Krebsforscher machen Mut/Lichtblick für Biotechs

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neuester Beitrag: 23.06.04 12:16
eröffnet am: 14.06.04 15:51 von: gamblelv Anzahl Beiträge: 8
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14.06.04 15:51
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1889 Postings, 6416 Tage gamblelvKrebsforscher machen Mut/Lichtblick für Biotechs

Krebsforscher machen der Biotech-Branche Mut

Von Siegfried Hofmann, Handelsblatt

Mit verhaltener Zuversicht sind Biotech-Investoren und Analysten von der diesjährigen Konferenz der American Society for Clinical Oncology (ASCO) zurückgekehrt. Grundlegend neue Impulse konnte das weltweit wichtigste Meeting der Krebsforscher zwar nicht vermitteln.

HB FRANKFURT/M. Fachleute bewerten die in New Orleans präsentierten Studien indessen als Bestätigung dafür, dass sich die Biotech-Branche insgesamt auf solidem Fundament bewegt und ihre Versprechen nach und nach einlösen kann. ?Die Resultate sind insgesamt positiv ausgefallen und zeigen, dass eine Reihe neuer Produkte ein relativ breites Einsatzspektrum haben werden?, so Michael Sjöström, Biotech-Fondsmanager beim Schweizer Bankhaus Pictet. Experten bei Lehman Brothers sprechen dagegen von insgesamt eher ?unspektakulären Ergebnissen?.

Mit günstigen Daten konnten insbesondere Imclone und Merck KGaA für ihren Wirkstoff Erbitux sowie das Trio Roche, Genentech und OSI für ihre Neuentwicklungen Avastin und Tarceva aufwarten. Auch einige Produkte, die sich in früheren Testphasen befinden, werden überwiegend positiv beurteilt, darunter zum Beispiel ein potenzielles Nierenkrebsmittel von Onyx und Bayer.

Anders als im vergangenen Jahr beschränkte sich der ASCO-Effekt in diesem Jahr allerdings weitgehend auf die unmittelbar involvierten Biotechwerte. Und einige Highflyer wie Genentech oder OSI, die im Vorfeld der Konferenz bereits stark zulegten, mussten seither einen Teil der Gewinne wieder abgeben.
Branchenkenner sehen in diesem schnellen Wechselspiel ein Indiz dafür, dass der Markt gewisse Übertreibungen zügiger korrigiert als in der Vergangenheit und damit auch eine gewisse Normalität in die Biotechwelt zurückgekehrt ist. Das heißt: Die Erholungsphase nach dem starken Einbruch der Biotech-Aktien in den Jahren 2001 und 2002 gilt als weitgehend abgeschlossen. Die aktuellen Bewertungen bieten daher aus Sicht von Analysten zumindest kurzfristig nur begrenzten Spielraum für weitere Kurssteigerungen. ?Derzeit sind nicht viele Hinweise darauf zu erkennen, dass es stark nach oben geht?, schätzt etwa Stefan Meyer, Biotechexperte beim Münchner Fondsberater Medical Strategy.

Für eine weitere Seitwärtsbewegung der Kurse spricht unter anderem der Verlauf wichtiger Indizes wie etwa des Nasdaq Biotech Index, der seit Monaten vergeblich mit der Marke von 800 kämpft. Da die nächsten größeren Fachkonferenzen erst wieder im Herbst anstehen, dürfte der für Biotechfirmen so wichtige ?News-flow? zunächst etwas versiegen. Zudem richtet sich in jüngerer Zeit das Augenmerk mancher Investoren wieder etwas stärker auf mögliche Unwägbarkeiten. Analysten von Morgan Stanley etwa warnten davor, dass sich angesichts zahlreicher Neuentwicklungen der Wettbewerb zwischen verschiedenen Biotechprodukten im Krebsbereich intensivieren könnte. Und namhafte US-Krebsexperten gaben gaben jüngst zu bedenken, dass auch das amerikanische Gesundheitswesen letztlich nur in begrenztem Umfange Medikamente verkraften könne, die mehr als 20 000 Dollar pro Patient kosten (wie zum Beispiel Avastin oder Erbitux).

Andererseits zeichnen sich vor allem die reiferen US-Biotechfirmen unverändert durch relativ starkes Wachstum aus. Pictet-Manager Sjöström etwa geht davon aus, dass diese Unternehmen weiterhin Umsatz- und Gewinnsteigerungen von jährlich 20 Prozent erzielen können, was sich mittelfristig auch in der Bewertung niederschlagen dürfte. Einige Werte wie Amgen oder Gilead, denen die Börse in jüngerer Zeit eher mit Skepsis begegnete, hält er vor diesem Hintergrund inzwischen für unterbewertet.

