Onkel Michael sang "I´m bad" und zeigte mir sein

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neuester Beitrag: 06.06.05 16:08
eröffnet am: 03.05.05 19:46 von: B Ghost Anzahl Beiträge: 8
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03.05.05 19:46

3379 Postings, 5890 Tage B GhostOnkel Michael sang "I´m bad" und zeigte mir sein

e Neverlandranch. Dann nahm er Jimmy, Bobby, Miky und mich in den Arm und sagte "I love you all..", bevor er eine schwere  Tür öffnete und uns in einem fensterlosen Raum seine in sterile Tüten verhüllten Kinder zeigte. Ich glaube unter ihrem Mundschutz ein ängstliches Lächeln zu erkennen. Dann gab es Freibier für alle Jungs die jünger als 12 waren und Onkel Michael zeigte uns sein "lang" gehütetes Geheimnis...

 

So könnte es gewesen sein..

 

 

MISSHANDLUNGSPROZESS
Nacktfotos als Beweise gegen Jackson zugelassen


Santa Maria · 1. Mai · ap · Die Anklage hat den Geschworenen im Prozess gegen Popstar Michael Jackson wegen sexueller Kindesmisshandlung zwei Fotobände mit Bildern von nackten Jungen vorgelegt. Die Bücher waren im Zuge eines anderen, mehr als zehn Jahre zurückliegenden Verfahrens in Jacksons Schlafzimmer gefunden worden.

Die Verteidigung kritisierte, der Fund der Bücher sei zu lange her, um für den aktuellen Fall eine Bedeutung zu haben. Richter Rodney Melville ließ die Bücher dennoch als Beweismittel zu. Möglich war dies auf Grund eines Gesetzes in Kalifornien, das solche Beweismittel zulässt, wenn sie auf eine Neigung des Anklagten zu Kindesmissbrauch hindeuten können. Die Bücher wurden 1993 bei Ermittlungen zu anderen Missbrauchsvorwürfen konfisziert. Ein damals Zehnjähriger erhielt von Jackson 1994 eine Millionenzahlung und weigerte sich danach, mit den Ermittlern zu kooperieren. Damals wurde keine Anklage erhoben.

Richter Melville erklärte, einige Bilder in den Büchern könnten als pornografisch interpretiert werden. An früheren Prozesstagen hatte die Staatsanwaltschaft pornografische Zeitschriften und Kunstbände mit abgebildeten Nackten als Beweise vorgelegt  

03.05.05 19:59

1113 Postings, 6023 Tage CorypheanaDer Fall Michael Jackson

Michael Jackson. Man mag ihn oder nicht. Auf jeden Fall wissen wir aber eines mit unumstößlicher Gewißheit: Es ist ein bißerl wirr im Kopf. Plemplem sozusagen. Absonderlich. Abgehoben. Exzentrisch. Verstiegen. Oder? Ich darf Sie wiederum an ein kurzes Zitat aus dem psycho-politischen Handbuch erinnern: "Ein gültiges Prinzip der Psychopolitik lautet, daß die Person, die vernichtet werden soll, zunächst mit dem Stigma der Geisteskrankheit versehen werden muß." Hier haben wir also einen Bilderbuchfall, mit dem einzigen "Makel", daß der King of Pop noch lebt. Nachdem man sich jahrelang intensivst darum bemühte, den Schatten der Geisteskrankheit an seine Fersen zu heften, mußte man zu etwas härteren Bandagen greifen, um den gewünschten Karriereknick herbeizuführen. Sex mit kleinen Jungs ? das war genau das Richtige, um Amerika zu schockieren. Was lag näher?

