- - -M I R - - -wer hat sie abstürzen gesehen???

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neuester Beitrag: 05.02.02 11:34
eröffnet am: 06.03.01 22:19 von: MOTORMAN Anzahl Beiträge: 57
neuester Beitrag: 05.02.02 11:34 von: MOTORMAN Leser gesamt: 2204
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06.03.01 22:19

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMAN- - -M I R - - -wer hat sie abstürzen gesehen???

War ich der einzigste so um 18:54h? Die Ankündigung lief schon den ganzen Tag im Radio (HR3 und HR XXL). Und um 18:54 ist dann echt was hell leuchtendes von Westen nach Osten geflogen. War bei dem wolkenlosen Himmel gut zu sehen. Oder meint ihr, dass mir der Börsenanstieg so zugesetzt hat?

Ist echt "ernst" gemeint. Ansonsten werde ich ja hier am Board für mein Leben nicht mehr ernst genommen. Also, meldet Euch
...the truth is out there!!!bin ich hier am Board ja wohl

Grüße aus Mainz von dem, der langsam an UFOs glaubt
m o t o r m a n  
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31 Postings ausgeblendet.

07.03.01 21:33

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMANhallo Sternenboy,

mit so einem Namen muss man ja wohl zu den Auserwählten gehören, oder?

Also, Foto machen und hier reinstellen.

Morgen um 18:40h geht's weiter, okay?!

good night & sleep wel(tall)

M I R M A N  

07.03.01 21:49

56 Postings, 7396 Tage KaktusIch habe mir halt die heavens-above Seite ausge-

druckt (für Würzburg) und wie es unter "Starts" angegeben war, halt nach Westnordwest (WNW) gekuckt und da is sie dann auch ziemlich exakt zur angegebenen Uhrzeit (18:53:10) in etwa 10 Grad Höhe (Alt.) aufgetaucht. Für die max. Höhe war allerdings 63 Grad angegeben - ich fand das war eher in 75 bis 80 Grad Höhe.

Man sieht sie natürlich nur in der Dämmerung und erst so ab 10 Grad Höhe, weil sie vorher, von uns aus gesehen, von der Rückseite beschienen wird. Je später am Abend sie sichtbar ist, desto schneller verschwindet sie auch wieder, weil sie eher in den Erdschatten eintaucht...
und etwa so ab halb neun ist sie bereits im Erdschatten, bevor sie aufgeht...

Angeblich soll man schon im Fernglas die Sonnenpaddel erkennen können. Da braucht man aber schon ein leichtgängiges Stativ, weil sonst das Bild wohl zu sehr verwackelt ist. Als der Shuttle bei der Raumstation ISS war, hab ich zwar keine Sonnensegel gesehen, aber zwei deutlich getrennte Lichtpunkte.

Hoffentlich ist morgen wieder klarer Himmel...

Gruß,
Kaktus
 

08.03.01 00:02

3243 Postings, 7591 Tage flamingoeIch ! Sah sie stürzen - jetzt istdas Dachkaputt! o.T.

08.03.01 00:09

9046 Postings, 7442 Tage taosNach dem Ihr alle schon in den Himmel starrt,

die IIS soll man auch gut sehen können.

Taos
 

08.03.01 16:09

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMAN+ + + MIR + + + UPDATE + + + R E M I N D E R + + +

Hallo,

hoffe nicht, dass ich auch an dem angeblichen Qualitätsverlust des Boards schuld bin, aber mal über den Tellerrand schauen kann auch nicht schaden.

Also, heute wieder ab ca. 18:40h und 20:20h.

Könnt ihr wie immer je nach Stadt selber checken.

www.heavens-above.com.de

Viel Glück mit dem Wetter
M I R m a n
 

08.03.01 18:58

56 Postings, 7396 Tage Kaktus@Taos: du meinst wohl ISS, aber laut heavens-above

kann man die erst wieder ab dem 13.3. sehen, aber dafür den Space-Shuttle gleich mit!