Ansatzpunkte für Investoren könnten sich ferner aus einem regionalen Bewertungsgefälle ergeben. So betrachten zumindest einige Analysten deutsche und europäische Biotechwerte als relativ niedrig bewertet in Relation zu den US-Firmen. Aus Sicht der DZ Bank werden zum Beispiel auch bei deutschen Unternehmen wie GPC, Qiagen oder Morphosys die jüngsten Erfolge von der Kursentwicklung noch nicht voll reflektiert. Dessen ungeachtet, so DZ-Bank-Analyst Thomas Höger, rechne man auch hier zu Lande vorerst nur mit einer moderaten Aufwärtsbewegung.

HANDELSBLATT, Montag, 14. Juni 2004, 13:37 Uhr

Gerade die enormen Kosten sollten den Blick auf Alternativen lenken. Hier bietet die in Jena ansässige Biolitec eine Möglichkeit der Behandlung die Efolg verspricht und konstengünstig ist.
Für die Photodynamische Therapie produziert die biolitec Pharma den von der EDG zugelassenen Photosensitiser Foscan® für die Behandlung von Tumoren im Kopf-und Halsbereich.
Die Homepage bietet alle notwendigen Infos:
http://www.biolitec.de/german/biolitec/start.asp

MFG  

15.06.04 10:01

1889 Postings, 6416 Tage gamblelvbiolitec, innovative Pharma und Medizintechnik

Mit Foscan ist eine vielversprechende Behandlungsmethode am Markt, welche gleichzeitig einen Kostenvorteil gegenüber anderen Varianten bietet. Die hohe finanzielle Belastung der Gesundheitssysteme wird in Zukunft Alternativen, die in der Kostenrelavanz einen Vorsprung bei gleichen Behandlungserfolgen haben, stärker Präferenz einräumen. Hier ist Biolitec hervorragend aufgestellt, sowohl mit Foscan in der Krebsbekämpfung als auch mit ELVeS (eine Therapie zur Behandlung von Krampfadern). ELVeS ist mittlerweile ein in den USA und der EU zugelassenes Laser-Behandlungsverfahren und zählt zu den innovativen Produkten der Medizintechnik.
Ich halte biolitec für eine der interessantesten Wachstumsstorys in Deutschland. Die Integration der Zukäufe ist erfolgreich abgeschlossen. Das wachstumsstrake Unternehmen konzentriert sich auf R&D. Biolitec geht bei dem kostspieligen Vertrieb punktuell mit einem eigenen Team an den Start dieses wird durch starke Vertriebsparter in vielen Regionen ergänzt.
Nachteil: Der Wert ist Aufgrund der größe und des geringen Freefloat sehr markteng.

Hier noch einige interessante Infos:
Cancer Diagnosis and Therapy
mTHPC-mediated photodynamic therapy for early oral squamous cell carcinoma
Colin Hopper 1 *, Alexander Kübler 2, Harry Lewis 3, I. Bing Tan 4, Graham Putnam 5, the Foscan 01 Study Group
1National Medical Laser Centre and The Eastman Dental Institute, London, United Kingdom
2University Hospital of Cologne, Cologne, Germany
3The Ulster Hospital, Belfast, United Kingdom
4Netherlands Cancer Institute, Amsterdam, the Netherlands
5Cumberland Infirmary, Carlisle, United Kingdom
email: Colin Hopper (c.hopper@ucl.ac.uk)

*Correspondence to Colin Hopper, Maxillofacial Unit, University College London Hospitals NHS Trust, London WC1E 6AU, United Kingdom
Fax: +44-0-207-813-2828
The Foscan 01 Study Group is composed of the members listed above, as well as: T. Patrice and C. Beauvillain, Clinique ORL, Nantes, France; J. Evensen, Norwegian Radium Hospital, Oslo, Norway; K. Butow, Department of Maxillofacial Surgery, University of Pretoria, Pretoria, South Africa; B. Smit, Department of Radiation Oncology, Tygerberg Hospital, Tygerberg, South Africa; J. Brown, Fazakerly Hospital, Liverpool, United Kingdom; J. de Carpentier, Royal Preston Hospital, Preston, United Kingdom; J. Carruth, Southampton General Hospital, Southampton, United Kingdom; M. Dilkes and G. Kenyon, St. Bartholomew's Hospital, London, United Kingdom; F. Roberts, Cookridge Hospital, West Yorkshire, United Kingdom; and N. Sudderick, Royal Surrey Hospital, Guildford, Surrey, United Kingdom.