Wissen Sie, wie dieser "Fall" zustande kam? Evan Chandler, ein bankrotter, geschiedener Zahnarzt, der seine Alimente nie bezahlte, ist neidisch auf das gute Verhältnis, das sein Sohn Jordan und seine Ex-Frau zum Superstar haben, den sie zufällig ein Jahr zuvor kennengelernt haben und woraus ein enges, freundschaftliches Verhältnis erwachsen war. Er sucht sich einen Anwalt, der noch verkommener ist, als er: Barry Rothmann, nahe daran vorbeispaziert, aus der Anwaltskammer zu fliegen, bezahlt niemals Schulden und Alimente und hortet gleichzeitig privates Vermögen über ein Konglomerat aus Scheinfirmen. Sie versuchen Jackson zu erpressen. Als dies fehlschlägt, schnappt sich Chandler seinen Sohn, setzt ihn unter dem Vorwand einer Zahnbehandlung unter Natrium-Amytal, eine Droge, die hypnoseartige Zustände auslöst, und suggeriert ihm die sexuelle Belästigung durch Jackson. Danach schließen sie sich mit einem Psychiater zusammen, dieser meldet den Vorfall der sexuellen Belästigung ans Jugendamt, und eine undichte Stelle im Amt informiert die Presse. Der D-Zug kommt in Fahrt.

Der absolute Hammer ist, daß es niemals irgendeinen Beweis gegen Jackson gab, außer der Aussage des jungen Jordan Chandler, die nach einer "zahnärztlichen Behandlung" unter der halluzinogenen Droge Natriumamylat zustandegekommen war, gestützt von den Behauptungen eines Psychiaters. Der eigentliche und gleichzeitig auch verräterische Skandal bei der ganzen Geschichte ist, daß die Presse nun über Michael Jackson herzog. Jeder normale Mensch hätte nach Lage der Fakten gesagt: Sperrt den Zahnarzt und den Anwalt in den Knast. Jeder wirkliche Journalist hätte eine Story geschrieben: "Verkommene Verlierer und Betrüger versuchen Michael Jackson zu erpressen!" Was aber ist in der Realität geschehen? Nun, sehen Sie, genau das IST PSYCHOPOLITIK !!!

Warum sollte Michael ausgeschaltet werden? Er war auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Er hatte zuviel Macht, zuviel positiven Einfluß auf junge Menschen in der ganzen Welt. Er war zu sauber, keine Skandale, keine Bettgeschichten, keine Drogen ? nichts. Er war einfach viel zu gut. Er hatte mit dem Film "Moonwalk" deutlich gemacht, daß er keinesfalls plemplem ist. Er hatte sich am Projekt "We are the World" beteiligt. Er hatte den Song geschrieben "Heal the World" ? "Heilt die Welt". Und nicht nur das. Er hatte darüber hinaus auch noch gewagt, eine "Heal the World"-Kampagne ins Leben zu rufen, die Kindern überall auf der Welt helfen sollte und auch tatsächlich half. Was für eine Tat ? was für ein Verbrechen ? welche Gefahr für das psychopolitische Programm!

Was geschieht hier? Während Interpreten, die "Sex, Drugs and Rock?n?Roll" personifizieren, sich prügeln, Groupies verbrauchen und Hotel-Suiten demolieren zu Helden der Szene aufgebauscht werden, während Kriminelle, die zu dumpfen Beats verdrehte Sprechgesänge ablassen, 80 % der Sendezeit von VIVA, Viva2 und MTV erhalten, versieht man wahre Künstler mit großen Motiven und Visionen, Helden, die eine bessere Welt predigen, mit dem Stigma der Geisteskrankheit und versucht, ihnen allerlei Skandale anzuhängen. Welchem Wunder es auch immer zu verdanken ist, daß Michael Jackson immer noch erfolgreich ist (eine derartige Prozedur hat kein anderer vor ihm überlebt), fest steht, daß man nach wie vor versucht, ihn zu zerstören. Es sind Leute wie er, die die Welt tatsächlich zu einem besseren Ort machen. Beteiligen Sie sich also bitte nicht an seiner Demontage.

 

03.05.05 20:07

3379 Postings, 5890 Tage B GhostSeh ich etwas anders:

Der Erfolg von Michael ist schon so lange vorbei, dass sich selbst seine Neider nicht mehr an ihn erinnern können.
Aber die Anzahl der Merkwürdigkeiten ist weit umfangreicher als ein einziger Fall Chandler.

Außerdem:  Nach den Erfahrungen aus den 90er Jahren hatte alle Zeit der Welt um sein Verhalten gegenüber kleinen Jungs zu überdenken und zumindest vorsichtiger zu werden.

