Morphosys, Fundamentales und charts

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neuester Beitrag: 20.08.01 17:43
eröffnet am: 28.04.01 09:50 von: ecki Anzahl Beiträge: 78
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28.04.01 09:50
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51341 Postings, 7834 Tage eckiMorphosys, Fundamentales und charts

Erstmal verweise ich auf einen Thread bei ariva, den ich hiermit ablöse.
Ich werde teilweise Sachen daraus herauskopieren und hier reinstellen.

http://www.ariva.de/board/thread.m?a=all&search=morphosys&nr=60018&603

Morphosys war das erste biopharmazeutische Unternehmen, dessen Aktien am Neuen Markt der Frankfurter Börse gehandelt wurden. Seine Antikörper-Bibliothek legt die Grundlage für die Medikamente der Zukunft.

Die Produkte von Morphosys passen zwischen zwei Fingerspitzen: Drei Zentimeter lang, gerade mal einen halben breit ist das Eppendorf-Röhrchen, in dem die gesamte Antikörper-Bibliothek des Martinsrieder Biotech-Unternehmens, die ?Hucal-Antikörperbibliothek?, steckt. ?Das ist das menschliche Immunsystem im Reagenzglas?, erklärt Morphosys-Gründer Simon Moroney. Kunden bekommen so ein Röhrchen, dann ist es minus 80 Grad kalt. Investoren auch. Deren Reagenzgläschen sind zimmerwarm und mit Y-Buchstabennudeln gefüllt. Denn menschliche Antikörper haben die Form eines Ypsilons.



Nur Fünf Kunden:

1997 gelang es Morphosys nach jahrelanger Forschung, das gesamte Repertoire menschlicher Antikörper, zirka zehn Milliarden Stück, synthetisch herzustellen. Da war das Unternehmen bereits fünf Jahre alt, lebte von Risikokapital und hatte noch keine müde Mark verdient. Seitdem hat Morphosys gerade mal fünf Kunden gewonnen, zwei Bibliotheksversionen erstellt, Technologien verfeinert, die Antikörperherstellung automatisiert und viele Antikörper, auch gegen Krebs, aus seiner Bibliothek gefischt. Doch aus Morphosys-Forschungsergebnissen wurde bisher kein einziges Medikament entwickelt.

Aber daran arbeiten die fünf Morphosys-Kunden, unter ihnen der Pharmariese Bayer, mit Hochdruck. Mit ersten Medikamenten kann in drei Jahren gerechnet werden. Die Forschungsarbeiten pro Medikament dauern fünf bis sieben Jahre. Die Hürde, ein Produkt aufýden Markt zu bringen, sei in der Biotech-Branche eben viel größer als in fast allen anderen Branchen, erklärt Firmenchef Moroney. Produktzyklen dauerten hier wesentlich länger als zum Beispiel in den ebenfalls boomenden Internet-Startups. Im Vergleich mit der herkömmlichen Weise, Medikamente in Tierversuchen zu entwickeln, ist Morphosys jedoch rasend schnell und effizient. Die Antikörper-Produktion via Maus dauert drei bis sechs Monate, Morphosys produziert synthetische, maßgeschneiderte Antikörper innerhalb von zehn bis zwölf Tagen ohne den Einsatz von Tieren, der Vorgang ist automatisiert.

Bisher vergingen zehn bis zwölf Jahre, bis ein Medikament in die Apotheken kam. ?Unsere Methode verkürzt diese Zeit um die Hälfte?, schwärmt Joachim Wölle aus der Morphosys-Forschung. ?Die Pharmaindustrie kann dadurch mehr Umsatz machen, denn die Patentl¶ufzeiten können gewinnbringender ausgeschöpft werden.? Und Medikamente, die aus synthetischen Antikörpern entwickelt wurden, haben weniger Nebenwirkungen als tierisch hergestellte.

Morphosys war das erste biopharmazeutische ? medikamentenforschende ? Unternehmen am Neuen Markt. Im ersten Jahr nach dem Börsengang im März 1999 legte der Aktienkurs um fast 1000 Prozent zu. Spielt die Börse mit den Hoffnungen von Millionen Kranker? Gründer Moroney widerspricht: ?Biotech, besonders Antikörper, das ist ein ganz heißes Ding. Wir legen die Grundlagen für eine neue Klasse von Medikamenten.? Noch schreibt Morphosys rote Zahlen. Das soll sich 2002 ändern.



Geschäfte mit Lizenzen:

Morphosys forscht an Antikörpern, stellt diese und die nötigen Werkzeuge seinen Kunden zur Verfügung. Rund 90 Prozent des Umsatzes erzielt das Unternehmen bisher mit dem Lizenzieren seiner Technologie, nur zehn Prozent entfallen auf speziell entwickelte Antikörper. In zehn Jahren sollen diese nach laut Moroney jedoch 98 Prozent des Umsatzes ausmachen. In Zukunft will das Unternehmen sogar selbst Medikamente entwickeln.

Für 22 therapeutische Antikörper haben die Martinsrieder bislang Kooperationen vereinbart. Sollte ein Partner auf Grund von Hucal-Antikörpern ein Medikament, zum Beispiel gegen Leukämie, auf den Markt bringen, wird Morphosys am Umsatz beteiligt. Zudem erhält Morphosys ?Meilensteinzahlungen? ? Zuweisungen, die von den Partnern gezahlt werden, wenn bestimmte Forschungsabschnitte erreicht wurden. Diese Arbeitsteilung minimiert das Risiko für beide Seiten. Die Pharmaunternehmen müssen sich nicht unnötig spezialisieren, Morphosys kann dank längerfristiger Verträge planen.



Millionenverträge:

Morphosys-Kooperationspartner sind Bayer, DuPont Pharmaceuticals, das Martinsrieder Startup GPC sowie die beiden Biotech-Unternehmen Chiron Corporation und Millenium Pharmaceutical Inc. Der 1997 geschlossene erste Millionen- Vertrag mit Pharmacia & Upjohn wurde nicht verlängert, da der Partner sein Forschungsprogramm im Kooperationsbereich aufgab. ?Wir sind kein Unternehmen mit Tausenden von Kunden, die kleine Beträge bezahlen. Aber unsere wenigen Partner zahlen Millionen,? sagt Finanzvorstand Dave Lemu . Geschäftsführer Moroney: ?Wir haben viel in unsere Hucal-Technologie investiert, deshalb können wir ein absolutes Premiumprodukt verkaufen, das hat seinen Preis.?

"In zwei Jahren werden wir viel größer und internationaler sein?, glaubt Lemus. Eine US-Vertriebsniederlassung in Charlotte, North Carolina, wurde just eröffnet. Über den Ankauf fremder Forschungsabteilungen oder ganzer Firmen wird laut nachgedacht. SelCst an einen Konzern verkaufen werde man sich nicht, sagt Moroney. 87 Menschen arbeiten im neuen Gebäude in Martinsried bei München. Drei Viertel sind Wissenschaftler. Durchschnittsalter: 28. Die leitenden Mitarbeiter der ersten Jahre haben Aktienoptionen, an Beteiligungsprogrammen für die seit dem Börsengang eingestellten Führungskräfte wird gearbeitet.



Besser als US-Standorte:

?Wer bei uns arbeiten will, muss nicht Deutsch sprechen können?, sagt der Neuseeländer Moroney. Wichtiger seien Teamorientiertheit und Zielstrebigkeit. ?Unsere Projekte müssen profitabel sein, unsere Ziele sind wie Meilensteine vorgegeben?, fasst JoachimýWölle die Arbeitsweise in einem kommerziellen Biotech-Unternehmen zusammen. Da passe nicht jeder hin. Betriebswirtschaftliche Kenntnisse seien nicht unbedingt nötig, meint Firmenchef Moroney, der seine Management-Kompetenzen durch ?learning by doing? erworben hat.

