelletsanlagen hervorragend ab: Eine Pelletsheizung gibt gerade mal ein Zehntel des Kohlendioxids an die Umwelt ab, das die Strom-Heizung produziert - und selbst das wurde ja schon durch das Wachstum der Bäume ausgeglichen.


Bild: Pellets-Zentralheizungskessel mit Schneckenförderung. Leistung bis zu 32 Kilowatt. Foto: pro solar Energietechnik GmbH.


Bauherren haben die Wahl zwischen Einzelöfen (Leistung bis zirka 11 Kilowatt; für einen oder mehrere Räume) und Pellets-Zentralheizungen. Bei den einzelnen Öfen ist der Vorratsbehälter in der Regel seitlich neben dem Ofen angebracht. Der Brennkessel kann von Hand oder halbautomatisch mit Pellets versorgt werden.
Zentralheizungen mit einer Leistung bis zu 35 Kilowatt werden entweder mit einer so genannten Förderschnecke oder einem Saugsystem mit Pellets beschickt. Die einfache Technik der Förderschnecke kommt zum Einsatz, wenn der Lagerraum für die Pellets unmittelbar neben dem Heizraum liegt. Sie garantiert nicht nur hohe Betriebssicherheit, sondern arbeitet auch sehr geräuscharm.

Die teilweise wartungsaufwendigeren Saugsysteme sind erforderlich, wenn die Pellets nicht im ebenerdigen Nebenraum gelagert werden können. Mit ihnen darf der Pelletsvorrat bis zu 20 Metern entfernt sein, beispielsweise in Form eines Erdtanks. Von Nachteil ist der etwas höhere Geräuschpegel, der sich durch Schallisolierung der Rohrleitungen und einen zwischengeschalteten, periodisch aufgefüllten Vorratsbehälter senken lässt.

Sowohl Einzelöfen als auch Zentralheizungen können mit einer thermischen Solaranlage kombiniert werden. Hierbei ist der Einbau eines Kombi-Pufferspeichers erforderlich, der die Schnittstelle zwischen Solaranlage und Heizung bildet. Liefert die Sonne nicht genug Energie für das Brauchwasser oder die Heizung, schaltet eine an Regelung bei entsprechender Speichertemperatur automatisch die Pelletsheizung ein. Je nach Gebäudestandard (Niedrigenergie- oder Passivhaus) und Auslegung der Solaranlage kann bis zu einem Drittel des Wärmebedarfs direkt von der Sonne gedeckt werden, was die Brennstoffkosten entsprechend senkt und eine ideale Versorgung ohne fossile Energien bedeutet.



Wartung, Lager und Logistik
Im Gegensatz zu Österreich und Skandinavien, wo bereits eine gute Infrastruktur aufgebaut wurde, sind deutsche Kunden teilweise auf Importe aus diesen Ländern oder aus Tschechien angewiesen. Das soll und wird sich nach Auskunft der Branche ändern, wenn mehr Nachfrage entsteht. Das sollte sich auch ändern, weil Transporte über weite Strecken die Ökobilanz verschlechtern -und sich auf den Preis auswirken. Es gibt zwar Hersteller, die in ganz Deutschland liefern, aber im Norden bis zu 20 % mehr verlangen. In Süddeutschland werden die Kunden schon jetzt zum Teil mit modernen Tankwagen beliefert, können den Brennstoff aber auch abgepackt kaufen.





 
Zentralheizung mit Vakuum-Saugsystem. Skizze: ÖkoFEN, Lembach, Österreich



Für die Lagerung der Pellets wird etwa doppelt so viel Raum benötigt wie für Heizöl. Das Lager sollte individuell geplant werden. Der Bedarf in Kilogramm entspricht ohne die Einsparung durch die Solaranlage etwa der doppelten Zahl der verbrauchten Liter Heizöl. Ein Niedrigenergie-Einfamilienhaus kommt im Jahr mit rund 4 Tonnen Pellets aus: Dafür sind etwa 3,6 Kubikmeter Lagervolumen erforderlich. Bei Neubauten in einem individuell geplanten Raum, bei bestehenden Gebäuden in einem so genannten Sacksilo oder in einem unterirdischen Tank im Garten.

Kurze und verständliche Erklärungen der Grundbegriffe aus Solarthermie und Photovoltaik finden Sie in unserem Solar-Lexikon.

Berichte aus Technik, Wirtschaft und Politik sowie Präsentationen von innovativen Anlagen und Produkten im Solar-Magazin.

Quelle  
http://www.solarserver.de/wissen/pellets.html


Gruss Zombi

 

03.05.05 21:27
1

3393 Postings, 7522 Tage BoxenbauerPellets sind o.k.,

du machst dich aber wieder von einem Zulieferer abhängig. Die Förderschnecken vertragen auch kaum was anderes (keine Schnitzel usw.) Ich setze auf Stückholz, wie im Gabelstapler- Thread beschrieben.