Funded by:
Biolitec Pharma Limited, Edinburgh, Scotland

Keywords
oral cancer ? photodynamic therapy ? mTHPC

Abstract
Surgery and radiotherapy are standard treatments for early oral squamous cell carcinoma, both resulting in good tumour control. However, neither of these modalities is without consequent functional or cosmetic impairment, and there are patients in whom both are contraindicated. Furthermore, there is a significant risk of metachronous tumours developing in the oral cavity, and salvage or retreatment with either surgery or radiotherapy poses difficulties. Photodynamic therapy (PDT) offers the potential for improved functional and cosmetic outcomes, while achieving comparable tumour control. We conducted an open-label, multicentre study to assess the efficacy and safety of meta-tetrahydroxyphenylchlorin (mTHPC) in patients with early oral cancer. One hundred twenty-one patients received intravenously administered mTHPC, followed 96 hr later by illumination of the tumour surface with 652 nm laser light. Of these patients, 114 were protocol compliant. A complete tumour response was achieved in 85% of protocol-compliant patients (97 of 114 patients). A complete response was maintained in 85% of responders at 1 year and in 77% at 2 years. One- and 2-year actuarial survival rates were 89% and 75%, respectively. In the opinion of the investigators, tumour clearance was accompanied by excellent cosmetic and functional results, without impact on the patients' performance status. Mild-to-moderate pain at the treatment site, a recognised side effect of PDT in the oral cavity, was reported by 82% of patients but was manageable with appropriate analgesia. Mild-to-moderate skin photosensitivity reactions were reported for 13% of patients. mTHPC offers an effective alternative treatment for early oral squamous cell carcinoma. It is associated with excellent functional and cosmetic results and can be used in conjunction with other standard therapies. © 2004 Wiley-Liss, Inc.
Received: 1 March 2002; Revised: 10 November 2003; Accepted: 26 January 2004

Digital Object Identifier (DOI)

10.1002/ijc.20209  About DOI

Foscan®
 

   * Summary of Product
     Characteristics
   * Patient Information
     Leaflet
   * Patients Guide
   * Light Exposure
     Guidelines
   * EMEA Public
     Assessment report
     for Foscan®



Foscan® is a photosensitizing agent (a light-sensitive drug), which contains temoporfin and is used in photodynamic therapy (PDT).

In October 2001, Foscan® was approved in the European Union, Norway & Iceland as a local therapy for the palliative treatment of patients with advanced head and neck cancer who have failed prior therapies and are unsuitable for radiotherapy, surgery or systemic chemotherapy.

The aims of treatment with Foscan® may include preservation of organ function, local tumour destruction, relief of symptoms and avoidance of disease-related complications.

As part of the PDT process, Foscan® requires oxygen and laser light of a specific wavelength of 652 nm for activation. There is a delay of 4 days between injection of Foscan® into the bloodstream and activation with laser light. This allows time for accumulation of Foscan® in the cancer cells.

As with other photosensitizing agents, administration of Foscan® results in patients becoming highly sensitive to light. For Foscan®, the period of sensitivity is approximately 15 days and, therefore, appropriate light exposure precautions should be followed during this period.

For further advice please contact your doctor or nurse. There are a number of centres in Europe carrying out PDT treatments.

If your doctor considers PDT treatment is appropriate for you then you may be referred to one of these specialist centres.

Health professionals can find further information about Foscan®, including the Foscan monograph, clinical development, chemistry, administration and much more  in the secure area of our web side.

Head and Neck Cancer

Head and neck cancer is the term given to a variety of malignant tumours that develop in the oral cavity (mouth), the pharynx (throat), the nasal cavity and the larynx.

Factors known to contribute to the risk of developing head and neck cancer include age (men over 40 years of age have a particularly high incidence); sunlight (for lip cancers); alcohol abuse and smoking or other tobacco use.

Most head and neck cancers are squamous cell carcinomas; however, other tumour types may also be seen.

Squamous cell carcinomas of the head and neck are a global problem. In the European Union, approximately 74,000 new cases were reported in 1997 and about 29,000 deaths. In the United States, over 55,000 cases are diagnosed annually with approximately 13,000 deaths.

The most common symptoms of head and neck cancer include a persistent pain or numbness in the throat; pain or difficulty with swallowing; a persistent hoarseness or a change in voice quality; and bleeding in the mouth or throat. Sores or lesions in the oral cavity can be signs of a developing oral cancer. The first important sign of head and neck cancer may be enlargement of a lymph gland in the neck, which is often painless.

Cancers of the head and neck are curable if caught early enough. Therefore, it is very important that a doctor is consulted if any of above symptoms or signs do not resolve within a few weeks.

The type of therapy used to treat head and neck cancer depends on the location, size and type of tumour. The options include surgery, radiotherapy, chemotherapy and photodynamic therapy (PDT).

Surgery aims to completely remove the cancer, and may include removal of affected lymph nodes or bone, if necessary. Reconstructive or plastic surgery may also be required.

Radiotherapy (the use of high-energy rays to destroy cancer cells) may be used with or without surgery to destroy areas of cancer that cannot be removed surgically. Chemotherapy (the use of anticancer drugs to eliminate cancer cells) may be used in conjunction with surgery or radiotherapy to try to increase their effectiveness.

Photodynamic therapy, a light-activated therapy using the latest drug and laser technology, has recently become available for patients with advanced head and neck cancer. Patients receive a light-sensitive drug by injection. Then, 4 days later, a laser light is shone onto the tumour to activate the drug. The aim of Photodynamic therapy is to obtain local clearance of the tumour, and thus reduce any symptoms associated with the cancer.