?Wir haben uns 1992 bewusst für Deutschland und Martinsried entschieden?, erzählt der Neuseeländer, der in England, in den USA, der Schweiz und Kanada studiert und gearbeitet hat. ?Nach der Wende bot Deutschland alle Möglichkeiten zur Biotech-Expansion. Es gab fantastische Grundlagenforschung und keinen Versuch, diese zu kommerzialisieren. Es lag einfach nur rum.? Auch die Nähe zum Max-Planck-Institut für Biochemie sei standortentscheidend gewesen. ?1992 gab es in Deutschland keinerlei Förderung für Biotech.? Das erste Risikokapital für Morphosys kam aus England, Holland und den USA. Die erste größere deutsche Summe ging 1997 ein.

Heute ist Martinsried eine wichtige Biotech-Förderregion. Rund um den Vorreiter Morphosys haben sich rund 50 junge Biotech-Unternehmen angesiedelt. Moroney: ?Martinsried ist ein besserer Standort als die Biotech-Hochburgen in den USA.?

Quelle dieses Textes: ID arbeiter

 
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52 Postings ausgeblendet.

21.06.01 12:19

4428 Postings, 7585 Tage ArbeiterMorphosys dreht !

21 Jun 2001, 11:20

MorphoSys nach Lehman-Empfehlung wieder gefragt - Händler  

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach Händlerangaben ist eine Kaufempfehlung der einflussreichen Investmentbank Lehman Brothers für den Kursanstieg der MorphoSys-Aktie am Donnerstag verantwortlich. Die Aktie legte um 10,18 Prozent auf 49,70 Euro zu. Der NEMAX 50 stieg bis 11 Uhr um 1,92 Prozent auf 1.449,48 Stellen. Am Vortag waren die Aktien zeitweilig bis auf 39,13 Euro abgesackt, nachdem ein Mitbewerber MorphoSys in den USA wegen einer Patentrechteverletzung verklagt hatte. Diese meldete das Unternehmen heute in einer Pflichtmitteilung, nachdem die Klageschrift am Mittwoch noch nicht vorgelegen hatte. "Durch die Kaufempfehlung von Lehman ging es direkt zügig aufwärts, denn kaum jemand wollte die Papiere auf diesem Niveau verkaufen", sagte ein Händler in Frankfurt. Zudem könne es sich um eine technische Reaktion handeln, denn der Wert hätte am Mittwoch um 20 Prozent abgegeben./ts/ep  



Quelle: DPA-AFX
 

25.06.01 17:23

51341 Postings, 7834 Tage eckiNachdem heute wieder Kurse um 40-41

erreicht wurden, rücken die Kursziele um 30 wieder nach vorne.
Ein verrückter Markt!  

04.07.01 08:15

51341 Postings, 7834 Tage eckiadhoc MorphoSys bestätigt Patentverletzungsklage

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

MorphoSys bestätigt Patentverletzungsklage durch Applied Molecular Evolution Martinsried/München, 4. Juli 2001 - Die in München ansässige Biotechnologiefirma MorphoSys AG (Neuer Markt: MOR) bestätigt, dass gegen sie eine Klage durch Applied Molecular Evolution, Inc., San Diego/USA , am United States District Court für den District Massachusetts in Boston/USA eingereicht worden ist, mit dem Vorwurf der Verletzung der Kauffman-Patentfamilie des Klägers. Die Kauffman-Patentfamilie deckt Methoden zur stochastischen Erzeugung von Proteinen ab und das erste Patent wurde 1998 in den USA erteilt. MorphoSys geht davon aus, dass die firmeneigenen HuCAL Antikörperbibliotheken nicht stochastisch erzeugte Sammlungen von Proteinen sind und die Kauffman-Patentfamilie daher nicht anwendbar ist.

Ende der Ad-hoc-Mitteilung© DGAP 04.07.2001

WKN: 663200; Index: Nemax 50 Notiert: Neuer Markt in Frankfurt; Freiverkehr in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart

Ende der Mitteilung  

04.07.01 08:16

51341 Postings, 7834 Tage eckiadhoc: Bayer verlängert Vertrag mit MorphoSys um 4

Bayer verlängert Vertrag mit MorphoSys um weitere vier Jahre

Martinsried/München, 4. Juli 2001 - Das Münchner Biotechnologie-Unternehmen MorphoSys AG (Neuer Markt: MOR) gab heute die Verlängerung der laufenden Zusammenarbeit mit Bayer um weitere vier Jahre bekannt. Bei Abschluss des Vertrags wurde die Laufzeit zunächst auf zwei Jahre festgelegt mit der Option, um weitere vier Jahre zu verlängern. Bayer übte die Option jetzt aus und wird weiterhin Lizenzgebühren sowie Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen für alle aus der Zusammenarbeit resultierenden Antikörperprodukte an MorphoSys entrichten. MorphoSys generiert humane therapeutische Antikörper gegen bis zu zehn Zielmoleküle von Bayer. Mit der Generierung eines hoch-affinen Antikörpers gegen ein nicht veröffentlichtes Bayer Antigen erreichte MorphoSys im Februar 2001 den ersten Meilenstein in der Zusammenarbeit. Die Kooperation erstreckt sich darüber hinaus auch noch auf andere Bereiche in denen die MorphoSys Technologien eingesetzt werden, darunter auch die Genomforschung und die Diagnostik.


Ende der Ad-hoc-Mitteilung © DGAP 04.07.2001  

04.07.01 10:43

2168 Postings, 7477 Tage boomerExzellenter Thread, deshalb up f. Interess. o.T.

05.07.01 19:55

51341 Postings, 7834 Tage eckiWir werden die Umsatzziele erreichen.

Morphosys will sich gegen Patent-Klagen mit allen Mittel wehren
München (vwd) - Die in Patentrechts-Klagen verwickelte Morphosys AG,
Martinsried, hat eine scharfe Auseinandersetzung um die Rechte angekündigt.
"Wir werden weiterhin alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen,
um Versuche unserer Wettbewerber, unrechtmäßig von uns zu profitieren,
abzuwehren", sagte Vorstandsvorsitzender Simon Moroney auf der
Hauptversammlung am Donnerstag in Planegg bei München. Die von Morphosys
angewandte Technologie für Antikörper-Bibliotheken HuCAL (Human
Combinatorial Antibody Library) sei eigenständig und von Morphosys
entwickelt.

"Wir sind davon überzeugt, dass unsere Technologien unabhängig sind von
den Patenten der Firmen, die uns attackieren", sagte Moroney. Er sei
zuversichtlich, dass Morphosys letzlich als Gewinner aus diesen
Auseinandersetzungen hervorgehen werde. Morphosys werde bis Jahresende die
Entwicklung eigener therapeutischer Antikörper beginnen, bekräftigte Moroney
das bereits früher geäußerte Ziel des Unternehmens. Die Vorbereitungen zum
Aufbau einer eigenen Pipeline liefen auf Hochtouren, sagte er. Eine eigene
Pipeline ermögliche langfristiges und nachhaltiges Wertewachstum.

Vor Jahresende werde das Unternehmen Einzelheiten zu seinem
Produktentwicklungsprogramm veröffentlichen. Derzeit fertige Morphosys dafür
Analysen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 plant das Unternehmen weiterhin
einen Umsatz in Höhe von 15 Mio bis 17 Mio EUR, sagte Finanzvorstand Dave
Lemus. Bei den betrieblichen Aufwendungen rechne die Gesellschaft unter
Ausschluss der Rechnungslegungs-Richtlinie SFAS 123 mit 19 Mio bis 24 Mio
EUR. "Wir als Vorstand gehen davon aus, dass wir diese Ziele erreichen
werden", sagte Lemus.
vwd/5.7.2001/rne/mr  

09.07.01 11:24

51341 Postings, 7834 Tage eckiMorphosys:Auf dem Weg zur eigenen Produktpipeline

Dem Biotech-Unternehmen eröffnen sich durch die strategische Positionierung höhere Chancen und Risiken
 
Bis zum Jahresende sollen Details zum geplanten Aufbau einer Produktpipeline bekannt gegeben werden. Dann gibt es Auskunft über Gestalt und Finanzierung des Vorhabens.