Schade, von Würzburg aus konnte man vorhin die



schon wieder nicht sehen :-((, blöde Wolken!!!
Das wars dann wohl!?!

Gruß,
Kaktus  

08.03.01 19:57

826 Postings, 7690 Tage KAWAMAN@ MIR INTERESSIERTEN !!!

Hallo

Angeblich verglüht die MIR zum größten Teil, aber ca. 200 - 400 kg Teile sollen trotzdem noch auf der Erde einschlagen. Der pazifik soll dafür herhalten, WENN alles gutgeht....

30-40 Stunden vorher soll man laut einem Experten die genaue Aufschlagsstelle wissen.
Wenn irgendetwas schiefläuft, dann könnte es brenzlig werden...
Laut Insiderberichten sind bereits Katastrophenpläne ausgearbeitet.

Mann kann sich ja leicht vorstellen, wenn ein Teil mit annähernd einer halben Tonne mit 400 km/h in einer Stadt einschlägt, was dann los ist !!!

PS: Wann genau wird der Eintrittsversuch beginnen ???

Bitte um Antwort...

KAWAMAN  

08.03.01 21:02

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMANEintrittsphase usw.

Hallo,

leider auch nix in Mainz gesehen, aber Morgen geht's weiter, um die gleiche Zeit

nachfolgend ein Link, der etwas zu den letzten Stunden der MIR sagt. Hatte gestern eine super Site zum Thema, finde sie aber jetzt nicht gleich, Suche aber weiter.

m o t o r m a n

P.S. DANKE für das große Interesse und den Stern!!!  

08.03.01 21:10

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMANhttp://www.cnn.com/2001/TECH/space/03/06/mir.worri o.T.

08.03.01 21:17

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMANUpdate für Österreicher

http://members.ping.at/pinter/satellit/cpmir.htm

Ich hoffe, dass auch die Leute in Süddeutschland die Angabennutzen können.

Grüße aus Mainz
M I R m a n

Name              Datum    Uhrzeit  sath  sataz  Entf  Pos   mag  Sonne

Die wohl letzten Sichtungs-Chancen der MIR (Vorbehalt siehe unten):

Mir Complex        2. 3.  19:15:42  31.0 * N      483   83   0.2  -16.7
Mir Complex        3. 3.  19:11:48  32.2   N      467   86  -0.1  -15.8
Mir Complex        4. 3.  19: 7:24  35.7   N      429   87  -0.5  -14.8
Mir Complex        5. 3.  19: 2:30  42.4   NNO    374   89  -0.9  -13.8
Mir Complex        6. 3.  18:57: 6  54.7   NNO    311   91  -1.4  -12.6
Mir Complex        7. 3.  18:51:12  76.3   NNO    262   88  -1.6  -11.4
Mir Complex        8. 3.  18:44:54  72.8   S      265  255  -1.5  -10.1
Mir Complex        9. 3.  18:38: 0  47.5   SSW    337  273  -0.4   -8.7

Schon in heller Dämmerung:
Mir Complex       10. 3.  18:30:42  31.2   SSW    461  272   0.6   -7.2
Mir Complex       11. 3.  18:22:54  21.4   SSW    615  272   1.6   -5.7


ISS               13. 3.   5:28:30  23.9   SO     847  272   1.0   -8.1
ISS               15. 3.   5: 1:36  34.0   SSO    654  273  -0.1  -11.8




ISS
Die ISS verfügt nun über vier Module. Die Ablöse der dreiköpfigen ISS-Mannschaft ist für März geplant. Der Shuttle Discovery sollte am 8. März mit der zweiten Crew starten und 12 Tage später mit der heimkehrenden ersten Mannschaft landen.

