Jugendarbeitslosigkeit in der EU wird abgeschafft

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neuester Beitrag: 03.12.12 20:42
eröffnet am: 02.12.12 23:00 von: Karlchen_V Anzahl Beiträge: 46
neuester Beitrag: 03.12.12 20:42 von: snappline Leser gesamt: 1057
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02.12.12 23:00
13

14737 Postings, 4735 Tage Karlchen_VJugendarbeitslosigkeit in der EU wird abgeschafft

- und zwar per EU-Richtlinie. Der Verein wird mehr und mehr zur Lachnummer. Mehr:

http://www.welt.de/wirtschaft/article111768449/...e-verpflichten.html  
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20 Postings ausgeblendet.

03.12.12 08:14
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5041 Postings, 4750 Tage Tiefstapler@Tony

freu Dich nicht zu früh. Wer sagt denn, dass die EU einen Lohn geplant hat? Kannst Dich schon mal warm anziehen zum Laub saugen. Nix mehr mit ausschlafen.  

03.12.12 08:20
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10786 Postings, 4133 Tage sonnenscheinchenwieso werden

eigentlich immer noch diese 50% Jugendarbeitslosigkeit verbreitet. Die Zahl ist doch statistischer Blödsinn und nur für Schlagzeilen gut. 50% von 20%, die tatsächlich eine Arbeit suchen. Huch. Das sind dann ganze 10% der Jugendlichen. Der Rest studiert und ist in Ausbildung. Und bei uns, wenn man den Arge Zahlen glaubt, werden die armen arbeitslosen Jugendlichen besonders oft mit Leistungskürzungen bestraft, weil sie angebotene Stellen nicht annehmen.
Das die nicht demonstrieren, überrascht nicht.  

03.12.12 08:45

24654 Postings, 7449 Tage Tony Fordda brennt die Hütte...

freu Dich nicht zu früh. Wer sagt denn, dass die EU einen Lohn geplant hat? Kannst Dich schon mal warm anziehen zum Laub saugen. Nix mehr mit ausschlafen.

Man sollte die Jugend nicht unterschätzen. Es wäre nicht das erste mal, dass die Jugend bzw. Jungen eine Revolution anzetteln und Autos am laufenden Band abfackeln, was ja teils schon in so manchen Städten passiert.

Ich erinnere hier an die Hippiezeit.

Momentan bekommt man als junger Mensch jedenfalls zunehmend den Eindruck, dass man selbst sehr viel Leistung bringt, man dafür aber wenig bekommt und die alteingesessenen Säcke profitieren.

So bekommt Beispielsweise in Griechenland ein junger Ingenieur 700€ im Monat, während ein nicht studierter Beamter dort mit 3500€ heim geht.

In Dtl. ist dies zwar bei Weitem nicht so extrem, doch auch hier gibt es gewaltige zunehmende Ungerechtigkeiten, junge Ingenieure,  Techniker werden trotz Fachkräftemangen in Lohn immer weiter gedrückt und die Unternehmen jammern lieber über den Fachkräftemangel herum statt attraktive Löhne zu zahlen.

Und bei den Facharbeitern, da ist die Entwicklung teils noch eklatanter, da sinken seit Jahren die Löhne teils deutlich, indem die Leute 2 Jahres-Verträge bekommen, danach ihren Job verlieren und wenige Jahre später für deutlich weniger Lohn als Leiharbeiter oder Werksvertragsarbeiter wieder anfangen.

Da braucht man sich dann auch nicht zu wundern, wenn junge Leute eher unmotiviert uninteressiert am Smartphone spielend durch den Arbeitsalltag gehen.

 

03.12.12 10:36
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10616 Postings, 4525 Tage rüganerTony-wo wohnst du ? Sogar im armen Meck-Pomm

oder in Pleite-Bremen werden technische Ingenieure zu guten Konditionen händeringend gesucht. Wer sich in diesem Bereich ausbeuten lässt, ist selber schuld oder extrem doof.
Gute Handwerker sind auch knapp.

