Milch!

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neuester Beitrag: 22.06.04 12:32
eröffnet am: 21.06.04 12:58 von: Parocorp Anzahl Beiträge: 10
neuester Beitrag: 22.06.04 12:32 von: alphaalpha Leser gesamt: 1109
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21.06.04 12:58

13786 Postings, 8027 Tage ParocorpMilch!

Also ich trink seit einem Jahr keine Milch mehr... und vermisse auch nichts!!


Viele Menschen, darunter einige Vegetarier, konsumieren immer nochgroße Mengen an Milchprodukten. Hier sind 8 Gründe dafür, Milchprodukte vom Speiseplan zu streichen.







1. Osteoporose





Milch wird als vorbeugend gegen Osteoporose propagiert, die klinische Forschung zeigt jedoch etwas anderes. In einer Gesundheits-Studie aus Harvard1, an der mehr als 75 000 Frauen über einen Zeitraum von 12 Jahren teilnahmen, zeigte sich, dass ein erhöhter Konsum von Milch keinerlei Schutzwirkung gegen Knochenbrüche herbeiführt. Tatsächlich wurde die erhöhte Kalziumzufuhr aus Milchprodukten sogar mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche in Verbindung gebracht. Eine Studie aus Australien2 brachte dieselben Ergebnisse. Hinzu kommt, dass auch in anderen Studien3,4 ebenfalls keine Schutzwirkung von aus Milchprodukten stammendem Kalzium auf die Knochen festgestellt wurde. Sie können das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, reduzieren, indem Sie bei Ihrer Ernährung die Zufuhr von Natrium und tierischem Protein verringern5-7, die Zufuhr von Obst und Gemüse8 erhöhen, Sport treiben9 und für eine angemessene Kalziumzufuhr aus pflanzlicher Nahrung sorgen, wie zum Beispiel aus blättrigem grünem Gemüse und Bohnen sowie aus mit Kalzium angereicherten Produkten wie Frühstücks-Cerealien und Säften.




2. Kardiovaskuläre Erkrankungen





Milchprodukte ? hierzu gehören Käse, Eis, Milch, Butter und Joghurt ? sorgen für bedeutende Mengen an Cholesterin und Fett in der Nahrung.10 Eine Ernährung, in der Fett und gesättigte Fettsäuren in großem Maße vorkommen, kann das Risiko für verschiedene chronische Erkrankungen erhöhen, eingeschlossen kardiovaskuläre Erkrankungen. Eine fettarme Ernährung ohne Milchprodukte kann, zusammen mit Sport, Nichtrauchen und effektiver Stressbewältigung, nicht nur Herzkrankheiten vorbeugen, sondern kann sie sogar wieder rückgängig machen.11 Milchprodukte ohne Fett sind zwar erhältlich, doch sie bergen noch andere, im Folgenden aufgeführte Gesundheitsrisiken.




3. Krebs





Einige Krebsarten wie beispielweise Eierstockkrebs wurden bereits mit dem Konsum von Milchprodukten in Verbindung gebracht. Im Körper wird der Milchzucker in eine andere Zuckerart, Galaktose, aufgespalten. Galaktose wiederum wird weiter durch Enzyme aufgespalten. Laut einer Studie von Dr. Daniel Cramer und seinen Kollegen in Harvard12 kann der Konsum von Milchprodukten, wenn er die Fähigkeit der Enzyme zur Spaltung von Galaktose übersteigt, bewirken, dass sich diese im Blut aufstaut und negativen Einfluss auf die Eierstöcke der Frau nimmt. Bei einigen Frauen ist die Anzahl dieser Enzyme besonders gering, und wenn diese regelmäßig Milchprodukte zu sich nehmen, kann das Risiko einer Erkrankung an Eierstockkrebs das anderer Frauen um das Dreifache übersteigen.

