Löschung

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neuester Beitrag: 15.06.04 08:52
eröffnet am: 03.06.04 09:19 von: Happy End Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 15.06.04 08:52 von: Happy End Leser gesamt: 768
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03.06.04 09:19
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95441 Postings, 7640 Tage Happy EndLöschung


Moderation
Zeitpunkt: 12.06.12 10:32
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Erotischer Inhalt

 

 

03.06.04 09:22

31051 Postings, 7376 Tage sportsstar*g* immer schön hinsetzten zum Pinkeln ! o. T.

03.06.04 10:46

95441 Postings, 7640 Tage Happy EndFinde ich auch sehr vorbildlich

03.06.04 10:56

51341 Postings, 7840 Tage eckiVictory. Ein schönes Handzeichen.... o. T.

03.06.04 16:53

26159 Postings, 6485 Tage AbsoluterNeulingDachte eigentlich,...

...der schwört auf seine Eier?!  

08.06.04 17:24

95441 Postings, 7640 Tage Happy EndNeues aus der Welt des Fußballs 2004 (2)

Die Europameisterschaft der deutschen U21-Junioren ist bereits vorbei. Dem Nachwuchs gelang eine hervorragende 1:2 Niederlage gegen Portugal und Schweden, womit sich die Spieler auch eine Qualifikation für die Olympiade in Athen von den Akne-Fressen schminken können. Für das U21-EM-Halbfinale qualifizierten sich nur unschlagbare Gegner, die auf eine lange Fussball-Tradition zurückblicken können, zum Beispiel Serbien-Montenegro.

Die Fussball-EM 2004 der "Erwachsenen" steht noch an. Das enorme Selbstwusstsein nach dem 7:0 gegen Angstgegner Malta wurde durch die 0:2 Schlappe gegen Ungarn noch verstärkt. Rudi Völler muss mit den Spielern noch Standardsituationen trainieren wie Einwurf, Anstoss und Versagensangst, dann kann gar nichts mehr passieren. Das Blöd-Gucken, während der Gegner jubelt, kann die Mannschaft bereits.

Regeln

Natürlich hat die FiFa dringend notwendige Neuerungen in ihr Regelwerk aufgenommen:

- Für die Schiedsrichter auf dem Spielfeld wurden Hightech-Zeittafeln erfunden, die auf die Minute genau anzeigen, wieviel Minuten Nachspielzeit angebracht sind - eine Erfindung, die ihresgleichen sucht.

- Da die o.g. Hightech-Zeittafel nur begrenzt Platz bietet, gibt's fürs Trödeln, Schlendern und Nasebohren ("Zeit schinden") jetzt auch die gelbe Karte.

- Ein vierter Schiedsrichter soll darauf achten, dass die Trainer und Teamchefs keine unflätigen Worte wie "Deisler!" oder "Schweinsteiger!" ins Spielfeld brüllen.

- Die komplizierte Abseitsregel wurde ebenfalls vereinfacht. Neben dem herkömmlichen Abseits gibt es jetzt auch das "passive Abseits". Liegt zum Beispiel ein Spieler tot im Abseits, ist das passives Abseits und kein Grund, das Spiel zu unterbrechen.

- Ein adrinalingefüllter Torjäger, der sich im Rausch des Torjubels sein Trikot auszieht, wird mit einer gelben Karte bestraft. Der Straftäter kann zig weitere Trikots unter dem ausgezogenen Trikot tragen - er wird trotzdem für das brutale Foul bestraft. ("Welcher besoffene Depp der FiFa hat sich denn den Schwachsinn ausgedacht?", werden Sie fragen. Nun, würden Sie Fussball spielen, wüssten Sie, welch gemeine Wirkung das Ausziehen eines Trikots auf den Gegner hat.) Nach spätestens zwei Toren - und entsprechendem Jubel - gibt es für den Goalgetter Gelb-Rot. Der schockierte Gegner und das erschütterte Publikum wird von weiteren fiesen Fouls / Tore dieses brutalen Spielers verschont.