Die Vorstände des Biotech-Unternehmens Morphosys haben anlässlich der Hauptversammlung gegenüber ihren Aktionären in zweierlei Hinsicht bemerkenswerte Aussagen getroffen. Zunächst eine Selbstverständlichkeit, nämlich dass sich das Unternehmen mit allen Mitteln gegen die Patentklagen wehren würde. Diese Ankündigung ist naturgemäß mit der Überzeugung verknüpft worden, dass man die rechtlichen Auseinandersetzungen erfolgreich bestehen werde.

Für die mittel- und langfristige Entwicklung von Morphosys ist die zweite Erklärung wichtiger: Der Aufbau einer eigenen Produktpipeline werde nachdrücklich betrieben. Bis zum Jahresende sollen die Bemühungen konkret werden. Damit ist zunächst einmal eine bereits bekannte Ankündigung nochmals unterstrichen worden. Durch die Ernennung von Dr. Jörg Reinhardt zum Aufsichtsratsmitglied wird die Ernsthaftigkeit des Vorhabens ein weiteres Mal bekräftigt.

Der Schritt eröffnet Morphosys die Chance auf ein langfristig hohes Wachstum. Die Wertschöpfungskette in der Biotechnologie sieht für Unternehmen, die eigene Medikamente entwickeln, einen steigenden Ertrag. Dieser ist am größten, wenn die Medikamente auch selbst vermarktet werden. Allerdings hat Morphosys aktuell nicht die Mittel, ein solches Vorhaben zu verwirklichen. Diese reichen nicht einmal, um ein Medikament durch die klinischen Phasen zu führen.

Die spannendste Frage der kommenden Wochen und Monate wird also sein, welchen Weg Morphosys einschlagen wird, um die Finanzierung der Produktpipeline zu lösen. Partnerschaften mit großen Biotech- oder Pharmaunternehmen wären ein Weg, frisches Kapital ? auf welchem Weg auch immer - ein anderer.

Bleibt noch der Hinweis auf das steigende Risiko, das mit den erwähnten Chancen einhergeht. Bis zur endgültigen Zulassung droht jedem Medikamentenkandidaten der ?Sudden Death?, das plötzliche Scheitern in den klinischen Testphasen oder dem Zulassungsverfahren. Ein massiver Kurseinbruch ist dann oft die Folge, vor allem, wenn die Produktpipeline des Unternehmens noch nicht ausreichend diversifiziert ist.

Hinzu kommt, dass schwarze Zahlen wahrscheinlich in weitere Ferne rücken werden: Die hohen Kosten für Forschung und Entwicklung, das kann man bei Medigene oder GPC Biotech gut beobachten, belasten das Ergebnis erheblich. Das Bild wandelt sich erst nach erfolgtem Markteintritt eines oder mehrerer Medikamente, was erhebliche Erträge in die Kassen spült.

Bis dahin werden noch Jahre vergehen. Diese Durststrecke wird Morphosys mit dem so genannten ?Dualen Geschäftsmodell? erträglich gestalten: Dabei werden durch weiterhin erfolgende Kommerzialisierung der Technologieplattform Erträge erzielt. Bislang verdient das Unternehmen durch die Suche nach Targets und die gemeinsame Produktentwicklung mit anderen Partner Geld.

Autor: Alexander Apel, 10:19 09.07.01  

09.07.01 11:26

51341 Postings, 7834 Tage eckiDie in den letzten 2 Wochen gebildete Flagge

^wurde nach unten verlassen.

Kursziel 30. Leider. :-(  

11.07.01 12:30

51341 Postings, 7834 Tage eckiKZ 30?


Vergleiche posting vom 20.6.01

Zur Zeit spiegelt sich die Unsicherheit über eigene Produktpipeline/Kapitalerhöhung deutlich im chart wieder.
 

17.07.01 14:46

51341 Postings, 7834 Tage eckiBald wird man wieder kaufen können

14. August 2001 Veröffentlichung des 6-Monatsberichts
Der Trend geht klar auf 30 zu. Und nachdem so wenige Meldungen kamen, muß befürchtet werden, dass der Umsatz nicht so weiter gestiegen ist, wie in der Vergangenheit. Kommt die Fantasie zurück mit der eigenen Pipline? Erstmal wird diese ja nur Kosten verursachen....  

19.07.01 08:50

51341 Postings, 7834 Tage eckiadhoc: MorphoSys Meilenstein in Krebs-Kooperation

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. --------------------------------------------------

MorphoSys erreicht Meilenstein in Krebs-Kooperation mit GPC Biotech Erster MorphoSys Antikörper zeigt Wirksamkeit im Tiermodell MorphoSys (Neuer Markt: MOR) gab heute das Erreichen eines präklinischen Meilensteins in GPC Biotechs Antikörper-Programm für die Behandlung von bestimmten Blutkrebsarten, den MHC Klasse II positiven B- Zell-Lymphomen, bekannt. GPC Biotech zeigte die signifikante Wirksamkeit des humanen Antikörpers, der von MorphoSys aus der firmeneigenen HuCAL-Bibliothek isoliert und optimiert wurde, in einem entsprechenden Tier-Xenograft-Modell. MorphoSys erhält von GPC Biotech eine Meilensteinzahlung, über deren Höhe keine Angaben gemacht wurden. Der humane Antikörper zeigt hohe Affinität zum Zielmolekül MHC Klasse II und wurde für die in vivo Studien ausgewählt, da er wirkungsvoll und schnell verschiedene menschliche Blutkrebsarten abtötet, darunter Non-Hodgkin-Lymphom. Humane Krebszellen und der ausgewählte Antikörper wurden in immundefiziente Mäuse injiziert. Der Antikörper unterdrückte das Tumorwachstum in den meisten Fällen völlig oder aber verzögerte es signifikant.


Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c) DGAP 19.07.2001 -------------------------------------------------- WKN: 663200; Index: Nemax 50 Notiert: Neuer Markt in Frankfurt; Freiverkehr in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart

190730 Jul 01

Geht der Kurs doch nicht mehr auf 30?
Vorbörslich stark gestiegen:
L&S:
WKN
 663200
 Name
 MORPHOSYS
 BID
 32.79 EUR
 ASK
 34.04 EUR
 Zeit
 2001-07-19 08:47:07 Uhr
 

19.07.01 16:13

51341 Postings, 7834 Tage eckiWer hat gekauft? Haeute +18%!

Und den ganzen vormittag Zeit zu kaufen!  

24.07.01 10:38

4428 Postings, 7585 Tage ArbeiterMorphosys und ProChon

Morphosys und ProChon entedecken neue Antikörper-Klasse

 
Das Münchener Biotechnologie- Unternehmen Morphosys AG hat gemeinsam mit der israelischen ProChon Biotech Ltd neue Antikörper zur Behandlung von Krebs- und Knochenerkrankungen entdeckt. Prochon habe die neue Klasse von Arzneimittelkandidaten unter Verwendung der MorphoSys HuCAL Antikörperbibliothek gefunden, teilte die im Auswahlindex des Neuen Markts Nemax50 notierte Morphosys am Dienstag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Die entdeckten Antikörper könnten gezielt die Funktion bestimmter Stoffe - so genannter Rezeptoren - blockieren, die in Verbindung mit Blasenkrebs, Gebärmutterhalskrebs und dem Multiples Myelom stünden. Die Morphosys-Aktie konnte von der Nachricht profitieren und notierte kurz nach Handelsbeginn mit knapp 43 Euro über 15 Prozent im Plus. Der Nemax50 hatte zur gleichen Zeit 2,4 Prozent zugelegt. "Unseres Wissens ist dies der erste Antikörper, der (...) gänzlich neue Behandlungsmöglichkeiten für verschiedene Krebs- und Knochenerkrankungen eröffnen könnte", erklärte ProcChon Biotech-Vorstand Professor Avner Yayon. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen besteht den Angaben zufolge seit Juni 2000.
 