Aber wenn ich so höre, wieviele junge Leute Püschologie oder irgendeinen Sozialkram studieren, wundern mich deren Schwierigkeiten beim Jobsuchen nicht wirklich.  

03.12.12 10:42
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52504 Postings, 3979 Tage boersalinoInstabile Stromnetze mit Jugend-Puffer

Statt zum Arbeitsamt zu laufen oder zu Demos, könnten sie in überdimensionalen Tretmühlen für Strom auch in Spitzenzeiten sorgen.
Sehr vorausschauend in Sachen Energiewende, liebe Regierung ....  

03.12.12 11:08
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1840 Postings, 6431 Tage Wärnahabt Ihr mal #1 richtig gelesen?

"Konkret sehe die Jugendgarantie vor, dass Jugendliche spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes eine neue Stelle, einen neuen Ausbildungsplatz oder aber zumindest einen PRAKTIKUMSPLATZ haben,"

Ich sage nur: Praktikumsplatz !
Unter diesem Deckmantel wird es damit noch mehr billigste Arbeiter für (fast) null Lohn geben. DAS wird dabei rauskommen.  

03.12.12 11:09
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24654 Postings, 7449 Tage Tony Fordquatsch mit Soße...

oder in Pleite-Bremen werden technische Ingenieure zu guten Konditionen händeringend gesucht.

Der Ingenieur geht wenn überhaupt mit 3000€ Brutto nach Hause, die einfache Führungskraft schon mit 4500€. Und noch ein bisschen höher geht es dann schnell in Richtung 6000 bis 10000€ im Monat.

Sowas hat doch mit Leistungsprinzip nix mehr zu tun, wenn Jene die die Arbeit machen, sehr viel weniger bekommen wie Jene die Arbeit lediglich verwalten, was teils völlig überflüssig ist, würde man mal moderne Managementtechniken z.B. Lean einsetzen.

Dieses leider immer mehr und schneller zunehmende Mißverhältnis läuft zunehmend auf zuhälterähnliche Verhältnisse zu, d.h. die wertschöpfende Arbeiterschaft wird prostituiert und der Wasserkopf macht den Profit.

Das Krasse dabei ist, dass es früher vielleicht mal gab, in denen sich der Wasserkopf wenigstens nahe der Basis bewegte, doch Heute leben die doch in ihren eigenen Welten aus Excelfiles, Präsentationen, Kennzahlen und gutklingenden Managementphilosophien, welche jedoch nur halbherzig gelebt werden.

Da wird halt in die eigene Tasche gewirtschaftet und sozial ist man nur so viel, wie es die eigenen Taschen weiter füllt. 

Dieses Verhalten will ich an sich ja nicht mal dämonifizieren, denn im Grunde sind es nicht die Manager, welche an diesem Verhalten Schuld sind, sondern ist es die Politik, welche falsche Anreize setzt und denen das Leben erschwert, welche sozialverantwortlich handeln und Jene belohnt, welche dies nicht tun.

Dieser ganze Niedriglohnsektor zieht sich doch wie eine Pest durch die Gesellschaft und schadet in erster Linie genau den Unternehmen, welche versuchen attraktive Löhne und Bedingungen zu bieten.

Ohne Weiteres könnte man sowas über Steuern regeln und eben die Niedrigstlöhner mit höheren Steuern belasten und diese Steuereinnahmen jenen guten Unternehmen in Form von Steuerentlastungen zugute kommen lassen.

Gleiches gilt auch bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze und Erhaltung bestehender Arbeitsplätze bei einer positiven oder zumindest gleichbleibenden Reallohnentwicklung. U.a. ist hier das Stichwort Senkung der Wochenarbeitszeit zu nennen, welche unabdingbar für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg ist und Arbeitsplätze vor allem am unteren Ende sichern könnte.

 

 

 

 

03.12.12 11:11
1

25086 Postings, 3744 Tage Lumberjack77das wird nicht allen jugendlichen gefallen-

arbeitspflicht?  