- Ja, die FiFa achtet sorgfältig auf die richtige Kleidung. Besteht die Ausrüstung der
Spieler nicht aus Shorts und Trikots, sondern aus modernen und viel bequemeren Einteilern, greift die FiFa zu härteren Mitteln. Der jeweilige Verein muss mit Punktabzug, Kreuzigung oder Steinigung rechnen. Gnadengesuche werden nur zögerlich angenommen (vgl. Kamerun).

- Äusserst aufregend sind Schwalben. Beim "Sich-fallen-lassen", um einen Freistoss zu schinden, darf nun auch die gelbe Karte gezeigt werden, selbst wenn der Spieler behauptet, nie wieder richtig gehen zu können, während er bereits mit Unschuldsmiene zur Fair-Play-Revanche-Blutgrätsche ansetzt.

- Fouls, aus denen sich eigentlich aufregende Zweikämpfe oder Revanche-Fouls entwickeln könnten, werden leider allzu oft vom Schiedsrichter unterbrochen. Und damit auch der Spielfluss. Der oder die Spieler werden wegen einer Nichtigkeit (Jochbeinbruch, Augapfelverlust, leichter Genickbruch etc.) bestraft und der Zweikampf ist vorbei bevor er überhaupt angefangen hat.

- Uhren und Schmuckstücke müssen abgelegt werden. Eventuell vorhandene Löcher (Ohrläppchen, Nase, Luftröhre etc.) müssen abgeklebt werden. Klar, schliesslich könnte man mit dem Loch im Ohrläppchen an dem Pfeifenkettchen des Schiedsrichters hängen bleiben.

Sitten

Dass ein gefeierter Fussballstar mit einem Balg an der Hand den Platz betreten muss, ist schon peinlich genug, aber dann auch noch dieses ganze "Wir-lieben-unseren-beschissenen-Nachwuchs"-Getue! Das ist doch lächerlich. Was sagen die Stadionsprecher in Belgien? - "Jeder Spieler nur ein Kind!" Dass eines dieser Kinder später als Profi in den eigenen Kader aufsteigt, ist so gut wie ausgeschlossen. Die Clubs der oberen Ligen kaufen lieber Spieler für ein paar Millionen ein, denn der Vorstand weiss ganz genau, welch erbärmliche Brut in der eigenen G-Jugend herangezüchtet wird - schliesslich kann der Nachwuchs aufgrund der teuren Spieler-Einkäufe nur von einem ehemaligen Busfahrer trainiert werden. Womöglich werden bald auch noch behinderte Kinder mitsamt Rollstuhl oder Blindenhund auf den Rasen gezerrt, nur um zu zeigen, dass man das Pack nicht gänzlich verwahrlosen lässt.

Eine weitere neue Unsitte ist das Arm-in-Arm-Herumstehen der Spieler beim Elfmeterschiessen. "Wir sind ein Team", soll die Gebärde der viel zu hoch bezahlten Kicker heissen. Der Anblick erinnert eher an eine Schafherde. Dem Elfmeter-Schützen und dem gegnerischen Team soll das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mannschaft nochmal vor Augen geführt werden. "Gemeinsam sind wir unschlagbar!" - das wird sich auch derjenige Spieler denken, der den alles entscheidenden Freistoss verschiesst.

"Fair Play" ist sehr wichtig! Es appelliert an die Heuchelei der Akteure. Freundlichkeit wird heute auch unter den Spielern einer Mannschaft gross geschrieben. Ein Spieler, der einen kleinen Fehlpass übers Stadiondach spielt und somit eine 100%ige Torchance zunichte macht, wird nicht böse angeschnauzt. Man poliert ihm auch nicht die Fresse, um sich Luft zu machen, schliesslich handelte es sich doch nur um einen eventuell alles entscheidenden Treffer. Im Gegenteil! Im Sinne der Fairness wird die Entschuldigung des Versagers entgegen genommen. Ihm wird sogar applaudiert, damit er den nächsten Pass genauso gut vermasselt.