02.08.01 00:38

51341 Postings, 7834 Tage eckiMorphosys hat wohl den Boden gefunden

Aktuelle in der Spitze eines symetrischen Dreiecks. MACD, Stochastic und RSI deuten auf Ausbruch nach oben.

Kaufen mit kurzfristigem Ziel 50.
Mittelfristig dann 58 und 85.

Good trades und SL nie vergessen.

Morphosys, die letzten Tage etwas vergessen, aber Morphosys hält bisher die Prognosen (nur nicht die vom Förtsch).  

11.08.01 01:26

51341 Postings, 7834 Tage eckiWas werden die Zahlen am 14.8. so bringen?

Wahrscheinlich nichts spektakuläres. Die Einnahmen verstetigen sich, es gab nicht sehr viel neues zu vermelden, so dass es wohl im Rahmen der Erwartungen von Morphosys liegen wird.
Ob das für ein kräftiges Kursplus reichen wird? Vielen Spuken die berühmten "dausend" im Ohr rum, für die Morph selber nichts kann.  

11.08.01 17:57

263 Postings, 7961 Tage liquid4s*

http://www.boerse-go.de

http://server92.plusserver.de/forum/

http://www.godmode-trader.de

http://www.research-channel.de






Langfristiger Monatschart. Hier der Blick insbesondere auf die Lage der Indikatoren.  MACD Histogramm zeigt maximales "Momentum" an, OBV auf Allzeittief.   Auch der Momentumindikator gibt noch keine Entwarnung.



Langfristiger Wochenchart.  Eine Kerze steht hier für den Zeitraum von einer Woche. In den zurückliegenden 2 Wochen wurde eine extrem wichtige Kreuzunterstützung unterschritten. Der Bereich ist im Chart markiert.  Der OBV zeigt in dieser Einstellung einen kontinuierlichen Kapitalabfluß an.  Man sollte darauf hinweisen, daß dieser Indikator nicht alleine isoliert für sich gesehen werden sollte.   (Im Wochenchart vom Nasdaq 100 beispielsweise sieht man einen massiven Anstieg des OBVs, was für sich alleine gesehen einen deutlichen Kapitalzufluß bedeuten würde.)  Im Bereich von 26 Euro liegt EINE nächsttiefer gelegene Unterstützung.



Mittelfristiger Tageschart.  Die sekundäre Abwärtstrendlinie wurde zeitweise überschritten, anschließend durch nach dem Rückfall allerdings wieder durch 2 Auflagepunkte "rück"bestätigt.   Man erkennt sehr schön den Pullback zurück zur (grün markierten) Aufwärtstrendlinie. Anschließend der erneute Rückfall unter die Trendlinie.  Bei 28-29 Euro dürfte ein "echtes" Gap Up vom 10.01.2001 nach unten geschlossen werden.  

Hier sollte man die Aktie genau beobachten.   Es besteht bei 28-29 Euro eine gute Chance einer zumindest kurzzeitigen Kurserholung.  Die nächsttiefer gelegene Unterstützung liegt wie erwähnt bei 26 Euro.  Im Tageschart bildet der MACD gerade ein Verkaufssignal aus, der Momentumindikator prallt an der 0 Linie nach unten ab.    

Abhängig von der Kursentwicklung im US amerikanischen Biotech Sektor könnte im Rahmen der laufenden Kurskorrektur bei MorphoSys durchaus die 20 Euromarke noch unterschritten werden !   Ausgangspunkte für mögliche Zwischenerholungen , die spekulative Anleger "long" traden könnten, sind die 28-29 und die 26 Euromarken.    Die im Titel dieser Meldung gestellte Frage nach einer baldigen Auferstehung läßt sich insofern beantworten, daß es bald eine kurzzeitige Auferstehung geben könnte.








Ausführliches Unternehmensprofil aus dem Research-Channel.

Hier klicken, um zu DEM deutschsprachigen Research-Portal zu gelangen. Research-channel.de


Morphosys ist ein Biotechnologie-Unternehmen, daß sich als Partner für arzneimittelentwickelnde Unternehmen versteht, mit denen Lizenz- und Kooperationsvereinbarungen eingegangen werden.

Die Human Combinatorial Antibody Library (HuCAL) ist eine durch Morphosys erstellte Bibliothek von Biomolekülen, die von führenden pharmazeutischen und biotechnologischen Unternehmen zur Herstellung von Antikörpern benutzt wird.

Die Technologie mit der menschliche Antikörper synthetisch hergestellt werden können, wird von einem etablierten Partner für die Arzneimittelforschung eingesetzt. Dabei geht es um die Suche nach so genannten Zielmolekülen (Targets), die für den Krankheitsausbruch verantwortlich gemacht werden. Der Zusammenhang zwischen Krankheit und dem jeweiligen Zielmolekül muß durch Tests bestätigt (validiert) werden, um auf dieser Basis ein Medikament zu entwickeln.

 


Dazu wird mit Unternehmen wie Bayer und Leukosite kooperiert. Die Strategie von Morphosys zielt darauf ab, die HuCAL zum Industriestandard zu machen, um Lizenzgebühren und Meilensteinzahlungen (?Erfolgsprämie?) von Partnerunternehmen zu erhalten, die mit Hilfe der Bibliothek marktreife Produkte entwickelt haben.

Morphosys zweite Technologie im Antikörperbereich die sogenannte Selectively-Infective-Phage Technolgie (SIP) befindet sich noch in der Entwicklung. Mit Hilfe dieser Technologie lassen sich Zielmoleküle und Protein-Protein Wechselwirkungen identifizieren.

Das Unternehmen kooperiert eng mit namhaften Pharmaunternehmen wie Pharmacia & Upjohn, Boehringer Mannheim, DuPont Pharmaceuticals, Millennium, Chiron Corporation, Biosite Diagnostics Incorporates, SCA Ventures, GPC AG und Prochon etc.

Das Besondere der Technologie

Diese ist nach Angaben des Unternehmens führend, weil das Martinsrieder Unternehmen als einziges Antikörper synthetisch herstellen kann. Der britische Konkurrent CAT, der ebenfalls eine Bibliothek betreibt, gewinnt die Antikörper von Menschen: Im Gegensatz zu synthetisch hergestellten, könnten diese weniger optimiert werden. Morphosys kann dagegen die sogenannte "Affinität" der Antikörper, das meint grob die "Passform", verbessern: Der Antikörper ist sozusagen maßgeschneidert. Im Körper sollen später die "maßgeschneiderten" Antikörper an die Zielmoleküle ( Erreger ) "andocken" und diese unschädlich machen. Ist dieser Teil der Arbeit abgeschlossen, übernimmt der große Partner die Durchführung der klinischen Tests: Das Medikament wird an Menschen erprobt. Nach erfolgreichem Abschluß der Phasen und der Zulassung durch die Gesundheitsbehörden erfolgt die Markteinführung und der Vertrieb.

Wie verdient Morphosys Geld?

 


Es gibt zwei Möglichkeiten: Ein Pharma-Unternehmen beauftragt das Unternehmen Antikörper gegen ein Zielmolekül zu generieren, daß mit einer Krankheit in Verbindung gebracht wird. In den HuCAL-Bibliotheken werden die Antikörper gefunden und dem Unternehmen übergeben. Dafür erhalten die Münchener eine erste Meilensteinzahlung (Erfolgsprämie). Weitere bekommt das Unternehmen im Laufe der Forschungen, die das Pharma-Unternehmen betreibt, um aus den Antikörpern ein marktreifes Medikament zu entwickeln. Wenn das Medikament dann auf den Markt kommt, erhält Morphosys eine prozentuale Beteiligung an den Erlösen, sogenannte Royalties. Der Durchbruch bei den Royalties wird etwa für 2004 erwartet.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass Pharma-Unternehmen die Antikörper selbst suchen wollen und dazu eine Lizenz für die Benutzung der HuCAL-Technologie erwerben. Dafür bekommt das Biotechunternehmen entsprechende Lizenzgebühren.