Brust- und Prostatakrebs wurden ebenfalls bereits mit dem Konsum von Milchprodukten in Verbindung gebracht; diese Krebsarten hängen offenbar zumindest teilweise mit einer erhöhten Menge an einer Substanz namens Insulinähnlicher Wachstumsfaktor (IGF-I) zusammen.13-15 IGF-I findet sich in Kuhmilch, und es wurde bereits gezeigt, dass die Substanz sich in erhöhten Mengen im Blut von solchen Personen befindet, die regelmäßig Milchprodukte zu sich nehmen.16 Darüber hinaus wurden noch andere Stoffe in Kuhmilch gefunden, die wiederum die Menge an IGF-I erhöhen. In einer aktuellen Studie zeigte sich, dass für Männer, die die höchste Menge an IGF-I aufwiesen, verglichen mit denjenigen mit den geringsten Mengen der Substanz, ein vierfach erhöhtes Risiko bestand, an Prostatakrebs zu erkranken.14




4. Diabetes



Insulinabhängige Diabetes (Typ I oder in der Kindheit beginnend) wird mit dem Konsum von Milchprodukten in Verbindung gebracht. Epidemiologische Studien in verschiedenen Ländern zeigen einen starken Zusammenhang zwischen der Verwendung von Milchprodukten und dem Vorkommen von insulinabhängiger Diabetes.17,18 199218 entdeckten Forscher, dass ein bestimmtes Milchprotein eine Autoimmunreaktion auslöst, wodurch, so wird vermutet, die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden.




5. Laktose-Intoleranz





Laktose-Intoleranz ist in vielen Völkern weit verbreitet und betrifft bei den in Amerika lebenden verschiedenen Bevölkerungsgruppen 95 Prozent der Asiaten, 74 Prozent der Indianer, 70 Prozent der Afrikaner, 53 Prozent der Südamerikaner und 15 Prozent der Kaukasier.19 Symptome treten auf, darunter Margen-Darm-Verstimmungen, Durchfall und Blähungen, die dadurch entstehen, dass diese Personen im Körper nicht die Enzyme haben, durch die Milchzucker verdaut wird. Ferner erhöhen Milch-Trinker zusätzlich zu diesen unerwünschten Symptomen auch noch das Risiko, andere chronischen Krankheiten und Beschwerden zu erleiden.




6. Giftigkeit von Vitamin D





Milch in der Ernährung dürfte keine stetige und verlässliche Vitamin-D-Quelle darstellen. Milchproben erwiesen bedeutsame Schwankungen in Vitamin-D-Gehalt, wobei einige Proben die angegebene Menge um das 500-Fache überschritten, andere hingegen geringe oder gar keine Mengen aufwiesen.20,21 Zu viel Vitamin D kann giftig sein und kann überschüssige Mengen an Kalzium in Blut und Urin, eine erhöhte Aluminium-Absorption im Körper und Kalziumablagerungen in weichem Gewebe erzeugen.




7. Kontaminierung



Synthetische Hormone wie beispielsweise dass Rinder-Wachstumshormon BGH werden bei Milchkühen weit verbreitet angewendet, um die Milchproduktion zu erhöhen.13 Da die Kühe Milchmengen produzieren, die von der Natur niemals vorgesehen waren, zeigt sich als Endresultat Mastitis, d. h. die Entzündung der Milchdrüsen. Die Behandlung erfordert den Einsatz von Antibiotika, und Spuren hiervon sowie von Hormonen wurden in Milchproben und anderen Milchprodukten gefunden. Pestizide und andere Medikamente tragen ebenfalls häufig zur Kontamination von Milchprodukten bei.


8. Gesundheit von Babys und Kindern



Milchprotein, Milchzucker, Fett und gesättigte Fettsäuren in Milchprodukten können ein Gesundheitsrisiko für Kinder darstellen und zur Entwicklung chronischer Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Arterienverkalkung, welche zu Herzkrankheiten führen kann, beitragen.