03.12.12 11:12

7178 Postings, 6363 Tage Crossboy@# 28: Das Posting war aber jetzt

nicht sehr "lean"...  

03.12.12 11:23

24654 Postings, 7449 Tage Tony Fordmuss ja auch nicht...

#30

ein Beitrag muss ja auch nicht "lean" sein ;-)  

03.12.12 11:57
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10616 Postings, 4525 Tage rüganer#1 Potzz scheint schon unter diese Regelung

zu fallen ;))  

03.12.12 12:06
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19682 Postings, 4048 Tage snapplineJugend ist die Zukunft

für die älter werdende Generation davor, und die wird immer älter

sehe ich in #28 auch so ähnlich

Was hat ein Jugendlicher im Jahr 2012 bald 2013 für Zukunftsperspektiven ?  

03.12.12 12:09

54014 Postings, 5710 Tage Radelfan#32: Hier biste richtig:

http://www.ariva.de/forum/Potzblitzzz-wo-bist-du-473583
-----------
Meine Forderung: Stabiler Server und Entfernung ALLER Bilder, weil sie nur vom Text ablenken.

03.12.12 12:13
1

32133 Postings, 6815 Tage Börsenfan#1 wie willstn das abschaffen ? Das wäre genauso,

als würde man sagen "Arbeitslose" werden abgeschafft, werden dann alle Arbeitslose erschossen oder bekommen alle die Dummenjobs ?  

03.12.12 12:18
1

19682 Postings, 4048 Tage snappline#35

Es gibt keine Dummenjobs,nur schlecht Bezahlte, und Leute die Dumm genug sind das zu verbreiten.  

03.12.12 14:00
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24654 Postings, 7449 Tage Tony Ford@snappline...

So ist es.

Problematisch sehe ich, dass mit zunehmender Alterung der Gesellschaft der Anteil an jungen Menschen im Vergleich zu den Älteren immer geringer wird.
Damit einhergehend könnte dies in einer zunehmend konservativen weniger innovativen Politik münden, welche zu Lasten der jungen Generationen geht, da diese ihre Visionen und Ideen nicht mehr umsetzen können.

Man muss ja bedenken, dass im Laufe eines Lebens ein Mensch verschiedene Phasen durchmacht, u.a. die Lernphase bis ca. 30 Jahre erfolgt, sich dann eine Phase der Verwirklichung und Umsetzung von eigenen Ideen und Visionen erfolgt (sei es auf politischer, wissenschaftlicher oder wirtschaftlicher Ebene).
In dieser Zeit, d.h. um ein Alter zwischen 25 und 40 ist für einen Menschen die Zeit, in der er sein Lebenswerk startet und er die Gesellschaft mit seinen Ideen und Visionen prägt und erneuert.

Bis dato war es so gewesen, dass die Anzahl derer zwischen 25 und 40 Jahren den größten Teil ausmachten, so dass sich neue Ideen und Visionen auch irgendwann der Mehrheiten erfreuen konnten.

Mit zunehmender Alterung der Gesellschaft hingegen wird dieser Erneuerungsprozess zunehmend gefährdet, da die älteren Generationen mit den neuen Ideen und Visionen oftmals nicht so viel anfangen können und selbst wenn sie es tun, so fehlt ihnen der Mut zur Veränderung.

Auch dies ist nichtmal unverständlich, denn ein älterer Mensch, welcher auf seinen Lebensabend zusteuert, der braucht eine Sicherheit für seinen Lebensabend, denn während die jüngeren Generationen Risiken auch mal zeitlich aussitzen und improvisieren können, ist es für die älteren Generationen ein Horror, wenn sie ihre letzten ihnen noch verbleibenden Jahre nicht würdig leben können.