Neues Produkt

Am 5. Dezember 2000 gab Morphosys die Fertigstellung einer neuen Screening-Methode (Verfahren zum Durchmustern der Antikörperbibliothek) zur Anwendung mit der firmeneigenen HuCAL Technologie bekannt. Das Cystein-vermittelte Phagendisplay, kurz CysDisplay genannt, wurde auf der 11. IBC Antibody Engineering Konferenz in San Diego, Kalifornien, vorgestellt. CysDisplay ermöglicht eine bessere Effizienz der Antikörper-Generierung und die Gewinnung von höher affinen Antikörpern. Die Methode wurde ausschließlich von Morphosys Wissenschaftlern entwickelt, und Patentanmeldungen wurden bereits eingereicht. CysDisplay ist eine neue und überraschende Variante des Screenings, das auch Evotec betreibt, aber auf der Basis von Bakteriophagen, das eine chemische Trennung des Antikörperbinders von der Oberfläche des Bakteriophagen ermöglicht. Während des Screenings der Bibliothek wird die Rückgewinnung der einzelnen Antikörper durch die Trennung der Verbindung erreicht, ein Prozess, der bei CysDisplay sehr viel besser zu kontrollieren ist als in herkömmlichen Methoden. Dadurch wird die Antikörper-Rückgewinnung standardisiert, was zu einem effizienteren Prozeß und damit zu einer verläßlicheren Antikörper-Generierung führt. CysDisplay ist deshalb ideal für die Anwendung mit Morphosys' automatisiertem Hochdurchsatz Screening AutoCAL, das zusammen mit DuPont entwickelt worden ist.

Kooperationen und Übernahmen

In den letzten Monaten ist Morphosys eine Reihe von neuen und relevanten Kooperationen gelungen. Wichtige Partner wie Immunogen, GPC und Roche konnten aufgrund der umfassenden Antikörper Datenbank HuCAL (Human Combinatorial Antibody Library), die mehr als 10 Mrd. menschlicher Antikörper enthält, gewonnen werden. Das Unternehmen ist durch seine Partnerschaften auf wichtigen medizinischen Forschungsgebieten wie der Krebs- und Alzheimerforschung sowie der Organtransplantation vertreten.

Am 11. September 2000 wurde ein Kooperationsvertrag mit Roche abgeschlossen, nachdem im Juli bereits Dupont als neuer großer Partner gewonnen werden konnte. Die Zusammenarbeit mit Roche zielt auf die Entwicklung von humanen Antikörpern zur Therapierung von Alzheimer-Patienten ab. Wird es den beiden gelingen, auf diesem Gebiet erfolgreiche Zwischenziele und Produkte zu entwickeln, erhält Morphosys weitere Zahlungen.

Im Bereich der Krebsforschung wurde am 2. Oktober 2000 die Zusammenarbeit mit Immunogen bekannt gegeben. Die Kooperation zielt auf die Entwicklung neuer, therapeutischer Antikörper für die Krebsforschung ab. Für den Technologiezugang erhält Morphosys zunächst eine einmalige Lizenzgebühr und weitere Zahlungen bei Erreichung von Zwischenzielen sowie Tantiemen bei Endproduktentwicklungen.

Mit GPC Biotech kooperiert Morphosys schon seit längerer Zeit bezüglich der Entwicklung von Antikörpern, die eine Immunabwehr bei der Organtransplantation verhindern sollen. Die beiden Unternehmen haben den ersten Meilenstein im immunologischen Teil ihrer Zusammenarbeit erreicht. Morphosys ist es gelungen hochaffine Antikörper zu entwickeln, die in den von GPC Biotech durchgeführten Studien die Aktivierung der für die Immunreaktion zuständigen T-Zellen effizient verhindert haben.

Jährlich werden in Deutschland mehrere tausend Organe transplantiert. Synthetische Antikörper, wie sie von Morphosys hergestellt werden, bieten gegenüber Antikörpern, die vom Menschen gewonnen werden, den gravierenden Vorteil, daß sie besser modifiziert werden können. Morphosys erhält bei erfolgreicher Antikörperentwicklung Lizenzgebühren aus den Produktverkäufen. Das Erreichen des ersten Meilensteines spricht deutlich für die Möglichkeiten von HuCAL.

Am 02.01.2001 hat das Münchener Biotechnologie-Unternehmen MorphoSys den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem in den USA ansässigen biotechnologischen Unternehmen Biogen bekanntgegeben, das eines der größten Bio-Unternehmen weltweit ist.

Im Rahmen der Vereinbarung wird die Morphosys Technologie zur Herstellung menschlicher Antikörper in den Genomik-Programmen von Biogen eingesetzt. Biogen erhält zudem die Option, bestimmte aus der Kooperation resultierende HuCAL-Antikörper zu Arzneimitteln zu entwickeln. Die Antikörpergenerierung erfolgt durch den Einsatz der Morphosys- eigenen HuCAL-Technologie.

Das Unternehmen erhält von Biogen eine einmalige Zahlung für den Technologiezugang zu Beginn der Kooperation (upfront payments) sowie Forschungs- und Entwicklungsgelder. Sollten aus der Zusammenarbeit Arzneimittel resultieren, bekommt MorphoSys zusätzlich Meilensteinzahlungen bei Erreichen definierter Zwischenergebnisse sowie Lizenzzahlungen bei Markteinführung. Über die Höhe der Zahlungen wurden keine Angaben gemacht. Von Vorteil wird diese Zusammenarbeit auf jeden Fall dann sein, wenn es darum geht, weitere große Biotech-Kunden zu gewinnen.

Gleich am nächsten Tag dem 03.01.2001 wurde noch eine Kooperation mit einem Amerikanischen Unternehmen geschlossen. Die Firma heißt Centocor und ist ein 100 prozentiges Tochterunternehmen des Pharmariesen Johnson & Johnson.

Morphosys wird für Centorcor für 30 so genannte Zielmoleküle (Targets) Antikörper herstellen. Die spezifische Technologie des Münchner Biotech-Unternehmens erlaubt, wie schon oben erklärt, die Herstellung voll menschlicher Antikörper, die für das entsprechende Target hinsichtlich ihrer Passform (Affinität) optimiert werden können.

Wie in der Branche üblich wird Morphosys eine Reihe von Zahlungen erhalten, wobei im vorliegenden Fall die finanziellen Hintergründe offen genannt werden. Zunächst erhält das Biotech-Unternehmen eine Zahlung von 3 Mio. Euro bei Vertragsabschluss. In den kommenden fünf Jahren winken bis zu 19 Mio. Euro an Lizenzzahlungen und Wissenschaftsgeldern.

 

14.08.01 11:34

51341 Postings, 7834 Tage eckiadhoc: Halbjahreszahlen, besser als Schätzungen.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Das Münchener Biotech-Unternehmen MorphoSys hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres seinen kumulierten Verlust um 15 Prozent auf 2,2 Mio. Euro reduziert. Wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte, kletterte der kumulierte Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 172 Prozent auf 7,9 Mio. Euro. Damit übertraf MorphoSys die Analystenschätzungen der von dpa-AFX befragten Finanzmarktexperten. Diese hatten einen Umsatz von 6 Mio. Euro bis 7,4 Mio. Euro prognostiziert.

