Nur jeder Dritte will arbeiten

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eröffnet am: 11.09.02 11:03 von: Dixie Anzahl Beiträge: 4
neuester Beitrag: 11.09.02 11:22 von: vega2000 Leser gesamt: 276
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11.09.02 11:03

3263 Postings, 7970 Tage DixieNur jeder Dritte will arbeiten

STUDIE ZUR ARBEITSMORAL

Nur jeder Dritte will arbeiten

Die große Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer macht nur Dienst nach Vorschrift, sagt eine Studie, und jeder sechste ist sogar "aktiv unengagiert". Besonders unmotiviert seien die Ostdeutschen - doch das liege nicht an der "DDR-Mentalität".

 
DPA

Arbeitnehmer in Deutschland: Ungeliebt und unmotiviert


Potsdam - Niemand achtet ihre Meinung. Niemand lobt ihre Arbeit. Sie fühlen sich benutzt, weil der Chef sich nicht für sie als Mensch interessiert: 69 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland verspüren keine echte Verpflichtung ihrer Arbeit gegenüber, hat die Unternehmensberatung Gallup in einer Studie festgestellt, die so gar nicht dem Ruf des fleißigen Deutschen gerecht wird. Jeder sechste Arbeiter oder Angestellte gehe am Arbeitsplatz sogar "aktiv unengagiert" zu Werke. Diese Arbeitnehmer hätten sich bereits von ihrer Firma "innerlich verabschiedet".
Wenn Mitarbeiter schlecht in die Firma eingebunden sind, oft fehlen und nichts leisten, dann kostet das die deutsche Wirtschaft einen enormen Betrag: Pro Jahr entstehen so rund 220 Milliarden Euro Verlust - eine Summe, die an das Volumen des gesamten Bundeshaushalts des nächsten Jahres heranreicht.

In der Studie zeigt sich ein klarer Motivationsunterschied zwischen den Geschlechtern: Der Untersuchung zufolge, bei der 993 Arbeitnehmer aus allen Berufen und Schichten befragt wurden, sind 19 Prozent der angestellten Frauen, aber nur elf Prozent der Männer engagiert im Job. Glaubt man der Studie, dürften männliche Ostdeutsche demnach der Alptraum eines jeden Personalleiters sein: Denn in Ostdeutschland lasse das Mitarbeiterengagement für das Unternehmen zu wünschen übrig, wollen die Macher der Studie herausgefunden haben.

Während sich in Westdeutschland schon nur 16 Prozent der Arbeitnehmer aktiv fürs Wohl des Unternehmens einsetzen, ist der Anteil der Arbeiter und Angestellten mit elf Prozent in Ostdeutschland noch geringer. Das liege aber nicht an einer mutmaßlichen "DDR-Mentalität" der Ostdeutschen, bemüht sich Gallup-Chef Gerald Wood gleich festzustellen. Es herrsche vielmehr in vielen ostdeutschen Management-Etagen die Auffassung, man müsse nicht viel für die Mitarbeiter tun. Schließlich gebe es genügend Arbeitslose.

Diese Einstellung gegenüber den eigenen Angestellten kann teuer werden. "Wer so denkt, denkt kurzfristig", sagt Wood. Wenn ein Unternehmen einen seiner Angestellten entlässt und einen neuen Mitarbeiter einstellt, koste das die Firma im Durchschnitt nicht weniger als die Hälfte des Jahres-Bruttoeinkommens des entlassenen Mitarbeiters. Im mittleren Management lägen die Kosten sogar beim rund Eineinhalbfachen eines Jahresgehalts.

Wood macht vor allem die Vorstandsetage für die mangelnde Motivation der Angestellten verantwortlich. "Deutsche Chefs sind zu autoritär und lassen andere Meinungen zu selten zu", sagt er. Darüber hinaus würden die Vorgesetzten ihre Untergebenen zu wenig loben und gute Arbeit zu selten anerkennen. Wichtig sei Teamarbeit und "dass man einen sehr guten Freund bei der Arbeit hat. Gibt es das nicht, oder geht es sogar um Mobbing, dann geht es mit der Produktivität herunter", berichtet Wood. Zudem sollten Manager darauf achten, dass ihre Mitarbeiter das Gefühl haben, Fortschritte zu machen und etwas zu lernen. Wer von seinen Vorgesetzten nicht geachtet werde, warte nur darauf, bei der erstbesten Gelegenheit das Unternehmen zu verlassen.

Obwohl Tugenden wie Fleiß hierzulande so vermeintlich stark ausgeprägt sind, sind die Deutschen hinsichtlich ihrer Motivation im internationalen Vergleich nur mittelmäßig. So gehen laut Untersuchung doppelt so viele Amerikaner im Job engagiert zu Werke als deutsche Arbeitnehmer. Im Land mit der "hire and fire"-Unternehmenskultur sind es 30 Prozent der Arbeitnehmer, die sich als motiviert bezeichnen. Noch arbeitsmüder als die Deutschen sind Gallup-Studien zufolge ausgerechnet die Japaner: Nur neun Prozent der japanischen Arbeitnehmer engagieren sich demnach im Job.

 

11.09.02 11:15

9161 Postings, 7850 Tage hjw2faules gesindel


nicht arbeiten wollen, aber die dicke kohle abschleppen.....

weg mit dem kündigungsschutz, platz schaffen für arbeitswillige

die das wohl der firma sehen....

gehts der firma gut, gehts auch dem arbeitnehmer gut..



 

11.09.02 11:20

9439 Postings, 7196 Tage Zick-Zock@hjw

dafür haben wir doch "das" weltweit beste sozialsystem überhaupt...........



 

11.09.02 11:22

Clubmitglied, 46158 Postings, 7525 Tage vega2000993 Befragte bei 38 Millionen Arbeitnehmern ?

Die Studie ist das Papier nicht wert....., -Meinungsmache nach Bildzeitungsmanier.
ariva.de  

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