Bei einem Foul die gleiche Prozedur: Ein Spieler grätscht dem Gegner genussvoll von hinten in die Hacken. Brav entschuldigt er sich bei dem gefoulten Spieler, indem er mit der Hand winkt und die Schuld auf sich nimmt. Er sieht weder gelbe noch rote Karte, weil er dem Schiri beteuert, dass das Foul keine Absicht war und er sowas bestimmt nie, nie wieder machen wird. Was zum Teufel soll dieses armselige Gehabe?! Wieso gibt man nicht zu, dass es richtig geil war, dem gegnerischen Bastard mit voller Wucht in die Hacke zu treten und dass es einem scheissegal ist, ob er sich verletzt hat?! Das hat wenigstens Charakter! Naja, was red' ich, sowas können nur noch ganz wenige Spieler in Osteuropa. Spieler, die noch den Schneid zur Ehrlichkeit haben, Spieler, die noch nicht von dem Gehätschel der westeuropäischen Vereine und Schiedsrichter versaut wurden.

Medien

Seit dem Drogen-Wunder von Bern sind jede Menge Gebühren und Werbeeinnahmen in die Taschen der Öffentlich-Rechtlichen geflossen. Einerseits steht fest, dass ARD und ZDF mit ihren Werbeeinnahmen 20 (zwanzig!) private Sender finanzieren könnten, andererseits sind die beiden Fernsehsender technisch noch nicht mal dazu imstande, ein Fussball-Länderspiel für den modernen europäischen Zuschauer des 21. Jahrhunderts in Stereo zu übertragen. Wozu hat der Bürger jahrzehntelang brav Gebühren bezahlt, wenn das technische Equipment der Sender gerade mal für Untertitel reicht? Womöglich hat sich der Zuschauer sogar eine perfekte Heimkinoanlage zusammengespart, die jetzt die Fussball-Europameisterschaft 2004 in Mono wiedergeben darf. Dolby gibt's nur bei "Das Wunder von Bern Reloaded". Dolby Surround? - Iieeh! So'n moderner Kram kommt uns nicht in die (Sende-)Anstalt! Zweikanalton, damit man von dem eingerosteten und verstaubten Geschwätz der deutschen Kommentatoren zu den begeisterten Spaniern, Engländern oder Italienern switchen kann? - Gibt's natürlich auch nicht.

Im Gegenzug soll der verehrte Zuschauer den Öffentlich-Rechtlichen auch noch dankbar sein, weil die Kohle in die Rachen all der Carmen Nebels, Maischbergers, Beckmanns, Kerners & Co. gekippt wurde.

Freuen wir uns also auf viele aufregende Fussball-Stunden mit der lahmarschigsten Viererkette seit 50 Jahren: Schlaftablette und Frauenkenner Reinhold Beckmann ("Sehen Sie sich das an. Das sind Beine - so lang wie Nadja Auermann"), Klugscheisser und Lungenfacharzt Johannes B. Kerner ("Halten Sie die Luft an, und vergessen Sie das Atmen nicht"), Zu-Tode-Analyst und Experte für Blähungen Steffen Simon ("Unten raus hat Bremen oft Probleme mit der Luft"), Auslandsbeauftragter und Menschenkenner Bela Rethy ("Das da vorn, was aussieht wie eine Klobürste, ist Valderrama"). Ganz klar: Eine Europameisterschaft mit den Aushängeschildern der besten Kommentatorenschulen.

Und dann noch die Interviews! Mit ehrgeizigstem journalistischen Drang werden die kleinsten und unnötigsten Details aus den Spielern herausgekitzelt. Ungefähr so, wie die Spielerbefragung nach dem Freundschaftsspiel gegen Kroatien, das wir in der letzten Minute deutlich mit 2:1 gewannen. Von wegen hirnloses Geplapper, da wurde knallhart nachgefragt:
ZDF: Herr Kahn, wie war das Spiel für Sie?
Kahn: Najaaaa, es war ziemlich durchwachsen, mal hell mal dunkel, mal gut mal schlecht, es gab Höhepunkte und Tiefpunkte.
ZDF: Danke für diesen objektiven Kommentar!
(Minuten später)
ZDF: Herr Beckenbauer, wie fanden Sie das Spiel?
Beckenbauer: Naja, gut, es war mal gut, mal schlecht, einmal lief das Spiel, einmal kamen wir ins Stocken.
ZDF: Vielen Dank, Herr Beckenbauer. Eine sehr sachliche Einschätzung.
(Minuten später)
ZDF: Herr Klose, Sie haben das erste Tor geschossen. Wie war das Spiel aus ihrer Sicht?
Klose: Och, nun ja, es war mal heiter Sonnenschein, mal dunkle Finsternis, mal lief's, dann wieder nich.
ZDF: Danke, Herr Klose!