Im zweiten Quartal erreichte das Unternehmen den Angaben zufolge einen Umsatz von 5,1 Mio. Euro und übertraf damit alle bisherigen Quartalsergebnisse. Die Ausgaben der laufenden Geschäftstätigkeit für die ersten sechs Monate wuchsen von 5,9 Mio. Euro im Jahr 2000 auf 10,6 Mio. Euro.

Wie MorphoSys außerdem mitteilte, wurde die Zuammenarbeit mit dem Chemie- und Pharmakonzern Bayer um weitere vier Jahre verlängert./tf/rw/ms

Autor: dpa - AFX (© dpa),08:25 14.08.2001  

15.08.01 11:45

3263 Postings, 8197 Tage DixiePrior: Morphosys ist ein Cash-Burner

15.08.2001
Morphosys ist ein Cash-Burner
Prior Börse  

Nach Angaben der Analysten von Prior Börse ist das Biotech-Unternehmen Morphosys (WKN 663200) ein Cash-Burner.

Das Unternehmen habe einen Quartalsumsatz von fünf Millionen Euro verbuchen können. Dies sei bisher der höchste Quartalsumsatz , den man habe erwirtschaften können.

Auf Jahressicht werde ein Umsatz zwischen 15,5 und 17,5 Millionen Euro anvisiert bei gleichzeitigem Betriebsaufwand von 19,5 bis 22,5 Millionen Euro. Somit würden die Finanzmittel der Wirkstoff-Forscher immer mehr abnehmen.

Die Analysten von Prior Börse raten den Anlegern die Aktie von Morphosys zu meiden, solange die langfristige Zukunft nicht gesichert ist.


 

15.08.01 12:38

51341 Postings, 7834 Tage eckiWeiter Analystenemeinungen von buy bis Marketperfo

Morphosys "buy"
Merck Finck & Co.
Für das zweite Quartal 2001 kann Morphosys (WKN 663200) die höchsten
Verkaufszahlen verzeichnen. Das berichten die Analysten von Merck Finck
& Co.
Heute habe Morphosys die 6-Monats Ergebnisse für den Zeitraum bekannt
gegeben, der am 30. Juni geendet habe. Mit 5,1 Millionen Euro hätten die
Einnahmen im zweiten Quartal den höchsten Wert erreicht, der bislang für
ein Quartal vermeldet worden sei. Insgesamt sei in der ersten
Jahreshälfte ein Ergebnis von 7,9 Millionen Euro erzielt worden, was
gegenüber dem Vergleichszeitraum 2000 eine Steigerung von 172 Prozent
darstelle. Dieser Erfolg gleiche die Ergebnisse des ersten Quartals, die
etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien, mehr als aus.
Die Geschäftsausgaben seien im ersten Halbjahr auf 10,6 Millionen Euro
gestiegen; im Jahr 2000 hätten sie noch bei 5,9 Millionen Euro gelegen.
Der Nettoverlust belaufe sich auf ?2,2 Millionen Euro, was
verglichen mit dem ersten Halbjahr 2000 eine Verringerung von 15 Prozent
darstelle. Diese Zahlen würden die geschäftliche Stärke von Morphosys
wiederspiegeln. Das Unternehmen befinde sich in einer guten
Ausgangslage, um seine Planzahlen zu erreichen. Zusätzlich würde die
neue Zusammenarbeit mit 5-7 anderen Unternehmen weiteres
Wachstumspotential erschließen.
Die Analysten von Merck Finck & Co. stufen Morphosys unverändert als
"buy" ein.


MorphoSys akkumulieren
LB Baden-Württemberg
Dr. Alexander Burger, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg, bewerten
die MorphoSys-Aktie (WKN 663200) mit akkumulieren.
MorphoSys sei ein biopharmazeutisches Unternehmen, das in der
Wirkstoffsuche und der Entwicklung von Therapeutika tätig sei.
Basistechnologie des Unternehmens sei eine Antikörperbibliothek, die
Human Combinatorial Antibody Library (HuCAL).
MorphoSys habe im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres seine
Umsätze um 172,5% auf 7,9 Mio. Euro steigern können. Damit habe
MorphoSys deutlich über den Erwartungen gelegen; allerdings befinde sich
MorphoSys nach wie vor in der Situation, dass Upfront-Payments
(Abschlagszahlungen bei Vertragsabschluss) oder Meilensteinzahlungen
(bei Erreichung bestimmter Erfolge) eine dominierende Rolle spielen und
diese im Jahresverlauf oft sehr asymmetrisch anfallen. Daher lasse man
die Schätzung im Hinblick auf den Jahresumsatz zunächst unverändert.
Aufgrund des guten Kostenmanagements sei das EBIT im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum nur um 25,6% auf minus 2,7 Mio. Euro und das
Halbjahresergebnis um 29,5% auf minus 2,3 Mio. Euro gestiegen. Man passe
die Kostenschätzungen insbesondere im Hinblick auf die nicht
cash-wirksamen, aber ergebniswirksamen Aufwendungen für den
Aktienoptionsplan an. Im ersten Halbjahr hätten Ausweitungen von bzw.
neue Partnerschaften mit Bayer, Immunogen, und DuPont gemeldet werden
können. Außerdem seien in bestehenden Kooperationen (Bayer, GPC und
Roche) mehrfach Meilensteine erreicht worden.
MorphoSys sehe sich nach wie vor einer Reihe von Patentklagen
ausgesetzt, die viele Anleger verunsicherten. Das Unternehmen sei aber
nach eigenen Angaben zuversichtlich, dass diese Klagen den weiteren
Geschäftsverlauf ? auch im Falle von für MorphoSys negativen
Entscheidungen ? nicht grundlegend beeinflussen würden. MorphoSys wolle
zudem selbst in die Medikamentenentwicklung einsteigen. Dazu sei
vorgesehen, im Unternehmen Personal für das entsprechende
Business-Development aufzubauen und weitere strategische Partnerschaften
einzugehen. Details hierzu erwarte man im Laufe des zweiten
Geschäftshalbjahres.
Die bisherige Geschäftsentwicklung von MorphoSys sei sehr zufrieden
stellend. Allerdings bestünden durch die Patentklagen noch
Unsicherheiten und der Einstieg in die Medikamentenentwicklung berge
neben langfristig höheren Ertragschancen auch ein höheres Risiko. Nach
dem deutlichen Kursrückgang halten die Experten der LBBW jedoch trotz
dieser (neuen) Risiken die Bewertung für interessant und empfehlen
langfristig orientierten und risikobewussten Investoren weiterhin, die
Aktie der MorphoSys zu akkumulieren.


MorphoSys Marketperformer
SES Research
Die Wertpapierspezialisten von SES Research stufen die Aktie MorphoSys
AG (WKN 663200) unverändert mit Marketperformer ein.
Die MorphoSys AG habe heute in einer Ad hoc-Mitteilung die Ergebnisse
des 1. Halbjahres 2001 veröffentlicht. Demzufolge habe MorphoSys im 2.
Quartal einen Umsatz von 5,1 Mio. Euro (erwartet: 3,4 Mio. Euro) sowie
ein Net Income ?285.000 Euro (erwartet: - 859.000 Euro)
erwirtschaftet. Mit diesem Ergebnis habe MorphoSys die Erwartungen
übertroffen. Dies führen die Analysten von SES Research insbesondere auf
die Meilensteinzahlung von DuPont sowie die Vertragsabschlüsse mit Bayer
und Immunogen Inc zurück.
Auch die Kostenseite habe sich dynamischer als erwartet entwickelt, so
dass das Net Income nur relativ leicht von den Erwartungen abweiche. Die
Jahresprognosen würden die Aktienexperten vor dem Hintergrund dieses
guten Resultats überprüfen und sofern von einer nachhaltig besseren
Umsatzentwicklung ausgegangen werden könne, anpassen.
Die angestrebte Intensivierung der eigenen Wirkstoffforschung könne dazu
führen, das der Break Even nicht wie geplant bereits in 2002 erreicht
werde. Da hierzu jedoch noch keine weiteren Informationen des
Unternehmens vorlägen, lasse sich noch keine Einschätzung vornehmen.
Details sollten Anfang des 4. Quartals bekannt gegeben werden. Weiterhin
werde das Risikoprofil durch verschiedene Patentstreitigkeiten, deren
Ausgang nur schwer abzuschätzen sei, geprägt.
Das Analystenteam von SES Research behält das Rating Marketperformer
bei.  