Auch wer NUR 10 Mal mit den falschen Freunden erwischt wird kann das nicht nur als Pech abtun.
 

03.06.05 08:06

3379 Postings, 5890 Tage B GhostDie Würfel sind fast schon gefallen

PLÄDOYERS IM JACKSON-PROZESS"Pädophiles Raubtier"Der Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson nähert sich dem Ende. Während Staatanwalt Ron Zonen den Popstar als Bestie darstellte, die sich an einem 13-jährigen Jungen vergangen habe, versuchte die Verteidigung die Glaubwürdigkeit der Klägerfamilie zu erschüttern. Jetzt haben die Geschworenen das Wort.www.spiegel.de/panorama/artikel@Middle2 -->APJackson beim Verlassen des Gerichts: "Ich bin ok."Santa Maria - Jackson-Anwalt Thomas Mesereau stellte den Sänger als "naives" Opfer einer Familie von "Betrügern, Schauspielern und Lügnern" dar, die sich an dem Entertainer bereichern wollten. Mesereau wollte sein Schlussplädoyer heute zu Ende führen. Die Vorwürfe gegen Jackson seien "absurd", sagte Mesereau. Sie stammten von einer Familie, "in der die Kinder zum Betrügen und Lügen" erzogen wurden. Eine Verurteilung Jacksons "über jeden vernünftigen Zweifel hinweg" sei daher nicht möglich, sagte der Anwalt zu den Geschworenen. Der Staatsanwaltschaft warf er einen Versuch vor, Jackson persönlich anzugreifen, indem sie seine finanziellen Probleme, seine Sammlung von Sexheften und seinen Karriereknick ins Spiel gebracht habe. Zuvor hatte die Anklage in ihrem knapp dreistündigen Plädoyer den Popstar und seinen Anwalt scharf attackiert. Den Popstar bezeichnete sie als pädophiles "Raubtier", das seine jungen Opfer zur eigenen Befriedigung in die "Welt des Verbotenen" lockte. Jackson habe nach einem Muster gehandelt, seine jungen Opfer "in sein Vertrauen, sein Schlafzimmer und in sein Bett" zu locken, sagte Zonen. Er sprach von "Ausnutzung und sexuellen Missbrauch" eines 13-jährigen Jungen durch einen berühmten Sänger und stellte Jackson als pädophilen Serientäter dar. Jackson habe sich zunächst bei dem früheren Krebspatienten eingeschmeichelt und den Jungen dann systematisch missbraucht.Mesereau hielt er vor, seine Versprechen nicht gehalten zu haben. So habe der Verteidiger vor Gericht nicht den Vorwurf untermauern können, dass der Junge und dessen Mutter auf das Geld von prominenten Komödianten und Entertainern aus war, sagte Zonen. Die Familie habe Jackson nie um Geld gebeten, sagte der Anwalt weiter.Nach einem Schlusswort des Staatsanwalts wollte der Vorsitzende Richter heute den Fall den zwölf Geschworenen übertragen. Aus Sicht von Prozessbeobachtern könnte schon in wenigen Tagen das Urteil gegen den 46-jährigen Sänger fallen.Jackson war gestern in Begleitung seiner Eltern und seiner Brüder Jermaine, Randy und Tito vor Gericht erschienen. Rund 150 Fans jubelten dem schwach wirkenden Popstar zu. Prozessbeobachter kommentieren, dass der Sänger kränklich und stark abgemagert wirke. Jackson-Sprecherin Raymone Bain versicherte dem Sender MSNBC, dass das frühere Popidol nicht krank sondern nur "sehr müde" sei. Er glaube immer noch fest an einen Freispruch. Jackson selbst sagte beim Verlassen des Gerichts im kalifornischen Santa Maria: "Ich bin ok." Im Fall eines Schuldspruchs drohen Jackson mehr als 20 Jahre Haft.Der Prozess hatte vor über vier Monaten mit der Auswahl der Geschworenen begonnen, seit Eröffnung der Hauptverhandlung am 28. Februar wurden insgesamt 130 Zeugen verhört. Jackson ist angeklagt, vor zwei Jahren einen 13-jährigen Jungen sexuell missbraucht zu haben. Er soll ihm auch Alkohol gegeben haben. Während es in der Anklageschrift hieß, mit dem Alkohol habe der Sänger sein Opfer sexuell gefügig machen wollen, wies Richter Melville die Geschworenen ausdrücklich darauf hin, dass es sich auch schlicht um die Abgabe von Alkohol an einen Minderjährigen ohne weiter gehende Absichten gehandelt haben könnte. Später soll Jackson versucht haben, den Jungen und dessen Familie auf seiner Neverland Ranch gefangen zu halten. Die Verteidigung wies alle diese Vorwürfe zurück. Sie bemüht sich, die Mutter des Jungen als Betrügerin darzustellen, die Jacksons Geld wolle. Die Missbrauchsfälle seien erfunden. Die Familie hatte zu Jackson wie zu zahlreichen anderen Prominenten Kontakt aufgenommen, nachdem der Junge an Krebs erkrankt war. Sie bat die Stars um Hilfe bei der Einwerbung von Spenden.  