Noch ein letzter Wunsch, liebe Kommentatoren: Wenn zwei Spieler in einem Kopfballduell zusammenstossen, sich fiese Platzwunden zuziehen und die jeweiligen Kameramänner die blutüberströmten Gesichter zeigen, sagt bitte nicht diesen immer wiederkehrenden Satz: "Das sind Bilder, die wir im Fussballsport eigentlich nicht sehen wollen!". DOCH! Gerade das wollen wir sehen! Das gehört zum Zweikampf dazu. Das ist nun mal so im Sport, DAS WOLLEN WIR SEHEN!
 

08.06.04 17:46

1102 Postings, 7491 Tage FuzzziTypisch Happy End

Wer soll das lesen ?

;-))  

08.06.04 18:03

16833 Postings, 7686 Tage chrismitzDanke Happy! Sehr interessant! o. T.

15.06.04 08:52

95441 Postings, 7640 Tage Happy EndNeues aus der Welt des Fußballs (3)

"Pfui! Der macht sich wieder über Behinderte lustig!", wird der ein oder andere Leser sagen, der diese Fussball-Trilogie bis hierher aufmerksam verfolgt hat. Naja, und wenn schon! Die EM 2004 hat jedenfalls begonnen. Die Eröffnungsfeier der Portugiesen war spannender als alle bisherigen Länderspiele zusammen, und das, obwohl die deutsche Elf noch gar nicht gespielt hat. (Ausnahme: Frankreich vs England). Dem eingefleischten Fan sollte noch erklärt werden, dass fast immer die Außenseiter für Überraschungen sorgen. Vielleicht kann es die deutsche Elf morgen den Griechen nachmachen und für eine Überraschung im Spiel gegen die Niederlande sorgen. Ein Unentschieden würde schon reichen. Später kann Deutschland immer noch gegen Lettland mit einer achtbaren 1:5 Niederlage ausscheiden.

Fans

Fussballfans sind die größten Trottel im Fußballzirkus. Mit denen kann der Verein alles machen. Sie sind oberflächlich, berechenbar und unglaublich naiv. Egal, wie beschissen das Team gespielt hat, wenn das Lieblingstrikot nach einer Wäsche 20 Nummern zu klein geworden ist oder der Verein ein neues Trikot rausbringt - das neue Trikot muss her. Jeder noch so unbrauchbare Artikel wird gekauft, schliesslich ist man ein Teil des Vereins, man gehört dazu. Herstellungskosten für ein Trikot Made in China: 5 Cents. Preis im Fanartikelshop: 50 Euro. Trotzdem muss das Trikot gekauft werden. Was sollen die anderen denken, wenn man ohne Trikot zum Spiel kommt?
 
Das enorme Dazugehörigkeitsgefühl und der Gruppenzwang spielt der Vereinskasse Unsummen ein. In ihrer Naivität glauben manche Fans sogar, der Verein liesse sie mitreden! Verarschung auf der ganzen Linie. Fans haben nicht den geringsten Einfluss, sie zahlen und das war's. Die Vereine machen was sie wollen, das ist bei den Parteien so, das ist bei den Gewerkschaften so, das ist überall dort der Fall, wo man in die eigene Tasche wirtschaftet. Freunde finden die Fans natürlich im Fanclub - Gleichgesinnte! Mit denen kann man über alles reden, sogar über Fussball. Der Fan ist wie ein Drogenabhängiger an den Verein gebunden, weil es "sein Verein" ist. Den Spielern hingegen ist es scheissegal, für welchen versifften Verein sie spielen. Solange die Kohle stimmt, ist ihnen jeder Fan recht.