For further in information on head and neck cancer please visit the Cancer BACUP website at www.CancerBACUP.org.uk or the FacingLife website at www.facinglife.info.

MFG  

15.06.04 10:26
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1889 Postings, 6416 Tage gamblelvMedtech Special

Kooperationen und Akquisitionen dienen als Baustein zur Marktführerschaft in der biomedizin
Von Dr. Wolfgang Neuberger, Vorstandsvorsitzender der biolitec AG

Das IPO der biolitec AG erfolgte im November 2000 an den Neuen Markt in Frankfurt. Die zu einem erheblichen Teil noch bestehenden Mittel aus dem Börsengang gaben immer wieder Anlass für Übernahmespekulationen in der Financial Community. Fusionsphantasien waren aber nicht das Gebot der ersten Stunde. Um Fusionen erfolgreich zu gestalten, müssen die Prozess-Strukturen in vielen Bereichen vereinheitlicht und verschiedene Unternehmenskulturen zusammengeführt werden. All dies bindet Kapazitäten, die in dem schnell wachsenden Medizin- und Biotechnologie-Markt für die operative Umsetzung der Wachstumsstrategie dringend benötigt werden. Grundsätzlich jedoch hat auch unser Unternehmen das Zusammengehen mit anderen Firmen nie ausgeschlossen. So hat die biolitec AG erst im April diesen Jahres sämtliche Assets der Quantanova Ltd. UK - vormals Scotia Ltd. - gekauft. Damit sind wir das einzige Unternehmen am Neuen Markt, das über einen von der European Drug Regulation zugelassenen photodynamischen Wirkstoff, Foscan, verfügt.

Wichtig ist es jedoch unseres Erachtens nach, mit Spezialisten in anderen Bereichen zunächst zu kooperieren, um unser ambitioniertes Ziel, Marktführer im Bereich der Photodynamischen Therapie zu werden, möglichst schnell zu erreichen. Basis dafür ist die Sonderstellung von biolitec als weltweit einziger Anbieter für die photodynamische Therapie, der über alle relevanten Kernkompetenzen - Photosensitizer, Laser und Lichtwellen - verfügt. Bei der photodynamischen Therapie geht es, stark vereinfacht gesagt, um die nahezu punktgenaue Behandlung von Krebsgeweben im Körper. Durch den zielgenauen Einsatz werden gravierende Nebenwirkungen, wie wir sie beispielweise von der Chemotherapie her kennen, weitestgehend vermieden.
Aber auch die Behandlung von antibiotikaresistenten bakteriellen Infektionen mittels PDT unter Einsatz speziell targetierter Photosensitizer ist in der Entwicklung.

Versteht man unter Kooperation die Zusammenarbeit verschiedener (Wirtschafts)partner, von denen jeder einen bestimmten Aufgabenbereich übernimmt, so betreffen die komplementären Aufgabenbereiche bei der biolitec insbesondere Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb. Auf der F&E Seite ist wegen des Kernkompetenzanspruchs der biolitec, der Lasertechnologie, Lichtwellenleiter und medizinische Kathetertechnik und bio-pharmazeutische Wirkstoffe umfasst, klar, dass nur durch die flexible Ergänzung dieses aus Ressourcen- und Effizienzgründen begrenzten Kern-Know-hows über sinnvolle Kooperationen die anspruchsvollen Entwicklungsaufgaben bewältigt werden können.

An unserem Standort Jena ist die Forschung und Entwicklung von Substanzen für die photodynamische Therapie (PDT) konzentriert. Dabei bestehen enge Kooperationen und Arbeitsteilungen sowohl mit anderen Betriebsteilen, wie unseren Labors in Lille und Berlin, als auch mit Institutionen der Grundlagen- und angewandten Forschung, zum Beispiel Instituten an den Universitäten in Jena und Berlin, sowie mit klinischen Einrichtungen, wie dem Universitätshospital in Zürich. Auch in Moskau kooperieren wir mit verschiedenen Universitätsinstituten. Gezielt Kooperationen zu nutzen und auszubauen war auch einer der Gründe, eine Tochtergesellschaft im Bio Business Park EUROSANTE in Lille, Frankreich zu eröffnen. Hier sind bereits mehr als sechzig Unternehmen aus der Medizin- und Biotechnologie Branche ansässig.

Ein wesentlicher Grund, im Bereich Forschung & Entwicklung Kooperationen einzugehen, ist es, vorhandene Erfahrungen und Methoden zu nutzen. Für den Erfolg unserer Photosensitizer ist es wichtig, dass die entwickelten Präparate möglichst zielgenau vorhandene Krebszellen oder resistente Bakterien bekämpfen. Um genau diese Selektivität zu erhöhen, wird bei der Entwicklung von Präparaten auf die Erfahrung von Kooperationspartnern bei den Transportmechanismen und -eigenschaften bestimmter, grundsätzlicher Präparate aus anderen Bereichen zurückgegriffen. Dies spart Zeit und Geld.