15.08.01 12:43

51341 Postings, 7834 Tage eckidpa: break even verschoben, wegen Neuausrichtung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die am Neuen Markt notierte MorphoSys AG wird die Gewinnschwelle nicht mehr im nächsten Jahr erreichen. "2002 ist definitiv nicht mehr im Gespräch", sagte Vorstandschef Simon Moroney dem Anlegermagazin "Die Telebörse" (Donnerstagausgabe). Als Grund nannte Moroney die strategische Neuausrichtung des Konzerns vom reinen Technologieanbieter zum Wirkstoffentwickler. Dies wirke sich auch auf den Zeitpunkt des Break-even aus. Detaillierte Planungen will das Biotechnologieunternehmen im vierten Quartal bekannt geben./rw/sh/ms

Autor: dpa - AFX (© dpa),12:00 15.08.2001

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break even war fast erreicht, das bisherige Modell hat also funktioniert. Nun sollen noch attraktivere Bereiche erschlossen werden.

Wirkstoff-Eigenentwicklung:
-> höhere Kosten
-> höhere Chancen
-> Kapitalerhöhung wird eventuell notwendig!  

15.08.01 13:38

3263 Postings, 8197 Tage DixieNoch ne Meinung

Die Zahlen des Unternehmens für das erste Halbjahr werden von den Experten positiv aufgenommen. Dagegen werfen die Unsicherheiten hinsichtlich der Patentklagen und um den Aufbau einer eigenen Produktpipeline einen Schatten auf das positive Bild.

Am Tag nach der Vorlage der Halbjahreszahlen legt Morphosys wieder den Rückwärtsgang ein. Angesichts des deutlichen Zugewinns vom Vortag ist das allerdings zunächst einmal eine technische Reaktion. Die Zahlen selbst haben eine Überraschung gebracht: Morphosys hat den Umsatz erheblich deutlicher gesteigert als erwartet und zugleich die Kosten begrenzt.

Die Reaktionen der Analysten auf die Ergebnisse fallen erwartungsgemäß überwiegend positiv aus. Die Experten von Merck Finck & Co. stufen die Aktie als Kauf ein. Das hängt mit den guten Zahlen zusammen, welche die wirtschaftliche Stärke des Unternehmens wiederspiegelten. Das sei eine gute Basis zum Erreichen der Planzahlen. Hinzu komme noch Wachstumspotenzial durch die angestrebten Kooperationen.

Positiv auch die Einschätzung durch die Landesbank Baden-Württemberg. Dr. Alexander Burger rät aktuell zum Akkumulieren der Aktie. Das hängt vor allem mit dem deutlich gesunkenen Kurs zusammen, der zu einem interessanten Bewertungsniveau geführt habe. Dem guten Geschäftsverlauf stehen nach Ansicht von Burger einige Risiken gegenüber. Zunächst einmal hänge der weitere Verlauf von Meilenstein- und Abschlagszahlungen (Upfront-Payments) ab, die im Jahresverlauf asymmetrisch anfielen.

Hinzu komme noch die Verunsicherung durch die Patentklagen und das höhere Geschäftsrisiko durch die geplante Medikamentenentwicklung. Burger verweist darauf, dass seitens Morphosys keine Auswirkungen durch die Patentklagen auf die Geschäftsentwicklung zu erwarten sind. Der Weg zum fertigen Medikament ist jedoch mit Gefahren übersät: Selbst wenn eine Zulassung nach langen Jahren klinischer Tests erfolgt, ist eine Katastrophe nicht auszuschließen, wie sich am Beispiel von Bayer zeigt.

Der Plan, eine eigene Medikamenten-Pipeline aufzubauen, ist vor einigen Wochen bekannt gegeben worden. Details, insbesondere hinsichtlich der Finanzierung, sind bislang nicht genannt worden. Klar ist, dass ein derartiger Schritt eine nachhaltige Auswirkung auf die Planzahlen der kommenden Jahre haben wird. Der für 2002 geplante Break-Even ist nach vorab bekannt gewordenen Angaben des Wirtschaftsmagazins ?Die Telebörse? nicht mehr aktuell. Das überrascht nicht, schließlich kostet die Medikamentenentwicklung mehrstellige Millionensummen.

An diesem Punkt setzt die kritische Einschätzung der Experten von Consors Capital ein: Morphosys habe keine Möglichkeit, Produkte in eigener Regie auf den Markt zu bringen und müsse daher auf Kooperationen mit großen Pharmaunternehmen zurück greifen. Die größten Gewinne in der Biotech-Branche erzielt, wer die Medikamente selbst vermarkten kann. Die Analysten sehen wegen der noch bestehenden Unsicherheiten um das Unternehmen derzeit noch ein Abwärtspotenzial und stufen die Aktie mit ?Verkaufen? ein.

Autor: Alexander Apel (© wallstreet:online AG),13:13 15.08.2001
 

15.08.01 14:03

92 Postings, 7415 Tage BWLlereki

bist du der Mentor von Morphosys oder kassierst du provisionen?  

15.08.01 15:24

51341 Postings, 7834 Tage eckiHallo BWLler, du bist Analphabet?

Jedenfalls kannst du wohl nicht lesen.
Hier trage ich Infos zusammen, positive wie negative.
Am 20.6. bei 45? habe ich eine chartanalyse reingestellt Kursziel 30! Kannst mir ja verraten wie ich dafür Provision kriegen soll?
Heute habe ich geschrieben wahrscheinlich Kapitalerhöhung notwendig. Auch das schreckt viele ab. Wahrscheinlich eher Dummbasher als Legastheniker....

Ich denke die haben ein gutes Modell und bauen jetzt ihre Chance aus, aber das ist ein spekulativer Wert, nur als Beimengung im Depot geeignet.

 

20.08.01 10:43

51341 Postings, 7834 Tage eckiVorläufige Gerichtsentscheidung zugunsten von Morp

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Vorläufige Gerichtsentscheidung zugunsten von MorphoSys im Griffiths- Patentstreit mit CAT: Entscheidung betrifft Fragen der Nicht-Verletzung Martinsried/München, 20. August 2001 - MorphoSys AG (Neuer Markt: MOR) gab heute bekannt, dass das Gericht in Washington DC/USA eine vorläufige Entscheidung zugunsten von MorphoSys in der Auseinandersetzung mit Cambridge Antibody Technology Ltd. (CAT) über das Griffiths Patent (US Patent Nr. 5,885,793) veröffentlicht hat. Die Entscheidung folgt einer Gerichtsverhandlung im März des laufenden Jahres, in der die Jury weder eine Entscheidung zur Gültigkeit des Patents treffen konnte noch darüber, ob MorphoSys dieses Patent verletzt. Die am 17. August veröffentlichte vorläufige Entscheidung besagt, dass "MorphoSys sich in der Frage der Patentverletzung durchsetzen sollte, wobei weitere Schriftsätze oder Anhörungen noch bevorstehen.In der vorläufigen Entscheidung konzentrierte sich das Gericht vor allem auf die Frage ob die HuCAL Antikörperbibliotheken von Menschen stammen (Originalformulierung des US Patents: are derived from humans). Das Gericht sagte hierzu, dass keine vernünftige Jury finden könnte, dass die HuCAL Bibliothek, deren Ausgangspunkt die theoretische Datenanalyse ist, von Menschen stammen könnte. (Originalformulierung der richterlichen Entscheidung: no reasonable jury could find that the HuCAL library, whose starting point is theoretical analysis of data, is "derived from a human"). Zur Fällung einer endgültigen Entscheidung über die Frage der Nicht-Verletzung des Patents durch MorphoSys wird es noch weitere Anhörungen der beiden betroffenen Parteien geben. Diese Entscheidung ist dabei unabhängig von jedem abschließenden Urteil zur Rechtbeständigkeit des Patents.