MIR
Zwischen 11. und 18. März soll die MIR über dem Pazifik entsorgt werden. Damit erlebten wir jetzt die letzte Sichtbarkeitsperiode ! Wer die unbesetzte Station noch beobachten möchte, muss sich beeilen. Da MIRs Bahn starken Störungen unterliegt, empfehle ich jetzt zusätzlich die Dienste von Heavens-Above. Ich habe Ihnen dazu gleich Links hergerichtet.
Wien
Linz
 Eisenstadt
Graz
 Klagenfurt
Salzburg  Innsbruck
Bregenz





Anmerkungen zu meiner Tabelle: Zeiten in MEZ, Aktualisierung nach Möglichkeit einmal pro Woche, alle Angaben provisorisch. Störungen und Bahnkorrekturen verändern die Überflugszeiten und können nicht gleich berücksichtigt werden; rechnen Sie daher vor allem gegen Ende der Aufstellung mit Abweichungen im Bereich von Minuten. Geht es Ihnen bloß um die Uhrzeit, lässt sich meine Tabelle praktisch in ganz Österreich verwenden: Über Bregenz tauchen MIR oder ISS etwa eineinhalb Minuten früher auf als über Wien. Die anderen Parameter sind stärker ortsabhängig, etwa die Sonnenhöhe: Der Abendhimmel kann über Wien schon dunkel genug, über Bregenz aber noch viel zu hell sein.

Legende zur Tabelle    Andere Prognose-Dienste    Mission Times  




(c) Dr. Christian Pinter. Alle Angaben ohne Gewähr  Home  

09.03.01 20:47

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMAN+ + + + M I R + + + + S I C H T U N G E N ? + + +

Hi,

bei dem Wetter hat wohl keiner was gesehen, oder? Die Wolken hingen so tief wie der NAS...nein, ich will es gar nicht aussprechen. Dachte, ab 20:00h "DREHT" der Index. Übrigens mein Unwort des Jahres 2001 :-(((

Zum Glück ist Wochenende und ich überlege, ob ich mir selbiges durch einen Blick in mein Depot versauen soll?

Also, berichtet mal, wenn ihr was gesehen habt.

Und nicht vergessen: Morgen und übermorgen wieder.

Bewökte Grüsse aus Mainz
m o t o r m a n  

10.03.01 18:33

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMAN+ + + + ACHTUNG + + +

gleich wieder Augen auf und nach iben schauen.

Viel Glück

m o t o r m a n  

11.03.01 10:42

565 Postings, 7808 Tage HaiopeisMIR-Versenkung am 20.3. : Nasa-Artikel

Hej allerseits!

Über den Mail-Verteiler der Nasa habe ich gerade foldenden Artikel bekommen,  der den Absturz der Mir beschreibt. In den Verteiler kann man sich auf der Seite auch einschreiben, dann erthält man immer die News, das finde ich sehr komfortabel!

Miropeis. (haha.)

"The End is Mir

Space station Mir, the heaviest thing orbiting our planet other than the Moon itself, will return to Earth around March 20th."

sehr interessanter Artikel mit Bildern:
http://science.nasa.gov/headlines/y2001/ast10mar_1.htm?list154701  

11.03.01 10:49

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMANHi MIRopeis!

Guten Morgen,

tja, das wars dann wohl für uns hier in D. In Frankreich und Portugal hat man heute noch einmal die Chance sie zu sehen. Vielleicht auch noch in anderen europäischen Ländern (habe leider keine Seite gefunden, wo man die vorberechnete Flugbahn sehen kann).

Wenigsten habe ich die MIR am Dienstag gesehen.

Vielen Dank für den Link. SCHADE, dass es nun zu Ende geht.

Traurige Grüsse aus Mainz
M I R M A N

 

15.03.01 19:56

56 Postings, 7396 Tage KaktusAn alle MIR-Fans, vor allem MIRman:

Habe 'ne neue Seite entdeckt mit vielen Infos, Bildern und VIELEN Links:

http://www.mirreentry.com/

Damit man weiß, welches Teil nu im Garten gelandet is:



Okay, der Shuttle is nich mehr dran...

MsG, Kaktus.  

15.03.01 20:49

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMANTHANXS Kaktus, finde ich ja echt cool,

dass das Thema einige Leute doch fasziniert bzw. zumindest interessiert hat.

