Marktausblick: Börsen warten auf Nokia

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eröffnet am: 10.09.02 09:09 von: jack303 Anzahl Beiträge: 1
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6045 Postings, 7394 Tage jack303Marktausblick: Börsen warten auf Nokia


Von Dirk Benninghoff, Frankfurt

Europas Börsianer erwarten am Dienstag zum Start leichte Gewinne. Der Handel dürfte aber zunächst ruhig ablaufen. Alles wartet auf Neuigkeiten von Nokia.

Nach dem starken Schlussspurt an den amerikanischen Börsen stehen Europas Märkte am Dienstag vor einem positiven Handelsauftakt. Die Börsianer erwarten zum Start ein leichtes Plus. Die Impulse von der Unternehmensseite werden weitgehend fehlen ? mit einer Ausnahme: Mit großer Spannung erwarten die Märkte den Zwischenbericht des Telekom-Ausrüsters Nokia für das dritte Quartal. Die Kommentare aus Finnland dürften insbesondere den Hightech-Aktien den Weg weisen. Der Wertpapierhändler Lang & Schwarz berechnete den Dax vorbörslich mit 3440 Punkten ? ein Plus von 0,3 Prozent. Etwas höhere Gewinne von 0,7 Prozent erwartet die Deutsche Bank.

Der Dow Jones hatte am Montagabend mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 8519 Punkte geschlossen, die Nasdaq stieg um 0,7 Prozent auf 1304 Punkte. Daraufhin gewannen die Aktien auch in Asien zwischenzeitlich stark an Wert. Kurz vor Handelsschluss pendelte der Nikkei 225 in Tokio allerdings nur noch um seinen Vortagesschluss.



Analysten für Nokia verhalten optimistisch


Nokia wird am Vormittag über sein laufendes Geschäft im dritten Quartal berichten. Experten erwarten keine Überraschung mehr, nachdem der finnische Handy-Hersteller in diesem Jahr bereits viermal seine Jahresprognosen korrigiert hat - zuletzt im Juli, als Gewinn- und Absatzerwartungen gesenkt wurden. Die großen Investmentbanken reagierten am Montag auf das bevorstehende Ereignis. Lehman Brothers und Merrill Lynch bestätigten ihre Einstufungen ("Gleichgewichten" beziehungsweise "Neutral"), Morgan Stanley und Salomon Smith Barney hoben sie auf "Übergewichten" an. Traditionell bewegen Vorhersagen und Quartalszahlen von Nokia die Märkte sehr stark. Das finnische Unternehmen ist einer der größten Börsenwerte in Europa. Im Euro Stoxx 50-Index sind nur die Ölkonzerne Royal Dutch und TotalFinaElf schwerer gewichtet.


Verluste könnte es für den Düsseldorfer Energiekonzern Eon geben. Das Bundeswirtschaftsministerium will die Auflagen für die Fusion mit Ruhrgas verschärfen. Das geht aus dem neuen Auflagenkatalog des Ministeriums hervor, der der FTD vorliegt. Demnach will Tacke die Ruhrgas zum Verkauf von zwei Minderheitsbeteiligungen verpflichten und die Gasmenge erhöhen, die künftig an Wettbewerber versteigert wird. Mit der Änderung der Erlaubnis nach einer erneuten mündlichen Verhandlung am vorigen Donnerstag unternimmt Tacke den Versuch, noch vor der Bundestagswahl die vom Oberlandesgericht Düsseldorf monierten Rechtsfehler zu heilen und so den Stopp der Fusion zu vermeiden. Experten schätzen die Chance, die Richter damit zu überzeugen, allerdings als gering ein.



Kriegsgefahr belastet British Airways


Der drohende Krieg im Irak dürfte die Papiere der Fluggesellschaft British Airways belasten. Der Konzern erwarte im Falle eines Krieges weitere Stellenstreichungen, schreibt die Financial Times. Zwischen August 2001 und März 2004 will die BA ohnehin insgesamt 13.000 Jobs kürzen.


Bis auf Nokia werden kaum große Unternehmen über ihre Geschäfte berichten. In Frankreich präsentiert der Hotelkonzern Accor seine Halbjahreszahlen. Experten erwarten einen zweiprozentigen Umsatzrückgang, da das Geschäft nach den Terror-Attacken des 11. September bei den Hotels rückläufig war. Laut einer Umfrage von Reuters rechnen Analysten mit einem Ergebnis von 942 Mio. Euro. Auch der Bau- und Telekomkonzern Bouygues berichtet über seine Halbjahresgeschäfte. Die Telekom-Sparte sollte erstmals Gewinne abwerfen, erwarten Analysten und rechnen daher mit einem starken Gewinnanstieg für den Konzern. Durchschnittlich erwarten die Experten einen Anstieg des operativen Gewinns um 28 Prozent auf 386 Mio. Euro.


Der Euro hat im asiatischen Handel an Wert gewonnen. Zum Dollar wurde er mit 0,9795-99 $ gehandelt nach 0,9788-93 $ am Vortag.


(mit Agenturen)

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