Im schlimmsten Falle könnte diese Konstellation sogar zu einem Zerfall der Gesellschaft führen, denn wenn die Jungen ihre Ideen nicht mehr durchsetzen und die Gesellschaft nicht weiter prägen können, werden sie entweder abwandern oder in eine Protesthaltung verfallen.
Die älteren Generationen hingegen sind zwar in der Mehrheit, sind jedoch ohne die jüngeren Generationen eigentlich nicht überlebensfähig und so wäre ein Zerfall der Gesellschaft dieser Art ihr Grab mit all den Folgen von Elend und Altersarmut.

D.h. das Ziel kann daher meiner Meinung nach nur sein, dass die Alten sich zurücklehnen und die Jungen das Szepter übernehmen lassen und Ihnen mit Klugheit und Weisheit beratend zur Seite stehen.
Wenn man jedoch in die Politik schaut, so sehe ich da eigentlich fast nur alte Säcke, die seit 2 Jahrzehnten kaum was bewegt haben und auch weiterhin nicht viel bewegen werden und im Grunde nur auf Pump (indirekt sowie direkt) den Laden am Laufen halten.

Wir brauchen eine Wirtschaftsreform, welche wiegesagt attraktive Arbeitsbedingungen belohnt und schlechte Arbeitsbedingungen bestraft.
Wir brauchen ein System, in dem echte Leistung sehr viel mehr wert als Kapitalerträge sind.
Wir brauchen junge Leute mit Mut in der Politik, statt die alten Säcke.
Wir brauchen mehr Dezentralisierung und funktionierende Märkte ohne Wettbewerbsverzerrung und Subventionsmißbrauch.
Wir brauchen die Abschaffung von Patentschutz und Copyright und einfache transparente offene Wirtschaftssysteme, in denen nicht Jeder das Rad neu erfinden ,  teure Lizenzgebühren bezahlen und Rechtsstreitigkeiten sowie die hohe Bürokratie endlich entfallen können.
Wir brauchen ein System, in dem China und billige Konkurrenz keine negativen Auswirkungen mehr auf die heimische Wirtschaft hat.

Die meisten alten Säcke jedoch werden sofort sagen "Das geht nicht, so einfach ist das nicht, blablabla"

Dazu sage ich nur, Alles ist möglich, wenn einem jedoch der Mut fehlt, dann geht das natürlich nicht.  

03.12.12 14:32
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19682 Postings, 4048 Tage snapplineTony Ford

Zu #1
Unter Jugend versteht man in der westeuropäischen Kultur und der deutschen Strafmündigkeit die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein, also etwa zwischen dem 13. und 21. Lebensjahr. Diese Zeit wird auch als Adoleszenz bezeichnet, wobei im genannten Zeitabschnitt im Bedarfsfalle das Jugendrecht zum Einsatz kommt. Teenager grenzt das Alter weiter ein, nur englische Zahlwörter, die auf „teen“ enden (13–19 Jahre).
http://de.wikipedia.org/wiki/Jugend

Der Begriff Jugend ist historisch gesehen relativ jung und wurde erst um 1800 häufiger verwandt. Der Begriff des Jugendlichen war dabei ursprünglich ambivalent besetzt (Jugend ist Trunkenheit ohne Wein) und diente auch zur Distanzierung von einer Personengruppe, die als gefährdet definiert wurde. Der Begriff bezeichnete dann beispielsweise in der Jugendhilfe der 1880er Jahre eine männliche Person aus der Arbeiterklasse zwischen 13 und 18 Jahren, der Tendenzen zur Verwahrlosung, Kriminalität und eine Empfänglichkeit für sozialistisches Gedankengut unterstellt wurden. Erst nach 1900, im Zuge der Jugendbewegung, wurde die eher negative Konnotation des Begriffs (Jugend als Gefährdung und Unreife) durch ein positives Bild ersetzt. Im Rahmen nationalistischer Strömungen entstand nach dem Ersten Weltkrieg ein politischer Jugendmythos: Jugend als Motor der Geschichte (Wer die Jugend hat, hat die Zukunft). Hitler war dann in der nationalsozialistischen Propaganda der junge Führer.
Das erste negative Jugendbild in der Industriegesellschaft wirkte jedoch latent weiter und ist gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche wieder aktualisierbar, wie die Diskussion um Jugendgewalt und Jugendkriminalität in den 1990er Jahren zeigte: Jugend(liche) als Gefährdung und Bedrohung.
Definitionen der „Jugend“ [Bearbeiten]
Jugend kann auf verschiedene Arten betrachtet werden, zum einen bezeichnet der Begriff eine Phase im Leben eines Individuums und zum anderen wird damit eine eigenständige Gruppe von Menschen erfasst. Je nach Auffassung kann man zur Eingrenzung der Lebensphase heute bestimmte Alterswerte oder aber eine Definition anhand von qualitativen Merkmalen vornehmen. Gemäß dieser zweiten Möglichkeit wird als Beginn der Jugendphase meistens die körperliche Geschlechtsreife gewählt, als Ende das Erreichen von finanzieller und emotionaler Autonomie