03.06.05 08:26

25551 Postings, 7297 Tage Depothalbierermüßige diskussion

auch dieser prozeß wird mit keiner freiheitsstrafe aber netten ábfibndunsgeldern enden.  

03.06.05 08:45

3379 Postings, 5890 Tage B GhostJa, aber wie es hier weiter geht ist noch offen,

denn man munkelt, dass Michael nach verlorenem Prozess und anschließenden Strafsummen, Anwaltskosten und Schadenersatzforderungen pleite sein dürfte


und



der wird im Falle eines Freispruches auf jeden Fall später wieder mit Kindern in die Schlagzeilen kommen  

06.06.05 08:54

3379 Postings, 5890 Tage B GhostUrteil diese Woche! Hier sein Nachruf:

Michael Jackson
 
Vom Idol zum Halloween-Gespenst

Der tiefe Fall des Michael Jackson begann schon lange vor dem Prozess wegen Kindesmissbrauch, in dem heute das Urteil gesprochen werden könnte. Der "King of Pop" ist immer ein Sonderling geblieben - ein Nachruf auf seine außergewöhnliche Karriere.

APSchräger Auftritt: Der King of Pop 1999
Unabhängig vom Spruch der Geschworenen im Kindesmissbrauchsprozess von Santa Monica: Michael Jackson ist am Ende. Künstlerisch stürzte er bereits 1993 ins Bodenlose, als seine Welttournee inmitten der ersten Vorwürfe eines Kindesmissbrauchs scheiterte. Nach einer Millionenzahlung an die Familie des damals klagenden Jugendlichen kam es 1994 zwar nicht mehr zum Prozess. Aber Jackson, bis dahin wegen mehr als 260 Millionen weltweit verkaufter Tonträger als "King of Pop" anerkannt, hatte seitdem keinen Hit mehr.

Der künstlerische Niedergang - nach den Retro-Alben "HIStory" und "Blood On The Dancefloor" floppte 2001 auch "Invincible" ("Unbesiegbar") - wurde von einer Demontage der Person, des Menschen Michael Jackson begleitet. Die Ehe mit Lisa Marie Presley, die 1995 nach 20 Monaten auseinander ging, wurde als PR-Manöver aufgefasst. Kurz danach heiratete er die Krankenschwester Debbie Rowe. Aus der geschäftsmäßig arrangierten Ehe gingen die beiden Kinder Prince Michael (1997) und Paris (1998) hervor. Die Mutter von dem 2002 geborenen Prince Michael II ist bis heute nicht bekannt.

Das alles machte Jackson mehr und mehr zur Zielscheibe der Klatschpresse, die auch zunehmend mitleidlos den körperlichen Zerfall des mehrfach plastisch operierten Sängers registrierte und beschrieb. Nun sollen Michael-Jackson-Masken in den USA der Renner für Halloween werden. Vom "King of Pop" zum Halloween-Schreckgespenst führte der tiefe Fall des Michael Jackson.