Auf der Vertriebsseite führt die grundsätzlich enorme Anwendungsbreite der biolitec Kerntechnologien zur Notwendigkeit gezielter Kooperationen. Die Laser- und Lichtwellenleitertechnik ermöglicht minimalinvasive Eingriffe, die in der Augenheilkunde, der Dentaltechnik, Chirugie und Kosmetik von Interesse sind. Photosensitizer können sowohl zur Bekämpfung von Krebszellen oder Bakterien als auch zur kosmetischen Behandlung eingesetzt werden. Damit ergeben sich enorme Einsatzpotenziale, die nur durch Kooperationen rasch und Ressourcen schonend ausgeschöpft werden können.

Bedeutende Händler gehören zu den wichtigsten internationalen Kooperationspartnern auf der Vertriebsseite. Vertriebsstrukturen von Grund auf neu aufzubauen, noch zumal in internationalen Märkten, ist eine zeit- und kostenintensive Aufgabe, an der viele Unternehmen scheitern. Die biolitec AG hat hier einen anderen Weg gewählt. So wurde beispielweise mit dem größten US-Händler im Bereich Zahnmedizin ein Kooperations- und Vertriebsvertrag abgeschlossen, über den sich unmittelbar 75 Prozent des entsprechenden nordamerikanischen Marktes erschließen lassen .

Im Rahmen einer weiteren Kooperations- und Vertriebsvereinbarung hat unser Unternehmen mit der amerikanischen Firma AngioDynamics, Inc., unser neues minimal-invasives System ELVeS zur Behandlung von Krampfadern in den USA vorgestellt. Den Patienten wird dabei unter lokaler Betäubung eine winzige Laserfaser in die Stammvene eingeführt. Mit dem Verschluss der Stammvene wird die Ursache der Krampfader beseitigt. Der gesamte Eingriff wird ambulant durchgeführt und dauert weniger als eine Stunde. Mit dieser Kooperation treten wir mit einer Behandlungsmethode in einem Markt ein, die für 80 Millionen Menschen, die unter schmerzhaften und unansehnlichen Besenreisern und Krampfadern leiden, eine erfolgreiche Behandlung verspricht.

Auch dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, schnell in einem attraktiven, internationalen Markt Fuß zu fassen. Diese Strategie verfolgen wir auch bei der Erschliessung des südamerikanischen, südeuropäischen und asiatischen Marktes. So wurde etwa mit der OPTOSGROUP in Italien im Mai ein exklusiver Kooperations- und Vertriebsvertrag geschlossen. OPTOSGROUP nutzt hierbei entsprechende biolitec-Laser um mit Hilfe eines von OPTOSGROUP entwickelten Videoendoskopie-Systems Patienten, die unter extremen Tränenfluss leiden, erfolgreich zu behandeln. Das Miniendoskop-Know-how lässt sich aber auch in anderen medizinischen Laser-Indikationen vorteilhaft einsetzen und dadurch hat diese Kooperation das Potenzial, weitere Indikationen zu erschließen.

Besondere Bedeutung erhalten Kooperationen in Kürze im Bereich der Photodynamischen Therapie. Neben der Entwicklung von Präparaten für den medizinischen Bereich, bei dem die Behandlung von Krebszellen im Vordergrund steht, wird biolitec auch im kosmetischen Bereich mit Photodynamischen Präparaten auf den Markt kommen. Neben einer künftig geplanten Laserzahnbürste, mit der biolitec entsprechende Sensitizer in Zahncremen aktivieren wird, um unter anderem Kariesprophylaxe zu betreiben, steht mittelfristig die Markteinführung eines Präparates zur Permanent-Enthaarung an. In Form einer Salbe aufgetragen, wird dieser Sensitiser mittels eines entsprechende Lichtwellenleiters aktiviert. Diese im Gegensatz zum Epilieren und Rasieren weitgehend permanente Enthaarungsmethode kann nur in Kooperation mit Partnern, die über bestehende Vertriebs- und Anwendungsstrukturen verfügen, schnell zu einem auch im Umsatz quantifizierbaren Erfolg führen.

Erfolgreiche Kooperationen entstehen häufig aus einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und bedingen auch Vertrauensvorschuss. Unerlässlich ist es dennoch, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu fixieren und zu prüfen, ob diese Vereinbarungen mit dem praxiserprobten Tagesgeschäft in Folge anwendbar sind. Kooperationsverträge regelmässig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen gehört auch zu einer positiven Kooperations-Philosophie. Kooperationen können ein erster vorsichtiger Schritt zur Akquisition sein. So hatte biolitec bereits vor 3 Jahren eine Kooperationsvereinbarung mit Scotia Pharmaceuticals, einem schottischen Unternehmen das einen revolutionären, synthetischen Photosensitizer - Foscanâ - entwickelte und in klinischen Studien erprobte. Die ursprüngliche Kooperation war aus der Erkenntnis entstanden, dass nur eine enge Zusammenarbeit zwischen einem Medizintechnikhersteller (biolitec - als Lieferant von Lasergeräten und Lichtwellenleitersonden) und einem Biotech-Pharma Unternehmen (Scotia Ltd. als Lieferant des Photosensitizers Foscanâ) den gewünschten Markterfolg in der PDT Krebstherapie erbringen kann. biolitec hat nun die sich bietende Chance zur Akquisition der relevanten Assets (FDA geprüfte Pharmaproduktionslinie, europäische Zulassung, Kernentwicklungs- und Marketingteam für Foscanâ) genutzt und unter dem Namen biolitec pharma Ltd. etabliert.