Ausserdem ist das der erste Thread von mir, der mehr als DAUSEND mal gelesen wurde. DANKE!!!

Interessanter Link.

Grüße aus Mainz
M I R M A N (aber leider nicht mehr lange ;-((  )  

16.03.01 10:36

565 Postings, 7808 Tage HaiopeisBegräbnis der MIR live im Internet

News:

http://www.frauenfinanzseite.de/kurioses/artikel/...06614/index.shtml :

"Haben Sie Lust auf ein Spektakel besonderer Art? Wie wäre es dann mit der Verfolgung des MIR-Absturzes im Internet?..."

Man soll das Wiedereintreten der Mir LIVE verfolgen können: http://www.mirreentry.com/

Hoffentlich können wir das dann auch sehen!
Viel Glück schonmal,
Miropeis.  

16.03.01 10:44

2111 Postings, 7356 Tage moniqueletzter Funkkontakt zur MIR

Der letzte Funkkontakt, bevor die MIR abstürzte, war: "Ich lasse jetzt die Frau ans Steuer!"
 

16.03.01 11:02

2111 Postings, 7356 Tage moniquemotorman: was sind Deine neusten Erkenntnisse

zum Datum des Absturzes? Ist in Dutschland auch was zu sehen?  

16.03.01 23:20

56 Postings, 7396 Tage Kaktus@monique: also in Deutschland werden wir wohl nix

sehen, wenn man sich den Bahnverlauf so anschaut:

Das Eintauchen in die Atmosphäre und damit das Verglühen beginnt nach dieser Karte erst westlich von Neuseeland und das ist ja ziemlich auf der Globusrückseite von uns aus gesehen.

  Die Karte ist von der ESA-Seite zur MIR:
http://www.esa.int/export/esaCP/ESAJCWTM5JC_Life_1.html

Außerdem ist die mirreentry-Seite sehr umfangreich, die haiopeis und ich oben schon angegeben haben...

Ich glaub der Eintritt in die Erdatmosphäre soll so zwischen dem 20. und dem 23. März passieren. Die können das noch nicht so genau sagen, weil sich das Abbremsverhalten in der oberen Atmosphäre schwer voraussagen läßt. Angeblich soll sie bereits stärker an Höhe verloren haben, als erwartet. Ich bin jedenfalls gespannt, wie gut die Zielvorhersage sein wird.

Gruß,
Kaktus.

 

18.03.01 18:54

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMAN+ + + + M I R + + + + U P D A T E + + + +

Proschtschai MIR!
Abbremsen hat begonnen


 Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mitteilt, sinkt die russische Raumstation "Mir" täglich um 2,4 Kilometer der Erde entgegen. Bis auf 234 Kilometer hat sie sich im erdnächsten Punkt schon genähert. Wenn die Station eine mittlere Bahnhöhe von 220 Kilometern erreicht hat - und das passiert in der kommenden Woche, hilft man vom Boden aus nach. Die Station befindet sich keineswegs im Koma - der Zentralrechner ist wieder hochgefahren und hat neue Kommandosoftware bekommen. Dieses Programm überträgt dann auch die Steuerbefehle für die Bremsrakete.

MIR verglüht am 22. März
Nach letzten Berechnungen des russischen Kontrollzentrums soll die Rakete in der Nacht und am frühen Morgen des 22. März gezündet werden: Zwei Schübe ändern die Bahn und bringen die Station in eine hochelliptische Kurve mit einem erdnächsten Punkt von 150 Kilometern bei 47 Grad südlicher Breite. Wenn die Mir den erreicht hat, brennt das Triebwerk noch einmal etwa zwölf Minuten lang und schiebt das 140 Tonnen schwere und 33 Meter lange Raumschiff in die Atmosphäre, wo es verglühen soll. Was übrig bleibt, plumpst - hoffentlich - ins Wasser des Südpazifik.

