Oliv-Gruen im Krieg -Gegen rote Farbbeutel/FISCHER

Seite 1 von 2
neuester Beitrag: 29.06.04 13:38
eröffnet am: 17.06.04 01:00 von: proxicomi Anzahl Beiträge: 38
neuester Beitrag: 29.06.04 13:38 von: lumpensamm. Leser gesamt: 611
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

Seite: 1 | 2  

17.06.04 01:00

4690 Postings, 7675 Tage proxicomiOliv-Gruen im Krieg -Gegen rote Farbbeutel/FISCHER

Samira
»Es hat den Richtigen getroffen«

Trillerpfeifen, Buttersäure und ein Beutel roter Farbe. Keine andere antimilitaristische Aktion erreichte letztes Jahr größere Aufmerksamkeit als die Proteste gegen den Kriegsparteitag der Grünen am 13. Mai in Bielefeld, der den ersten Feldzug mit deutscher Beteiligung seit dem Zweiten Weltkrieg legitimierte. Ein Jahr nach Beginn des Krieges sprach Jungle World mit Samira, die den Farbbeutel auf Fischer geworfen hat.

Das Gespräch führte Markus Bickel.

Die Bilder vom Farbbeutelwurf auf den deutschen Außenminister gingen um die Welt. Als blutverschmiertes Opfer konnte Fischer in Bielefeld sicher Stimmen gewinnen. War der Wurf vielleicht doch kontraproduktiv?

Opfer? Die Kriegspolitik stand fest. Sowohl für Fischer wie auch für die so genannten KriegsgegnerInnen um Ströbele. Wie sonst ist zu erklären, dass nur eine Empfehlung, den Krieg vorübergehend einzustellen, verabschiedet wurde, anstatt die Regierung zu verlassen. Und das nach drei oder vier Wochen Krieg! Deswegen war es richtig zu sagen: Schluss, aus, vorbei - mit dieser Partei gibt es keine Verständigung, und ihr Protagonist ist ein Mörder und Kriegstreiber. Ende der Diskussion. Es gab viele, auch Delegierte, denen der Farbbeutel-Wurf aus dem Herzen sprach. Ob Fischer sich nun als Opfer darstellen konnte oder nicht, ist für die Aktion völlig irrelevant.

Als die Richter Fischer im letzten Monat wegen des Farbbeutel-Wurfs vernahmen, haben vor dem Auswärtigen Amt rund 100 Leute gegen die deutsche Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien demonstriert. Warum waren es so wenige?

Wir waren eher positiv überrascht, dass es an einem Werktag so viele waren, nachdem die Mobilisierung gegen den Krieg schon letztes Jahr ziemlich gering war. Für uns war die Anhörung der richtige Anlass, die kriegstreibende Funktion des Auswärtigen Amtes noch einmal zu benennen und eine Antikriegs-Position sichtbar zu machen.

Wenn schon 100 Leute ein Erfolg sein sollen, kommt man doch ins Grübeln. Während des Golf-Krieges waren bis zu 100 000 unterwegs. Hat die Linke etwas falsch gemacht?

Ich fand den Protest gegen den Golf-Krieg gar nicht so stark: im spontanen Aufbegehren vielleicht schon, nicht aber in den Strukturen, die diesen Widerstand getragen haben. Richtig ist sicherlich, dass sich die Antikriegs-Bewegung darauf einstellen muss, dass sie auch in den nächsten Jahren marginal bleiben wird. Gründe dafür gibt es viele: Die meisten Leute haben nicht dagegen aufbegehrt, weil sie den Krieg nicht als Bedrohung empfunden haben - und durch ihn keinen persönlichen Nachteil erkennen konnten. Außerdem haben sich auch viele Linke gut mit Herrschaft arrangiert - und profitieren davon. Der extremste Ausdruck davon ist die Machtbeteiligung der Grünen.

War die Partei denn mal ein Bezugspunkt für Dich?