Im Gegensatz zu vielen Akquisitionen, die aufgrund mangelnder Kenntnisse des zu übernehmenden Unternehmen etlichen neuen börsennotierten Unternehmen bereits zum Verhängnis wurden, handelt es sich hier um einen Schritt, dem eine langjährige Zusammenarbeit vorausging und der biolitec die gewünschte Produkterweiterung in Richtung Biotechnologie bringt. Damit wird das langjährig profitable Medizintechnikportfolio sinnvoll ergänzt. Das Zukunfts-Upside Potential der biolitec Aktie ist damit - ganz im Sinne der Aktionäre - weiter verbessert worden.

     Inhaltsverzeichnis Medtech-Special

MFG

 

15.06.04 10:32

1889 Postings, 6416 Tage gamblelvinteressante Seite

www.el-picual.de/extern/ktpdfarchiv/15_05_0  

15.06.04 19:18

1889 Postings, 6416 Tage gamblelvWer tiefgehende Infos sucht sollte sich mal hier

umschauen!

Anwendungen, Produkte, Märkte



Hier können Sie die Präsentationsmaterialien (Folien) ?Reise in den Nanokosmos? zu den wissenschaftlich-technischen Grundlagen der Nanotechnologie einzeln herunterladen. Sie finden neben den einzelnen Seiten auch Kurzerläuterungen zum Inhalt.

Die einzelnen Präsentationsfolien können nach Bedarf zusammengestellt und in der Reihenfolge geändert werden. Die Darstellungen bieten eine Auswahl, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

The presentations are also available in English!

Teil 2: Anwendungen, Produkte, Märkte
          §Präsentationsmaterialien Reise in den Nanokosmos
          §Überblick Präsentationsmaterialien Teil 2
          §Entwicklungsstand und Anwendungsfelder
          §Gezielte Manipulation für neue Oberflächeneffekte und zur Verbesserung von Oberflächeneigenschaften (Beispiele)
          §Neue Funktionalität durch Nanotechnologie
          §Verschleißfeste Oberflächen
          §(Ultradünne) funktionale Schichten
Beispiel: transparente Schmutzabweiser
          §Oberflächen mit dem Lotus-Effekt
          §Photokatalyse mit Nanopartikeln aus Titandioxid (TiO2)
          §Photonische Kristalle
          §Nanostrukturen in der Optoelektronik:
LED (LED = Light Emitting Diode)
          §InAs-Nanopyramiden für das Glasfaser-Internet
          §Nanotechnologie für Fernsehen im Taschenformat
          §Innovationsmotor Nanoelektronik (1)
          §Innovationsmotor Nanoelektronik (2)
          §Ultradünne Schichten in der magnetischen Datenspeicherung
          §Nanotechnologie in Computer-Festplatten
          §Nanotechnologie-Anwendungen in der Magnetoelektronik
          §Nanokristalline Materialien für Sensoren
          §Nanobiosensoren - miniaturisierte Analysesysteme
          §Nanobiotechnologie: Bakteriorhodopsin als
multifunktioneller Werkstoff
          §Neue Krebstherapie mit nanobiotechnologisch modifizierten Eisenoxid-Nanopartikeln
          §Märkte für die Nanotechnologie
Beispiel: Medizin
          §Märkte für die Nanotechnologie
Beispiel: Chemie



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Download einzelne Folien

          §Präsentationsmaterialien Reise in den Nanokosmos
 
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          §Überblick Präsentationsmaterialien Teil 2
 