Die amerikanische Kinderärztliche Akademie empfiehlt, dass Kleinkinder unter einem Jahr keine Vollmilch erhalten sollten, da ein Eisenmangel bei einer Ernährung mit vielen Milchprodukten wahrscheinlicher wird. Kuhmilchprodukte weisen einen sehr geringen Eisengehalt auf. Wenn sie in der Ernährung eine Hauptrolle spielen, wird das Auftreten von Eisenmangel sehr viel wahrscheinlicher.10 Koliken kommen beim Konsum von Milchprodukten auch noch hinzu. Eines von fünf Babys leidet an Koliken. Kinderärzten ist schon vor längerer Zeit bekannt geworden, dass Kuhmilch oft der Grund hierfür ist. Heute wissen wir, dass die Babys stillender Mütter an Koliken leiden können, wenn die Mütter Kuhmilch zu sich nehmen. Die der Kuh verabreichten Antibiotika können durch das Blut der Mutter in ihre Brustmilch und dann zum Baby gelangen.22 Hinzu kommt, dass auch Lebensmittelallergien verbreitet auf den Konsum von Milchprodukten zurückzuführen sind, insbesondere bei Kindern. Eine aktuelle Studie23 bringt Kuhmilch auch mit chronischer Verstopfung bei Kindern in Verbindung. Die Forscher vermuten, dass der Konsum von Milchprodukten Darmentzündungen und starke Schmerzen beim Stuhlgang verursachte, was dann zu Verstopfung führte.

Milch und Milchprodukte sind in der Ernährung nicht notwendig und können tatsächlich sogar schädlich für Ihre Gesundheit sein. Sorgen Sie für eine gesunde Ernährung mit Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und angereicherten Lebensmitteln, Frühstücks-Cerealien und Säfte eingeschlossen. Diese nährstoffreichen Lebensmittel können Ihnen helfen, die erforderlichen Mengen an Kalzium, Kalium, Riboflavin und Vitamin D zu erhalten ? ganz leicht und ohne Gesundheitsrisiken.

 

21.06.04 13:11

4561 Postings, 6963 Tage lutzhutzlefutzIch steige seit meiner Kindheit

Treppen! Sterbe ich jetzt morgen?  

21.06.04 13:27

244 Postings, 6459 Tage alphaalphaKannst du eine Quellenangabe reinstellen?

Mir fehlen die wissenschaftlichen und repräsentativen Forschungsergebnisse und außerdem gibt es immer Ärzte und Wissenschaftler, die sich in Szene setzen möchten, durch teil gewagte und erschreckende Erkenntnisse. Klar ist Milch belastet, ich kaufe die jedoch im Bioladen und nur fettarme, so schlecht kann das nicht sein. Kaffee ohne Milch usw., undenkbar!



DIETER BOHLEN, HASTE DAS JETZT GELESEN? DANN SOLLTEST DU DICH WAS SCHÄMEN, WENN DU IMMER NOCH FÜR DEINE MÜLLER-MILCH WERBUNG MACHST! ABER GELD STINKT JA NICHT  ODER???!!!!!!!



 

21.06.04 13:28

1889 Postings, 6420 Tage gamblelvIch trinke kaum Milch, esse allerdings viele

Milchprodukte (Joghurt, Käse usw). Bisher bin ich immer davon ausgegangen meinem Körper etwas gutes zu tun. Die Produkte bzw. Produktgruppen welche keine Nebenwirkungen oder negativen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben nehmen immer weiter ab. Was darf ich denn noch essen oder trinken? Wo hast du den Bericht gefunden?

MFG
 

21.06.04 13:39

60 Postings, 6742 Tage en4noschöne Studie

Und das ist dann auch der Grund, warum die Meschen früher nicht so alt geworden sind, da sie ja regelmäßig Kuh- oder Ziegenmilch getrunken haben.

Es gibt immer ein für und wieder für jegliche Nahrungsmittel. Das wichtigste sollte sein, daß man alles in einer vernünftigen Menge zu sich nimmt, zu wenig führt zu Mangelerscheinungen und zu viel des guten hat ebenfalls negative Folgen. Es soll mir nur keiner versuchen zu erklären, daß Milch grundsätzlich schädlich ist.  