Wichtig ist ein großer Pufferspeicher (Heizung und Warmwasser) für Sonnenenergie und z.B. Pelletsbrenner. Solarkollektoren werden sehr gut gefördert und zwar nach Fläche. Laß dir also keine teuren Vakuumröhrenkollektoren anbieten, es sei denn, du hast keinen Platz auf dem Dach.

   
Fussball- Grüße

Boxenbauer  

03.05.05 21:32

3393 Postings, 7522 Tage Boxenbauerzombi17,

schau auch mal bei HDG-Bavaria. Da gibt es Stückholz-, Hackschnitzel- und Pelletheizungen.

Fussball- Grüße

Boxenbauer  

03.05.05 21:41

59073 Postings, 7467 Tage zombi17Danke BB

Mein Heizungsraum ist mittig im Keller, für Stückholz bin ich zu faul.Es soll aber Kombikessel geben, die beides unterstützen, Sowas werde ich wohl wegen der Abhängigkeit anschaffen. Ich denke mal, dass man bei Pellets die alten Ölnachfüllrohre für die Lieferung nutzen kann. Dann müssten nur die Tanks raus, die seperat eingemauert sind. Deshalb wären die Vorratsräume schon vorhanden, direkt neben dem System. Über Solar habe ich mich noch nicht informiert, aber es soll die Heizungsanlage ergänzen.
Wenn meine Nachbarn nicht solche Spiesser wären, würde ich noch ein Windrad in meine Überlegungen mit einbeziehen"fg"
Gruss Zombi  

03.05.05 21:48

3393 Postings, 7522 Tage BoxenbauerZombie,

mit Solar kannst du nicht viel falsch machen. Wenn du ein Dach nach Süden hast, knall es dir voll mit günstigen Flachkollektoren und speise in einen großen Speicher ein. Dann kannst du auch deine alte Heizung behalten und sparst trotzdem 70% Heizkosten.


Fussball- Grüße

Boxenbauer  

03.05.05 22:01

59073 Postings, 7467 Tage zombi17Ich denke mal, dass

ich ca 120m2 Südfläche zur Verfügung habe, ich muss mich echt mal beraten lassen, denn meine beiden Ölzentralheizungen sind gerade mal 4 bzw 6 Jahre alt.  

04.05.05 09:27

3393 Postings, 7522 Tage BoxenbauerMoin zombi,

120qm, das ist ja heftig viel.

Dann würde ich erstmal so anfangen, weil es schnell gehen sollte.

1. Du legst dir ca. 80-90qm Photovoltaik aufs Dach. Diese Jahr gibt es noch 52ct für die eingespeiste kWh - Festgeschrieben für 20Jahre. Nächste Jahr gibt es schon 5% weniger (auch 20Jahre). Pro kW installierte Leistung kannst du Kosten von 4100€ rechnen. Bei 80qm hättest du ungefähr ein Anlage von 10kW - Also Kosten von ca. 41.000€. Pro Monat speist du dann übers ganze Jahr ca. 500€ ein. Das ist ne ganz gute Verzinsung. Übrigens gibts von der KDW bezuschusste Kredite für Photovoltaikanlagen, für die die Anlage selber als Sicherheit dient. Mein Tipp 50% Eigenfinanziert, den Rest über KDW.

2. Den Rest, wie besprochen, als thermische Solaranlage mit Heizungsunterstützung.


Wenn du Strom einspeisen möchtest, mußt du dich echt beeilen, weil die Photovoltaikkollektoren ne verdammt lange Lieferzeit haben. (Wichtig ist auch ein guter Hersteller. Kollektoren z.B. von Sharp -hab ich) oder Kyocera. Wechselrichter von SMA.)


Fussball- Grüße

Boxenbauer  

04.05.05 11:56

59073 Postings, 7467 Tage zombi17Danke BB o. T.

04.05.05 12:43

1544 Postings, 7676 Tage AmeiseHi, zombi17

Nimm, auf alle Fälle keine Röhrenkollektoren, sind teurer und setzen sich im Winter mit Schnee zu, der sich sehr lange hält. Bei den Flachkollektoren rutscht der Schnee einfach runter und bei den Röhren bleibt der Schnee sogar nach einem Tag intensiver Sonne noch hängen. Mein Nachbar hat so ein Röhrenteil auf dem Dach und hat es schon oft bereut.

Gruß, Ameise.  

04.05.05 14:32

36 Postings, 5871 Tage DarkKlecksIss ein paar Eier zum Köpi

dann kannst Du mit Methan heizen ;-))  

23.06.05 21:59

3393 Postings, 7522 Tage BoxenbauerNabend zombi,

na, biste schon aktiv geworden? Ich stocke nächste Woche meine Photovoltaikanlge um 4,55kWp weiter auf und setze den dritten Wechselrichter.

Fussball- Grüße

Boxenbauer  

23.06.05 22:36

548 Postings, 5825 Tage HeyJoe01ich ja schon witzig

kaum ist der sommer voller glut
denkt zombi ,an die nächste winterflut
der winter kann mich gerne haben
ich höre jetzt musik,und will nicht labbern
gruss Joe  

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