Nach Anhebung des Rentenalters ....

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Lebenserwartung der Deutschen steigt stark
Do Apr 13, 2006 1:10 MESZ
 
Berlin (Reuters) - Dank des medizinischen Fortschritts dürfte ein heute in Deutschland geborenes Kind neun Jahre älter werden als bislang allgemein angenommen.

Entwickele sich die Medizin weiter wie in den vergangenen Jahren, werde ein 2004 geborener Junge im Schnitt 84,9 und ein Mädchen sogar 90,4 Jahre alt, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. "Voraussetzung ist, dass in Zukunft keine Ereignisse wie beispielsweise Kriege und Umwelt- oder Wirtschaftskatastrophen auftreten", erläutern die Experten. Seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 hat sich damit die Lebenserwartung mehr als verdoppelt: Vor 135 Jahren geborene Jungen wurden im Schnitt lediglich 39 und Mädchen 42 Jahre alt.

Bislang haben die Statistiker unter Annahme der heutigen Sterbewahrscheinlichkeiten die Lebenserwartung von Jungen auf 75,9 Jahre und von Mädchen auf 81,5 Jahre beziffert. Bei seiner neuen Berechnung setzt das Amt nun voraus, dass sich der Rückgang der Sterblichkeit im gleichen Tempo fortsetzt wie seit 1970. Hierzu tragen neben dem medizinischen Fortschritt auch eine bessere Ernährung und andere Verhaltensweisen bei. Private Rentenversicherungen gehen zur Sicherheit sogar davon aus, dass heutige Babys im Schnitt 100 Jahre alt werden.

VIER VON FÜNF MÄDCHEN DÜRFTEN 85 JAHRE ALT WERDEN

Unter der etwas konservativeren Annahme, dass die Sterbewahrscheinlichkeit nicht mehr so deutlich sinkt wie seit 1970, sondern dem Trend der vergangenen 135 Jahre folgt, fällt die Lebenserwartung rund drei Jahre niedriger aus. Für Jungen liegt sie dann bei 81,7 Jahren und für Mädchen bei 87,8 Jahren. Derzeit erscheine jedoch die höhere Lebenserwartung wahrscheinlicher, sagte Matthias Eisenmenger vom Bundesamt. Allerdings sei etwa der Trend zum Übergewicht besonders bei jungen Menschen ein Beispiel dafür, dass nicht alles für eine starke Erhöhung der Lebenserwartung spreche.

Den 65. Geburtstag erleben der optimistischen Rechnung zufolge 92 Prozent der 2004 geborenen Jungen und 96 Prozent der Mädchen. "Das Alter von 85 Jahren würden immer noch rund 62 Prozent der Männer und 80 Prozent der Frauen erleben", erläutern die Statistiker.

Heutige Neugeborene können sich den Statistikern zufolge auch auf ein deutlich längeres Leben freuen als die heutigen Erwachsenen. Die Lebenserwartung von Männern des Jahrgangs 1950 liegt den Annahmen zufolge heute bei 72 Jahren, von Frauen bei gut 79 Jahren. Männer des Jahrgangs 1970 können damit rechnen, gut 78 Jahre alt zu werden und Frauen dieses Jahrgangs knapp 85 Jahre.

RENTENVERSICHERER RECHNEN MIT NOCH HÖHERER LEBENSERWARTUNG

Private Rentenversicherungen rechnen noch mit einer deutlich höheren Lebenserwartung als das Statistische Bundesamt, nämlich mit 98,5 Jahren bei Neugeborenen Jungen und 102,4 Jahren bei Mädchen. Das liege vor allem daran, dass die Versicherer deutlich mehr Gewicht auf den Trend der vergangenen zehn Jahre legten, in denen die Lebenserwartung noch deutlicher zulegte als im Trend seit 1970, erläutert Holger Bartel, Mathematiker beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Außerdem hätten die Versicherungskunden eine höhere Lebenserwartung als die Gesamtbevölkerung, weil sie im Schnitt mehr verdienten und sich gesünder fühlten. Zudem müssten die Versicherer noch einen Sicherheitsaufschlag auf die optimistischste Rechnung addieren. So können die Versicherer auch deshalb eine Überschussbeteiligung zahlen, weil die Rentenempfänger im Schnitt früher sterben als unterstellt.

 

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