21.06.04 13:57

7336 Postings, 6839 Tage 54reabmilch ist für säuglinge

und hirtenvölker. bürovölker sollten es lieber bei einem guten cognac belassen.

;o)


 www.baer45.de.vu">

p.s.: ein guter wein tuts auch.  

21.06.04 14:13

8215 Postings, 7452 Tage Sahne...

http://www.milch-den-kuehen.de/index2.html

 

21.06.04 14:20

287 Postings, 6349 Tage AlabamaDer ganz normale (Lebensmittel)Wahnsinn

http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/...=525671&nv=hp_rt

http://netzwerk-regenbogen.de/genmueller040602.html

man bedenke: Alles ist möglich, auch mit ökologisch orientierter Regierungsbeteiligung

 

21.06.04 14:21

244 Postings, 6459 Tage alphaalphaWas macht die Milch?

Was macht die Milch?
Ulrike Gonder

Die Frage, ob der Konsum von Kuhmilch den Menschen gesünder oder kränker macht, gehört zu den beliebtesten und schier endlos disputierten Reizthemen der Ernährungsszene. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt: ?Trinken Sie täglich mindestens einen Viertel Liter fettarme Milch und essen Sie zwei Scheiben Käse. So stellen Sie sicher, dass Ihr Körper genügend Calcium bekommt, das er für Wachstum und Knochenbildung benötigt.? In der Tat gibt es wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass eine mangelhaft Versorgung mit dem Mineralstoff Calcium mit einem erhöhten Risiko für Skeletterkrankungen (z.B. Osteoporose, Rachitis) einhergeht. Deswegen empfiehlt die DGE gleich, ein ganzen Gramm pro Tag mit der Nahrung zu verzehren.

Mittelohrentzündung und Verschleimung?

Aus dem Lager der Milchgegner hören wir dagegen, dass neben dem gehäuften Auftreten von Mittelohrentzündungen bei Milch trinkenden Kindern, die ?mit dem Genuss von Milchprodukten verbundene Schleimbildung? ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Das klingt nicht gut. Einmal skeptisch geworden, müssen wir uns fragen lassen: ?Warum in aller Welt sollen Menschen die Milch der Kühe trinken? ... Die Kuhmilch wurde für einen einzigen Zweck und nur für diesen geschaffen, nämlich für die Fütterung der arteigenen Nachkommen.? Das klingt plausibel ? und doch sind die daraus gezogenen Schlüsse falsch!

Richtig ist, dass die Natur die Kuhmilch nur für Kälber vorgesehen hat und nicht für den Menschen. Doch Möhren, Nüsse oder Kohlrabi wachsen auch nicht extra für uns, auch diese Nahrung ?rauben? wir anderen Lebewesen. Wollten wir nur das essen, was die Natur für uns vorgesehen hat, müssten wir von der Muttermilch auf (Süd-)Früchte umsteigen ? und das wär´s gewesen.

Nur Muttermilch und Südfrüchte?

Muttermilch ist einleuchtend, aber warum Früchte? Weil Bananenstauden, Kiwi-Sträucher und Apfelbäume sich eine besondere Strategie zur Verbreitung ihrer Samen ausgedacht haben: Sie umgaben sie mit einem süßen, duftenden Fruchtfleisch, das insbesondere Säugetiere wie Affen, Pferde, Bären oder eben Menschen anzieht. Die verzehren die nahrhaften Früchte mit dem großem Vergnügen und scheiden die unverdaulichen Samen andernorts wieder aus, umgeben von einem ordentlichen Dunghaufen als ?Startkapital?. So konnten die Obstgewächse sicherstellen, dass ihre Samen eine möglichst gute und weite Verbreitung erfahren. Insofern sind viele Früchte von der Natur ?extra? für Säugetiere wie den Menschen gemacht.