Proschtschaij MIR
Nach 15 Jahren im Erdorbit heißt es nun also Abschied nehmen - "Proschtschaj Mir!" sagen die Russen, "Lebe wohl, Mir!" die deutschen Raumfahrer, sie meinen allerdings das Gleiche . Vor allen Dingen den Russen ist dabei ein bißchen weh ums Herz, haucht doch mit der Mir ihr prestigeträchtiges, weil letztes Vorzeigeraumschiff rein russischer ? Verzeihung: sowjetischer Bauart sein Leben aus.

Abschied mit Wehmut
Auch andere Raumfahrerkollegen fühlen mit, ihr Urteil fällt freilich etwas nüchterner aus. "Der Reparaturaufwand wäre immer größer geworden, da hätten kaum noch Experimente stattfinden können," sagte der deutsche Astronaut Reinhold Ewald vom Europäischen Astronautenkorps dem WDR. Der gelernte und promovierte Physiker aus Mönchengladbach war 1997 vier Wochen an Bord der russischen Station. "Insofern ist es ein Abschied mit Wehmut, was dieses Kapitel der Raumfahrt angeht, aber der Blick geht nun nach vorn auf die Internationale Raumstation ISS."

85.000 mal um die Erde
 
Als am 19. Februar 1986 das erste Modul der Mir in den Erdumlauf geschossen wurde, sagten die Planer der Raumstation eine Lebensdauer von maximal sieben Jahren voraus. Dass daraus nun mehr als doppelt so viele wurden, hat einen finanziellen Hintergrund: Das postsowjetische Russland hatte für den Bau der geplanten Mir 2 nicht die Mittel. So wurde aus der Not eine Tugend, die Mir war im Unterhalt einfach billiger und konnte weiter ihre Bahnen ziehen. Insgesamt über 85.000 mal hat die Station, deren russischer Name im Deutschen "Frieden", aber auch "Welt", bedeutet, die Erde umrundet. Auf einer Höhe von etwa 400 Kilometern über der Oberfläche des Blauen Planeten forschten nach dem Ende der Sowjetunion auch europäische und sogar amerikanische Wissenschaftler, auch vier Deutsche waren dabei. Über 20.000 Experimente lieferten Aufschlußreiches über die Erde, alle möglichen wissenschaftlichen Disziplinen profitierten von den Versuchen, hauptsächlich Physik und Chemie. Forschungsgegenstand war aber auch das menschliche Leben in der Schwerelosigkeit. An Bord der Mir gewannen die Wissenschaftler wertvolle Erkenntnisse, ohne die die neue internationale Raumstation ISS undenkbar wäre.

Vorarbeit für die ISS
 
"Die MIR hat für die ISS entscheidende Bedeutung gehabt," lobt Ewald die russischen Kollegen. "Wir haben gelernt, wie man Experimente, Technologievorhaben, Langzeitprojekte im All strukturieren und aufbauen muss. Wir haben uns da mehr oder weniger ins gemachte Bett legen können, denn die Russen hatten das alles in den Vorgängerstationen Saljut fast bis zur Perfektion entwickelt."


Erfolge überwiegen
 
Alles in allem ist die Mir eine Erfolgsgeschichte, auch wenn seit 1997 einige schwere Pannen für negative Schlagzeilen sorgten. 1997 etwa, als ein Transportraumschiff die Station rammte und dabei die Außenhaut verletzte. Die Kosmonauten leisteten Schwerstarbeit, versiegelten ein Modul. Die Mir konnte weiter betrieben werden. Dann immer wieder Computerausfälle, auch sie wurden mit Bordmitteln behoben. Darüber vergisst man eben leicht, dass die Normalität an Bord keinen Nachrichtenwert hat: "In den wenigsten Fällen werden Schlagzeilen der wirklichen Situation gerecht, man muss den Artikel lesen, der dahinter steht," sagt Ewald und weist nochmals auf die positiven Ergebnisse hin: 100 Kosmonauten, über 100 Anlegemanöver ? es ist das erste Mal, dass eine Raumstation quasi wie ein Bahnhof betrieben und auch im All zu dem ausgebaut wurde, was sie ist: Ein Basismodul mit Ergänzungsbausteinen, etwa den astrophysikalischen Moduln "Quant 1" und "2", dem Umweltmodul "Priroda" oder eben dem stillgelegten Modul "Spektr", das zur Erdbeobachtung diente.