In dem Ort, aus dem ich komme, haben die Grünen früher die Kundgebungen angemeldet - wie in vielen kleineren Städten, wo man halt mit den wenigen Leuten, die links waren, zusammengearbeitet hat. Gleichzeitig war den Radikalen immer klar, dass die Grünen die Funktion hatten, Widerstand zu befrieden. Mit der Regierungsbeteiligung ist da eine ganz andere Dimension erreicht: Staatstragend war die Partei ja schon immer, aber deutsche und EU-Interessen mit Bomben durchsetzen - wie lässt sich das überbieten?

Weshalb habt Ihr Euch dann ausgerechnet den Grünen-Parteitag ausgesucht?

Da gab es unterschiedliche Vorstellungen. Es war klar, dass Bielefeld zu einem Polarisationspunkt werden würde, dem auch das Interesse der internationalen Medien galt, zumindest für kurze Zeit. Vor dieser Weltöffentlichkeit wollten die Grünen mittels der vorgeführten »inneren Zerrissenheit« die Kriegspolitik gesellschaftlich legitimieren. Eine Position der Kriegsgegner war: Man muss diesen Kongress angreifen, damit er gar nicht stattfinden kann - oder zu einer Antikriegs-Vollversammlung gemacht wird. Bei anderen schwang sicherlich die Hoffnung auf kritische Kräfte innerhalb der Grünen mit, die einen Antikriegs-Kurs forcieren könnten.

Hattest Du diese Hoffnung auch?

Nein. Wer so zielstrebig und opportunistisch an die Macht gekrochen ist, kehrt nicht am Ziel um und macht Schwerter zu Pflugscharen. Worum es uns ging, war, die Grünen anzugreifen.

Und um - wie mit dem Farbbeutel auf Fischer - Bilder fürs Fernsehen zu produzieren?

Diese Aktion ist im Kontext der breiteren autonomen Mobilisierung gegen den Krieg zu sehen: Der Parteitag sollte verhindert werden. Der Treffer markierte für alle sichtbar, dass an den Grünen, bzw. an den Händen Fischers Blut klebt.

Wäre der Krieg unter einer CDU/FDP-Regierung anders gelaufen?

Vermutlich wäre mehr Widerspruch aufgekommen. Die Grünen haben es sicherlich geschafft, einen Teil des kriegskritischen Lagers zu verunsichern. Die linke Moral, überall auf Seiten der Unterdrückten zu stehen, zu helfen und solidarisch zu sein, hat sich in der propagandistischen Rechtfertigung des Krieges durch die Grünen instrumentalisieren lassen- sie trägt stark kolonialistische Züge. Auch die Linke muss sich fragen, inwieweit sie diese kolonialistischen und patriarchalen Werte verinnerlicht hat. Warum sonst hat so viele das Getrommel für die »humanitäre Intervention« verunsichern können?

Ein Unterschied zwischen Golf- und Kosovo-Krieg bestand darin, dass Deutschland 1991 »nur« Geld gab, während letztes Jahr Bundeswehrsoldaten aktiv an den Bombardements beteiligt waren. Trotzdem fiel der Protest dagegen weitaus schwächer aus.

Die Linke war damals in einer anderen Situation. Wenn ich mich richtig erinnere, ist auch der Widerstand gegen den Golf-Krieg ziemlich schnell zusammengebrochen; vielleicht deshalb, weil die emotionale Empörung nur von Abwehr, nicht aber von einer Perspektive oder einer gesellschaftlichen Utopie getragen wurde. Viele Linke waren schon damals politisch verunsichert, konnten das mit ihrem Aktionismus aber ganz gut verdecken.

Unter der Parole »Kein Blut für Öl« ließ es sich ja auch gut demonstrieren. Kann es sein, dass der Linken im Jugoslawien-Krieg einfach das richtige Feindbild fehlte?

Für eine Linke, die immer gewöhnt war, ihre Hoffnungen in irgendwelche Befreiungsbewegungen zu projizieren, ist das sicherlich ein Problem. Mit dem Denken, wie wir es gewohnt sind, Gut und Böse eindeutig zu definieren, ließ sich dieser Konflikt nicht begreifen.

Auf einer Demonstration in Berlin wurden Jugoslawen, die Milosevic-Plakate trugen, aus dem Protestzug ausgeschlossen. Musste man, wenn man gegen den Nato-Krieg war, automatisch für Milosevic sein?