Erfolge

Sie werden es in letzter Zeit oft genug gehört haben: 84 Jahre ist es nun her, dass Deutschland gegen Ungarn zum ersten mal gewann. Das war 1920, Endstand: 1:0. Es wurde damals aber nicht das Wunder von Bern genannt, sondern das Fussballspiel gegen Ungarn in Berlin. Heute ist Deutschland fussballerisch immernoch oberste Weltspitzenklasse. Die Nationalmannschaft konnte erst vor kurzem gegen Island ein stolzes 0:0 erkämpfen. Das Team der Färöer-Inseln wurde von der deutschen Elf geradezu gefoltert! Unsere Mannen zerschlugen ihre Hoffnungen erst in letzter Sekunde - erst in der 89. und 92. Minute drehten wir den Spieß zu einem 2:0 Sieg um.

Selbst Berti Vogts gefürchteten Schotten wurden von den deutschen Ballzauberern in der Qualifikation skrupellos mit insgesamt 3:2 Toren besiegt. Die Niederlande hingegen blamierte sich fast: Bertis schottische Teufel wurden nur knapp mit insgesamt 6:1 Toren von den Oranjes zur Strecke gebracht. Eine Beinahe-Schande für unsere niederländischen Nachbarn. Die Malteser (die von Malta) waren uns ein wenig unheimlich. Sie sind sehr schwer einzuschätzen. Gerade durch ihr äusserst gewissenhaftes brasilianisches Stellungsspiel war es fast unmöglich, die 11er Abwehrkette zu durchbrechen. Aber Deutschlands Kicker wären nicht Deutschlands Kicker, wenn sie nicht Deutschlands Kicker wären und es nicht doch noch geschäfft hätten. Letzten Endes konnten wir uns über ein schwer erkämpftes und glückliches 7:0 freuen. Malta müsste eigentlich Brasilien genannt werden, wenn es nicht schon Malta hieße und es noch kein Brasilien gäbe.

Das letzte Vorbereitungsspiel vor der Europameisterschaft 2004 war eine Augenweide. In dem Gedenkspiel an das Wunder vom Bern verzichtete Deutschland voller Großmut auf ein erneutes Wunder und überlies das Tore schießen den Ungarn. Die 0:2 Niederlage war eine äußerst großzügige Geste, die das Selbstbewusstsein des deutschen Teams nach dem Sieg über Malta auf eine neue Ebene brachte. Das beste an solchen Events sind aber die unzähligen Berühmtheiten im Stadion. Ist es nicht immer wieder schön anzusehen, wie die alternden Präsidenten, DFB-Funktionäre und FiFa-Bosse bei solchen Turnieren mit ihren 20-30 Jahre jüngeren Frauen in der Promi-Loge sitzen? Diese nasenkorrigierten und frisch gelifteten Schabracken mit den aufgespritzten Gesichtern, die nur darauf warten, bis das alte Wrack neben ihnen abkratzt, damit sie das Erbe antreten können - köstlich!

Zukunft

In der Zukunft muss sich einiges ändern, damit Deutschland nicht doch noch eines Tages in den Grundschullehrern von den Färöer-Inseln seinen Meister findet.

Schritt 1: Rudi Völler muss weg! Zugegeben, er war ein guter Ersatz für Berti Vogts, aber damals wäre jeder Depp (bspw. Uli Stielike), der nicht die geringste Ahnung vom Fussball hat (Stielike), ein besserer Teamchef als Vogts gewesen (z.B. Uli Stielike). Egal. Der Schwätzer und Schönredner Völler muss weg. Es muss ein Trainer her, der die Fussballer in ihre Schranken verweisen kann und nicht alle fünf Minuten mit den Spielern Bitburger säuft. Einer, der nicht nur den Medien gegenüber ausrasten kann. Genau! Christoph Daum muss wieder her! Unbedingt! Daum auf Koks und Deutschland wäre unschlagbar. Mit den vielen Drogen, die er in der Türkei bekommen hat, hat sich Daum zu einen verdammt guten Trainer geschnüffelt. Naja, man sieht ja, was zum Beispiel aus Michel Friedman ohne Drogen und ohne Nutten geworden ist - erbärmlich!