<!-- Vignette StoryServer 5.0 Sun Jun 05 19:41:38 2005 -->
MICHAEL JACKSON: PETER PAN IM STURZFLUG

Klicken Sie auf ein Bild, um die Fotostrecke zu starten (20 Bilder).

In seiner schwersten Krise zeigte sich zwar, dass Michael Jackson auf Freunde wie Elizabeth Taylor und Macaulay Culkin zählen kann. Und dass ihm immer noch Hunderte Fans zu jedem Verhandlungstag vor Gericht ihr Vertrauen demonstrieren. Aber Jackson, dem seine Anwälte nahe legten zu schweigen, schien von Tag zu Tag einsamer, und die seit Prozessbeginn im Januar täglich um die Welt gegangenen Fotos zeigten ihn zunehmend zerbrechlich: Seine ihn begleitenden Eltern Joseph und Katherine, beide Mitte 70, wirkten neben ihm gesünder. Am 29. August wird er 47 Jahre alt.

Michael wurde als siebtes von neun Kindern in Gary im US-Staat Indiana geboren. Sein Vater verdiente wenig als Kranfahrer. Mit fünf Jahren stand er mit seinen Brüdern Jermaine, Tito, Marlon und Randy zum ersten Mal auf der Bühne. Dass die von Vater Jackson mit harter Hand gemanagte Boygroup The Jackson Five Talentwettbewerb um Talentwettbewerb gewann, gilt als Michaels Verdienst. 1969 bekam die Gruppe einen Plattenvertrag beim legendären Soul-Label Motown; die ersten vier Singles "ABC", "I Want You Back", "The Love You Save" und "I'll Be there" wurden allesamt Nummer-1-Hits in den USA. Unterstützt wurden die Jackson Five von Diana Ross, die sie in ihrer Wohltätigkeitsshow auftreten ließ; später wurde Michael Produzent und Songwriter für die Soul-Diva.

DPAGezeichnet vom Prozess: Jackson im Gerichtssaal in Santa Maria
1976 nannte sich die Gesangsgruppe nur noch The Jacksons; Michael hatte da bereits erste Solohits mit "Ben" und "One Day In Your Life". Die Jacksons lösten sich 1984 auf; doch schon davor landete ihr Lead-Sänger den kommerziell größten Coup der Popgeschichte: Das Album "Thriller" trat 1982 einen wahren Siegeszug um die Welt an; bis heute wurden 60 Millionen davon verkauft. Der Nachfolger "Bad" brachte es auf 30 und danach "Dangerous" auf rund 15 Millionen verkaufte Tonträger. Bis Ende der achtziger Jahre wurden seine Alben von Quincy Jones mit den besten Studiomusikern produziert.

Noch vor der MTV-Ära waren Jacksons Musik-Videos revolutionär. Gedreht wurden sie von bekannten Regisseuren. Jacksons Tanzeinlagen - insbesondere sein "Moonwalk" - setzten Maßstäbe. Aus "Thriller" wurden sieben Singles ausgekoppelt, die in den USA in die Top Ten gingen, am erfolgreichsten waren "Billy Jean", "The Girl Is Mine" - ein Duett mit Paul McCartney, "Beat It" und der Titelsong.

Mit McCartney sang er später noch einmal bei "Say Say Say" zusammen. Als Jackson im August 1985 den ATV-Musikrechtekatalog mit allen Beatles-Songs für 47,5 Millionen Dollar ersteigerte, kühlte das Verhältnis mit dem nicht zum Zuge gekommenen McCartney ab. In einem Interview während des gerade abgeschlossenen Prozesses hatte Jackson die Vorwürfe gegen ihn als Verschwörung nicht näher bezeichneter Kreise hingestellt, an diesen Katalog zu kommen.