Das hat ein Teil der Linken versucht zu suggerieren. Ich glaube, dass es in der Frage des Nationalismus eine patriarchale Allianz gab und gibt - über alle Kriegsparteien hinweg, auch wenn diese unterschiedliche Interessen verfolgt haben. Es ist politisch fatal, guten und schlechten Nationalismus zu unterscheiden. Dem widerspricht es keineswegs, den Feind im eigenen Land zu suchen. Im Gegenteil. Einen, der nicht sehen und nicht hören wollte, hat der Farbbeutel ja auch zur rechten Zeit am rechten Ohr getroffen.

Worüber sollte eine Antikriegs-Bewegung denn dann diskutieren, bzw. - was sollte sie tun?

Ich glaube, dass es darum geht, eine grundsätzlich antimilitaristische und außerparlamentarische Position zu entwickeln - und Deserteure aller Kriegsparteien zu unterstützen. Eine wirkliche Antikriegs-Bewegung muss sich erst noch entwickeln: Wir sollten darüber diskutieren, wie derzeit versucht wird, Flüchtlings- und Kriegspolitik miteinander zu verknüpfen. Und das nicht etwa in NGOs, die ja häufig nur noch als verlängerter Arm der Militärs funktionieren, sondern in Bündnissen, die quer zu allen nationalen Grenzen verlaufen. Um eine radikale Perspektive zu entwickeln, scheint es mir wichtig, die Zerstörung sozialer Zusammenhänge und die patriarchale Neugestaltung von Gesellschaften durch Krieg zu verstehen.


























#######################
gruß
proxi  
Seite: 1 | 2  
12 Postings ausgeblendet.

17.06.04 01:20

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerHicks, hhjjjppp, rülps, pfffffrt o. T.

17.06.04 01:21

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlersorry jungs,

aber ich krieg in letzter zeit immer blähungen, wenn ich den proxlschwachsinn lese  

17.06.04 01:25

4690 Postings, 7675 Tage proxicomiEgal happylumpenbarcodeneulingabsoluterendzombika

aber gehirnflatulenzen sind echt ein problem, in deinem alter.

sicher kommt das von diversen pharmaka und den megabongs etc..


ab und zu auch mal obst und gemüse essen, natürlich GEN-OBST & GEN-GEMÜSE.


###################
gruß
proxi  

17.06.04 01:29

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerHicks, hhjjjppp o. T.

17.06.04 01:32

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerRüüüüllllllps, oh tschuldigung! o. T.

17.06.04 01:33

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerrülps, hicks, pfffrt o. T.

17.06.04 01:34

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerPppffffffffffffffffffffffffffrrrrrrrrtttttt o. T.

17.06.04 01:35

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerHicks, hhjjjppp, rülps, pfffffrt o. T.

17.06.04 01:38

4690 Postings, 7675 Tage proxicomiEin echter "GRÜNER" happylumpenbarcodeneulingabsol

so benimmt man sich halt, als "grüner".

danke für dieses reale bild.


##################
gruß
proxi  

17.06.04 01:40

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerfalsch proxl,

auch liberale können blähungen haben,

aber das paßt nicht in dein beschränktes 2-dimensionales weltbild  

17.06.04 01:43

4690 Postings, 7675 Tage proxicomiDu bist liberal happylumpenbarcodeneulingabsol???

warum mußt du dann beleidigend werden?


sieh mal das erste posting im zusammehang, mit deinen infantilen reaktionen......



##############
gruß
proxi  

17.06.04 01:51

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerproxl,

bei euch muß man immer so deutlich werden, tstststs

ich mache das als anspielung auf dein zugepflastere mit informationen, die eh schon jeder kennt, und die nur durch die schiere masse für meinung sorgen sollen. das ist nun mal schwer zu verdauen.

um auf dein eingangsposting zu sprechen zu kommen: nein, ich kann fischer auch nicht leiden und halte ihn für einen blender. nein, ich kann auch mit großen teilen grüner politik nix anfangen. aber muß ich deswegen alles zupflastern und dermaßen einseitig meinung machen, die zudem noch total zusammenhangslos ist.

ich habe es an anderer stelle schon kritisiert. für mich sind union und spd der gleiche einheitsbrei und ich könnte mich kaputtlachen, wenn vor allem die unionisten hier über die linken herfallen. das sind doch eure brüder im geiste! du wirst es auch noch begreifen, vielleicht irgendwann einmal.

gute nacht proxl

PS: die geistige flatulenz, den hast du von mir geklaut, da zahlst du gefälligst lizenzgebühren für!  