Kontrolliertes De-Orbiting über dem Südpazifik
Pro Tag kostete der Betrieb der Station fast 700.000 Dollar, über die Jahre hat sich das zu stattlichen 4 Milliarden Dollar aufsummiert.
Was nun bleibt, ist ein würdevoller - das heißt: kontrollierter Abgang für die Mir ? das "De-Orbiting", wie die Fachleute sagen. Das letzte Kapitel begann am 24. Januar: An diesem Tag dockte ein Transportraumschiff mit Treibstoff für das Bremsmanöver an. In den nächsten Tagen sinkt nun die Flugbahn auf etwa 200 Kilometer Höhe ab. Dann wird das Raumschiff mit dem Transportertriebwerk soweit abgebremst, bis die Geschwindigkeit nicht mehr ausreicht, die Station auf der Umlaufbahn zu halten. Daraufhin wird die Mir in die Atmosphäre eintauchen und zerbrechen. Was dabei nicht verglüht, soll in den Südpazifik stürzen ? wenn das Manöver so abläuft, wie es die russischen Experten ausgerechnet haben. Und wenn nicht? Kann die Mir auf Deutschland fallen? "Die Mir kann ja nicht einfach von ihrer Flugbahn weg, die kann jetzt nicht entscheiden: Ich stürze jetzt im 90-Gradwinkel ab, das ist absolut unmöglich und orbitalmechanisch eben auch widersinnig," beruhigt Ewald, der großes Vertrauen in die russischen Kollegen setzt. "Erst dann, wenn wirklich alle Möglichkeiten erschöpft sind, würde eine Warnung ergehen: Wir haben die Mir nicht mehr unter Kontrolle." Und die Wahrscheinlichkeit, dass diese Teile ausgerechnet auf Deutschland niedergehen können, ist dann ähnlich groß wie sechs Richtige im Lotto...

http://www.wdr.de/online/news/mir/index.phtml

Liebe Grüße aus Mainz
M I R M A N

 

18.03.01 19:21

3243 Postings, 7591 Tage flamingoeLaut NTV erst Freitag



Eintritt in Atmosphäre, da (laut Russland) MIR langsamer als erwartet abbremst...

(Kalinka...)

flamingoe  

22.03.01 16:35

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMAN+ + + FINAL COUNTDOWN + + +

Hallo Leute,

der einzige Absturz, der wohl fundamental begründet ist (naja, letztendlich dann doch an fehlenden Stützungskäufen gescheitert).

Was bleibt übrig zu sagen? Ich ziehen meinen Hut vor dem sowjetischen Erfinder-/Reperatur- und Auswenigetwasmachen-Geist; solange im All zu existieren haben die Amis nicht geschafft!!!

Zumindest hat sich da mein altes Raumfahrersprichtwort wieder einmal erfüllt: Hochkommen ist nicht schwer, oben bleiben dagegen sehr.

In diesem Sinne nehme ich Abschied mit einem weinenden, aber auch einem strahlenden Augen, denn wenigstens habe ich die MIR mit eigenen Augen mal kurz über Mainz fliegen gesehen.

Naja, etwas Hoffnung besteht ja immer noch, dass sich die Russen verrechnet haben, und ich evtl. doch noch Trümmerteile vor die Augen bekomme ;-)

S P A C E ige Grüße aus Mainz
M I R M A N

Nachfolgend noch ein Artikel aus der FTD:
ftd.de, Do, 22.3.2001, 8:01, aktualisiert: Do, 22.3.2001, 16:02  
Mir: Der letzte Tag im All

Die russische Flugleitung hat am letzten Flugtag der 15 Jahre alten Mir den kontrollierten Absturz der Weltraumstation eingeleitet.