Am Äquator mag es noch gelingen, nur von Früchten zu leben, doch im kalten europäischen Winter war eine reine Früchtekost früher schlicht unmöglich und heute wäre sie wahrlich kein Vergnügen - einmal ganz davon abgesehen, dass sie für Kinder gefährlich einseitig ist und auch bei Erwachsenen zu Mangelerscheinungen führen kann. Außerdem leben die meisten Menschen auf dieser Erde von einer gemischten Kost, auch die Naturvölker.

Endloser Streit um die Milch

Damit ist aber noch immer nicht der endlose Streit um die Milch entschieden. Dabei ist die Frage längst geklärt: Marvin Harris, ein amerikanischer Anthropologe und Querdenker hat eine plausible Antwort gefunden. Sie beginnt mit einem entschiedenen ?Es kommt darauf an ...?: Ob Milch ?gut? oder ?schlecht? ist, hängt einzig damit zusammen, ob sie bzw. der darin enthaltene Milchzucker vertragen wird.

Die Fähigkeit des menschlichen Organismus, Milchzucker (Lactose) zu verdauen, das heißt in seine beiden Bestandteile aufzuspalten, ist genetisch bedingt. Sie variiert mit unserer Hautfarbe und mit dem Breitengrad unseres Wohnortes. Wie kam Harris darauf? Ihm fiel auf, dass die hellhäutigen Skandinavier Milch lieben und gut vertragen. Für Chinesen stellt sie dagegen ein Ekel erregendes Drüsensekret dar. Und fast alle dunkelhäutigen Afrikaner vertragen gar keine Milch, weil ihnen das Enzym (Lactase) fehlt, das für die Verdauung des Milchzuckers nötig ist. Sie sind ?lactoseintolerant? und bekommen Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall, falls sie doch davon trinken.

Normalerweise bildet der Darm der Säugetiere nach der Entwöhnung von der Muttermilch immer weniger von dem Lactose-spaltenden Enzym, so dass ausgewachsene Säugetiere Milch nicht mehr gut vertragen. Das änderte sich beim Menschen vor etwa 10.000 Jahren, als er in die nördlichen Regionen der Erde vordrang: Dort bedrohten ihn Knochenleiden wie Rachitis und Osteomalazie, denn für ein gesundes Skelett ist neben der Calciumzufuhr wichtig, dass der Mineralstoff auch vom Körper verwerten werden kann. Für die Verwertung des Calciums aus der Nahrung benötigen wir entweder Vitamin D oder Lactose.

Sonne oder Milch

Während die Menschen in warmen Gegenden mit Hilfe der Sonnenstrahlen genügend Vitamin D in ihrer Haut bilden konnten und die Küstenbewohner durch den Verzehr von Fisch viel Vitamin D aufnahmen, gab es im Binnenland der nordischen Länder Probleme: Infolge der geringen Sonnenscheindauer und der notwendigen dickeren Kleidung konnten die Menschen nur wenig Vitamin D bilden. Und Lactose hatten bis dahin nur Säuglinge mit der Muttermilch erhalten.

Zwei genetische Besonderheiten sorgten im Laufe der Generationen für Abhilfe: Zum einen setzte sich im Norden eine immer helle Haut durch, so dass die wenigen Sonnenstrahlen optimal zur Vitamin-D-Bildung genutzt werden konnten. Andererseits hatten jene ?Mutanten? einen Vorteil, die auch als Erwachsenen noch Milchzucker vertragen konnten. Denn sobald es gelungen war, gezähmte Tiere zu melken, konnte deren Milch genutzt werden. Sie liefert nicht nur große Mengen Calcium, sondern auch reichlich verdauungsfördernde Lactose.

In anderen Regionen der Erde entschied umgekehrt die Verfügbarkeit der Milch über die Lactosetoleranz der erwachsenen Bevölkerung. Denn überall dort, wo Weidewirtschaft gut möglich war, finden sich auch lactosetolerante Erwachsene, wie das Beispiel ostafrikanischer Nomadenvölker zeigt. Chinesen sind dagegen nicht auf die Milch als Calciumspender angewiesen und meist lactoseintolerant: Sie essen viel calciumhaltiges Blattgemüse und Sojaprodukte, haben mehr Sonnenschein, und ihre Landwirtschaft eignet sich nicht gut zur Rinderhaltung.