17.06.04 07:52

13475 Postings, 8112 Tage SchwarzerLordEins ist auf jeden Fall klar.

Hier bei Ariva gibt es keine Pazifisten. Die vorgeblichen Friedensaktivisten lassen keine Gelegenheit aus, mit psychischer Gewalt gegen Andersdenkende vorzugehen. Ihre Toleranz ist nicht existent, denn wer anders denkt, der wird niedergemacht.  

17.06.04 08:11

3051 Postings, 7974 Tage ruhrpottbla,bla,blubber

Ausgedacht ist oft viel schöner als die Wahrheit.
Deshalb verkauft sich die BLÖD-Zeitung wie Sau.
Vorteil: Das Denken wird einem abgenommen.
Nachteil: Das Denken wird einem abgenommen.

Viele Grüße

....................../´¯/)
....................,/¯../
.................../..../
............./´¯/'...'/´¯¯`·¸
........../'/.../..../......./¨¯
........('(...´...´.... ¯~/'...')
..........................'...../
..........''............. _.·´
..........................(
.............................

aus dem Ruhrpott

 

17.06.04 08:53
du denkst gar nicht anders, du weißt es nur nicht. Außerdem macht euch niemand nieder, wir wissen doch alle, wie sensibel ihr seid.  

17.06.04 20:47

4690 Postings, 7675 Tage proxicomiLinke dikutieren auf hohem geistigen Niveau!

wirklich entspannend, mit welcher schärfe hier, über die probleme der zeit sinniert wird.

aber menschliche psyche ist so einfach....zu manipulieren.



#####################
gruß
proxi  

17.06.04 20:49

4690 Postings, 7675 Tage proxicomiLinke diskutieren auf hohem geistigen Niveau!

entschuldigung.



#################
gruß
proxi  

17.06.04 21:01

69031 Postings, 6530 Tage BarCodeRechte nicht

17.06.04 23:29

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerBarcode, "diskutieren gar" hast du vergessen

Wir wollen unsere Sensibelchen doch nicht beleidigen.  

29.06.04 13:05

4690 Postings, 7675 Tage proxicomi@Lumpensammler

welche fraktion hier hypersensibel reagiert, überlassen wir mal lieber dem neutralen betrachter.....




###############
gruß
proxi  

29.06.04 13:08

19279 Postings, 7945 Tage ruhrpottzockerAls neutraler Beobachter frag ich mich, Proxi,


warum du immer in links und rechts einteilst. Warum nicht mal oben oder unten ?

*ggg*  

29.06.04 13:14

2273 Postings, 6607 Tage TomIndustryIIwie, hat mich jemand gerufen?

also, dass was die linken als diskutieren praktizieren ist einfach nur monologe halten. widerrede nicht gestattet.  

29.06.04 13:17

21799 Postings, 7965 Tage Karlchen_INee, dich ruft hier bestimmt niemand. o. T.

29.06.04 13:18

19279 Postings, 7945 Tage ruhrpottzockerGenau, Karlchen ! Mich hat er gerufen ! o. T.

29.06.04 13:38

10665 Postings, 6324 Tage lumpensammlerHast du was auf den Ohren, Tomi?

Wie ging das Sprichwort nochmal: Auf den Ohren, auf dem Sinn oder so ähnlich. Das proxl hat mich gemeint, oder?

He proxl, wieso so spät? Hattest ID-probs oder hat die Redaktion der Jungen Freiheit Überstunden befohlen? Darf man eigentlich mit 16 schon Überstunden machen?  

Seite: 1 | 2  
   Antwort einfügen - nach oben