Anteil der Jugendlichen an der Bevölkerung

Alle Statistiken der UNO über Jugendliche basieren auf obengenannter Definition (15–25). Laut aktuellen Schätzungen waren 1995 18 % (oder 1 Milliarde) der Weltbevölkerung Jugendliche, wovon 85 % in Entwicklungsländern leben.


Jugend – ein Lebensabschnitt

In die Jugendzeit fallen die Pubertät, das Ende der Schulzeit, der Beginn der Berufsausbildung, die Abnabelung vom Elternhaus und die Identitätsfindung. Deswegen wird die Jugendzeit sowohl vom Jugendlichen, der sie durchlebt, als auch von den Eltern als nicht ganz einfach angesehen.  

03.12.12 14:37

19682 Postings, 4048 Tage snapplineVorbild für viele Jugendliche

Kennt ihr welche ?

Menschen die als gutes Vorbild für jugendliche dienen ?  

03.12.12 14:45

19682 Postings, 4048 Tage snapplinein #1 steht

das Jugendarbeitslosigkeit abgeschafft wird

Ja da steht "abgeschafft" als wie wenn man etwas abschaffen müßte. Ist das demokratisch ?
Demokratisch würde bedeutet die Ursache dafür zu klären und dann die richtigen Schritte zu finden um den Jugendlichen ein ebenfalls rechtliches Gleichgesetztes Leben wie den Generationen davor zu ermöglichen  

03.12.12 15:10
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19682 Postings, 4048 Tage snapplineGeschichte dazu:

Jugend und Kindheit sind historisch gewachsene Begriffe, die im Zusammenhang mit der jeweiligen Gesellschaftsform gesehen werden müssen. So gab es noch im 17. Jh. in vielen Ständen und vergleichbaren Gruppierungen jenseits der Säuglingszeit weder eine ausgeprägte Kindheit in unserem Sinn noch eine Jugend. Jedoch hatte sich im Adel und dann im Bürgertum das Muster des Jünglings bzw. der Jungfrau herausgebildet, im geistlichen Stand der Novize.