Schritt 2: Ballzauberer Olli Kahn muss ebenfalls weg. Wenn der ein paar Bälle aufgrund seiner Unfähigkeit in den Kasten gelassen hat, fängt er wie ein verzogenes Balg an zu schmollen, setzt sich in den Mannschaftsbus und träumt von Eiern. Weltweit gibt es nichts vergleichbares. Was sucht ein Torwart, der schon fast 40 Jahre alt ist, noch im deutschen Tor, während man einen viel besseren und jüngeren Torwart auf der Ersatzbank verschimmeln lässt, statt ihn jetzt schon an brutale Länderspiele gegen Andorra oder Liechtenstein zu gewöhnen? Was zum Teufel schuldet der Teamchef Olli Kahn? Man könnte denken, Völler traut sich nicht, Kahn aus dem Kader zu nehmen. Naja, verständlich, er könnte ja beißen.

Schritt 3: Eine Ausländerbeschränkung für die Bundesliga muss her. Dringend! Es ist schwer, aber man sollte sich wieder auf den beschissenen Nachwuchs konzentrieren, statt teuere Spieler aus dem Ausland einzukaufen. Andernfalls könnte es eines Tages passieren, dass die Nationalmannschaft von Brasilien unbemerkt unter dem Namen "Borussia Dortmund" Deutscher Meister wird.

Schritt 4: Liebe Öffentlich-Rechtlichen, schmeißt die alten Kommentatoren raus! Holt euch endlich frisches Blut an die Mikrofone! Und macht es so wie es fast überall in der Welt Sitte ist: Setzt immer jeweils zwei Kommentatoren in eine Bude, damit das Gequatsche nicht zu monoton rüberkommt! Und bitte keine Pomis! J. B. Kerner oder Beckmann könnten auch noch Flieges Talkshow, das Wort zum Sonntag und die Lottoziehung moderieren, wenn's denn unbedingt sein muss.

Fazit

Normalerweise müsste Deutschland in der Vorrunde der EM 2004 mit erhobenem Haupt rausfliegen, aber dank des berühmten deutschen Kampfgeists werden wir - mit unserem typischen "Quentchen" Glück - überraschend weit kommen, bis wir gegen ein No-Name-Land mit einer unglücklichen aber gewohnten 1:5 Niederlage rausfliegen. Was will man verlangen, wenn die besten Fussballspieler Deutschlands im Vornherein an so typischen Sportverletzungen erkranken wie Ischias, Alzheimer oder Altersdemenz?

Wie dem auch sei. Sollte uns das Glück eines Tages verlassen, muss man eben der traurigen Wahrheit ins Auge blicken: Bis zum Äußersten zu gehen und vielleicht noch ein bisschen weiter ist in Deutschland nunmal verpönt. Den Kickern fehlt einfach die Bereitschaft, ordentlich zu rackern, sich zu quälen. Bei dem Hungerlohn, den sie erhalten, ist das wahrlich kein Wunder. Es fehlen die Karl-Heinz Briegels, die mit runtergelassenen Stutzen in die Knochen der Gegner rutschen, risikofreudige Spieler, die auch mal an ihr Limit gehen. Heutzutage strengt sich doch kein einziger deutscher Spieler richtig an! Wenn das Team schlecht spielt, wird einfach der Trainer gefeuert. Was soll das? Haben die überbezahlten Kicker etwa innerhalb weniger Spieltage ihre gesamten Fähigkeiten verloren, für die man ein paar Millionen Euro gezahlt hat oder was?

In der ganzen Welt fallen erstklassige Spieler tot auf dem Spielfeld um, nur nicht in Deutschland... Das sollte uns zu denken geben.  

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