NASA kann Gedanken lesen

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eröffnet am: 13.04.06 15:48 von: chrismitz Anzahl Beiträge: 1
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16833 Postings, 7676 Tage chrismitzNASA kann Gedanken lesen

Die NASA hat ein Computerprogramm entwickelt, das Worte durch Analyse von Nervensignalen hörbar machen soll, noch bevor sie ausgesprochen werden.

Knopf-große Sensoren am Kinn und an beiden Seiten des Adamsapfels registrieren dabei die Nervensignale von Zunge, Hals und Stimmbändern. Ein Prozessor fasst diese subvokalen Zeichen mittels der Software in Worte. "Diese biologischen Anzeichen entstehen wenn man liest oder mit sich selbst spricht - egal ob mit oder ohne Lippen- oder Gesichtsbewegungen," erklärt Chuck Jorgensen, Neuroingenieur am kalifornischen Ames Research Center der NASA. Zur Zeit muss der Anwender zur Nutzung des Systems noch völlig verdrahtet werden, die NASA-Ingenieure arbeiten aber bereits an kontaktlosen Sensoren.

In ersten Tests mit einem erst dürftigen Wortschatz von sechs Wörtern und zehn Ziffern, konnte eine Erkennungsgenauigkeit von 92 Prozent erreicht werden. Die Probanden mussten einfach an ein Wort denken und die Maschine schrieb es nieder. Auch die Eingabe eines noch unbekannten Wortes durch Gedankenkraft ist mit dem System möglich. Ordnet man jedem Buchstaben in einem Raster eine Zahl zu, muss nur an die jeweilige Koordinate gedacht werden und das Wort wird buchstabiert. Den Forschern gelang es so, "NASA" in eine Suchmaschine einzutippen.

Experten warnen aber davor, die ersten positiven Ergebnisse als Maßstab für den künftigen Einsatz zu sehen. So schafft es das System erst, kurzsilbige Worte umzusetzen, auch ausführliche Tests mit den Sensoren an vielen verschiedenen Personen stehen noch aus.

Die subvokale könnte zur Kommunikation in Raumanzüge integriert oder in lauten Umgebungen wie am Flughafen zum Einsatz kommen. Ebenfalls von dem Gedankenlesesystem profitieren könnten Personen mit Sprechstörungen. Auch herkömmliche Spracherkennungssoftware könnte damit verbessert werden.

Auch die Anwendungsmöglichkeiten im Alltag sind zahlreich: Ob in überfüllten Bussen oder zur heimlichen Kommunikation in Schulklassen. Denkbar wäre jedoch ebenso der Einsatz bei jeder Art von Sicherheitskontrollen, ein Verschweigen von Tatsachen wäre demnach nur noch sehr schwer bzw. unter höchster Selbstdisziplin möglich.
 

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