Jugend als eigene Lebensphase ist dann ein Produkt der Modernisierung: Erst seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde Jugend als eigenständige Gruppierung mit spezifischen gemeinsamen Merkmalen zu einem gesellschaftlichen Thema und bald auch zu einem Handlungsfeld der Politik.[2] In vormodernen, agrarisch strukturierten Gesellschaften mit wenig ausgeprägter Arbeitsteilung wurden die notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen von der Elterngeneration vermittelt. Durch die zunehmende Industrialisierung und Technisierung reichte dies aber nicht mehr aus. Vielmehr sollten die Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Schule und der Berufsausbildung erworben werden. Dies bedeutete aber eine längere Freistellung der nachwachsenden Generation vom Arbeitsleben. Diesen Zuwachs an Freizeit nutzten die Jugendlichen zur Ausbildung einer eigenen Jugendkultur. Tonangebend waren hier zunächst Jugendliche mit einem bürgerlichen Hintergrund, die sich auf Fahrten und Wanderungen durch die Natur, wie sie der 1896 gegründete Wandervogel populär machte, Distinktion vom Erwachsenenleben fanden. An diese Formen knüpften bald auch Arbeiterjugendliche an. Dieses vordergründig touristische Verhalten der Jugendlichen wurde gesellschafts- und kulturkritisch aufgeladen. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich in Deutschland eine breit gefächerte Szene von an selbstorganisierten Fahrten teilnehmenden Jugendlichen, die in so genannten Bünden organisiert waren, die Bündische Jugend. Hier fanden seit den 1920er Jahren die sich als betont junge Bewegung gerierenden Nationalsozialisten und namentlich die Hitlerjugend Anknüpfungsmöglichkeiten, die die Symbolsprache und die Gemeinschaftsformen der bündischen Jugend übernahm und monopolisierte.
„Jugend“ als Chiffre für Dynamik, Neuerung und den Willen, verkrustete oder entfremdete Formen der Kultur zu überwinden, wurden schon früh auch von der älteren Generation genutzt, so etwa in der 1896 gegründeten Kulturzeitschrift Jugend, die dem Jugendstil ihren Namen gab. Jugend und Jugendlichkeit wurde zu einem eigenen Wert – ganz im Gegensatz zu den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg, als Berufsanfänger in ihren Zwanzigern, wie Stefan Zweig beschreibt, in ihrem Habitus und in Kleidung und Haartracht versuchten, möglichst erwachsen, gesetzt und erfahren zu erscheinen.[3] Der so entstehende Jugendmythos wurde bereits in den 1930er Jahren von Ortega y Gasset kritisiert („Ein Geist allgemeiner Hanswursterei weht durch Europa“). Wegen dieser herausgehobenen Bedeutung der Jugend hat man das 20. Jahrhundert als das „Jahrhundert der Jugend“ bezeichnet.[4]
Ab den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Jugend dann als Folge der Bildungsexpansion, veränderter elterlicher Erziehungsziele, einer zunehmenden kulturellen Autonomie der Jugendlichen und dem Wirken einer jugendspezifischen Konsum- und Unterhaltungsindustrie zu einer relativ eigenständigen Lebensphase (siehe auch 68er-Bewegung). Seit den 1970er Jahren versuchten zunehmend ältere Jahrgänge, jugendliche Moden und Lebensstile (Spontaneität) zu imitieren. Die Jugendlichkeit der Haut und ein junges Aussehen hoffe man durch Kosmetik- und andere Lifestyle-Produkte zu erlangen.  

03.12.12 15:11

31050 Postings, 7304 Tage sportsstarvielleicht würde es schon reichen

Handys, Spielekonsolen und einen möglichen Schulabbruch abzuschaffen..

...man darf das menschliche Gehirn nämlich nicht unterschätzen. Wenn man damit Praktisches und Sinvolles anfängt, hat die Natur es nämlich so eingerichtet, dass es sich fortentwickelt. Etwas, das Arbeitgeber angeblich schätzen sollen.  

03.12.12 16:03

24654 Postings, 7449 Tage Tony FordHandys Spielekonsolen, usw.

wegzunehmen, wäre genau der falsche Weg, denn auch wenn es absurd klingt, die intensive Benutzung dieser Geräte ermöglicht den jungen Menschen komplexe Geräte und Technik bedienen zu können, was wiederum bei der zunehmenden Automatisierung gebraucht wird.

So hat ein junger Mensch eben kaum Probleme mit einem PC umzugehen, ältere Generationen aber schon.
Demzufolge ist es alles Andere als Unnütz, wenn junge Leute mit Technik intensiv umgehen lernen.

Natürlich kann man es auch übertreiben, keine Frage.

Ich selbst bin aber mit dem PC aufgewachsen und Heute umso versierter im Umgang mit Technik und komplexen Dingen. Obwohl ich sehr viel Zeit vorm PC verbracht habe, hat es mir nicht geschadet.  