In Indien wiederum, mit seiner landwirtschaftlichen Abhängigkeit vom Rind als Zugtier, vertragen trotz der relativ hohen UV-Intensität erheblich mehr Menschen Milch. Die Gene für die Bildung des Milchzucker-spaltenden Enzyms sind in der erwachsenen Bevölkerung heute umso verbreiteter, je mehr Milch in der Vergangenheit getrunken wurde. (4) Offenbar ist es so, dass erwachsene Menschen nur dort Milchzucker vertragen, wo es die ökologischen Gegebenheiten erforderten.

Käse-Fans und Joghurt-Hasser

Wer sich einmal ohne Scheuklappen im Bekanntenkreis umsieht, wird feststellen, dass es da sowohl Quark- und Joghurtfans gibt als auch Milch- und Käsehasser ? und dazu noch alle möglichen Zwischenstufen. Und genau das ist die Realität: Manche Menschen mögen Milch, andere nicht, manche vertragen sie gut, anderen geht es ohne besser. Deswegen lässt sich die ?Milchfrage? leicht beantworten: Wer Milch (und Milchprodukte) verträgt, für den sind sie gehaltvolle, nährstoffreiche Lebensmittel. Sie liefern viel leicht verdauliches Eiweiß, daneben etwas Vitamin D und K, B6 und B2 sowie Mineralstoffe und Spurenelemente, allen voran Calcium für gesunde Knochen und Zähne.

Wer sie nicht verträgt, dem nützen die ganzen schönen Inhaltsstoffe nichts! Denn Menschen mit einer Lactose-Intoleranz können auch das Calcium aus der Milch kaum verwerten. So erklären sich auch die Erfahrungsberichte einiger Ärzte, wonach es Lactose-intoleranten Osteoporose-Patienten in der Tat besser geht, wenn sie die Milch weglassen. Von einer Milchzucker-Unverträglichkeit sind allein in Deutschland rund 10 Prozent der Bevölkerung betroffen, in südlichen Regionen bis zu 99 Prozent. Diese Menschen sollten die Finger von der weißen Flüssigkeit lassen und auch von den Milchprodukten nur das essen, was sie wirklich gut vertragen.

Fazit

Das heißt ...
Milch und Milchprodukte sind für jene, die sie vertragen und die sie mögen, gehaltvolle Lebensmittel mit leicht verdaulichen Inhaltsstoffen. Die Verzehrsmengen und die Fettgehalte sollten sich am Appetit und am Geschmack orientieren, nicht an irgend welchen ?offiziellen? Regeln.

Wer keine Milch verträgt, sollte die Finger davon lassen, und vermehrt dunkelgrünes Gemüse, Orangen, Sojaprodukte und Nüsse essen, die ebenfalls Calcium enthalten. Auch manche Mineralwässer können zur Versorgung beitragen.

Sollte es aufgrund einer Erkrankung zu einem Calcium- oder Vitamin-D-Mangel gekommen sein oder stellt ein Arzt eine zu geringe Calcium-Zufuhr fest, gibt es wirksame Präparate zur Nahrungsergänzung.

Niemand muss Milch trinken oder Käse essen, wenn er es nicht mag! Alle anderen dürfen sie ruhigen Gewissens genießen.

Literatur

1. DACH-Referenzwerte, DGE (Hrsg): Frankfurt 2000
2. Diamond, H und M: Fit für´s Leben, Fit for Life. Goldmann 1990
3. Pollmer, U et al: Prost Mahlzeit! Kiepenheuer & Witsch 2001
4. Harris, M: Wohlgeschmack und Widerwillen. dtv 1995
5. EU.L.E. (Hrsg): Eulen-Spiegel Nr. 5/1998
 

22.06.04 12:32

244 Postings, 6459 Tage alphaalphaGen-Food in der Milch - Ja oder Nein?

Weihenstephaner Forscher haben Rückstände von gentechnisch veränderten Pflanzen in Kuhmilch gefunden. Unklar ist, wie die Genstücke in die Milch gelangt sind.

