Nur ein Invest als Weg aus der persönlichen Armut?

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 10.05.05 19:43
eröffnet am: 10.05.05 19:43 von: moya Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 10.05.05 19:43 von: moya Leser gesamt: 123
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

10.05.05 19:43

1007781 Postings, 6306 Tage moyaNur ein Invest als Weg aus der persönlichen Armut?


Nur ein Invest als Weg aus der persönlichen Armut?

von Jochen Steffens

Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren ...

Andre Kostolany

Altmeister Kostolany hat wie so oft Recht, auch wenn man heute vielleicht spekulieren mit "zocken" austauschen würde. Einer meiner Traderkollegen aus den alten Zeiten, der mittlerweile wieder in seinem alten Job arbeitet (ihn hatte in den Jahren 2000-2003 die Unfähigkeit auch nur einen Tag aus dem Markt zu bleiben, ruiniert) und mehr schlecht als recht über die Runden kommt, kam zu dem gleichen
Entschluss:

Wir unterhielten uns über vernünftige und zukunftssichere Anlagen.
Irgendwann seufzte er und meinte: Ich habe doch keine Wahl, mit den kleinen Beträgen, mit denen ich agiere, kann ich doch nur auf Alles oder Nichts setzten. Ich weiß, dass die Chancen gegen mich sprechen - aber es bleibt nur die Wahl zwischen, weiter so wie bisher durchs Leben krauchen oder aber auf den einen großen Zock hoffen.

Er fragte mich, was ich denn an seiner Stelle machen würde. Ich habe zunächst nur die Schultern gezuckt, doch die Frage beschäftigte mich.

Nach längerem Grübeln hatte ich eine Idee: Ich glaube, ich würde Tag und Nacht recherchieren, bis ich ein paar Firmen gefunden hätte, die klein, unbedeutend und darüber hinaus absolut unbekannt sind.
Irgendwelche Pennystocks, die am besten noch am OTC Markt gehandelt werden. Auch Unternehmen in der dritten Welt, Asien, oder sonst wo kämen in Betracht. Diese Firmen müssten mich durch eine Idee, eine Phantasie überzeugen, etwas das eintreffen kann, etwas, das vielleicht irgendwann einmal unglaublich erfolgreich sein wird. Auch oder gerade wenn es allen anderen heute noch wie eine spinnerte Idee erscheint.

Das Problem: Um solche Aktien zu finden, braucht man wahrscheinlich ein Jahr oder mehr intensive Recherche. Das ist mein völliger Ernst.
Wenn ich dann endlich ein paar dieser Aktien gefunden hätte, würde ich untersuchen, welche der Unternehmensführungen den zuverlässigsten Eindruck macht.

Und dann würde ich anfangen diese Aktie, diesen Pennystock zu kaufen, jeden Monat all das Geld was ich mir vom Mund absparen könnte, alles was ich habe, würde ich in diese Idee investieren. Mal 50 ? oder auch nur 10 ?, so dass ich über Jahre immer mehr und mehr Aktien von diesem Unternehmen in Händen halte.

Natürlich ist das ein Himmelsfahrtkommando - die Chancen sind nicht groß, rechnen Sie damit, dass Sie das falsche Unternehmen erwischen.
Geben Sie jedoch nicht auf, sondern fangen Sie nach dem ersten Konkurs wieder mit einer neuen Firma an. Die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen dürfte auf jeden Fall um ein Vielfaches geringer sein.

Jetzt fragen Sie mich nicht, ob ich eine solche Firma kenne - im Moment natürlich nicht. Ich habe keine Zeit, mich ein Jahr mit den weltweiten Pennystocks zu beschäftigen, um die eine Perle unter den unzähligen Graupen herauszufischen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ich es im Fall der Fälle versuchen würde, denn: Wer kein Geld hat, muss wohl das wenige auf eine Karte setzten oder sich in sein Schicksal ergeben.

Zum Markt:

Nun kommt es darauf an, der Dax setzt zu der ersten aber entscheidenden Konsolidierung nach dem letzten Tief an. Diese Konsolidierung wird zeigen, ob der Boden bei 4160 Punkten ein Boden war, ob sich nun ein Aufwärtstrend entwickelt oder aber ob die Bullenträume wie Seifenblasen an der Realität zerplatzen. Die endgültige Marschrichtung wird wahrscheinlich erst morgen nach der Veröffentlichung des US-Handelsbilanzdefizits fallen.

Gruß Moya

 

   Antwort einfügen - nach oben