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          §Entwicklungsstand und Anwendungsfelder
  Das Diagramm zeigt den Entwicklungsstand verschiedener technischer Anwendungen der Nanotechnologie.
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          §Gezielte Manipulation für neue Oberflächeneffekte und zur Verbesserung von Oberflächeneigenschaften (Beispiele)
  Mit Nanotechnologie lassen sich in Oberflächen von Alltagsgegenständen neue Funktionen einführen und Produkteigenschaften gezielt verbessern. Die Grafik zeigt einige Beispiele, wie durch Beschichtungen mit Nanopartikeln neue Produkteigenschaften erzielt werden können.
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          §Neue Funktionalität durch Nanotechnologie
  Nanopartikelbeschichtungen verleihen Alltagsgegenständen faszinierende Eigenschaften. Links: Spiegel mit Antibeschlag-Beschichtung - der Wasserdampf schlägt sich nur auf der Brille nieder; rechts: Das Fenster hält sogar die Temperatur eines Gasbrenners aus, ohne zu schmelzen. Nanopartikel zwischen den Glassscheiben nehmen die Hitze auf und erzeugen eine Hitze isolierende Schicht.
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          §Verschleißfeste Oberflächen
  Beschichtungen mit Nanopartikeln können die Kratzfestigkeit von Oberflächen erhöhen.
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          §(Ultradünne) funktionale Schichten
Beispiel: transparente Schmutzabweiser
  Die meisten Nanopartikel sind transparent, weil sie kleiner als die Wellenlänge des sichtbaren Lichts sind (  

16.06.04 10:49

1889 Postings, 6416 Tage gamblelvFachartikel

Neue Therapie zerstoert Tumoren in Halsbereich - 20.11.2002, 19:47

      Gast§Photodynamische Therapie zerstört Tumoren am Kopf
DÜSSELDORF (sko). Für Patienten mit Tumoren im Kopf- und Halsbereich gibt es eine neue Therapieoption: Photodynamische Therapie heißt die Methode, mit der Tumorzellen gezielt zerstört werden.

Bei der Photodynamischen Therapie (PDT) wird ein lichtempfindlicher Stoff injiziert. Dieser Stoff wird durch Licht einer spezifischen Wellenlänge aktiviert, wodurch die Zellen, in denen er sich angereichert hat, zerstört werden. Von der Europäischen Komission ist jetzt Foscan® zur PDT für die palliative Behandlung bei fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich nach Versagen von Op, Strahlen- oder Chemotherapie zugelassen worden.

Daß diese Therapie mit dem Präparat des Unternehmens biolitec wirkt, konnte in einer Studie mit 128 Patienten gezeigt werden. Bei 74 Prozent der Patienten befand sich der Tumor im Bereich der Mundhöhle. Zu Beginn der Behandlung erhielten die Patienten 0,15 mg Foscan® i.v. Nach 96 Stunden wurde der Tumor perkutan oder endoskopisch mit nicht-thermischem Laserlicht bestrahlt. Das Ergebnis: Bei 58 Prozent der Patienten konnte eine komplette, bei 43 ein partielle Remission erreicht werden.

Medica: Halle 10, Stand D78
GRÜSSE AN ALLE.
BEA
PS. DAS HABE ICH AUS HEUTIGE AUSGABE ,,ÄRZTE ZEITUNG,

Press Statement

Temoporfin (Foscan) - Biolitec Pharma Ltd 10 May 2004

The Scottish Medicines Consortium issues advice on temoporfin (Foscan®) for advanced head and neck cancer

The Scottish Medicines Consortium (SMC) has completed its assessment on the above product and advises NHS Boards and Area Drug and Therapeutic Committees (ADTCs) that temoporfin is not recommended for use within NHS Scotland for the palliative treatment of patients with advanced head and neck squamous cell carcinoma.

Temoporfin is the first photosensitising drug licensed in the UK for use in photodynamic therapy (PDT). Its effect in reducing tumour mass and improving quality of life was small and only observed in patients with lesions less than 10mm deep, which were fully illuminated with activating light. The economic case for its use over other palliative treatments was not made.

(ENDS)

Notes for editors

1. Temoporfin is licensed for treating patients who have failed prior therapies and are unsuitable for radiotherapy, surgery or chemotherapy.
2. Palliative means a medicine that gives temporary relief from a disease but does not cure it.
3. Squamous cell carcinoma is a form of skin cancer, usually occurring in late-middle age and old age.
4. Photosensitising drugs are medicines that render tissues more sensitive to certain wavelengths of light.
5. The SMC advises NHS Boards and Area Drug and Therapeutic Committees (ADTCs) in Scotland about the use of all newly licensed medicines, all new formulations of existing medicines and any major new indications for established products.
6. The SMC has formed a New Drugs Committee (NDC) to advise it and make recommendations on the issues surrounding newly licensed products.
7. The SMC process requires pharmaceutical companies to make a submission before a product is launched. The aim is to make a recommendation as soon as possible after the launch of a product.
8. Membership of the SMC has been derived from NHS Boards across Scotland. Membership is wide ranging across multi-disciplines of NHS Scotland and also includes members of the Association of British Pharmaceutical Industry (ABPI), and patient and voluntary group representatives.
9. This recommendation represents the views of the Scottish Medicines Consortium and was arrived at after careful consideration of the available evidence. Health professionals are expected to take due account of this recommendation when exercising their clinical judgement. This recommendation does not, however, override the individual responsibility of health professionals to make appropriate decisions in the circumstances of the individual patient, in consultation with the patient and/or guardian or carer.

For further information, contact Rob MacPhail, SMC media contact, on (0141) 225 6992, mobile 07855 838 340.