Forscher aus Weihenstephan bei München haben Rückstände von gentechnisch veränderten Pflanzen in Kuhmilch gefunden. Unklar ist, wie die Genstücke in die Milch gelangt sind. Es seien Bruchstücke der in Pflanzen eingesetzten Gene in Milchproben einer Kuh gefunden worden, die mit Gen-Soja und Gen-Mais gefüttert worden war, bestätigte Prof. Heinrich Meyer vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan am Montag. "Es ist kein Ergebnis, das einen zweifelsfreien Rückschluss erlaubt", unterstrich er jedoch. In einer Untersuchung unter festgelegten Rahmenbedingungen mit eigenen Kühen hätten sich die Ergebnisse der ersten Studie von vor drei Jahren nicht bestätigt.

Die Umweltorganisation Greenpeace hat die Ergebnisse am Montag öffentlich gemacht. In den analysierten Milchproben des Landwirtes konnte demnach die Erbsubstanz von gentechnisch verändertem Roundup Ready Soja und Bt176 Mais nachgewiesen werden.

Noch nicht geklärt, wie die Gen-Fragmente in die Milch gelangten

Nach Greenpeace-Angaben könnten die Gen-Fragmente entweder über die Kuh oder über die Luft in die Milch gelangt sein. Möglicherweise seien die Gen-Rückstände aus Futterstaub im Stall direkt in die frisch gemolkene Milch geraten, erläuterte Greenpeace- Gentechnikexperte Henning Strodthoff. Es sei aber auch denkbar, dass nicht vollständig aufgespaltene Gen-Rückstände im Körper der Kuh die Darmwand passierten und so über das Blut in die Milch gerieten. "Das wäre eine Möglichkeit, wie es passiert sein kann - aber letztlich ist es nicht geklärt."

Weihenstephaner Forscher bemängeln Integrität der Milch-Probe

In Weihenstephan hieß es hingegen, die Proben des Bauern seien Anlass gewesen für eine "echte" Studie mit eigenen Kühen. Dabei seien die Kühe vier Wochen lang an streng getrennten Orten gemolken und gefüttert worden. Bei dieser Studie seien keine Gen-Anteile in der Milch gefunden worden. "Die ersten Ergebnisse sind gegenstandslos, weil wir eine ordentliche Kontrollstudie durchgeführt haben", sagte Meyer. Die Ergebnisse aus den Proben des Bauern seien vor drei Jahren nicht veröffentlicht worden, weil die Rahmenbedingungen auf dem Hof nicht bekannt gewesen seien. "Es ist immer ein Problem, mit Proben von Dritten zu arbeiten - so was kann man nicht nach außen weitergeben."

Greenpeace hingegen kritisiert das Verhalten der Weihenstephaner Forscher. Nach Meinung der Umweltschutzorganisation wurden "brisante Ergebnisse unter Verschluss gehalten". "Die Wissenschaftler haben anscheinend Angst vor den eigenen Ergebnissen. Was die Forschung bisher für unmöglich hielt, muss nun anders bewertet werden", sagt Henning Strodthoff.

Greenpeace forderte weitere Untersuchungen. Bisher sei angenommen worden, dass Gene der Pflanzen bei der Verdauung abgebaut würden und nicht in Fleisch oder Milch gelangten.

DPA



Auch wenn wir früher oder später an Gen-Food nicht vorbeikommen werden, so ist es doch eine üble Sache, wenn die Weihenstephaner kein hochwertiges Produkt, sondern Gen-Milch verkaufen, zumal die Produkte bundesweit mit dem irreführenden Begriff "Alpenmilch" beworben werden und der Begriff Alpenmilch weckt eigentlich  Erwartungen von weidenden Kühen auf Almwiesen. Schade, wieder eine Traditionsmarke am A.... und die Verar....ng des Verbrauchers geht weiter.  

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