Ende der Ad-hoc-Mitteilung© DGAP 20.08.2001

WKN: 663200; Index: Nemax 50 Notiert: Neuer Markt in Frankfurt; Freiverkehr in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart

Ende der Mitteilung

Autor: dpa - AFX (© dpa),08:35 20.08.2001  

20.08.01 17:43

51341 Postings, 7834 Tage eckiInterview CEO Morphosys mit TradeCentre

Interview mit Dr. Simon Moroney, CEO der MorphoSys AG

TradeCentre: Herr Dr. Moroney, die Anleger reagierten erfreut auf die Zahlen zum 1. Halbjahr. Waren Sie mit den gemeldeten Zahlen zufrieden? Sind die Zahlen im Plan oder müssen Sie die Jahresschätzungen nach unten korrigieren?

Dr. Moroney: Wir sind sogar sehr zufrieden mit dem ersten Halbjahr und deshalb ausgesprochen zuversichtlich, dass wir die gesteckten Ziele 2001 wieder erreichen werden.

TradeCentre: Was haben Sie in den ersten 6 Monaten des Jahres erreicht?

Dr. Moroney: Besonders hervorzuheben sind die Fortschritte in unseren bestehenden Partnerschaften. Wir haben mit verschiedenen Partnern Meilensteine, sogenannte Zwischenergebnisse erreicht, die zeigen, dass unsere Technologie funktioniert und wir die Kooperationen erfolgreich vorantreiben können. Für den Verlauf des restlichen Jahres steht vor allem der Abschluss weiterer Partnerschaften und die Bekanntgabe unseres Produktentwicklungsprogramms im Vordergrund.

TradeCentre: Erklären Sie unseren Lesern doch bitte ihr Geschäftsmodell in einfachen Sätzen und womit erzielen Sie ihr Geld?

Dr. Moroney: Es gibt unterschiedliche Einnahmequellen: Zum einen bekommen wir bei Abschluss neuer Kooperationen Zahlungen der Partner für den Technologiezugang. Zur Abwicklung der gemeinsamen Programme erhalten wir Wissenschaftsgelder für den geleisteten Service sowie Meilensteine bei Erreichen definierter Zwischenergebnisse. Wenn Antikörperprodukte aus unserer HuCAL-Technologie in den Markt kommen sind wir durch Lizenzzahlungen am Umsatz beteiligt.

TradeCentre: Wer zählt zu den direkten Mitbewerbern der MorphoSys AG? Wo ist der Vorteil der HuCAL Technologie und wo der Nachteil? Warum sollten Unternehmen gerade auf Ihre Technologie zurückgreifen und nicht auf die von Medarex zum Beispiel? Wo ist Ihre Position im Markt?

Dr. Moroney: Im Gegensatz zu Medarex, deren Technologie auf Mäusen basiert ist, erzeugen wir unsere Antikörper im Labor ohne Tiere. Der Vorteil ist, dass wir zum einen schneller sind und zum anderen maßgeschneiderte Antikörper für eine bestimmte Anwendung liefern können. Das ist vor allem im Bereich Medikamente ein großer Vorteil, den keine andere Technologie besitzt. Hier sind wir unangefochtener Marktführer.

TradeCentre: Einer Ihrer Mitbewerber ist die britische CAT, wie ist der aktuelle Stand in Sachen Rechtsstreit gegen Ihr Unternehmen im Zusammenhang mit CAT, wann rechnen Sie mit einer Entscheidung?

Dr. Moroney: Die Auseinandersetzungen mit CAT werden uns sicher noch einige Zeit beschäftigen. Die Verfahren zu Winter II und McCafferty sind anhängig, zu Griffiths erwarten wir sozusagen täglich eine Entscheidung in den USA. Hier liegt es im völligen Ermessen des Richters, wann er eine Entscheidung fällt. Hervorzuheben ist aber, dass diese Auseinandersetzungen wenig Einfluss auf unser Geschäft haben, wie man an der Zahl und Qualität unserer Partnerschaften ablesen kann.

TradeCentre: Für wann ist eine Kapitalerhöhung geplant und wie soll diese stattfinden?

Dr. Moroney: Derzeit gibt es keine konkreten Planungen für eine Kapitalerhöhung.

TradeCentre: Sie planen den Einstieg und Aufbau einer eigenen Medikamenten Pipeline, was können Sie uns aktuell zu diesem Thema berichten? Kommt eine Akquisition in Frage? Und wie soll die Finanzierung stattfinden?

Dr. Moroney: Bisher haben wir noch keine Details zu unserer Pipeline veröffentlicht - aber die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Deshalb bitte ich Sie um ein wenig Geduld - wir planen eine entsprechende Kommunikation noch in diesem Jahr.

TradeCentre: Stichwort: Cash! Wie hoch ist derzeit Ihr Cash-Bestand abzüglich Ihrer Verbindlichkeiten? Reicht dieses Kapital bis zum Erreichen des Break-Even und wann wollen Sie schwarze Zahlen schreiben? Wie sieht das Modell inkl. der Medikamentenentwicklung aus?

Dr. Moroney: Zum Ende des ersten Halbjahrs 2001 haben wir gut 15 Millionen Euro auf der Bank. Das ist absolut ausreichend um nicht in nächster Zeit zurück an den Kapitalmarkt gehen zu müssen. Denn, und das ist wichtig, wir generieren ja bereits Umsatz durch die laufenden Kooperationen als stabile Einnahmequellen plus voraussichtliche weitere Meilensteinzahlungen.

TradeCentre: Die Chance ein Medikament zur Marktreife zu entwickeln liegt bei 1:10.000. In den späten Phasen der klinischen Entwicklung sieht man Ausfallquoten von weit über 70%. Dementsprechend dürften Sie es nicht gerade einfach haben, wie ist Ihre Meinung zu diesem Fakt?

Dr. Moroney: Diese Zahlen sind die Erfahrungswerte der Medikamente, die auf sogenannten chemischen, kleinen Molekülen basieren. Antikörper sind eine völlig andere Klasse von biologischen Präparaten, weshalb Branchenkenner von einer viel höheren Erfolgswahrscheinlichkeit ausgehen.

TradeCentre: Welche Ziele wollen Sie im laufenden Geschäftsjahr noch erreichen?

Dr. Moroney: Wie auch in den Vorjahren steht das Erreichen der gesetzten finanziellen Ziele im Vordergrund sowie der aktive Einstieg in die Entwicklung unserer eigenen Präparate.

TradeCentre: Sehen Sie das Unternehmen als Übernahmekandidat? Für das ein oder andere Unternehmen ist Ihre Technologie doch sicherlich interessant.

Dr. Moroney: Unternehmen, die Interesse an unserer Technologie haben, können sie ein-lizensieren - damit kann die Technologie genutzt werden zu sicher geringeren Kosten.

TradeCentre: Wo sehen Sie die MorphoSys AG in 5 Jahren und wie sehen die jährlichen Wachstumsraten aus?

Dr. Moroney: In 5 Jahren sind sicher schon einige Wirkstoffe aus unserer Technologie in klinischen Studien. Bisher haben wir über das Jahr 2001 hinaus keine Richtlinien zu Finanzergebnissen gegeben. In Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Details zum Aufbau unserer eigenen Pipeline im weiteren Verlauf des Jahres werden wir sicher auch einen Finanzausblick geben.

Herr Dr. Moroney, wir bedanken uns für das Interview!  

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