Die Raumstation Mir


Die Flugleitung drehte die Solarsegel der Mir zur Sonne, um genug Batteriestrom für die Steuerung der Bremsmanöver zu gewinnen. Die Raumstation, die seit 1986 106 Kosmonauten und Astronauten beherbergte, soll am Freitag gegen 07.00 Uhr (MEZ) über dem Süd-Pazifik verglühen. Fluggesellschaften wollen das Gebiet in dieser Zeit meiden. Neuseeland warnte die Besatzungen von 27 Thunfischfangbooten in dem Seegebiet.

Eine Sprecherin der Flugleitung sagte: "Sie (die Mir) wurde so positioniert, dass ihre Batterien sich füllen, und das ist das Wichtigste im Moment." Es seien zum Absturz mehrere Schritte nötig, aber alles verlaufe nach Plan. Am Mittwochabend war das Ende der Mir, die der Stolz erst der sowjetischen und dann der russischen Weltraumprogramme war, unwiderruflich geworden: Sie wurde auf eine Flughöhe gebracht, aus der eine Rückkehr in die Umlaufbahn nicht mehr möglich war.



Dreimal Bremsen vor dem Absturz


Der stellvertretende Flugleiter Viktor Blagow sagte, es gebe keine Anzeichen, dass die Mir von ihrer vorgesehen Flugbahn abweichen könnte. Er wollte damit Sorgen zerstreuen, Teile der 130 Tonnen schweren Station könnten auf bewohnte Gebiete fallen. Mit der Zündung von drei Triebwerken will die Flugleitung am Freitag den Absturz einleiten. Um 01.33 Uhr (MEZ) soll die Station erstmals abgebremst werden und dann nochmals um 03.00 Uhr (MEZ) und 06.00 Uhr.


Wenn alles glatt läuft, wird die Station gegen 07.00 Uhr in der Atmosphäre verglühen. Diejenigen Teile mit einer geschätzten Gesamtmasse von 25 Tonnen, die die Reibungshitze überstehen, sollen zwischen 07.20 Uhr und 07.30 Uhr (MEZ) etwa 3600 Kilometer östlich der Südspitze Neuseelands in den Pazifik stürzen. Der berechnete Absturzkorridor weist in Richtung Chile und ist 200 Kilometer breit und 6000 Kilometer lang.

Die Station wird wahrscheinlich in einer Höhe von 110 bis 100 Kilometern zu verglühen beginnen. Die restlichen heißen Trümmer werden dann mit solcher Wucht aufprallen, dass sie zwei Meter dicken Beton durchschlagen könnten. Für Menschen besteht den Experten zufolge aber kaum Gefahr. Den geplanten Absturzkorridor über dem südlichen Pazifik kreuzten nur wenige Schifffahrts- und Fluglinien.



Fluggesellschaften ändern Zeitplan


Dennoch bereiteten Fluggesellschaften in Australien, in Neuseeland und auf den Fidschi-Inseln Verschiebungen ihrer Transpazifik-Flüge in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag vor. Air New Zealand teilte mit, zwei Flüge nach Tahiti und auf die Cook-Inseln würden eine Stunde später abgehen. Auch ein Flug von Sydney nach Los Angeles könnte betroffen sein. Die australische Gesellschaft Quantas plante für einen Flug nach Buenos Aires einen längeren Zwischenaufenthalt in Neuseeland.


Eine 48 Personen große Gruppe amerikanischer und russischer Kosmonauten, Wissenschaftler, Kameraleute und Weltraumfans will von den Fidschi-Inseln aus das Schauspiel des Verglühens der Mir aus nächster Nähe beobachten und filmen. Dafür hat die Gruppe zwei Flugzeuge bereitgestellt, um die abstürzende Raumstation verfolgen zu können.



