Neue Junk Bonds: Ford und GM?

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neuester Beitrag: 10.05.05 09:50
eröffnet am: 06.05.05 12:16 von: B Ghost Anzahl Beiträge: 8
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06.05.05 12:16

3379 Postings, 5899 Tage B GhostNeue Junk Bonds: Ford und GM?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,354819,00.html  

06.05.05 12:17

3379 Postings, 5899 Tage B GhostHier der Beitrag

General Motors und Ford nur noch auf Junk-Bond-Niveau

Die Rating-Agentur Standard & Poors zweifelt daran, dass die US-Autohersteller General Motors und Ford ihre Kredite noch zuverlässig bedienen können. Die Experten senkten die Einstufung der Unternehmen auf das berüchtigte Niveau so genannter "Schrottanleihen" (Junk Bonds) ab.

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Ford-Fabrik in Dearborn: Denkbar schlechte Nachricht
Detroit - Ein Rating als Junk Bond ist neu in der Geschichte der Großkonzerne. Niemals zuvor waren Unternehmen dieser Größenordnung auf diesen Status abgerutscht. Für Ford und GM ist die Nachricht denkbar schlecht, denn es bedeutet, dass sie Anlegern höhere Renditen bieten müssen, um ihre Anleihen unterbringen zu können. Für die Konzerne, die ohnehin mit schweren Problemen zu kämpfen haben, wird damit die Aufnahme neuer Mittel deutlich teurer.

Seit 2001 hat S&P das Rating auf GM-Anleihen drei Mal abgestuft. GM hat ausstehende festverzinsliche Papiere im Volumen von 300 Milliarden Dollar, bei Ford sind es 160 Milliarden Dollar.

GM und Ford nannten die Entscheidung enttäuschend. Gleichzeitig versicherten Sprecher der Konzerne, es drohe keine Insolvenzgefahr. So betonte der GM-Sprecher, im Kerngeschäft und bei der Finanzsparte GMAC seien ausreichend Barmittel vorhanden. Früheren Angaben zufolge verfügen beide Bereiche über jeweils mehr als 20 Milliarden Dollar.

Die Anleger reagierten umgehend auf die Nachricht. Sie stießen ihre Papiere ab, die Aktienkurse rutschten tief ins Minus. Zumindest einige GM-Investoren kamen dabei noch glimpflich weg, denn erst einen Tag zuvor hatte der 87 Jahre alte Milliardär Kirk Kerkorian für ein Kursfeuerwerk bei der GM-Aktie gesorgt, als er bekannt gab, seinen Anteil am weltgrößten Autokonzern von rund fünf auf fast neun Prozent ausbauen zu wollen.

GM hatte im ersten Quartal einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar gemacht, Ford verdiente mit 1,2 Milliarden Dollar nur noch gut die Hälfte des Vorjahresgewinns. Die beiden amerikanischen Auto-Ikonen leiden unter einem sinkenden Absatz und vor allem unter milliardenschweren Kosten für Pensions- und Gesundheitsleistungen, die in den vergangenen Jahrzehnten zugesagt worden waren.

GM-Chef Rick Wagoner will einem japanischen Medienbericht zufolge in der kommenden Woche nach Japan reisen, um über ein Hilfsangebot des Konkurrenten Toyota zu sprechen. Dabei könne es unter anderem um technologische Zusammenarbeit gehen. Der Toyota-Konzern, der GM immer stärker auch auf dem US-Markt zu schaffen macht und bald auch die Branchenspitze erklimmen könnte, ist besorgt, dass zu schwere Rückschläge für die amerikanischen Konkurrenten für ihn das Geschäftsklima verderben könnten  

06.05.05 12:22

10159 Postings, 6712 Tage big lebowskyHabe ähnliches im Auge

also ggfs Anleihen von GM zu kaufen. Wenn Du "gute" Titel findest, stell sie doch mal kurz vor.

Ciao B.L.  

06.05.05 13:18

3379 Postings, 5899 Tage B GhostJa klar..

06.05.05 16:18

70468 Postings, 6868 Tage datschiInteressante Anleihen GM/Ford

Habe jeweils 2 interessante Anleihen gefunden:

-a0dcty LZ bis Sept. 2009 von GMAC also der Finanztochter von GM und
-908510 LZ bis Sept. 2006 ebenfalls von GMAC


-844004 LZ bis Mai 2006 von Ford Motorcredit, Finanztochter von Ford und
-a0aawz LZ bis Mai 2007 ebenfalls von Ford Motorcredit.
Da 844004 eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr hat, sind die Kursgewinne bei
Fälligkeit ZAST-Pflichtig bwz. werden auf den Freistellungsauftrag angerechnet.