03.12.12 16:36
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31050 Postings, 7304 Tage sportsstarKomplexe Technik?

Auweia...

Das Problem, das du beschreibst, liegt weniger an der "komplexen" Technik als vielmehr an der (Geschwindigkeit der) Lernfähigkeit im Alter, die deutlich reduziert ist. Ohne da jetzt groß ins Detail gehen zu wollen, so ist so ziemlich alles "Erlernbare" im jugen Alter deutlich leichter umzusetzen - das geht über motorische Fähigkeiten bis hin zu Gedächtnisfähigkeiten. Dort greifen dann u.a. auch entsprechende (logische) Automatismen und vereinfachen das Erlernen. So ist eben auch bspw. eine Fremdsprache in jungen Jahren wesentlich einfacher zu erlernen, aber natürlich auch "Computer"-Sprache.

Dennoch bleibt eben festzustellen, dass es in Bezug auf Handys und Spielekonsolen durchaus redundantes Technikwissen gibt, das einen grundgesamt sicherlich nicht hilf- und lehrreich voran bringt, da fortan im 21. JH jede hierzulande heranwachsende Generation diese von dir als "komplex" bezeichnete Technik schon mit nem leicht höheren zweistelligen IQ künftig wird bedienen können.

Somit würde ich die Aussage, "[...] die intensive Benutzung dieser Geräte [Handys, Spielekonsolen] ermöglicht den jungen Menschen komplexe Geräte und Technik bedienen zu können [...]", eher als Quatsch abtun, sorry.  

03.12.12 17:06

24654 Postings, 7449 Tage Tony Forddas ist zu pauschal...

mir ist dieses "Spielekonsolen, Handy, Smartphone, Google & Co. ist alles Böse" einfach zu pauschal.

Allein der ständige Umgang mit Technik bringt Übung und somit auch den Umgang mit komplexen Techniken.

Es ist durchaus ein Unterschied, wenn man mit etwas "groß" wird oder wenn man etwas nach Jahrzehnten erlernen muss, womit man nicht groß geworden ist.
Die Lerngeschwindigkeit kann dies jedenfalls nur halb erklären.

Zudem besteht auch kein Zusammenhang von Intelligenz bzw. schulischer Leistung und Spielen.

Und mal ehrlich, wie war dass den bei den heute älteren Generationen gewesen, was haben die denn so in ihren jungen Jahren gemacht?
Vermutlich haben die gesoffen, Loch und Löscher, gefeiert Samstags und Sonntags und nebenbei noch einen Joint geraucht.

Heute findet man die selben Leute in der Politik teils ziemlich weit oben.

Junge Menschen wollen eben nach ihren Vorstellungen leben und wenn sie dies mit Spielekonsolen und Smartphones tun wollen, so sollen die es tun.
Nach einigen Jahren gibt sich sowas von selbst, da spreche ich aus eigener Erfahrung als ehemaliger Vielspieler ;-)  

03.12.12 20:42
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19682 Postings, 4048 Tage snapplineJugendzeit

also ich war da viel unterwegs. Und wirklich viel. Hatte auch nen Bruder der vorm Compi saß war nicht mein Interesse !
Ich war da nur unterwegs, mit Freundin, Arbeitskollegen, Freunden, zum tanzen zum Sport.
Kunst, Kulture hauptsache viel neues sehen und endecken. War so gut wie nie daheim, nur zum duschen, schlafen und wieder zusammenschicken und ab :-)
Viel viel unterwegs immer neue Leute kennenlernen war immer Lustig und ein Spaß.
Veranstaltungen, Eröffnungen, Bälle und und und war immer Lustig und und interessant.
Bis man halt als Frau angebunden wird :-/

Bin der Meinung die richtige Arbeit und das richtige Arbeitsumfeld für Jugendliche macht sicher vielen Jugendlichen auch Freunde und Bedeutet den Jugendlichen etwas. Es gibt ihnen Werte und Sicherheit in der Gesellschaft.  

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