Mamoe. Piloten gibts....

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eröffnet am: 12.11.03 11:45 von: BRAD PIT Anzahl Beiträge: 1
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Flug-Crew betrunken
 
"Hier sprischt ihr Kaapitän"

Kurz vor dem Abflug einer Maschine der British Airways von Oslo nach London ist ein Teil der Flugbesatzung verhaftet worden. Pilot, Co-Pilot und eine Stewardess sollen angetrunken an Bord des Fliegers gegangen sein.

AP
Cockpit-Besatzung: Ein Gläschen zum Abheben
London - Die britische Boulevardzeitung "Sun" meldet, dem Bodenpersonal sei Alkoholgeruch im Cockpit aufgefallen. Die Mitarbeiter der Fluglinie hätten Verdacht geschöpft, nachdem der Pilot zu spät zum Dienst gekommen sei. Das Personal der British Airways (BA) alamierte daraufhin die Polizei, die den Flugkapitän festnahm und in die Ausnüchterungszelle steckte. Auch der Co-Pilot und eine Stewardess seien unter dem Verdacht der Trunkenheit im Cockpit festgenommen worden.

Alle drei hätten einen Alkohol-Test nicht bestanden, wonach BA-Flugpersonal acht Stunden vor Dienstbeginn keinen Alkohol mehr trinken darf, berichtet die "Sun", die ihre Meldung mit dem Satz "Here ishh your Captain" titelte. Das Trio soll sich Stunden vor dem Abflug in einem Osloer Nachtclub verlustiert haben.

Der Pressesprecher der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit, Flugkapität Markus Kirschneck, sagte gegenüber SPIEGEL ONLINE, Alkohol im Flieger sei das selbe Problem wie am Steuer: "Es treten die selben Symptome auf - Tunnelblick, eingeschränkte Urteilsfähigkeit, langsamere Reaktionen." Der Gesetzgeber habe deshalb eine Null-Promille-Grenze für Piloten eingeführt, die meisten Fluggesellschaften hätten die gesetzlich geforderte Acht-Stunden-Regel sogar auf zwölf Stunden ausgedehnt.

British Airways teilte mit, wer gegen die Alkolhol-Regel verstoße, müsse mit seiner Entlassung rechnen. Vor drei Jahren hatte eine Fernsehdokumentation massive Verstöße gegen die Verordnung aufgedeckt: Danach habe es bei der BA früher eine regelrechte "Kultur des starken Trinkens" gegeben. Ein ehemaliger Pilot sagte, viele Kollegen hätten immer Mundwasser bei sich gehabt, um den Alkoholgeruch zu überdecken. Seit der Aufdeckung des Skandals soll die britische Fluglinie Medienberichten zufolge sehr strikt gegen Alkoholsünder im Cockpit vorgehen.

Vor zwei Jahren war eine Lufthansa-Crew ebenfalls in Oslo angetrunken aufgefallen. Weil die Besatzungsmitglieder aber nur etwa 0,5 Promille im Blut hatten, wurde damals kein Verfahren eingeleitet. Markus Kirschneck sieht Alkoholismus unter deutschen Piloten auch "keinesfalls als Problem an": "Wir werden jedes halbe Jahr vom Fliegerarzt untersucht - da würde ein Alkoholproblem sofort auffallen." Diese Untersuchungen seien allerdings noch kein europäischer Standard, so Kirschneck.

Markus Brügge
 

 

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