Ich habe mir ein paar GM jeweils 2006 und 2009 ins Depot gelegt.  

09.05.05 18:42

3379 Postings, 5899 Tage B GhostHier aktuelle News zum Thema

SPIEGEL ONLINE - 09. Mai 2005, 16:25
URL: 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,355283,00.html

Trotz Junk-Bond-Status
 
Kerkorian unterbreitet Kaufangebot für GM-Aktien

Der US-Milliardär Kirk Kerkorian zeigt sich von der jüngsten Herabstufung von General Motors durch die Rating-Agentur Standard & Poor's kaum beeindruckt. Er legte jetzt ein offizielles Kaufangebot für fünf Prozent der Aktien vor.

DPAUS-Milliardär Kerkorian: Angebotsfrist bis 7. Juni
Los Angeles - Insgesamt 870 Millionen Dollar oder 31 Dollar je Aktie will Kerkorian für das Aktienpaket bezahlen, also rund 80 Cent unter dem zuletzt festgestellten Wert des Papiers. Findet sich zu diesem Preis ein Verkäufer, würde seine Investmentgesellschaft Tracinda 8,84 Prozent der Aktien an dem in eine finanzielle Schieflage gerutschten Konzern besitzen. Das Angebot läuft bis 7. Juni.

Kerkorian, der im Juni 88 Jahre alt wird, war 1998 größter Anteilseigner von Chrysler. Anfang April scheiterte er vor einem US-Gericht mit seiner Klage gegen die Übernahme von Chrysler durch Daimler-Benz. Kerkorian warf dem Stuttgarter Autobauer vor, er habe ihn bei der Fusion getäuscht und um einen Milliardenbetrag hintergangen.

GM hatte im ersten Vierteljahr 2005 mit einem Minus von 1,1 Milliarden Dollar den höchsten Quartalsverlust seit 13 Jahren eingefahren. Der Opel-Mutterkonzern machte für die tiefroten Zahlen vor allem steigende Gesundheitsausgaben und den schleppenden Absatz neuer GM-Modelle in den USA verantwortlich. Dazu kämen Sonderbelastungen, unter anderem aus der Opel-Sanierung.

Am Donnerstag hatte die amerikanische Rating-Agentur Standard & Poor's die Anleihen von GM und Ford auf Grund der hohen Schuldenlast und der wenig überzeugenden Produktpalette beider Autobauer auf den so genannten Junk-Bond-Status herabgestuft. Für die beiden Konzerne wird es nun teurer, sich auf den Finanzmärkten Kapital zu beschaffen.

General Motors widersprach unterdessen einem Zeitungsbericht, wonach der US-Autobauer mit Toyota über einen Technologieaustausch bei Hybridantrieben verhandele. An der Meldung sei nichts dran, sagte GM-Sprecher Scott Fosgard gestern. Toyota wollte den Bericht des "Wall Street Journal" zunächst nicht kommentieren.

Die Zeitung hatte auf ihrer Web-Site berichtet, GM-Chef Rick Wagoner wolle noch in diesem Monat zu Gesprächen mit dem Toyota-Management nach Japan reisen. Eine Vereinbarung beider Konzerne könne es ihnen ermöglichen, rascher ein umfangreicheres Angebot von Fahrzeugen mit Hybridantrieb zu entwickeln. GM hat bereits mit DaimlerChrysler eine Kooperation bei der Entwicklung von Hybridantrieben vereinbart.
 

 

09.05.05 18:55

18298 Postings, 7362 Tage börsenfüxleinjo..

das "lustige" daran ist ja:

GM notierte ja eine ganze Weile bei ca. 25 Dollar; habe mich zu Beginn gefragt, warum der gute Herr dieses Aktienpaket zu 30 und nicht zu 25 Dollar erwerben will...am Tag der Akündigung schoss GM 18% in die Höhe und näherte sich dem Kaufkurs von 30...dies war natürlich irgendwie vorherzusehen...

und ich möchte nicht wissen, wieviel Geld dieser Typ an diesem Tag mit GM-Calls gemacht hat...

füx

 

10.05.05 09:50

3379 Postings, 5899 Tage B Ghost@börsenfüxlein: Wahrscheinlich geringfügig mehr

als ich.


Gruß



Brad  

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