"Slave to the rhythm"

Jackson ist mehrfacher Grammy-Gewinner; allein für "Thriller" erhielt er sieben Auszeichnungen. Er schrieb 1985 mit Lionel Ritchie den Titel "We Are The World" für die Band-Aid-Aktion für Afrika; später gründete er die Stiftung "Heal The World". 1986 lud er die 14-jährige Donna Ashlock nach einer Herztransplantation überraschend auf seine Neverland Ranch ein. Sein Lebensstil dort in einer Art Freizeitpark galt schon damals als bizarr: Bei den Aufnahmen für "Bad" bestand er auf die Anwesenheit seiner Riesenschlange "Crusher" und seines Schimpansen-Freundes "Bubbles".

1984 erlitt er bei einem Unfall mit Feuerwerkskörpern für einen Pepsi-Werbespot Verbrennungen zweiten Grades; der damalige Präsident Ronald Reagan wünschte ihm gute Besserung. Noch 1990 wurde er von Präsident George Bush ins Weiße Haus eingeladen.

Die Öffentlichkeit war schon vor dem Skandal um den in seinem Bett übernachtenden Jungen an seinem Sexleben interessiert. Die TV-Moderatorin Oprah Winfrey fragte ihn im Februar 1993, ob er noch "Jungfrau" sei. Jackson sagte, er sei zwei Mal verliebt gewesen und gehe mit Brooke Shields aus. Die Namen seiner Geliebten nenne er nicht, weil er Gentleman sei. Auf die Frage, warum er sich beim Singen und Tanzen immer in den Schritt fasse, sagte er: "I'm slave to the rhythm."

Uwe Käding, AP 
 

 

06.06.05 16:08

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DER HARTE JOB DER GESCHWORENEN

Schuldig oder nicht schuldig?

Von Friederike Freiburg

Ist Michael Jackson ein Pädophiler oder ein Menschenfreund, der Opfer geldgieriger Halunken wurde? Im Prozess folgten Widersprüche auf Lügen auf Falschaussagen. SPIEGEL ONLINE hat die wichtigsten Aussagen zusammengestellt, über die nun die Geschworenen beraten.

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AP
Pädophiler Serientäter oder naives Opfer? Die Geschworenen im Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson stehen vor schwierigen Entscheidungen. Sollten sie den Sänger für schuldig befinden, drohen ihm bis zu 20 Jahre Gefängnis. Möglich wäre auch ein Freispruch, sollten die Aussagen des mutmaßlichen Opfers die Jury nicht überzeugt haben.

Justizexperten hatten der Anklage nach Abschluss der Zeugenaussagen ein "schwaches Finale einer von Problemen gekennzeichneten Beweisführung" bescheinigt. Fraglich ist aber, ob die Strategie der Verteidigung um Anwalt Thomas Mesereau aufgeht. Der Anwalt hatte zeigen wollen, dass die Familie des Klägers die Vorwürfe erfunden habe, um an Geld zu kommen.

Acht Frauen und vier Männer entscheiden nun über Jacksons Schicksal. In dem von Weißen dominierten Gremium sitzen neben einer Asiatin drei Geschworene hispanischer Abstammung, aber keine Afroamerikaner. Experten werten dies als Nachteil für Jackson. Die Entscheidung dürfte nicht leicht fallen, zu widersprüchlich waren die Aussagen vor Gericht. Die Geschworenen müssen sich einstimmig entscheiden: schuldig oder nicht schuldig? Machen Sie sich selbst ein Bild - im Folgenden dokumentiert SPIEGEL ONLINE die Aussagen der wichtigsten Zeugen vor Gericht.

Gavin Arvizo, das mutmaßliche Opfer: Missbrauch nach dem "Jesus-Saft"-Genuss?

Arvizos Bruder: Woher stammten die Pornohefte?

Arvizos Schwester: Was hat das Mädchen beobachtet?

Arvizos Mutter: Unter Eid gelogen

Chandlers Mutter: Wofür nahm die Familie Geld?

Sohn einer Haushälterin: 17 Jahre geschwiegen?

Jacksons Wachmann: Wer durfte Neverland verlassen?

Debbie Rowe: Ist Jackson ein guter Vater?

Wade Robson und Brett Barnes: Hat Jackson mit Kindern geduscht?

Ex-Manager Marcus: Erwachsenenspielzeug auf Neverland

Macaulay Culkin: Angebliches Missbrauchsopfer wurde nie befragt  

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