Kursbeben in Tokio bedrückt Händler

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eröffnet am: 17.11.03 11:25 von: Happy End Anzahl Beiträge: 2
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17.11.03 11:25

95441 Postings, 7568 Tage Happy EndKursbeben in Tokio bedrückt Händler

30 Mal rot im Dax

Der Nikkei in Japan fiel so tief wie seit drei Monaten nicht mehr - und auch in Frankfurt begann die Börsenwoche düster. Kein einziger der 30 Dax-Titel notiert im Plus, Schwergewichte wie Siemens rauschen nach unten.

Frankfurt am Main - Gleich zu Beginn gab der Dax zwei Prozent nach, dann bröckelten die Kurse langsam weiter. Gegen elf Uhr notierte der Dax bei 3710 Punkten, ein Minus von 2,3 Prozent. Händler hielten für möglich, dass er im Verlauf des Nachmittages unter 3700 Punkte rutschen wird, falls die Wall Street ebenfalls segr schwach eröffnet. Der Run auf die Marke von 3800 scheint erst einmal vertagt. Der Mdax gab 0,88 Prozent auf 4306 Punkte nach. Der TecDax verlor um 2,72 Prozent auf 557 Zähler.

Neben den schwachen Börsen in den USA und Japan sei nach den Anschlägen in Istanbul vom Wochenende wachsende Sorge vor Terroranschlägen wieder ein Thema auf dem Parkett, sagten Händler.

Spitzenverlierer waren die TUI mit einem Minus von 4,4 Prozent und ThyssenKrupp mit einem Verlust von 3,5 Prozent. Siemens verloren ebenfalls 3,5 Prozent, nachdem die Analysten von Merrill Lynch die Aktie von "Neutral" auf "Sell" herabgestuft hatten. Das Papier habe sich zuletzt sehr stark entwickelt und liege bereits deutlich über ihren Schätzungen zum Fairen Wert von 55 Euro, heißt es in einer Studie vom Montag.

Die Aktien von Henkel gaben nach Veröffentlichung der Quartalsbilanz 1,57 Prozent auf 61,27 Euro nach und notierten damit etwas besser als die meisten übrigen Aktien. Die Zahlen des Konsumgüterherstellers lagen nach Einschätzung von Händlern im Rahmen der Analystenerwartungen.

Nach einem positiven Analystenkommentar haben sich RWE-Aktien mit einem Minus von 1,35 Prozent auf 25,50 Euro besser entwickelt als der Dax. Die Aktien von E.ON gaben vor Veröffentlichung der Quartalszahlen 0,95 Prozent auf 4546,02 Euro nach. Das Düsseldorfer Unternehmen legt am Mittag seine Bilanz zum dritten Quartal vor.

Am Morgen war der Nikkei-Index in Japan erstmals seit dem Spätsommer wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten gefallen. Zum Handelsschluss notierte der Index einen schweren Verlust von 380,23 Punkten oder 3,74 Prozent bei 9786,83 Punkten. Der marktbreitere Topix gab um 34,88 Punkte oder 3,46 Prozent auf 971,89 Punkte nach.

Der Euro kostete am Morgen 1,1780 Dollar, nachdem er zuvor sogar deutlich über die Marke von 1,18 Dollar geklettert war. Das als Krisen-Anlage geltende Gold verteuerte sich bis auf fast 400 Dollar je Feinunze.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,274313,00.html  

17.11.03 11:27

95441 Postings, 7568 Tage Happy EndSchwerer Wirtschaftsschock für China

Wirtschaft wächst weniger als 8,5 Prozent

Selbst ein Wirtschaftswunder made in China muss irgendwann zu Ende gehen. Im kommenden Jahr wird das Bruttoinlandsprodukt der Milliarden-Nation womöglich nur noch um schlappe sieben Prozent wachsen.

Peking - Eine schwächere Inlandsnachfrage und Unsicherheiten in der Weltkonjunktur - dies sind einige der Gründe, die 2004 zu einer Verlangsamung des Wachstums in China führen dürften. Das sagte der Direktor des nationalen Statistikbüros, Qiu Xiaohua, am Montag in einem Interview mit dem "21st Century Business Herald". In diesem Jahr wird das chinesische BIP vermutlich um 8,5 Prozent zulegen, während etwa die Euro-Zone stagniert.

Noch sind die Zeichen des Booms überall in China zu sehen. Ebenfalls am Montag wurde bekannt, dass die Umsätze im chinesischen Einzelhandel im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,2 Prozent gestiegen sind. Damit hätten die Einzelhändler 420,44 Milliarden Yuan umgesetzt, 43,1 Milliarden Euro. Die Umsätze in städtischen Gebieten seien sogar um 11,6 Prozent gestiegen - Zeichen, dass sich auch in China eine Konsum-Kultur durchsetzt.

Zugleich meldete die Regierung der Volksrepublik, sie habe in den ersten zehn Monaten des Jahres 1,815 Billionen Yuan (186 Milliarden Euro) an Steuern eingenommen - 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Verschiedene Naturkatastrophen und die Auswirkungen der Lungenkrankheit Sars hätten dem Wachstum der Steuerkonjunktur offenkundig nicht nachhaltig geschadet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,274289,00.html  

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