Temoporfin  

23.06.04 09:47

1889 Postings, 6416 Tage gamblelvPositives Signal für deutsche Biotechunternehmen!


Gesellschafter des Pharmakonzerns gehören zu den Hauptgeldgebern der neuen Wagniskapitalgesellschaft NGN

Boehringer-Eigner investieren in Biotech

Von Siegfried Hofmann

Hoffnungsschimmer für die deutsche Biotech-Szene: Erstmals seit mehr als zwei Jahren geht in dem Sektor wieder ein großer Venture-Capital-Fonds an den Start, der maßgeblich von deutschen Investoren getragen wird. Zu den Hauptgeldgebern der neuen Gruppe NGN Capital gehören die Gesellschafter des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim.

                
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FRANKFURT/M. Die NGN-Gruppe hat in einer ersten Finanzierungsrunde für ihren Fonds Biomed I rund 96 Mill. Dollar eingenommen, davon etwa die Hälfte von den Boehringer-Eignern. Die übrigen Mittel stammen überwiegend von US-Investoren. ?Wir sind überzeugt, dass sich auf dem Gebiet der Biotechnologie attraktive Investitionsmöglichkeiten bieten?, sagte Christoph Boehringer auf einer Veranstaltung der Heidelberger Mediatum GmbH. Boehringer ist als Partner von Mediatum in der Personalberatung für Biotechfirmen aktiv. Er ist der Urenkel von Albert Boehringer, der das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim 1885 gegründet hat.

Der Konzern ist mit 7,4 Mrd. Euro Umsatz der führende deutsche Arzneihersteller und zugleich größtes Privatunternehmen der Pharmabranche. Boehringer ist als Produzent therapeutischer Proteine bereits stark in der Biotech engagiert. Anders als Konkurrenten wie Novartis, Bayer oder Johnson & Johnson hat der Ingelheimer Konzern allerdings keinen eigenen Risikokapital- Fonds für aufstrebende Biotechfirmen bereitgestellt.

NGN operiert völlig unabhängig von dem Pharmaunternehmen. Die neue Wagniskapitalgesellschaft mit Büros in New York und Heidelberg will schwerpunktmäßig in Unternehmen mit fortgeschrittenen Entwicklungsprojekten investieren. ?In diesem Bereich stehen derzeit zu wenig Investitionsmittel bereit?, schätzt NGN-Partner Georg Nebgen. Darüber hinaus schließt NGN auch Engagements bei ausgewählten Start-up-Firmen nicht aus. Jeweils etwa 50 Prozent des Kapitals will NGN in Europa und den USA investieren.

Vertreter der Branche werten den neuen Fonds als positives Signal. Denn er kommt in einer Phase, in der deutsche und europäische Biotechfirmen finanziell deutlich gegenüber Konkurrenten aus den USA zurückgefallen sind. Besonders dramatisch ist die Lage in Deutschland, wo nach einer Erhebung der Unternehmensberatung Ernst & Young im Laufe der nächsten zwölf Monate mehr als die Hälfte aller Biotechfirmen frisches Kapital benötigt. Etablierte Venture-Capital- Fonds konzentrieren ihre Ressourcen meist auf relativ wenige, Erfolg versprechende Firmen.

Hintergrund ist unter anderem die zurückhaltende Anlagepolitik klassischer Kapitalgeber, die von schwachen Renditen und hohen Ausfällen abgeschreckt werden. ?Deutsche Versicherungen und Banken stellen kaum noch Gelder bereit für Risikokapitalfonds?, beobachtet Horst Domdey, der Chef der Münchner Bio-M AG, die sich vor allem in der Anfangsfinanzierung von Biotechfirmen engagiert. US-Fonds sind zwar weiter üppig finanziert, konzentrieren sich aber auf das wieder boomende Geschäft im US- Markt. ?Sie verabschieden sich derzeit eher aus Europa, als dass sie reinkommen?, sagt Andreas Wicki, Manager der Schweizer Finanzgruppe HBM Bioventures.

Die regionale Ungleichverteilung der Mittel ist zum Teil auch Resultat einer veränderten Invest- ment-Philosophie. ?Der naive Glaube an die Wissenschaft ist bei vielen Investoren nicht mehr vorhanden?, sagt Jürgen Drews, Partner bei Bears Stearns Health Innoventures. Viele Kapitalgeber wenden sich daher von Technologiefirmen ab und konzentrieren sich auf Unternehmen mit konkreten Produktkandidaten. Deutsche Firmen liegen in dieser Hinsicht gegenüber der US- Konkurrenz deutlich zurück.

HANDELSBLATT, Mittwoch, 23. Juni 2004, 07:56 Uhr  

23.06.04 12:16

20752 Postings, 6515 Tage permanentFrisches Geld könnte den Aktien der

Biotechs einen Schub verleihen. Wobei der Fond wahrscheinlich mehr Interesse an ausserbörslichen Beteiligungen haben wird.

Gruss  

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