Warnung an Fischer


Dicht am Geschehen könnten 27 Fischerboote von den amerikanischen Samoa-Inseln sein, die im Absturzgebiet auf Tunfischfang sind. Nach Angaben der neuseeländischen Behörden wurden die Kapitäne der Schiffe auf die potenziellen Gefahren aufmerksam gemacht. Auf hoher See könne aber niemand gezwungen werden, ein bestimmtes Gebiet zu meiden, hieß es in Wellington. Die Entscheidung liege bei den Kapitänen, sie seien aber mehrmals eindringlich auf die Gefahren hingewiesen worden.


In Neuseeland haben sich die Behörden auf drei mögliche Szenarien eingestellt: Im ersten Fall - mit 97 Prozent Wahrscheinlichkeit - gehen die Trümmer im Zielgebiet nieder. Fall zwei rechnet mit einem teilweisen Fehlschlag der Bremsmanöver, sodass die Mir noch einige Tage länger der Erde entgegentrudeln könnte. Im schlimmsten Fall, wenn die Station nicht abgebremst werden könne, wäre ein Absturz nach sieben bis zehn Tagen irgendwo zwischen dem 52. Breitengrad im Norden und dem 52. Breitengrad im Süden möglich.



 

22.03.01 16:38

2111 Postings, 7356 Tage moniqueChicken for free

MIR-Absturz: US-Fast Food Gigant wettet mit ganz Amerika
 
xxxx  präsentiert den unserer Meinung nach besten Merchandising-Gag anlässlich des MIR-Absturzes: der US-Fast Food Gigant xxxxx verspricht ALLEN US-Bürgern einen Gratis-Snack, sollte die MIR die Glocke läuten...

Konkret schwimmt seit kurzem im Südpazifik - also dort, wo sich die russische Raumstation zur letzten Ruhe betten soll (sofern alles gut geht) - ein ca. 144 m² großer Teppich mit Zielscheibe, xxxxx-Logo und dem Spruch "Free Taco Here!"

Sofern also Freitag früh die MIR beschließt, ausgerechnet mitten im Logo zu landen, kann jeder US-Bürger in einem der 7.200 landesweiten xxxxx-Restaurants einen Gutschein für einen Gratis-Taco holen. Und ungeachtet der relativen Unwahrscheinlichkeit... hat sich der FastFood-Konzern versicherungstechnisch abgesichert - leben doch immerhin ungefähr 275 Millionen Menschen in den Staaten. Könnte teuer werden, der Gag.
 

05.02.02 11:34

5460 Postings, 7655 Tage MOTORMAN+ Raumstation ISS ins Trudeln geraten +

Nach Computerpanne

Raumstation ISS ins Trudeln geraten



dpa WASHINGTON. Die Internationale Raumstation ISS ist nach einem Computerproblem im russischen Teil ins Trudeln geraten. Für sechs Stunden konnte die Station nicht korrekt gesteuert werden, was zu Problemen bei der Stromversorgung führte, da die Solarzellen nicht auf die Sonne ausgerichtet waren. Wie die NASA am Montag (Ortszeit) in Washington mitteilte, konnte das Problem von der russischen Bodenkontrolle schließlich gelöst werden. Der fehlerhafte russische Computer, der die Ausrichtung der ISS im All kontrolliert, wurde neu gestartet und arbeitete danach wieder normal, wie es hieß.

Die drei Langzeitbewohner - der Russe Juri Onufrienko sowie die beiden Amerikaner Daniel Bursch und Carl Walz - waren nach Angaben der NASA niemals in Gefahr. Die Computerpanne und die dadurch bedingten Stromausfälle führten lediglich dazu, dass ihre Kommunikation mit der Bodenkontrolle gestört war, da auch die Radioantenne der Station nicht zur Erde ausgerichtet werden konnte. Außerdem konnte die Crew ihre wissenschaftlichen Experimente wegen der Stromausfälle nicht fortführen.

Wie es zu der Computerpanne kam, war zunächst unklar. Der Computer ist für die Steuerung der Gyroskope zuständig, die für die korrekte Ausrichtung der Station im All sorgen.


HANDELSBLATT, Dienstag, 05. Februar 2002, 07:44 Uhr  

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